„Meerhimmelblau“

Meerhimmelblau verkleinert
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Ostseeroman von Clara Weißberg, erschienen im Ullstein-Taschenbuchverlag

Inhalt:

Bibliothekarin Liane ist chronisch überarbeitet. Dann will ihr Mann Jochen auch noch ein Sabbatjahr in Venedig verbringen, um sich dort als Künstler mit einer Muse zu verwirklichen. Da nutzt Liane die Chance, als ihre Kollegin Nele eine Haushüterin für das Haus ihres Großvaters an der Schlei sucht und fährt an den Meeresarm der Ostsee. Das Haus entpuppt sich als Hof mit entsprechenden Tieren, gut, dass Nachbarskind Marie Liane tatkräftig unterstützt. Und dann lernt sie auch noch den Restaurator Fabian kennen und muss schon bald die wichtige Entscheidung treffen, wie es in ihrem Leben weitergehen soll, denn der Hochzeitstag mit Jochen in Venedig verläuft anders als erhofft.

Eigene Meinung:

Für mich das erste Buch von Clara Weißberg. Schon die Beschreibungen der Landschaft und der Leute an der Schlei machen großen Spaß und bringen gefühlt viel frische Ostseeluft. Dabei kann man die Wandlung der gestressten Liane in dieser wunderbaren Landschaft gut verfolgen, das Buch ist entsprechend entspannt zu lesen. Dabei fehlt es auch nicht an der notwendigen Prise Humor, denn Liane ist alles andere als perfekt. Insgesamt ein liebenswerter Roman um die Frage, was wirklich zählt im Leben.

4 Sterne-p1

„Spieglein, Spieglein“

Spieglein, Spieglein verkleinert
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Thriller von Anja Berger, erschienen bei Droemer Knaur GmbH & Co.KG

Inhalt:

Elena hat einen Autounfall verursacht. In der Folge sieht sie Leichenteile, die außer ihr niemand sehen kann. Allerdings stellt sich heraus, dass die Frauen, deren Leichen Elena zu sehen glaubt, tatsächlich vermisst werden. So gerät sie ins Visier der Polizei, denn mindestens eine der Toten hat sie als Letzte lebend gesehen. Ist Elena Opfer oder Täter? Zur Seite steht ihr nur Leon, ein unehrenhaft entlassener Polizist, der eher eigene Ziele verfolgt. Es folgt eine atemberaubende Zeit zwischen Realität und Wahnsinn. Bald gibt es weitere Leichen.

Eigene Meinung:

Für mich das erste Buch von Anja Berger. Beim Inhaltsverzeichnis habe ich fast Angst bekommen, denn es gibt unheimlich viele Kapitel, die Handlung wurde teilweise in sehr kurzen Zeitabständen aufgeschrieben. Durch Wechsel in der Erzählperspektive bekommt das Buch aber zusätzliche Spannung und es gibt bis zum Ende mehrere Möglichkeiten der Lösung. Insgesamt durchaus ein lesenswerter Thriller.

4 Sterne-p1

 

„Mörderische Teatime“

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Ein Irland-Krimi von Ivy Paul, erschienen im Dryas-Verlag

Inhalt:

Über die Bestsellerautorin Mae Pennywether soll ein Fernsehbericht erstellt werden. Zu dem Fernsehteam gehört auch Moderation Anne, die mit Mae zusammen in dem kleinen Dörfchen Badger`s Burrow aufgewachsen ist. Anne hat nicht nun in dem kleinen Ort einige Feinde. Plötzlich wird sie tot aufgefunden und schon bald gibt es einen zweiten Mordanschlag. Mae beschließt, Inspector O´Malley, der neu in dem kleinen Ort ist, bei den Ermittlungen ein bisschen zu unterstützen.

Eigene Meinung:

Das Buch ist ein solider, sehr unterhaltsamer Krimi, der gut zu lesen ist. Der eigentliche Kriminalfall ist dabei klassisch angelegt. Besondere Freude bereitet das britische Flair, was dieses Buch verströmt. Die Personen sind sehr liebevoll beschrieben und man sieht das Teehaus förmlich vor sich. Dazu noch die ausgesuchten Zitate rund um das Thema Tee und ein entsprechendes Glossar machen das Buch interessant für Leser, die Krimis „very britisch“ lieben und/oder Teeliebhaber.

4 Sterne-p1

 

„Whisky mit Mord“

Whisky mit Mord verkleinert
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Kriminalroman von Melinda Mullet, deutsche Übersetzung Ulrike Seeberger, erschienen im Aufbau Verlag

Inhalt:

Abigal Logan, erfolgreiche Fotojournalistin Anfang Dreißig, erbt von ihrem Onkel eine Whisky-Destillerie in Schottland geerbt. Und eine Frau als Eigentümerin eines solchen Kleinods? Als sie mit ihrem Kollegen Patrick, einem Whisky-Kenner, und ihrem Terrier Liam dort ankommt, macht man ihr sehr deutlich klar, dass man sie dort nicht haben will. Es gibt Sabotageakte in der Destillerie, man bedroht sie, und dann findet man einen ihrer Angestellten tot im Whisky-Bottich.

Eigene Meinung:

Es gibt Bücher, in denen ist man auf den ersten Seiten sofort „drin“ und fühlt sich wohl. So ging es mir mit diesem Krimi aus den schottischen Highlands. Das Buch ist wunderbar zu lesen, unterhält bestens und die Geschichte verströmt sehr viel britisches Flair. Daneben kommt die Spannung, was hinter diesen Anschlägen steckt, nicht zu kurz. Und ganz neben lernt man beim Lesen noch einiges über die Herstellung von Whisky.Mir hat das Buch sehr gut gefallen, von mir eine Leseempfehlung für Liebhaber britischer Krimis.

5 Sterne-p1

 

 

„Das weibliche Prinzip“

Das weibliche prinzip verkleinert
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Roman von Meg Wolitzer,  deutsche Übersetzung von Henning Ahrens, erschienen bei Dumont

Inhalt:

Greer Kadetsky ist neu auf dem College und noch sehr schüchtern. Auf einer Veranstaltung lernt sie Faith Frank kennen, eine Schlüsselfigur der Frauenbewegung. Diese Begegnung hinterlässt bei Greer einen bleibenden Eindruck. Einige Jahre später lädt Faith sie zu einem Vorstellungsgespräch nach New York ein, Greer soll Sponsorenveranstaltungen zu Gunsten der Frauenbewegung mit organisieren. Faith fördert Greer dann beruflich und persönlich. Daneben muss Greer aber auch ihre Erfahrungen im privaten Bereich sammeln, was nicht immer einfach ist.

Eigene Meinung:

Dieses Buch hat mich nachhaltig beeindruckt. Man bekommt einen interessanten Einblick in die amerikanische Frauenbewegung und verfolgt gebannt die Lebensgeschichte der beiden Frauen. Das ist so spannend und packend geschrieben, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Neben der Lebensgeschichte der beiden Frauen geht es dabei auch noch um viele gesellschaftliche und moralische Fragen.

Die Autorin arbeitet geschickt mit mehreren Rückblenden, so dass man nachher das Gefühl hat, noch viel mehr Personen näher kennenzulernen als nur die beiden Hauptfiguren. Trotzdem ist das Buch flüssig zu lesen, insgesamt eine absolute Leseempfehlung.

5 Sterne-p1

„Inspektor Takeda und der lächelnde Mörder“

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Quelle: Verlag

Kriminalroman von Henrik Siebold, erschienen im Aufbau Taschenbuch Verlag

Inhalt:

Ein junger Mann hat vor den Augen seiner Klassenkameraden eine Frau auf einem Hamburger S-Bahnhof vor einen Zug gestoßen. Er leugnet aber die Tat und plötzlich sind auch die Zeugen unsicher. Die Ermittler müssen den siebzehnjährigen Simon, der ganz in seiner Manga-Welt lebt, gehen lassen. Doch wo immer er auftaucht, passieren Todesfälle. Eine besondere Aufgabe für Inspektor Kenjiro Takeda und seine Kollegin Claudia Harms. Insbesondere auch, wo Simon der Sohn eines Hamburger Senators ist.

Eigene Meinung:

Ich mag dieses Ermittlerteam wahnsinnig gerne. Die Figur des Inspektor Takeda, eigentlich Kommissar bei der Mordkommission Tokio, gefällt mir richtig gut. Als Jazzliebhaber und Musiker verbringt er viele Abende in Hamburger Kneipen, hat aber auch eine faszinierende Auffassungsgabe. Dazu die Kommissarin Harms, durch und durch Hamburgerin, eine spannende Mischung. Außerdem ist auch noch der Fall wieder sehr spannend und topaktuell, ein großartiger Krimi, sehr gut zu lesen und beste Unterhaltung.

Dieses ist mittlerweile der dritte Fall für Inspektor Takeda und Kommissarin Claudia Harms, für mich das zweite Buch aus der Reihe. Und ich hoffe auf noch viele weitere Fälle.

5 Sterne-p1

„Wie heiß ist das denn? „

Ellen Berg verkleinert
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(K)ein Liebes-Roman von Ellen Berg, erschienen im Aufbau Verlag

Inhalt:

Bea ist Mitte vierzig, leidet unter Hitzewallungen und hat sich gerade von ihrem Freund getrennt. Da hebt es nicht gerade ihre Laune, dass Mutter Rosi und Tochter Mona mit neuen Liebhabern auftauchen, beide Liebhaber sind in Beas Alter, was nun gar nicht zu Mutter bzw. Tochter passt. Bea versucht insbesondere, den neuen Freund der Tochter zu vergraulen. Sie selbst lernt Theo kennen, der eigentlich perfekt ist, aber für Frauen vermeintlich nicht zu haben ist. Und so ist das Gefühlschaos perfekt.

Eigene Meinung:

Dieses Buch bietet wieder beste Unterhaltung. Ich habe einige Male laut gelacht, weil die Autorin es mit viel Wortwitz und Situationskomik immer wieder schafft, die Leserin zum Schmunzeln zu bringen. Gerade als Bea mit allen Mitteln versucht, den Freund der Tochter loszuwerden, einfach großartig. Die Dialoge sind wirklich sehr komisch. Man kann sich die Szenen immer so wunderbar vorstellen und liebevoll gestaltete Personen tragen auch zum Lesevergnügen bei. Insgesamt gut zu lesende, beste Unterhaltung.

5 Sterne-p1