Lesung mit Dora Heldt in Bad Oldesloe

Dora Heldt 16.2.19

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bad Oldesloe, Marion Gurlit, hatte im Rahmen der Frauenkulturtage eingeladen und durfte sich über einen vollen Saal im KuB freuen: Bestsellerautorin Dora Heldt war zu einer Lesung zu Gast in Bad Oldesloe und es wurde ein toller Abend.

Im ersten Teil des Abends las die Autorin aus ihrem neuen Buch „Drei Frauen am See“. Dabei geht es um die bewegende Geschichte einer Frauenfreundschaft, vier Leben und ein Haus am See. Der Publikum erfuhr, dass die Autorin nach den Krimis gerne mal wieder ein Buch mit Hauptpersonen unter 70 Jahren schreiben wollte, so kam es dann zu der Geschichte um die Frauenfreundschaft.

Im zweiten Teil des Abends wurde es dann richtig lustig. Dora Heldt schreibt seit 8 Jahren Kolumnen für die Zeitschrift „Für Sie“, die dann regelmäßig in Büchern zusammengefasst werden.  Mit diesen Alltagsgeschichten wollte die Autorin beim Publikum „Bilder im Kopf erzeugen, die Sie nicht vergessen…“. Das ist auf jeden Fall gelungen z.B. mit pummeligen Hummeln und eitlen Männern am Strand.  Insgesamt ein interessanter, abwechslungsreicher und amüsanter Abend, die Gäste verließen mit einem Lächeln zufrieden das KuB.

Aus folgenden Büchern wurde gelesen:

Drei Frauen am See verkleinert

Das fällt mir noch was ein verkleinert

Beide Bücher erschienen bei dtv.

 

„Blutacker“

Blutacker verkleinert
Quelle: Verlag

Thriller von Lorenz Stassen, erschienen im Wilhelm Heyne Verlag, München

Inhalt:

Nachdem der junge Anwalt Nicolas Meller den Angstmörder zur Strecke gebracht hat, geht es für ihn bergauf. Er hat zahlungskräftige Mandanten, ein neues Büro in der Innenstadt von Köln, mehrere Angestellte und eine neue Wohnung in guter Lage. Privat ist er mit Nina zusammengezogen, einst seine Referendarin und jetzt seine Lebensgefährtin. Doch dann bringt Hauptkommissar Rongen eine beunruhigende Nachricht: Ein Paketbote wurde brutal ermordet – und das einzige Paket, dass entwendet wurde, war an Nicolas Meller adressiert. Was hat das alles mit einem neuen Mandanten zu tun? Nicolas Meller stehen unruhige Zeiten bevor.

Eigene Meinung:

Schon der erste Band um den jungen Anwalt Nicolas Meller hat mir gut gefallen. Und so bietet auch dieses Buch wieder einen ganz besonderen Krimi. Schließlich gibt es nicht so oft junge Anwälte mit besten Kontakten nach Russland. Dazu gibt es noch eine aktuelle interessante Geschichte aus Köln, die hier der Auslöser für mehrere Verbrechen ist. Nic ist unkonventionell und gibt für seine Mandanten wirklich alles. Und so lässt sich dieses Buch wieder sehr gut lesen und wird im zweiten Teil dann auch richtig spannend. Ich freue mich auf jeden Fall auf den nächsten Fall für Nic Meller.

4 Sterne-p1

„Kälter als die Angst“

Kälter als die Angst verkleinert
Quelle: Verlag

Kriminalroman von Christine Drews, erschienen bei Bastei Lübbe

Inhalt:

Carla Delbrück wurde grausam ermordet. Zunächst sieht alles nach einer Beziehungstat aus, auch wenn ihr Ehemann jegliche Schuld leugnet. Tatsächlich bekam die Tote anonyme Drohbriefe, die in Zusammenhang mit einer angeblich längst aufgeklärten Bluttat stehen. Wurde Carla Delbrück Opfer eines Nachahmungstäters? Oder wusste sie mehr über den Mord von damals? Charlotte Schneidmann und Peter Käfer ermitteln, ohne zu ahnen, dass sie einen ruchlosen Killer jagen, der sich gerade erst warm läuft, denn es tauchen weitere anonyme Drohbriefe auf.

Eigene Meinung:

Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin gelesen, die mir alle sehr gut gefallen haben. Auch dieses Buch ist ein solider Krimi. Interessant geschrieben, gibt es doch auch immer einige Kapitel aus der Sicht eines Täters. Auch das Ermittlerduo Schneidmann/Käfer hat mir gut gefallen. Aber trotzdem hat mir das Buch nicht so begeistert, wie die vorherigen. Ich glaube, mir war die Geschichte etwas zu konstruiert. So war auch die Auflösung des Falls recht überraschend, aber für meinen Geschmack doch etwas überzogen. Trotzdem freue ich mich auf das nächste Buch der Autorin.

3 Sterne-p1

„Ich küss Dich tot“

ich küss dich tot verkleinert_
Quelle: Verlag

(K)ein Familien-Roman von Ellen Berg, erschienen im Aufbau Verlag, Berlin

Inhalt:

Hotelmanagerin Annabelle soll gerade ihre Stelle wechseln, von New York nach Singapur, der ereilt sie der Ruf aus der Heimat, dem Vater geht es gesundheitlich schlecht. Annabelle reist also ins oberbayerische Puxdorf und stellt fest, dass es nicht nur dem Hotel ihrer Eltern schlecht geht. Das Hotel der Familie ist runtergewirtschaftet und Investoren beginnen, das Dorf unter sich aufzuteilen. Annabelle gelingt es mit Hilfe ihrer alten Freunde, dem Hotel wieder Leben einzuhauchen. Allerdings beginnt in dem beschaulichen Bergdorf eine rätselhafte Mordserie. Und Anna lernt Fabian, einen der möglichen Investoren, näher kennen. Dabei rückt der Abflugtermin nach Singapur immer näher.

Eigene Meinung:

Das Buch von Ellen Berg bietet wieder beste Unterhaltung. Witzig und spritzig sind die Dialoge und so mancher Gedanke von Annabelle hat mich wirklich zum Lachen gebracht. Außerdem werden die Eigenarten der Dorfbewohner so liebevoll beschrieben, dass man die Figuren förmlich vor sich sieht. Und es wird auch klar, dass man es dort als Zugezogener nicht leicht hat. Für Annabelle beginnt auch eine schwierige Zeit der Entscheidung, zwischen ihrer Familie und der Heimat sowie der eigenen Hotelkarriere. Einzig mit dem Ende und der Auflösung der Todesfälle war ich nicht so ganz zufrieden, aber das Buch ist ja auch kein Krimi. Bis dahin gibt es auf jeden Fall gut zu lesende Unterhaltung.

4 Sterne-p1

 

„Sonne, Strand und Tod“

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Ein Kees Bloemberg Krimi von Christian Biesenbach, Independently published

Inhalt:

Strafversetzt nach Zeeland wähnt Inspecteur Kees Bloemberg seine Laufbahn endgültig am Ende. Stattdessen geraten in der Region geldgierige Investoren und Einheimische aneinander. Der Kampf um Tradition, Zukunft sowie jeden Quadratmeter Bauland ist bereits voll entbrannt und Kees befindet sich bald mittendrin. Nachdem unter einem Haufen Kompost die Leiche eines Immobilienmaklers gefunden wird, ist es endgültig vorbei mit der Provinzruhe. Bloemberg nimmt die Ermittlungen auf und stößt dabei auf unaussprechliche, menschliche Abgründe, aber vor allem auf Ablehnung und Schweigen.
Als dann auch noch die zu einer abartigen Skulptur aufgerichtete Leiche einer Frau gefunden wird, geraten Kees und seine Kollegen selbst zwischen die Fronten und ins Visier eines geisteskranken, kaltblütigen Mörders, der vor nichts mehr zurückschreckt.

Eigene Meinung:

Für mich der erste Fall um Inspecteur Bloemberg, was aber kein Problem war, denn die Beschreibungen sind so gut, dass man sich mühelos einfinden kann und das Buch ohne Kenntnis der drei vorherigen Bücher gut lesen kann. Da ich bisher noch nicht viele Krimis gelesen habe, die in den Niederlanden spielen, musste ich mich vielmehr erst an Namen und Titel gewöhnen, aber auch das ging schnell und dann war das Buch sehr gut zu lesen. Es ist sehr gut gelungen, die Atmosphäre in der Provinz Zeeland einzufangen. Nachdem Bloemberg vorher in Rotterdam tätig war, eine gewaltige Umstellung für ihn, an der man als Leser teilhaben kann. Dazu kommt noch ein spannender, ungewöhnlicher Fall und insgesamt gibt das dann einen lesenswerten Krimi.

4 Sterne-p1

„Semper occultus Bin ich schuldig?“

semper occultus verkleinert
Quelle: Verlag

Hamburg-Krimi von Alexandra Krebs, erschienen im Fehnland-Verlag 

Inhalt:

In Hamburg ist Hafengeburtstag, für Martin Phillips von der Polizeiwache in Bergedorf immer eine verrückte Zeit. In diesem Jahr kommt Finn Baumann auf die Wache, ein junger Mann, der behauptet, seine Mutter ermordet zu haben. Martin und seine Kollegin Paula beginnen zu ermitteln, finden allerdings in der Wohnung keine Leiche. Und Finn hat keine Erinnerung an die letzten zwei Wochen, was die Ermittlungen zusätzlich schwierig gestaltet. Die Angelegenheit entwickelt sich zu einem spannenden Fall.

Eigene Meinung:

Dieser Krimi der Hamburger Autorin hat mir gut gefallen. Ein interessanter Fall, wo die Leiche schon mal nicht da ist, wo sie sein soll. Mehr kann ich nicht verraten, dass würde zu viel Spaß beim Lesen nehmen. Und der Autorin ist es wichtig, auch die psychologischen Hintergründe einer Tat darzustellen und das gelingt hier sehr gut. So ist das Buch interessant und wird zu einem besonderen Buch. Um die Hintergründe herauszuarbeiten, werden die Kapitel abwechselnd aus der Sicht von Martin, dem Polizisten, und Finn, dem jungen Mann, geschrieben. Das ist klar gekennzeichnet und so ist das Buch einfach und entspannt zu lesen. Dabei gibt es an einigen Stellen Spannung pur. Außerdem haben mir Martin und Paula als Ermittlerteam gut gefallen. Von den beiden würde ich gerne mehr lesen. Und es dürfen dann gerne 100 Seiten mehr sein – das gibt die Geschichte auf jeden Fall her.

4 Sterne-p1

„Die Tote in den Dünen“

die tote in den dünen verkleinert
Quelle: Verlag

Ein Sylt-Krimi von Bodo Manstein, erschienen bei Midnight by Ullstein

Klappentext:

Journalist Robert Benning recherchiert für einen Bericht über das Sylter Rotlichtmilieu, als vor Kampen die Leiche einer Prostituierten angespült wird. Roberts Freund, Kriminalhauptkommissar Hinrichs, ermittelt und auch ein aussichtsreicher Kandidat für das Amt des Bürgermeisters gerät in den Fokus der Ermittlungen, zu denen auch das LKA hinzugezogen wird. Ein weiterer Todesfall und erste Indizien deuten auf eine im großen Stil angelegte Erpressung, die den Kreis der Verdächtigen auf einmal vergrößert.

Eigene Meinung:

Ein neuer Fall für Robert Benning – für mich der erste Fall  mit diesem Journalisten, die Vorgängerbände kenne ich bisher nicht. Es ist ein ruhiger, gut lesbarer Krimi mit sehr viel Sylt-Atmosphäre und interessanten Personen. Auch der Journalist ist als Charakter sehr interessant und als Ermittlerteam eine Kombination aus Journalist und Kriminalpolizist einzusetzen, ist auch eine gute, interessante Kombination, die nicht so oft vorkommt. Außerdem greift das Buch viele aktuelle Themen auf, wie z.B. Bürgermeisterwahl oder Rotlichtmilieu. Insgesamt ein ruhiger, aktueller Krimi mit ganz viel frischer Nordseeluft.

4 Sterne-p1