„Klugscheißer Royale“

klugscheißer royale.verkleinert
Quelle: Verlag

Roman von Thorsten Steffens, erschienen bei Piper

Inhalt:

Timo Seidel, der mit 28 Jahren immer noch in seinem Studentenjob hängengeblieben ist, verliert seine Arbeit im Callcenter und Freundin Cleo trennt sich von ihm. Auch wenn er kein abgeschlossenes Studium hat, bekommt er plötzlich einen Job angeboten: als Englisch-Lehrer an einer Abendschule, er darf also, wie er es nennt, staatlich beauftragter Klugscheißer sein. Doch schon bald stellt er fest, dass es doch nicht so einfach ist, als Lehrer tätig zu sein und auch das Kollegium, das komplett aus Frauen besteht, ist nicht ohne. Aber es ist auch die Chance, das eigene Leben neu zu organisieren und diese Chance nutzt er.

Eigene Meinung:

Eigentlich sind Klugscheißer ja meistens anstrengend, in diesem Buch geht es aber um ein sehr charmantes Exemplar. Wenn man schon selbst erkannt hat, dass ein Hang zur Klugscheißerei besteht, ist das der erste Weg zur Besserung. Und so hat man dann als Leser Spaß dabei, der Hauptfigur zu folgen, die sich auch ständig um Besserung bemüht, was halt nicht immer klappt. Das Buch ist locker zu lesen und ich musste bei einigen Szenen wirklich laut lachen. Und dabei bietet das Buch aber durchaus auch wichtige Themen, denn der Schulalltag oder die Gleichstellung von Frauen sind Themen, mit denen sich die Hauptfigur hier auseinandersetzen muss. Mir hat das Buch auf jeden Fall großen Spaß gemacht.

5 Sterne-p1

„Und es wurde finster“

und es wurde finster verkleinert
Quelle: Verlag

Ein Donau-Krimi von Alexander Lorenz Golling, erschienen bei Midnight Ullstein

Inhalt:

Auf einem heruntergekommenen Bauernhof in Moosbach wird ein grausames Verbrecher verübt, die ganze Familie wird ermordet und verstümmelt aufgefunden. Die einzige Zeugin, die 14-jährige Amelie, kann nicht sprechen und so bleibt als einziger Verdächtiger Paul, der landwirtschaftliche Helfer, der spurlos verschwunden ist. Kriminalhauptkommissar Brauner und sein Team übernehmen die Ermittlungen, wobei die Dorfbewohner der Polizei nicht vertrauen und die Ermittlungen nicht unterstützen. Dafür gibt es Ähnlichkeiten zu einem anderen, bis heute auch nicht aufgeklärten Verbrechen. Ein schwieriger Fall also für das Ermittlerteam.

Eigene Meinung:

In diesem Donau-Krimi gelingt es dem Autoren, eine ganz besondere Atmosphäre  zu schaffen. Man kann sich dieses düstere Dorf und die Stimmung dort sehr gut vorstellen. Auch ist mit Kommissar Brauner ein sehr sympathischer Ermittler bei der Arbeit, von dem ich gerne noch mehr lesen möchte. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, so bekommt man auch einen Einblick, wie der flüchtige Erntehelfer auf den Hof kam. Leider kann man diese Wechsel nicht immer sofort erkennen, was etwas das Lesen erschwert. Insgesamt aber ein ein solider, spannender, atmosphärisch dichter Regionalkrimi mit einer unerwarteten Auflösung.

4 Sterne-p1

„Leid und letzter Tag“

Leid und letzter Tag verkleinert
Quelle: Verlag

Thriller von Elias Haller, erschienen bei Edition M

Inhalt:

Auf dem Marktplatz umstellt die Polizei einen vermeintlichen Irren, an dessen Oberkörper ein Aktenkoffer mittels Kette und Zahlenschloss befestigt ist. Er behauptet, von einem Unbekannten strikte Anweisungen bekommen zu haben. Wenn er den Koffer nicht rechtzeitig an die Mordkommission übergibt, stirbt seine Frau. Zeitgleich macht Kriminalhauptkommissar Erik Donner in seinem eigenen Schlafzimmer einen abscheulichen Fund. Rasch erkennt er einen Zusammenhang zwischen seiner Entdeckung und dem Aktenkoffer. Von da an beginnt für Donner und seine Kollegen ein Alptraum, denn ab sofort sind sie Teil eines Spiels. Des perfiden Spiels eines Serienkillers, dessen Regeln nicht grausamer sein könnten.

Eigene Meinung:

Es ist der 6. Teil aus der Reihe um Kriminalhauptkommissar Erik Donner und auch dieses Buch überzeugt wieder mit Tempo und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Ganz sicher ist dieses Buch nichts für schwache Nerven, alle anderen dürfen sich auf einen kompakten, ungewöhnlichen Fall für Donner und seine Kollegen freuen. Ich würde sehr gerne mehr davon lesen.

5 Sterne-p1

 

BookOldesloe

oder auch: Das Paradies vor der Haustür

Zum zweiten Mal hat dieses Wochenende im KuB in Bad Oldesloe die BookOldesloe stattgefunden. Start war Freitag mit der langen Lesenacht, in der 9 Autoren aus ihren Büchern gelesen haben. Dann folgte am Samstag und Sonntag die eigentliche Messe, an der rund 80 Aussteller teilgenommen haben. Verlage und Autoren unterschiedlicher Genres nutzen die Gelegenheit, sich dem Publikum zu präsentieren. Dazu gab es an beiden Tagen während der gesamten Zeit Lesungen der teilnehmenden Autoren, so dass man gleich einen tollen Eindruck hatte und auch mal Bücher kennenlernen konnte, die man vielleicht bisher nicht gelesen hat.

Und es war wirklich toll, in dieser entspannten, gemütlichen Atmosphäre die Autoren und ihre Bücher kennenzulernen. Ausreichend Zeit zum Stöbern und für Gespräche mit den Autoren, anderen Lesern und „Büchermenschen“. Die Zeit ist schnell vergangen und es gab reichlich neuen Lesestoff, nette neue Kontakte und sogar schon erste Verabredungen für die Messe in Leipzig. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Veranstaltung in Bad Oldesloe wiederholt wird, denn für mich war dieses Wochenende im KuB wirklich „das Paradies vor der Haustür“.

Book Oldesloe
…und diese Bücher warten nun bei mir darauf, gelesen zu werden…

„Blutrausch – Er muss töten“

Blutrausch verkleinert
Quelle: Verlag

Thriller von Chris Carter erschienen im Ullstein Buchverlag, aus dem Englischen von Sybille Uplegger

Inhalt:

Sonderermittler Robert Hunter und Carlos Garcia sind als Detectives in Los Angeles auf Morde spezialisiert, bei denen die Täter mit großer Brutalität vorgehen. Als nun ein weiteres Opfer eines Serienmörders gefunden wird, werden die beiden Sonderermittler vom FBI um Hilfe gebeten. Der Täter gestaltet die Tatorte als künstlerische Darstellungen, was die Ermittler vor große Probleme stellt, da sich zunächst kein Zusammenhang zwischen den Opfern herstellen lässt. Als das FBI dann noch den Täter provoziert, sinnt der Täter auch noch auf Rache und es wird richtig spannend…

Eigene Meinung:

Das Buch ist schon der 9. Fall für diese beiden Ermittler und nichts fürs zarte Gemüter, da schon ziemlich blutig. Dafür bekommt man aber einen spannenden Thriller mit einer ungewöhnlichen Auflösung. Sehr gut hat mir auch dieses Ermittlerteam gefallen, besonders Robert Hunter hat auch immer einen interessanten psychologischen Ansatz bei seinen Gedanken. Dazu hat das Buch ein hohes Tempo und die Geschichte ist sehr packend. Als Leser folgt man den Ermittlern und gleichzeitig auch dem Täter, was zusätzlichen Reiz ausmacht. Trotzdem ist das Buch zügig zu lesen, was man schon macht, um die Auflösung zu erfahren. Und ich freue mich auf weitere Fälle für dieses Ermittlerteam.

5 Sterne-p1

„Spätsommerfreundinnen“

Spätsommerfreundinnen verkleinert
Quelle: Verlag

Roman von Andrea Russo erschienen bei MIRA Taschenbuch in der Harper Collins Germany GmbH

Inhalt:

Jette lebt in Oberhausen und wurde gerade von ihrem Mann geschieden. Da erfährt sie, dass der Wirt des Gasthauses in ihrem Heimatort in der Heide gestorben ist. Sie kehrt zur Beerdigung in die alte Heimat zurück. Da trifft sie dann auch auf ihre alte Freundin aus Kinderzeiten Uta und ihre Jugendliebe Jan. Plötzlich hat sie die Möglichkeit, den alten Landgasthof zu übernehmen und muss eine Entscheidung treffen.

Eigene Meinung:

Dieser Roman ist ein sehr warmherziges, charmantes Buch, an vielen Stellen auch mit einer Prise Humor. Die Personen sind liebevoll beschrieben,  und man kann sich gut in den kleinen Ort und die Handlung hineinversetzen. Wenn man nach vielen Jahren in die Heimat zurückkehrt und alte Freunde wieder trifft, zu denen man über viele Jahre keinen Kontakt hatte, so ist das nicht immer einfach. So geht es auch der Hauptfigur in diesem Buch. Ein gut zu lesender Roman mit liebevoll beschriebenen Personen und der gewissen Wohlfühlatmosphäre, die diesen Roman auszeichnet.

4 Sterne-p1

Frankfurter Buchmesse 2018

Am Samstag war es dann soweit, ich bin für einen Tag nach Frankfurt zur Frankfurter Buchmesse gefahren und die 8 Stunden, die ich dort zur Verfügung hatte, reichten für viele neue, bunte Eindrücke und nette Gespräche. Für mich immer eine tolle Gelegenheit, mit Autoren und anderen Lesern und Bloggern ins Gespräch zu kommen. Und gerade bei den Autoren habe ich die Erfahrung gemacht, dass es nicht viel bringt, sich stundenlang bei den Veranstaltungen mit den großen Namen anzustellen, sondern stattdessen besser das persönliche Gespräch mit Autoren zu suchen, die nicht ganz so bekannt sind. Ein paar Fotos habe ich mitgebracht und einige neue Bücher, über die ich dann in den nächsten Monatten berichten werde, wenn ich sie gelesen habe. Hier meine Fotoimpressionen:

Messeturm Willkommen in Frankfurt – der Messturm

halle3 verkleinert Halle 3, hier sind viele der großen Publikumsverlage vertreten:

20181013_104722                  Piper verkleinert

Bücher, Bücher, Bücher …. und hübsche Deko

Wand verkleinert

Figur 1 verkleinert                      Figur 2 verkleinrt

Aufsteller 1 dem kann man nur zustimmen….

Auf dem Außengelände gab es den neuen Pavillon zu bestaunen:

neuer Pavillon       neuer Pavillon von innen verkleinert neuer Pavillon innen II allerdings war es bei Veranstaltungen schwierig reinzukommen und die Luft war dann auch nicht wirklich angenehm da drin…

Dieses Fazit gilt auch für das Lesezelt, wo es am Abend noch eine Veranstaltung mit Jens Henrik Jensen („Oxen“) und Joe Bausch (bekannt aus dem „Tatort“) gab.

Lesezelt Podium

 

 

 

 

 

 

Dann habe ich noch die Helden meiner Kindheit getroffen:

Räuber Hotzenplotz verkleinert                               Mickey Maus 50 verkleinert

und nette Gespräche geführt mit

Roxann Hill verkleinertjpg                                Krist verkleinert

Roxann Hill, diese Autorin möchte ich neu entdecken, und Martin Krist ( diese fiese Karte hatte er mir neulich zugeschickt, das Buch hat mir dann sehr gut gefallen) und einigen weiteren Autoren, nämlich Emma Finch, Laura Albers, Alexander Hartung, W.J. Krefting, Martin Krüger und Hendrik Falkenberg. So habe ich dann auch bei großen Namen wie

Ahern verkleinert                          Fitzek verkleinertjpg

Cecelia Ahern                                       und               Sebastian Fitzek

keinen Stopp gemacht, da gab es jeweils Schlangen zum Signieren quer durch die Halle…

Dann lieber noch eine schöne Veranstaltung von vorablesen mit Alexa Hennig von Lange

Vorablesen verkleinert

Lesung und Gespräch.

Insgesamt ein schöner, bunter Messetag mit vielen Eindrücken und neuen Endeckungen. Der Herbst kann kommen…