„Nachtblau der See“

Nachtblau der See verkleinert

Kriminalroman von Gabriela Kasperski, erschienen im Emons Verlag

Inhalt:

Schnyder und Meier ermitteln wieder. Kurz vor Beginn des Freilicht-Festspiels bei Schloss Greifensee stürzt eine junge Influencerin von der Tribüne in den Tod. Sie hätte in der Shakespeare-Komödie eine Hauptrolle gespielt. War es ein Unfall – oder wurde sie gestoßen? Werner Meier übernimmt den Fall, während Zita Schnyder ihre eigenen Interessen verfolgt und verdeckt ermittelt. Sie stößt auf ein System voller Intrigen, Korruption, Macht und Gewalt, doch die Zeit läuft ihr davon. Denn bald hebt sich der Vorhang…

Eigene Meinung:

Für mich der erste Schnyder und Meier-Fall. Von der Handlung her ist der Fall in sich abgeschlossen, aber einige Vorkenntnisse über die Beziehung der beiden Hauptfiguren wären schon hilfreich gewesen. Die Handlung selbst überzeugt durch ihre Aktualität angesichts der #MeToo-Debatte und bietet auch einen interessanten Blick hinter die Kulissen einen Theaters. Dabei ist das Buch in ruhigen Tönen geschrieben. Durch die vielen Personen und verschiedenen Handlungsebenen ist allerdings aufmerksames Lesen notwendig.

4 Sterne-p1

Lesung mit Manuela Inusa in Reinfeld

Das war ein wunderbarer November-Abend in der Buchhandlung Michaels in Reinfeld. Draußen kalt und dunkel, gab es drinnen ein Gläschen Sekt zur Begrüßung und dann eine wunderbare Lesung mit der Bestsellerautorin Manuela Inusa, die ihren neusten Roman „Wintervanille“ vorstellte. Spielten die Bücher ihrer Valerie Lane Reihe bisher in Oxford und gab es immer die gleichen Hauptpersonen in den Büchern, so spielt die neue Reihe, die mit „Wintervanille“ gestartet ist, nun in Kalifornien. Dabei stehen kalifornische Farmen im Mittelpunkt und es wird in den folgenden Büchern auch immer unterschiedliche Hauptpersonen geben.  insula verkleinert

Die Frage, warum die neuen Bücher in Kalifornien spielen, war auch schnell geklärt, es ist ein persönlicher Sehnsuchtsort der Autorin, die auch schon mehrfach dort war.

Um Vanille geht es im ersten Band, weil der Verlag gerne etwas Winterliches haben wollte. Und auch für die Besucherinnen der Lesung war das ein großes Glück, denn die Buchhändlerinnen hatten gebacken und so gab es köstliche Vanilleplätzchen zu kosten, die in dem Buch eine Rolle spielen und wo das Rezept auch im Buch zu finden ist. Die Lesung machte schon deutlich, dass „Wintervanille“ ein wunderbares Buch für lange Leseabende im Winter ist. Ich freue mich darauf.

Aus diesem Buch wurde gelesen:

Wintervanille

In 2020 wird die Reihe fortgeführt mit

„Orangenträume“ erhältlich ab 21.04.2020 und

„Mandelglück“, erhältlich ab 17.08.2020

Sämtliche Bücher erscheinen bei Blanvalet.

Von der Autorin ist auch schon die Valerie Lane Reihe erschienen. Hier stehen 5 junge Frauen im Mittelpunkt, die alle Läden in der Valerie Lane haben und miteinander befreundet sind.

  1. Der kleine Teeladen zum Glück
  2. Die Chocolaterie der Träume
  3. Der zauberhafte Trödelladen
  4. Das wunderbare Wollparadies
  5. Der fabelhafte Geschenkeladen
  6. Die kleine Straße der großen Herzen

Zu „Der kleine Teeladen zum Glück“ habe ich in 2018 eine Rezension geschrieben:

Der kleine Teeladen zum Glück

Inhalt:

Laurie führt einen eigenen kleinen Teeladen in der Valerie Lane, einer kleinen Straße in Oxford. Regelmäßig trifft sie sich auch mit ihren Freundinnen Keira, Ruby, Susan und Orchid, die ebenfalls kleine Läden in dieser Straße führen. Eigentlich ist Laurie glücklich mit ihrem Leben, nur eine neue  Liebe fehlt noch. Dabei schwärmt sie für Barry, ihren attraktiven Teelieferanten. Aber da müssen die Freundinnen erst noch helfen, damit es überhaupt zu einem Treffen kommt. Außerdem taucht auch ihr Ex-Mann Peter wieder auf und sorgt für Unruhe.

Eigene Meinung:

Dieses Buch bereitet Freude durch die schönen Beschreibungen der Valerie Lane und ihrer Läden, sowie der engagierten Inhaberinnen. Wunderbar leicht zu lesen, bietet es gute Unterhaltung und man wünscht sich beim Lesen irgendwann unwillkürlich, auch in der Valerie Lane einen kleinen Einkaufsbummel starten zu können. Ein richtiges Wohlfühlbuch.

4 Sterne-p1

 

Hamburger Krimifestival auf Kampnagel

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Letzte Woche es wieder soweit: in Hamburg fand in der ehemaligen Maschinenfabrik auf Kampnagel das Hamburger Krimifestival von Dienstag bis Samstag statt. Eine großartige Veranstaltung.  Jeden Abend mehrere Lesungen mit interessanten Autoren und toll organisiert. Dadurch, dass sich alle Gäste im großen Eingangsbereich treffen kommt auch immer echte Festivalstimmung auf. Einziges Problem: man muss sich entscheiden, welche Lesung man besuchen möchte. Ich bin dieses Mal bei den deutschen Krimis geblieben:

Am Donnerstag gab es „Morden im Norden“ 

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Klaus-Peter Wolf, Krischan Koch, Moderator Frank Keil, Anette Hinrichs, Hannes Nygaard 

Die Autoren stellten unter der Moderation von Frank Keil ihre aktuellen Bücher vor:

Klaus-Peter Wolf „Ostfriesennacht“, der 13. Fall für Ann Kathrin Klaasen

Krischan Koch „Mörder mögen keine Matjes“

Anette Hinrichs „Nordlicht- Die Tote am Strand“

Hannes Nygaard „Falscher Kurs“

Hannes Nygaard erzählte dabei, dass er auch gerne mal Liebesromane schreiben würde, wegen der Recherche. Sein neues Buch beschäftigt sich allerdings mit einen Terroanschlag in Büsum, leider ein aktuelles Thema, so der Autor, denn der Terror ist allgegenwärtig.

Der Krimi von Anette Hinrichs spielt im Grenzgebiet Deutschland – Dänemark. Sie liebt Kriminalromane, die über mehrere Länder spielen, und freut sich, dass man als Autor alles machen kann, was man sich in der eigenen Familie nie trauen würde.

Krischan Koch ist schon sehr viel länger als Filmkritiker als als Autor tätig und begeisterte das Publikum wieder mit seiner tollen Lesung, die immer mehr Hörspiel als Lesung ist. Seine Figuren kennt er so gut, die schreiben den Krimi dann quasi alleine.

Klaus-Peter Wolf hat als Gerichtsreporter angefangen und wollte immer schon schreiben. Mit 14 erschienen von ihm die ersten Geschichten in großen Zeitungen und große Schriftsteller haben ihn geformt. Vom Gerichtsreporter war es dann nicht mehr weit zum Krimiautoren.

Am Samstag hatte ich dann Glück, Ingrid Noll, eine der großen deutschen Krimiautorinnen, war noch beim Signieren auf Kampnagel und ich konnte ein Buch von ihr signieren lassen.

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Dann ging es Samstag weiter mit „Harte Thriller made in Germany“

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Tim Erzberg, Sabine Thiesler, Moderatorin Birgit Hasselbusch, Vincent Kliesch

Auch hier wurden die aktuellen Bücher vorgestellt

Tim Erzberg „Geisterfahrt“

Sabine Thiesler „Der Keller“

Vincent Kliesch „Auris“

Die „Geisterfahrt“ von Tim Erzberg spielt auf dem Hamburger Dom. Dabei geht die Handlung auf 400 Seiten nur über einen Zeitraum von 2 Stunden, dafür kann man erleben, wie sich die Personen entwickeln, in der Situation verhalten. Der Kontrast am Millerntor hat den Autoren gereizt: ein reines Volksfest , auf dem man Spaß hat, und auf der anderen Seite der alte Bunker. Tim Erzberg, der ursprünglich Jura studiert hat, ist dabei auch immer neugierig, was die erzählte Geschichte mit seinen Figuren macht.

Sabine Thiesler ist nicht nur Autorin, sondern auch Schauspielerin, Drehbuchautorin und Synchronsprecherin. Sie bezeichnet sich selbst als ängstlichen Menschen, denn sie kann sich immer vorstellen, was schreckliches passieren kann. Vor dem Keller hatte sie schon Angst, nachdem sie als 7-jährige eine Aktenzeichen XY-Folge im Fernsehen gesehen hat. Ihre Bücher spielen immer in der Toskana, die Gegend ist der Autorin sehr vertraut, nachdem sie 20 Jahre in Italien gelebt hat. Ihre Romane schreibt sie in ihrem Büro, wenn es dunkel wird. Dabei schreibt sie in ihren Romanen von A bis Z, was sie möchte, während sie bei Drehbüchern alles eng durchtakten muss, um auf 89 Minuten zu kommen.

Vincent Kliesch ist bisher als Moderator und Comedian tätig gewesen. Eigentlich machen Comedian und Krimiautoren das Gleiche, so Kliesch, denn sie erzählen Geschichten und ziehen die Leute in Geschichten. Die Hauptrolle in dem Buch spielt ein akustischer Profiler, eher eine Besonderheit unter den Ermittlern. Die Idee stammt ursprünglich von Sebastian Fitzek, der daraus ein Hörspiel machen wollte. Ein schlechter Handy-Empfang im Auto war die Grundlage für die Idee.  Die beiden haben dann 3 Jahre an dem Buch gearbeitet, 5 Fassungen sind dabei entstanden.

Nach so vielen interessanten neuen Eindrücken bleibt jetzt nur noch die Vorfreude auf das Hamburger Krimifestival im nächsten Jahr.  Genug Lesestoff haben wir bis dahin…

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„Laufen“

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Roman von Isabel Bogdan, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch

Inhalt:

Eine Frau hat ihren Lebensgefährten verloren, der sich aufgrund von Depressionen das Leben genommen hat. Dieser erschütternde Verlust hat die Ich-Erzählerin aus der Bahn geworfen und sie beginnt mit dem Laufen. Erst schafft sie nur kleinere Strecken, doch nach und nach werden Laufen und Leben wieder selbstverständlicher. Konsequent im inneren Monolog geschrieben, zeigt dieser eindringliche Roman, was es heißt, an Leib und Seele zu gesunden. Es wird im Buch schnell klar, dass es der Frau nicht um ein gesünderes oder gar leichteres Leben geht. Durch ihre Augen und ihre mäandernden Gedanken erfährt der Leser nach und nach, warum das Laufen ein existenzielles Bedürfnis für sie ist. Wie wird man mit einem Verlust fertig? Welche Rolle spielen Freunde und Familie? Welche Rolle spielt die Zeit? Und der Beruf? Schritt für Schritt erobert sich die Erzählerin die Souveränität über ihr Leben zurück.

Eigene Meinung:

Dieser Roman hat mich nachhaltig beeindruckt. Er ist mit großem Einfühlungsvermögen geschrieben und gibt reichlich Stoff zum Nachdenken. Interessant auch, dass die gesamte Geschichte praktisch in Läufen erzählt wird, der Atem-Rhythmus der Ich-Erzählerin gibt den Takt vor. Dabei gibt es keine Überschriften, trotzdem ist das Buch angenehm zu lesen. Man kann auch bei zeitlichen Sprüngen wunderbar folgen. Einfach ein faszinierendes Buch, das auch die unterschiedlichen Facetten der Trauer um einen geliebten Menschen beleuchtet. Und wer selbst schon mal die Erfahrung gemacht hat, wie Bewegung in schwierigen Lebenssituationen helfen kann, der wird nachvollziehen können, wie gut dieses Buch ist. Dabei ist es natürlich keine leichte Kost. Ganz anders als das erste Buch der Autorin „Der Pfau“. In dem aktuellen Buch erfährt man etwas über Depressionen und erlebt auch die Phasen der Trauer nach dem Tod eines geliebten Menschen mit. Aber es macht auch Mut, denn man erlebt auch, wie die Ich-Erzählerin langsam diese schwere Zeit bewältigt. Insgesamt eine klare Leseempfehlung.

5 Sterne-p1

Und ich bin sehr gespannt, auf die Lesung mit Isabel Bogdan, für die ich demnächst eine Karte habe. Die „Geschichte hinter der Geschichte“ ist hier besonders interessant.

Lesung mit Arno Strobel in Bargteheide

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Thrillerautor Arno Strobel stellte am Donnerstag im Ganztagszentrum in Bargteheide seinen neuen Thriller „Offline“ vor.

In dem Buch bricht Jenny König mit einer Gruppe zu einem organisierten Digital-Detox-Trip auf den Watzmann auf. Sie ist gespannt, wie sich fünf Tage offline für sie anfühlen werden. Die Vorstellung, eine Zeit lang völlig raus zu sein aus der digitalen Welt, erscheint ihr verlockend. Doch kaum ist die Gruppe in dem Bergsteigerhotel auf 2.000 Metern Höhe angekommen, verschwindet einer der Teilnehmer spurlos. Da mittlerweile starker Schneefall herrscht, kann er das Hotel nicht verlassen haben. Nach einer hektischen Suche wird er schließlich gefunden. Schwer misshandelt und seiner Sinne beraubt, mehr tot als lebendig. Jetzt beginnt für alle ein Horrortrip ohne Ausweg. Vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten und ohne die Möglichkeit, einen Notruf abzusetzen, sind sie auf sich alleine gestellt. Und der Killer ist mitten unter ihnen…

Arno Strobel las zunächst den Prolog aus dem Buch. Schon hier bekam man beim Zuhören Gänsehaut pur. Er erzählte dann, dass seine Bücher immer mit einem Aha-Effekt beginnen sollen, das ist hier eindeutig gelungen.  Die Grundidee zu dem Buch ist entstanden aus der eigenen Erfahrung, welche Panik man in unserer Welt manchmal schon bekommt, nur weil man sein Handy mal zu Hause vergessen hat. Das ist Arno Strobel selbst passiert mit dem Ergebnis, dass er in der Hotelbar nach der Lesung alle 2 Minuten sein Handy gesucht hat. Daraus lässt sich schon eine Abhängigkeit von der digitalen Welt ableiten. Dabei ist die digitale Entgiftung mittlerweile schon bei einigen Reiseveranstaltern im Programm und so fehlte nur noch ein einsames Hotel in den Bergen und die Grundidee für das Buch war fertig.

Besonders ist hier auch, dass der Täter seine Opfer nicht umbringt sondern so isoliert, dass sie in sich selbst gefangen sind.

Die Informationen zu solchen Methoden bekommt er  für seine Bücher durch Ausbildungsliteratur für Pathologen und Kriminalbeamte, auch besteht Kontakt zu Polizeibeamten. Bei den Büchern ist ein griffiger Anfang wichtig und eine stimmige Lösung, dazwischen entwickelt sich dann die Handlung. Dabei kann Arno Strobel nicht jeden Tag schreiben, sondern braucht manchmal auch einige Tage Abstand, bevor es weitergeht. Der Autor ist überall gewesen, wo seine Bücher spielen, in der Regel 4-5 Tage, um die Atmosphäre aufzunehmen, schließlich kann man mit Google nicht riechen.

Da beide Autoren gut ausgelastet sind, wird es ein weiteres gemeinsames Buch mit Ursula Poznanski zur Zeit nicht geben.  Dafür dürfen sich die Leser von Arno Strobel dann aber auf 2 neue Bücher im Jahr freuen.

Das aktuelle Buch von Arno Strobel ist der Psychothriller „Offline – Du wolltest nicht erreichbar sein, jetzt sitzt Du in der Falle“, erschienen bei Fischer Taschenbuch.

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„Mittwoch also“

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Roman von Lotta Elstad, aus dem Norwegischen von Karoline Hippe, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch

Klappentext:

Die 33-jährige Hedda, Journalistin in Oslo, hat eine Lebenskrise. Ihr wird gekündigt und ihre Langzeitaffäre und heimliche große Liebe Lukas macht Schluss mit ihr. Sie wählt die große Geste und bricht zu einer Irrfahrt quer durch Europa auf, die mit einem Fast-Flugzeugabsturz über Sarajewo beginnt und mit einem One-Night-Stand mit dem Aussteiger Milo in Berlin endet. Zurück in Oslo stellt sie fest, dass sie ungewollt schwanger ist. Sie ist sich sicher, dass sie das Kind nicht behalten und eine schnelle Abtreibung möchte. Doch gar so einfach ist das nicht, denn der Arzt eröffnet ihr, dass sie zunächst eine mehrtägige Bedenkzeit einhalten muss. Und diese bringt Hedda  ins Grübeln.

Eigene Meinung:

Ich hatte von diesem Buch eine Leseprobe, die mir sehr gut gefallen hat. Nach der Lektüre des Buches muss ich feststellen, dass diese ersten 30 Seiten das Beste an dem Buch sind. Es tut mir wirklich leid, aber dann in ganzer Länge hat mich der etwas unruhige Schreibstil, häufig nur kurze Sätze, eher schon genervt. Dazu kommt noch, dass ich nach der Leseprobe und dem Klappentext eine ganz andere Vorstellung von dem Inhalt des Buches hatte. Den Grundgedanken, Frau ist ungewollt schwanger und muss Bedenkzeit bis zur Abtreibung einhalten, fand ich sehr interessant. Aber die Hauptfigur in diesem Buch ist dann eigentlich nur damit beschäftigt, sich mit ihrer Zufallsbekanntschaft rumzutreiben oder sich Gedanken zu machen, wie man schnell die eigene Kasse auffüllen kann. Was hätte man aus dem Thema alles machen können. Die innere Zerrissenheit und vielleicht auch gesellschaftspolitische Fragen- eine Fülle von Möglichkeiten. Stattdessen erlebt man eine oberflächliche Frau, die sehr unkonventionell unterwegs ist, was mir allerdings als Lektüre nicht gefallen hat.

2 Sterne-p1

Ich habe übrigens darüber nachgedacht, ob ich die Rezi überhaupt verteile, bzw. hier veröffentliche. Aber auch Bücher, die einem nicht gefallen, gehören zu einem „Leseleben“ dazu. Bei mir überwiegt hier auch die Enttäuschung, denn nach dem Klappentext hat man eine ganz andere Erwartung…

„Ein Haus fürs Herz“

Ein Haus fürs herz

Roman von Veronica Henry, aus dem Englischen von Charlotte Breuer und Norbert Möllemann, erschienen im Diana Verlag

Inhalt:

Das kleine Anwesen „Hunter`s Moon“ ist ein Haus wie aus dem Bilderbuch. Gut versteckt und eingebettet im sanften Tal von Peasebrook war es über fünfzig Jahre das geliebte Zuhause der Familie Willoughby. Hier schrieb die Autorin Margot Willoughby ihre bekanntesten Romane. Nun ist es die Aufgabe der erfolgreichen Jung-Immobilienmaklerin Belinda, neue Besitzer zu finden. Auf der Suche nach der perfekten Familie offenbart das Haus lang gehütete Geheimnisse – und bringt Belinda dazu, sich mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen.

Eigene Meinung:

Der Anfang des Buches hat mich noch in seinen Bann gezogen, aber irgendwann hat mich das Buch dann etwas verloren. Die Geschichte von Sally und Alexander wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Einmal in den 1960iger Jahren, als die beiden sich kennenlernen und einmal in der Gegenwart, als die beiden versuchen, den Familiensitz zu verkaufen.  Genau das war, glaube ich, mein Problem an dem Buch. Es war immer klar, dass die beiden ein Paar werden, sonst würden sie jetzt nicht das Haus verkaufen. Das hat mir so ein bisschen die Spannung bei dem Kennenlernen genommen. Insgesamt also eine nette Geschichte, angenehm entspannt zu lesen.

3 Sterne-p1