„Die Villa an der Elbchaussee“

die villa an der elbschaussee verkleinert

Die Geschichte einer Schokoladendynastie, Roman von Lena Johannson, erschienen im Aufbau Verlag

Inhalt:

Hamburg, 1919: Das Kontor Hannemann & Tietz handelt nicht nur mit Kakao, sondern betreibt auch eine eigene Schokoladenmanufaktur. Frieda, jüngster Spross der traditionsreichen Kaufmannsfamilie würde am liebsten ihre Tage in der Speicherstadt oder in der Schokoladenküche verbringen. Ihr Vater besteht aber darauf, dass ihr älterer Bruder Hans sein Nachfolger wird. Als ihr Vater sie mit dem Sohn eines befreundeten Handelspartners verheiraten will, um das Überleben der Firma zu sichern, bricht für Frieda eine Welt zusammen. Nicht nur, weil ihr Herz für einen anderen schlägt. Wird es ihr gelingen, das Erbe der Familie zu retten, ohne ihre Liebe zu verraten.

Eigene Meinung:

Nachdem ich schon das „Marzipanmädchen“ der Autorin geliebt habe, bin ich auch von diesem Buch wieder sehr begeistert. Die Autorin schafft es auf unnachahmliche Weise, historische Dinge mit einer fesselnden Geschichte zu verbinden. Und in diesem Buch geht es um viele Themen, Hamburg zu Zeiten des Krieges, wirtschaftliche Probleme, die Kriegsleiden der heimkehrenden Soldaten, politische Unruhen und dazu die Geschichte einer jungen Frau, die um ihren Traum und ihr Leben kämpft. Frieda will nicht verheiratet werden, sie will wirtschaftlich selbständig sein, einen kaufmännischen Beruf ausüben und ihrer Leidenschaft, der Schokoladenherstellung nachgehen. Frieda und viele weiteren Personen aus dem Buch, sind so detailliert und liebevoll beschrieben, dass man es sich wunderbar vorstellen kann. Außerdem kann man mit dem Buch ganz tief abtauchen in das Hamburg um 1900. Insgesamt ein wahres Lesevergnügen. Es soll noch weitere Bände dazu geben, ich freue mich darauf!

5 Sterne-p1

„Die Beobachterin“

Die Beobachterin verkleinert

Thriller von Caroline Eriksson, aus dem Schwedischen von Nike Karen Müller, erschienen im Penguin Verlag

Inhalt:

Autorin Elena mietet ein Häuschen in einer schwedischen Kleinstadt, um nach der Trennung von ihrem Mann von vorn anzufangen. Ihre Tage sind leer, die Wohnung verlässt sie kaum. Ablenkung findet sie einzig darin, vom Küchenfenster aus die Menschen im Haus gegenüber zu beobachten: eine ganz normale, glückliche Familie. Doch als im Nachbargebäude plötzlich seltsame Dinge geschehen, ist Elena überzeugt davon, dass hinter den verschlossenen Türen ein Geheimnis lauert. Je besessener sie ihre Nachbarn beobachtet, desto mehr fürchtet sie, dass bald etwas Schreckliches passieren wird – und trifft eine Entscheidung, die sie selbst in tödlich Gefahr bringt…

Eigene Meinung:

Ein ungewöhnliches Buch und das macht es interessant. Die Hauptfigur Elena beobachtet wirklich sehr genau und zwischendurch war ich froh, dass sie nicht meine Nachbarin ist… Teilweise habe ich auch nicht mehr ganz genau gewusst, was nun Realität ist und das macht den Reiz beim Lesen aus. Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben, aus Sicht von Elena und aus Sicht des Ehemannes. Durch diese Wechsel wird es auch interessant. Diese Wechsel sind gut gekennzeichnet und dadurch ist das Buch, das angenehm flüssig geschrieben ist, auch gut zu lesen. Insgesamt ein ungewöhnlicher  Psychothriller mit interessanter Perspektive, nämlich der einer Beobachterin.

4 Sterne-p1

„Das Geheimnis vom Strandhaus“

das geheimnis vom Strandhaus verkleinert

Roman von Julia Rogasch, erschienen bei Forever by Ullstein

Inhalt:

Mia ist am Boden: Ihr Verlobter hat eine Neue, ihr Job ist weg und sie sitzt in der grausten Wohnbausiedlung von Hamburg. Um wieder auf die Beine zu kommen nimmt sie einen Buchhaltungsjob beim gutaussehenden wie mysteriösen Laurenz von Hofbacher in dessen Villa an. Ihr Chef gibt wenig von sich preis, und doch ist Mia fasziniert von dem Mann, der niemanden in sein Leben lässt. Nach und nach schafft sie es, ihn aus der Reserve zu locken und erkennt, dass ein schwerer Schicksalsschlag Laurenz belastet. Und auch Mia selbst bekommt neue Probleme, als jemand bei ihr einbricht und sie Drohungen erhält, sich nicht in Familienangelegenheiten einzumischen. Es schein, dass Mias und Laurenz` Leben stärker miteinander verbunden sind, als sie ahnen. Und die Lösung aller Geheimnisse liegt anscheinend in einem kleinen Haus auf Sylt.

Eigene Meinung:

Dieser Roman macht Freude, weil er in Hamburg und auf Sylt spielt. Außerdem ist das Buch entspannt zu lesen. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Mia und Laurenz. Das macht es interessant, allerdings hemmt es manchmal auch etwas den Lesefluss. Zu Beginn war mir die Geschichte irgendwie zu abstrakt, aber als man als Leser dann auch Laurenz besser kennen lernt und er sich auch innerhalb der Handlung mehr öffnet, hat mir das Buch besser gefallen. Und außerdem ist Sylt  natürlich immer ein schöner Ort für einen Roman.

4 Sterne-p1

Und toll, dass ich die Autorin auf der Leipziger Buchmesse 2019 treffen konnte. Danke dafür auch an das Team von Forever by Ullstein.

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„Das kleine Cafe im Gutshaus“

das kleine Cafe im Gutshaus verkleinert

Roman von Julie Shackman, aus dem Englischen von Anja Mehrmann, erschienen bei Forever by Ullstein

Inhalt:

Nach einer gescheiterten Beziehung kehrt Lara in ihre kleine Heimatstadt in Schottland zurück, um ihren Traum, Bäckerin zu werden, zu verwirklichen. Sie nimmt eine Stelle in einem Cafe an und versucht ihre Chefin von ihren neuen Backideen zu überzeugen. Doch diese ist wenig begeistert. Zum Glück lernt Lara in dem Cafe Lord Hugo Carmichael kennen, einen Stammkunden, der sie ins Herz schließt. Als Hugo überraschend verstirbt, erfährt sie, dass der alte Lord sie in seinem Testament bedacht hat. Sie erhält die Chance, auf dem erhabenen Glenlovatt Manor ihren Traum von einem eigenen Cafe zu verwirklichen, wovon Hugos Enkel allerdings weniger begeistert ist. Kann Lara diese Chance nutzen?

Eigene Meinung:

Das Buch ist ein leicht zu lesender Roman mit einer sympathischen Hauptfigur. Es hat mir gut gefallen, weil es einfach „very britisch“ ist. Man kann sich diesen Landsitz, in dem das Cafe eröffnet wird, gut vorstellen und da das Buch auch viel mit den leckeren Genüssen zu tun hat, die es in einem guten Cafe nun einmal gibt, ist das Buch ein Genuss für alle Sinne. Sicherlich keine tiefgründige Geschichte, aber entspannte Unterhaltung.

4 Sterne-p1

„Sister Sister“

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Ein Thriller von Sue Fortin, aus dem Englischen von Karin Dufner, erschienen im Penguin Verlag

Inhalt:

Eines wird Rechtsanwältin Clare nie vergessen: den Tag, an dem ihr Vater ihre kleine Schwester Alice nach Amerika entführte. Nach zwanzig Jahren Ungewissheit kommt endlich ein Brief: Alice will ihre Familie wiedersehen. Überglücklich schließen sie die verloren Geglaubte in ihre Arme. Aber bald fallen Clare seltsame Dinge auf: Wieso trifft Alice heimlich Clares Chef? Was such sie nachts im Atelier von Clares Mann? Niemand nimmt ihre Bedenken ernst. Sie entdeckt, dass Alice ihre Kleider trägt – doch Alice behauptet, sie sei paranoid. Wer lügt, und wer sagt die Wahrheit? Clare entgleitet ihr Leben und ihre Familie, denn niemand versteht ihre Zweifel.

Eigene Meinung:

Bei diesem Buch habe ich mich mit der Bewertung schwer getan. Es ist auf jeden Fall gut und flüssig zu lesen. Auch finde ich die Grundidee sehr interessant. Aber während ich mich im ersten Teil des Buches gefragt habe, was das eigentlich werden soll, denn da gab es einige Längen, wird der zweite Teil dann deutlich schneller. Allerdings für meinen Geschmack auch ziemlich vorhersehbar. Zusammengefasst ein gut zu lesender Thriller mit einem interessanten Plot.

3 Sterne-p1

„Kalte See“

Kalte See verkleinert_

Ein Nordsee-Krimi von Hendrik Berg, erschienen bei Goldmann

Klappentext:

Ausgerechnet mitten in der Hochsaison wird die Leiche einer jungen Frau am Strand von Föhr entdeckt. Kommissar Krumme und seine Kollegin Pat ermitteln diskret, um keine Panik aufkommen zu lassen. Doch schnell erhärtet sich der Verdacht, dass sie einem grausamen Serienkiller auf der spur sind. Ein Serienkiller, der schon in anderen Teilen Deutschlands gemordet und nun den Weg auf die beschauliche Insel gefunden hat.

Eigene Meinung:

Für mich der erste Krimi von Hendrik Berg und ich bin begeistert. Dieser Krimi hat alles, was ein guter Regionalkrimi braucht: Eine sehr authentische Beschreibung der Örtlichkeiten, hier die Insel Föhr, interessante Ermittler und einen spannenden Kriminalfall. Alles findet man hier, dabei ist das Buch auch noch sehr gut zu lesen. Dadurch, dass die Perspektive wechselt und man als Leser auch dem Täter folgen kann, wird es sehr interessant und spannend. Kommissar Krumme, ein Berliner, der jetzt in Nordfriesland lebt, ist ein Typen mit Ecken und Kanten, was ihn auch interessant macht. Für mich eine echte Leseentdeckung im Bereich der Krimis aus Norddeutschland.

5 Sterne-p1

„Mörder mögen keine Matjes“

Mörder mögen keine Matjes verkleinert

Ein Küsten-Krimi von Krischan Koch, erschienen bei dtv

Klappentext:

Ein Container mit Elektroschrott wird in Fredenbüll angeschwemmt. Darin: Ein Toter, der Tatort: Höchstwahrscheinlich Hamburg. Für seinen siebten Fall muss Dorfpolizist Thies Detlefsen also in die Elbmetropole. Das trifft er auch Hauptkommissarin Nicole Stappenbek wieder, die der Lieben wegen nach Hamburg gewechselt ist. Nur gut, dass die Kneipenstammgäste der „Hidden Kist“ auch gerade einen Ausflug nach Hamburg planen, wo Piet Paulsen, der auch zu den Stammgästen gehört, gerade ein neues Knie bekommen hat.

Eigene Meinung:

„Fredenbüll goes Reeperbahn“ ist wieder echtes Lesevergnügen. Authentische Personen, dieses Mal in der Großstadt unterwegs, und ein top aktueller Kriminalfall, das passt alles wunderbar zusammen. Neben diesen sehr komischen Beschreibungen läuft auch die Ermittlungsarbeit, wie es sich für eine Großtstadt gehört. Krischan Koch hat mit seinen Personen eine ganz besondere Welt geschaffen und man freut sich als Leser auf jeden neuen Fall und die vertrauten Personen. Für alle, die norddeutschen Krimi mit ganz viel Humor lieben, eine klare Leseempfehlung.

5 Sterne-p1