„Ich küss Dich tot“

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Quelle: Verlag

(K)ein Familien-Roman von Ellen Berg, erschienen im Aufbau Verlag, Berlin

Inhalt:

Hotelmanagerin Annabelle soll gerade ihre Stelle wechseln, von New York nach Singapur, der ereilt sie der Ruf aus der Heimat, dem Vater geht es gesundheitlich schlecht. Annabelle reist also ins oberbayerische Puxdorf und stellt fest, dass es nicht nur dem Hotel ihrer Eltern schlecht geht. Das Hotel der Familie ist runtergewirtschaftet und Investoren beginnen, das Dorf unter sich aufzuteilen. Annabelle gelingt es mit Hilfe ihrer alten Freunde, dem Hotel wieder Leben einzuhauchen. Allerdings beginnt in dem beschaulichen Bergdorf eine rätselhafte Mordserie. Und Anna lernt Fabian, einen der möglichen Investoren, näher kennen. Dabei rückt der Abflugtermin nach Singapur immer näher.

Eigene Meinung:

Das Buch von Ellen Berg bietet wieder beste Unterhaltung. Witzig und spritzig sind die Dialoge und so mancher Gedanke von Annabelle hat mich wirklich zum Lachen gebracht. Außerdem werden die Eigenarten der Dorfbewohner so liebevoll beschrieben, dass man die Figuren förmlich vor sich sieht. Und es wird auch klar, dass man es dort als Zugezogener nicht leicht hat. Für Annabelle beginnt auch eine schwierige Zeit der Entscheidung, zwischen ihrer Familie und der Heimat sowie der eigenen Hotelkarriere. Einzig mit dem Ende und der Auflösung der Todesfälle war ich nicht so ganz zufrieden, aber das Buch ist ja auch kein Krimi. Bis dahin gibt es auf jeden Fall gut zu lesende Unterhaltung.

4 Sterne-p1

 

„Sonne, Strand und Tod“

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Ein Kees Bloemberg Krimi von Christian Biesenbach, Independently published

Inhalt:

Strafversetzt nach Zeeland wähnt Inspecteur Kees Bloemberg seine Laufbahn endgültig am Ende. Stattdessen geraten in der Region geldgierige Investoren und Einheimische aneinander. Der Kampf um Tradition, Zukunft sowie jeden Quadratmeter Bauland ist bereits voll entbrannt und Kees befindet sich bald mittendrin. Nachdem unter einem Haufen Kompost die Leiche eines Immobilienmaklers gefunden wird, ist es endgültig vorbei mit der Provinzruhe. Bloemberg nimmt die Ermittlungen auf und stößt dabei auf unaussprechliche, menschliche Abgründe, aber vor allem auf Ablehnung und Schweigen.
Als dann auch noch die zu einer abartigen Skulptur aufgerichtete Leiche einer Frau gefunden wird, geraten Kees und seine Kollegen selbst zwischen die Fronten und ins Visier eines geisteskranken, kaltblütigen Mörders, der vor nichts mehr zurückschreckt.

Eigene Meinung:

Für mich der erste Fall um Inspecteur Bloemberg, was aber kein Problem war, denn die Beschreibungen sind so gut, dass man sich mühelos einfinden kann und das Buch ohne Kenntnis der drei vorherigen Bücher gut lesen kann. Da ich bisher noch nicht viele Krimis gelesen habe, die in den Niederlanden spielen, musste ich mich vielmehr erst an Namen und Titel gewöhnen, aber auch das ging schnell und dann war das Buch sehr gut zu lesen. Es ist sehr gut gelungen, die Atmosphäre in der Provinz Zeeland einzufangen. Nachdem Bloemberg vorher in Rotterdam tätig war, eine gewaltige Umstellung für ihn, an der man als Leser teilhaben kann. Dazu kommt noch ein spannender, ungewöhnlicher Fall und insgesamt gibt das dann einen lesenswerten Krimi.

4 Sterne-p1

„Semper occultus Bin ich schuldig?“

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Quelle: Verlag

Hamburg-Krimi von Alexandra Krebs, erschienen im Fehnland-Verlag 

Inhalt:

In Hamburg ist Hafengeburtstag, für Martin Phillips von der Polizeiwache in Bergedorf immer eine verrückte Zeit. In diesem Jahr kommt Finn Baumann auf die Wache, ein junger Mann, der behauptet, seine Mutter ermordet zu haben. Martin und seine Kollegin Paula beginnen zu ermitteln, finden allerdings in der Wohnung keine Leiche. Und Finn hat keine Erinnerung an die letzten zwei Wochen, was die Ermittlungen zusätzlich schwierig gestaltet. Die Angelegenheit entwickelt sich zu einem spannenden Fall.

Eigene Meinung:

Dieser Krimi der Hamburger Autorin hat mir gut gefallen. Ein interessanter Fall, wo die Leiche schon mal nicht da ist, wo sie sein soll. Mehr kann ich nicht verraten, dass würde zu viel Spaß beim Lesen nehmen. Und der Autorin ist es wichtig, auch die psychologischen Hintergründe einer Tat darzustellen und das gelingt hier sehr gut. So ist das Buch interessant und wird zu einem besonderen Buch. Um die Hintergründe herauszuarbeiten, werden die Kapitel abwechselnd aus der Sicht von Martin, dem Polizisten, und Finn, dem jungen Mann, geschrieben. Das ist klar gekennzeichnet und so ist das Buch einfach und entspannt zu lesen. Dabei gibt es an einigen Stellen Spannung pur. Außerdem haben mir Martin und Paula als Ermittlerteam gut gefallen. Von den beiden würde ich gerne mehr lesen. Und es dürfen dann gerne 100 Seiten mehr sein – das gibt die Geschichte auf jeden Fall her.

4 Sterne-p1

„Die Tote in den Dünen“

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Quelle: Verlag

Ein Sylt-Krimi von Bodo Manstein, erschienen bei Midnight by Ullstein

Klappentext:

Journalist Robert Benning recherchiert für einen Bericht über das Sylter Rotlichtmilieu, als vor Kampen die Leiche einer Prostituierten angespült wird. Roberts Freund, Kriminalhauptkommissar Hinrichs, ermittelt und auch ein aussichtsreicher Kandidat für das Amt des Bürgermeisters gerät in den Fokus der Ermittlungen, zu denen auch das LKA hinzugezogen wird. Ein weiterer Todesfall und erste Indizien deuten auf eine im großen Stil angelegte Erpressung, die den Kreis der Verdächtigen auf einmal vergrößert.

Eigene Meinung:

Ein neuer Fall für Robert Benning – für mich der erste Fall  mit diesem Journalisten, die Vorgängerbände kenne ich bisher nicht. Es ist ein ruhiger, gut lesbarer Krimi mit sehr viel Sylt-Atmosphäre und interessanten Personen. Auch der Journalist ist als Charakter sehr interessant und als Ermittlerteam eine Kombination aus Journalist und Kriminalpolizist einzusetzen, ist auch eine gute, interessante Kombination, die nicht so oft vorkommt. Außerdem greift das Buch viele aktuelle Themen auf, wie z.B. Bürgermeisterwahl oder Rotlichtmilieu. Insgesamt ein ruhiger, aktueller Krimi mit ganz viel frischer Nordseeluft.

4 Sterne-p1

„Besessen“

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Quelle: Verlag

Kriminalroman von Mia Herbst erschienen bei Droemer Knaur

Inhalt:

Nach einem traumatischen Erlebnis hat Lena ihr Leben gerade erst neu sortiert und konzentriert sich auf ihr Studium, als ihre Freundin Katrin, mit der sie im Streit auseinanderging, tot aufgefunden wird. Der Verlust und das schlechte Gewissen treiben Lena an, gemeinsam mit Kommissar Tobias Wagner den Mörder zu suchen. Doch dabei gerät sie selbst in den Fokus. Ein Stalker kennt jeden ihrer Schritte  und das lässt er sie gnadenlos spüren. Und dann gibt es einen weiteren Toten und eine Freundin wird vermisst. Wird es gelingen, einen weiteren Mord zu verhindern und den Täter zu fassen?

Eigene Meinung:

Dieser Kriminalroman hat mir gut gefallen. Er ist einfach zu lesen und hat mich mit seiner subtilen Spannung überzeugt. Dadurch, dass die Erzählung aus Sicht von Lena und teilweise aus Sicht ihres Stalkers erfolgt, erlebt man als Leser dieses Gefühl der Bedrohung besonders mit. Und so wird es ein interessanter Einblick in das Studentenleben, der mit einem spannenden Ende und einer schlüssigen Auflösung abschließt.

4 Sterne-p1

„Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung“

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Quelle: Verlag

Buch von Petra Hartlieb, erschienen bei DuMont Bucherlag

Inhalt:

Buchhändlerin Petra Hartlieb erzählt von der Vorweihnachtszeit in ihrer Buchhandlung. Alle Jahre wieder Streß pur für die Angestellten, aber neben aller Hektik gibt es auch schöne Momente.

Eigene Meinung:

Auch die Fortsetzung des Buches „Meine wundervolle Buchhandlung“ macht wieder großen Spaß zu lesen, auch für Nicht-Buchhändler. Wenn man als Vielleser oft selbst in Buchhandlungen ist, kann man sich gar nicht vorstellen, mit welchen Vorstellungen dort Kunden ankommen und so wird dann dort oft lustiges „Titelraten“ gespielt. Das Buch nimmt einen mit in die Hektik des Weihnachtsgeschäfts in einer Buchhandlung, zeigt auf der anderen Seite aber auch, mit welcher Begeisterung dort die Buchhändler tätig sind und den ganzen Tag „Geschichten“ erzählen, und welche Tätigkeiten im Hintergrund erforderlich sind, damit der Laden immer voller Bücher ist. Für jeden Bücherwurm ein schönes Lesevergnügen. Das Buch ist außerdem mit Illustrationen, Rezepten und Buchempfehlungslisten auch sehr liebevoll gestaltet.

5 Sterne-p1

„Die Bibliothek der Liebe“

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Roman von Alex Wagner

Inhalt:

Theresa bekommt ihren Traumjob, sie wird Privatsekretärin einer berühmten Schriftstellerin, die auf einer alten märchenhaften Burg im österreichischen Waldviertel lebt. Neben der alten Dame lebt noch ihr Enkel Shaun mit der auf der Burg, der selbst einem Liebesroman entsprungen sein könnte. Und während Therese merkt, dass die alte Dame eigentlich gar keine Sekretärin braucht, entfaltet die alte Bibliothek in der Burg auch auf sie einen magischen Reiz.

Eigene Meinung:

Das Buch hat mich etwas gespalten zurückgelassen. Die schönen Beschreibungen der Burg und der Bibliothek laden ein, sich in diese besondere Welt mitnehmen zu lassen. Die Geschichte selbst hat mich allerdings in den ersten beiden Dritteln des Buches nicht so begeistert, das letzte Drittel hat mir dann sehr gut gefallen. Da kam dann etwas Magie auch bei mir an. Zusammengefasst ein nettes Lesevergnügen über die Magie der Bücher.

3 Sterne-p1