
Roman von Mac Conin, erschienen im kontrabande Verlag, Köln
Inhalt:
Kein Liebesroman. Jo steht vor dem Nichts: kein Geld, kein Job, bald keine Wohnung. Als ihr Chef zu weit geht, zieht sie die Reißleine – doch der Preis ist hoch. In einer Stadt, die keine Rücksicht nimmt. Sie kämpft sich mit Trotz, trockenem Humor und der Hilfe eines alten Mannes durch die täglichen Zumutungen des Großstadtlebens.
Susannes Meinung:
Dieser Roman entpuppt sich beim Lesen als reine Wundertüte. Was zunächst als die Geschichte einer jungen Frau beginnt, die anscheinend nichts auf die Reihe kriegt, mündet in eine Vielzahl von wichtigen Themen wie zum Beispiel auch Einsamkeit im Alter. Man erfährt beim Lesen auch, was die junge Frau in der Kindheit erlebt hat, wie sexuelle Übergriffe und ein alkoholkranke Mutter, und so muss sie sich dann jetzt auch um ihre Geschwister kümmern. Das alles tut sie zusammen mit einem älteren Herrn der unter Einsamkeit leidet. Die Geschichte wird immer aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Dabei kommt auch das „Büdchen“ zu Wort. Büdchen sind ja in Köln Kioske in den Stadtteilen und diese haben früher für die Nachbarschaft und für die Menschen eine besondere Bedeutung als Treffpunkt gehabt und wo man sich dann auf ein Feierabendbier getroffen hat. Das wird mittlerweile alles deutlich weniger und das Büdchen überlegt, welche gesellschaftlichen Veränderungen es gegeben hat und welchen Platz ist dann jetzt noch in der Gesellschaft hat. Eine interessante Vorgehensweise beim Schreiben und insgesamt hat das Buch mich auch sehr positiv überrascht. Ich fand die junge Frau ehrlicherweise zu Anfang recht nervig, aber im Laufe der Zeit habe sie für ihren Kampf um ihre Geschwister bewundert und die vielfältigen Themen in diesem insgesamt sehr lesenswerten Roman haben mich berührt. Das Buch ist in kurzen Sätzen mit Humor geschrieben und ist insofern auch gut und flüssig zu lesen, es überzeugt mit einer Geschichte mit Tiefgang.











