
Kriminalroman von Thomas Knüwer, erschienen bei Droemer Knaur
Inhalt:
Für Joran, frisch aus dem Jugendknast entlassen, werden die ersten Tage in Freiheit zum Desaster: Sein Vater erpresst ihn und auf Jobsuche wird er erniedrigt und schikaniert. Verzweifelt schleicht er schließlich nachts zu der Tankstelle, die er vor sieben Jahren überfallen hat. Seine letzte Hoffnung ist die Beute, die er vor seiner Festnahme in einem Kanalschacht verstecken konnte. Die Tankstelle ist längst verlassen – ein Lost Place – doch statt der Beute findet Joran im Schacht eine Leiche: Aras, sein damaliger Freund und Komplize. Ist der Dritte im Bunde sein Mörder?
Entsetzt merkt Joran, dass er nicht allein ist auf dem heruntergekommenen Gelände. Da ist Edda, ein kleines Mädchen im Schlafanzug. Und Charu, die sich als Fotografin von Lost Places einen Namen machen will. Der Tote im Schacht wird für alle drei zu einer schicksalhaften Verbindung.
Susannes Meinung:
Dieser Kriminalroman wirkt beim Leser nach, das kann ich jetzt aus eigener Erfahrung jetzt sagen. Eigentlich eine etwas schräge Geschichte, in der sich drei Menschen unter Umständen treffen, wie sie merkwürdiger kaum sein können. Aber die persönlichen Geschichten der Hauptfiguren sind es, die diesen Kriminalroman so besonders machen. So erlebt man mit, mit welchen Vorurteilen ein Ex-Gefangener zu kämpfen hat, oder das Schicksal eines Mädchens, wo nur die häusliche Fassade schön ist. Das berührt beim Lesen, dazu gibt es überraschende Wendungen und spannend ist es auch, denn so eine Leiche soll auch nicht entdeckt werden und wer ist eigentlich der Täter? Der Kriminalroman wird abwechselnd aus der Perspektive der drei Hauptfiguren erzählt und ist angenehm flüssig zu lesen. Insgesamt auch mal eine sehr angenehme Abwechslung zu den üblichen Krimiplots und daher ein besonderes Leseerlebnis.










