„Nordwestschuld“

 

Ein Fall für die Soko St. Peter-Ording Band 4 Krimi von Svea Jensen, erschienen bei HarperCollins

Inhalt:

Als die 55-jährige Karla Hensel vermisst gemeldet wird, übernimmt die Soko St. Peter-Ording den Fall. Bei den Befragungen des Umfelds stellt sich schnell heraus, dass Karla erst vor Kurzem über Facebook einen interessanten Mann kennengelernt hat. Ihre Mitarbeiterin Inken berichtet außerdem von Geldüberweisungen, die Karla an diesen Mann getätigt haben soll, und vermutet, Karla sei einem Love-Scammer aufgesessen. Ist dieser für Karlas Verschwinden verantwortlich?

Dann tauchen auch noch Skelettteile am Ordinger Strand auf. Sie können Elke Färber zugeordnet werden, einer vor zwei Jahren in Itzehoe verschwundenen Frau, die seinerzeit unter ähnlichen Umständen verschwand. Kann es wirklich sein, dass gefährliche Betrüger, die auch nicht vor Mord zurückschrecken, ihr Unwesen im Norden treiben?

Eigene Meinung:

Dieser Band ist schon der 4. Fall für die Soko St. Peter-Ording und bietet wieder spannende Krimi-Unterhaltung. Ich mag das Ermittlerteam der Soko und finde es wieder eine sehr gelungene Mischung zwischen persönlichen Themen der Ermittler und spannender Ermittlungsarbeit. Noch dazu, wo die Ermittlungen viel mit Love-Scamming zu tun haben und somit ein sehr aktuelles Thema aufgreifen. Welcher Facebook-Nutzer hat nicht auch schon mal so eine Kontaktaufnahme bekommen? Die Autorin hat viele Beispiele in ihrem Buch mit aufgenommen, da ist es mir kalt den Rücken runtergelaufen, wenn man überlegt, wie oft man selbst schon entsprechende Posts bekommen hat. In diesem Krimi kriegt man einen nachhaltigen Eindruck davon, welche Folgen das alles haben kann. Das Buch ist schön flüssig zu lesen, der Fall ist spannend und dazu kann man per Buch einige Zeit in St. Peter-Ording verbringen, also bestes Lesevergnügen. 

Inhaltsangaben und Rezensionen zu Band 1-3 sind auch hier auf dem Blog zu finden. 

„Wellentanz und Liebesglück“

Roman von Jane Hell, erschienen bei Montlake

Inhalt:

Als Simons Ehe in Scherben liegt, flüchtet der Architekt zu seiner Oma Fria ins idyllische Hareby an der dänischen Küste. Nirgends fühlt er sich so geborgen wie in dem gemütlichen Reetdachhaus, das schon morgens nach Zimtschnecken duftet. Doch alles ist anders als früher, denn dort lebt nun auch Frias jüngere Mitbewohnerin. Die dreißigjährige Lerke praktiziert Qigong im neu angelegten Zen-Garten, der Simons geliebten Fußballrasen verdrängt hat. Außerdem legt Lerke viel Wert auf Ordnung und Ruhe, beides nicht gerade Simons Stärken. Erst als ausgerechnet Lerke Simon und seine Tochter auf einen Ausflug begleitet, sprühen die Funken zwischen den beiden. Dabei hat Lerke ihr Herz vor langer Zeit verschlossen und Simon würde zu gerne wissen, warum.

Eigene Meinung:

Dieses Buch ist schon Band 2 der romantischen Ostsee-Reihe der Autorin und entführt wieder ins dänische Hareby. Man muss den ersten Band nicht unbedingt kennen, um an diesem Buch Spaß zu haben. Die Hauptfiguren aus Band 1 sind zwar wieder da, aber dem kann man folgen, ohne das vorherige Buch zu kennen. Und dann gibt es wieder den gemütlichen und entspannten Lesespaß. Eine weitere Person kommt nach Hareby und wieder ist es nicht so einfach, wenn zwei ziemlich verschiedene Personen sich näher kennenlernen. Dazu kann man dann noch in das gemütliche Hareby eintauchen und so hat man großen und entspannten Lesespaß und auf jeden Fall beste Unterhaltung.

„Meeresnacht“

Nordseekrimi von Carina Lund, Elin Bertram ermittelt 2, erschienen im Ullstein Verlag

Inhalt:

Alle zwei Jahre und vier Monate, in einer Vollmondnacht. Dann schlägt der Mondscheinmörder wieder zu.

Elin Bertram und Thees Conrads von der Soko Mondschein wissen noch immer nicht, wer hinter dem grausamen Ritual steckt, dem bislang fünf Frauen zum Opfer gefallen sind. Eine Woche vor der Frist erreicht sie plötzlich eine unerwartete Nachricht: In Bremerhaven ist ein junger Mann verschwunden und die dortige Polizei hat Hinweise, dass der Serientäter verantwortlich ist. Elin Bertram vermutet, dass es sich um einen Nachahmungstäter handelt. Doch am Tatort finden sich Hinweise, die die Handschrift des Mondscheinmörders tragen. Dann verschwindet eine weitere junge Frau. Und während Elin und Thees die Zeit zwischen den Fingern zerrinnt, müssen sie sich fragen, wieviel sie überhaupt verstehen in diesem tödlichen Spiel …

Eigene Meinung:

Der 2. Teil der Trilogie hat mir auch wieder sehr gut gefallen. Man wird als Leser schon nach kurzer Zeit direkt in den Krimi reingezogen und mag dann kaum noch aufhören zu lesen. Denn das Buch  lässt sich sehr flüssig lesen und es hat ein gutes Tempo und die notwendige Spannung, damit man als Leser dran bleibt. Außerdem gefällt mir das Ermittlerduo Elin und Thees sehr gut.  Sie ermitteln gut zusammen, aber auch trockener Humor kommt nicht zu kurz. Sicherlich macht es Sinn, den ersten Teil der Serie, „Meeresdämmerung“, vorab zu lesen, denn es wird doch häufiger darauf Bezug genommen. Dieser zweite Fall ist zwar in sich abgeschlossen, aber der Mondscheinmörder wird die Soko noch weiter beschäftigen. Und daher freue ich mich schon sehr auf den 3. Band, wo es dann die Auflösung geben soll.

Teil 1 der Reihe

„Meeresdämmerung“

„Alsterschatten“

Kriminalroman von Leo Hansen, erschienen im Emons Verlag

Inhalt:

Hamburg wird von einer brutalen Mordserie erschüttert. Privatermittler Dr. Elias Hopp, Ex-Soldatin Janne Bakken und LKA-Profiler Zillinski arbeiten zusammen, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Der Schluss liegt nahe, dass ein Psychopath sein Unwesen treibt. Doch um das perfide Spiel tatsächlich zu durchschauen, müssen die drei ihr ganzes Können aufbringen. Eine Informantin aus der Szene der »Neuen Rechten« bringt die Ermittler auf eine heiße Spur. Viel Zeit bleibt ihnen allerdings nicht, denn unter der Oberfläche ziehen gefährliche Gegner ihre Fäden.

Eigene Meinung:

Das Buch ist der 2. Band für das Hamburger Ermittlerteam. Ich kenne Band 1 nicht, teilweise wäre es gut gewesen, den Band zu kennen, aber trotzdem hatte ich Lesespaß. Dieser Krimi überzeugt mit Aktualität, es geht schließlich um ein rechtes Terrornetzwerk in Hamburg. Als Laie kann man nur staunen, was da hinter den Kulissen wohl so teilweise passiert. Dazu sind interessante Ermittlertypen tätig und es gibt ganz viel Hamburg-Atmosphäre. Außerdem ist der Fall noch spannend und es gibt überraschende Wendungen. Ein Krimi mit gesellschaftspolitischem Tiefgang, der auf jeden Fall im Gedächtnis bleibt.

„Inselspiel“

Kriminalroman von Anja Eichbaum, erschienen im Gmeiner Verlag

Inhalt:

Silvester am Conversationshaus: Auf Norderney fiebern die Urlauber dem Feuerwerk entgegen. Auch Inselpolizist Martin Ziegler und Polizeipsychologin Ruth Keiser sind voller Pläne für das neue Jahr. Da zerreißt ein Knall den Winterzauber. Ein Unheil jagt in dieser Nacht das andere, bis eine Entführung am Neujahrsmorgen erst recht das Tor zur Hölle öffnet. Und niemand weiß: Was ist wahr? Was unwahr? Was Wirklichkeit? Und was Wahn? Ein Trip voller Angst beginnt. Die Würfel scheinen längst gefallen …

Eigene Meinung:

Dieser Band ist der 6. Fall für Inselpolizist Martin Ziegler und Polizeipsychologin Ruth Keiser. Für Martin Ziegler wahrscheinlich auch der persönlichste Fall, geht es doch um die Entführung seiner Lebensgefährtin Anne. Für mich hat sich das Buch angefühlt wie „Nachhausekommen“. Man kennt die Personen der Serie und fühlt sich gleich heimisch und vertraut. Dazu hat mich der Fall allerdings auch total gepackt, ich fand das Buch sehr spannend. Abwechselnd erlebt man als Leser die Ermittlungen der Polizei und von Ruth Keiser und bekommt dann im nächsten Kapitel Einblick, wie es der entführten Anne gerade geht. Das ist sehr spannend geschrieben und gerade Ruth Keiser läuft zur Höchstform auf. Für mich ist das beste Unterhaltung mit einem Regionalkrimi, denn es gibt auch noch ganz viel Inselfeeling von Norderney und in diesem Buch auch aus Lübeck Es passt also alles.

„Drohbriefe an den Weihnachtsmann“

Ein Adventskalenderbuch von Frieda Frost mit Illustrationen von Kai Würbs, erschienen bei Coppenrath

Inhalt:

Ein Blick in den Alltag des Weihnachtsmannes voller schwarzem Humor!
Es ist Weihnachten – Hochbetrieb am Nordpol! Die Geschenke müssen gepackt werden und tagtäglich treffen haufenweise neue Wunschzettel ein. Eigentlich Routine für Santa und sein eingespieltes Team.
Bis der Weihnachtsmann einen Brief öffnet, dessen Inhalt es in sich hat …

Eigene Meinung:

Das Buch ist ein liebevoll gestaltetes Adventskalenderbuch für Leser, die schwarzen Humor mögen. Mir hat es sehr großen Spaß gemacht. Dabei geht es in 24 Kapiteln um den Schriftverkehr zwischen dem Weihnachtsmann und Stefan, der sich eine Sehnenscheidenentzündung für seine Schwiegermutter wünscht. Allein die Sprache hat bei mir schon für beste Unterhaltung gesorgt. Der Weihnachtsmann ist schön geschäftsmäßig unterwegs und hat auch seine Vorgaben, was er darf und was nicht. Die Korrespondenz liest sich manchmal wie der Schriftverkehr mit einem Versandhandel. Und Stefan versucht alles, um seinen Wunsch durchzubekommen, für den man als Leser schon bald viel Verständnis hat. Ein höchst unterhaltsamer Blick auf Geschenke zu Weihnachten und ihre Folgen, dazu noch wunderbar illustriert und gestaltet. Kein Adventskalender für Kinder, aber Erwachsene, die schwarzen Humor mögen, werden großen Spaß haben.

„22 Bahnen“

Roman von Caroline Wahl, erschienen bei Dumont

Klappentext:

Hochsommer in einer farblosen Kleinstadt: Neben Mathestudium und Nebenjob an einer Supermarktkasse ist das allabendliche Schwimmen im Freibad einer der wenigen Lichtblicke für Tilda. Hier kann sie mal kurz abschalten von ihrem Alltag, in dem sie sich um ihre kleine Schwester Ida und ihre alkoholkranke Mutter kümmern muss. Von einem freien und unbeschwerten Leben erlaubt sie sich nicht zu träumen. Dann taucht Viktor auf, und plötzlich gerat alles aus dem Takt.

Eigene Meinung:

Das Buch ist der Debütroman von Caroline Wahl und es hat mich absolut in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist modern, mit manchmal kurzen, knappen Dialogen und teilweise kurzen Sätzen. Begeistert hat mich die Beobachtungsgabe, mit der die Autorin gerade ihre Hauptfigur ausstattet. Besonders bildlich wird das, wenn Tilda  an der Supermarktkasse schon anhand des Einkaufs weiß, wer da vor ihr steht. Aber auch sonst ist Tilda eine gute Beobachterin. Dabei erzählt die Geschichte sehr eindringlich, was das für Kinder bedeutet, wenn die eigene Mutter von Alkohol abhängig ist. Und so ist das dann für die Kinder auch noch schwieriger als sonst ohnehin, den eigenen Weg im Leben zu gehen. Das erzählt dieses Buch sehr eindringlich. Von daher: Unbedingt lesen!

Das Buch ist von den unabhängigen Buchhandlungen zum Lieblingsbuch des Jahres 2023 gewählt worden. Eine tolle Auszeichnung für die junge Autorin und absolut verdient.

„Lesung von Alena Schröder in Eutin“

Das war ein wunderbarer Abend letzten Freitag in der Buchhandlung Hoffmann in Eutin. Die Autorin Alena Schröder war zu Gast und hat aus ihrem neuen Roman „Bei euch ist es immer so unheimlich still“ gelesen.

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Die Autorin ist eigentlich Zeitschriftenjournalistin und arbeitet auch immer noch für die „Brigitte“. Ihr erster Roman

„Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, dunkles Kleid“ ist mitten in der Pandemie erschienen und Dank der Buchhändler/innen trotzdem ein Erfolg geworden. Nun wollte die Autorin etwas ganz anderes machen, konnte die Figuren aber noch nicht loslassen. Und so gibt es mit dem neuen Buch wieder ein Buch über vier Frauengenerationen, wie auch schon in dem 1. Roman. Die Geschichte der Figuren wird erzählt, die in dem ersten Band nicht so ausführlich dargestellt wurden. Es geht dabei um eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung und auch dem Wunsch nach einer beruflichen Entwicklung. Das die Buchhändlerin mit dem ersten Titel in der Begrüßung Probleme hatte, konnte die Autorin verstehen, daß war ihr auch schon passiert.

Das Buch spielt in Schwaben, dabei kommt die Autorin aus der hessischen „Provinz“. Mit dem Ort wollte sie einem Freund eine Freude machen. Die Geschichte spielt an einem komplett fiktiven Ort in Schwaben, dass „spart Recherche“, so die Autorin. Dazu hat sie eine schwäbische Freundin, die entsprechend Korrektur liest. Zur Recherche bestellt Alena Schröder sich alte Zeitschriften, so erfahrt sie, wofür sich die Menschen in der jeweiligen Zeit abseits der Politik interessiert  haben.

„Lesung von Alex Beer in Bad Oldesloe“

Im Rahmen der Frauen-Kulturtage hat Alex Beer letzten Sonntag ihren aktuellen Kriminalroman „Felix Blom – Der Häftling aus Moabit“ in Bad Oldesloe vorgestellt. Die Autorin lebt aktuell in Wien, kommt aber aus dem Vorarlberg, der Gegend mit dem schlimmsten Dialekt in Österreich, so ihre eigene Aussage. Mit Cosy Crime hat sie angefangen und ist als studierte Archäologin dann zu den historischen Kriminal-Romanen gewechselt, denn sie hat schon als Kind immer Kriminalromane gelesen.

Hier gibt es bereits eine Reihe um Inspektor August Emmerich, der in Wien nach dem Ersten Weltkrieg ermittelt. Außerdem gibt es eine Reihe um Sonderermittler Isaak Rubinstein, der 1942 in Nürnberg tätig ist.

Nun beginnt mit „Felix Blom“ eine neue Reihe, die im preußischen Berlin spielt. Die Autorin wünscht sich etwas mehr Leichtigkeit in den Büchern. Österreich war komplett kaputt nach dem 1. Weltkrieg, viele waren geflüchtet, es fehlten Rohstoffe usw, entsprechend düster war die Zeit. Dementsprechend düster ist auch die Reihe um Inspektor Emmerich. Alex Beer hat vorher auch in Berlin gelebt und findet die Gründerzeit dort sehr spannend. Die Stadt ist damals sehr schnell gewachsen, wie keine andere Stadt. Es war eine bunte, wilde Zeit und die Leute waren trotz der Umstände gut drauf.

Felix Blom hat eine historische Vorlage, nämlich den ersten Privatdetektiv Eugene Francois Vidocq. Der war erst Verbrecher, kannte alle Tricks und hat dann die Seiten zur Polizei gewechselt. Danach wurde er Privatdetektiv, auch in Deutschland. Die Bücher von Alex Beer sind True Crime, basieren also auf wahren Geschichten. Die Recherche ist nicht so einfach, weil ihre Figuren einfache Leute sind. Recherchematerial gibt es meistens von bekannten Leuten aus der jeweiligen Zeit, aber nicht von den praktischen Fragen der einfachen Leute. So berichtet niemand über die Verwendung von Toilettenpapier. So bekommt sie die meisten Informationen aus Tageszeitungen, wie z.B. von 1878 der Berliner Gerichtszeitung.

Das Buch ist Krimi und Lehrbuch, wie man gut einbrechen kann. Dazu hat es Struktur, mit dem entsprechenden Zeitungsartikel als Grundlage und dem Einschub von Tipps.

In zwei Wochen erscheint der 2. Band „Im Schatten von Berlin„. Es geht wieder um einen echten Fall, dieses Mal ein besonderer Einbruch.

Der 1. Band wurde vorgestellt:

Inhalt:

Berlin, 1878: Der Gauner Felix Blom wird nach drei Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen. Doch in Freiheit ist nichts mehr so, wie es mal war: Sein Hab und Gut gepfändet, seine Verlobte ist mit jemand Neuem liiert. Alle Versuche, an Geld oder Arbeit zu kommen, scheitern. Aber dann hat Blom eine geniale Idee: Warum sich nicht mit der neuen Nachbarin zusammentun? Die ehemalige Prostituierte Mathilde führt eine Privatdetektei, allerdings sind die Aufträge rar, da man ihr als Frau diese Arbeit nicht zutraut. Ihr erster Fall führt die beiden gleich auf die Spur eines mysteriösen Mörders, der seinen Opfern Briefe mit der Botschaft zukommen lässt: „In wenigen Tagen wirst Du eine Leiche sein.“ Als auch Blom eine solche Karte unter seiner Tür durchgeschoben bekommt, wird die Sache persönlich …

„eat.READ.sleep.Bücher für dich“ Podcast-Session in Hamburg

Das war eine spannende Veranstaltung im Rahmen des Harbourfront-Literaturfestivals letzten Donnerstag in Hamburg. Das Festival ist bekannt dafür, Literatur in Orte am Hafen zu bringen. Dieses Mal war die „Fabrik“ in Altona die Location.

Hier würde eine Podcast-Folge von eat.READ.sleep vor Live-Publikum aufgezeichnet. Katharina Mahrenholtz und Daniel Kaiser waren an diesem Abend die Moderatoren. Der Titel des Podcast besteht aus den lebenswichtigen Dingen, in der Mitte ist die Leidenschaft – das Lesen. Kann ich schon so unterschreiben.

Nach einer Runde „Stadt, Land, Buch“ ging es dann los mit eat., der literarischen Vorspeise. In Anlehnung an das Buch „Rebecca“ was den Abend als Klassiker vorgestellt wurde, gab es „Crumpets à la Manderley“ auf der Bühne zum Verkosten, für das Publikum als Rezept zum Mitnehmen.

Anschließend stellten die beiden Moderatoren sehr unterhaltsam folgende Bücher vor:

Drifter“ von Ulrike Sterblich

Paradise Garden“ von Elena Fischer

Himmel hilf“ von Tillmann Bendikowski

Während bei „Drifter“ zwischen beiden Moderatoren Einigkeit bestand, dass man es ziemlich überzogen fand, gingen bei den anderen Büchern die Meinungen manchmal auseinander, was es für die Zuhörer interessant machte.

Dann war Bestsellerautorin Mariana Leky zu Gast. Mit ihrem Buch „Was man von hier aus sehen kann“ war sie 65 Wochen in der Spiegel-Bestsellerliste und das Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen im letzten Jahr. Wichtig ist für sie beim Schreiben, dass sie die Geschichte bereits von A bis Z kennt. Und so beginnt Gemütlichkeit in ihrem Tag nicht vor 14 Uhr. Aktuell arbeitet sie an einem neuen Roman. In einem Roman gefällt ihr, so viel Zeit für die Figuren zu haben. Außerdem liest sie sich jede Seite vor, wenn sie sie geschrieben hat, denn der Klang ist wichtig, so die Autorin.

An diesem Abend hat sie aus „Kummer aller Art“ gelesen, die literarischen Kolumnen sind zuerst in einer Psychologie-Zeitschrift erschienen und nun als Buch veröffentlicht worden.

Anschließend stellten die beiden Moderatoren unter der Rubrik „Alltime-Favoriten“ noch „Rebecca“ von Daphne Du Maurier vor.

Zum Schluss gab es noch eine Runde Literatur-Quiz und ein unterhaltsamer Abend ging zu Ende mit dem schönen Gefühl: Lesen mit Spaß!