„Das Letzte, was Du hörst“

Das Letzte , was du hörst

Thriller von Andreas Winkelmann, erschienen im Rowohlt Verlag, Hamburg

Inhalt:

Ein Podcast, der Tausende begeistert. Der süchtig macht. Der den Tod bringt …
Lehn dich zurück. Höre diese Stimme. Vergiss deinen Alltag, den Job, den Ärger, die Sorgen. Vertrau dich den Worten an. Sie sind nur für dich. Aber Vorsicht: Wenn du einmal gefangen bist in dieser Welt, kommst du nicht mehr hinaus. Diese Stimme – sie ist das Letzte, was du hörst. Sarah ist süchtig nach dem Podcast «Hörgefühlt». Die Stimme von Podcaster Marc Maria Hagen ist wie ein seidiges Kissen, seine Worte sind Trost für die Seele. Doch Sarah ahnt nicht, was hinter den Kulissen vor sich geht. Dass hinter den weichen Worten der Tod lauert.

Eigene Meinung:

Ich mag die Bücher von Andreas Winkelmann sehr und wurde auch hier nicht enttäuscht. In diesem Thriller geht es um Morde in der Podcast-Szene, einer Szene, die gerade sehr in Mode ist. Dabei ist auch dieser Thriller wieder so geschrieben, dass man das Buch flüssig lesen kann, in einer modernen schnörkellosen Sprache. Und spannend ist das Buch durchweg auch, man fiebert schon sehr mit. Dazu hat mir auch die Kommissarin Barreis gut gefallen, eine erfahrene Ermittlerin mit Ecken und Kanten. Tatsächlich hatte ich mit dem Ende etwas Probleme. Sehr überraschend, irgendwo auch schlüssig, aber etwas verworren für mich. Insgesamt aber ein unterhaltsamer, moderner Thriller.

4 Sterne-p1

„Gezeitenmord“ Teit und Lehmann ermitteln

Gezeitenmord verkleinert

Krimi von Dennis Jürgensen, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch

Inhalt:

Bei einem Spaziergang im Watt machen der Lehrer Lasse und sein elfjähriger Schüler Villads im dichten Nebel einen grausamen Fund: Im festen Sand des Meeresgrundes steckt die Leiche eines Mannes. Es ist Lykke Teits erster eigener Fall – endlich darf sie die Ermittlungen in einem Mordfall leiten. Dass sie den Toten kannte und er sich verfolgt fühlte, verschweigt sie. Da die Leiche im Watt auf der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland gefunden wurde, wird ihr Rudi Lehmann aus Flensburg zur Seite gestellt. Die beiden sehr ungleichen Ermittler verstehen sich auf Anhieb. Ihre Untersuchungen konzentrieren sich auf das kleine Dorf Melum, in dem jeder jeden kennt. Lykke und Rudi ermitteln nicht nur in diesem Mordfall: Villads ist seit dem Fund der Leiche spurlos verschwunden. Es ist nicht das erste vermisste Kind im Dorf. Wer weiß was? Und konnte sich Villads wie sein Lehrer vor der einsetzenden Flut an Land retten?

Eigene Meinung:

Der 1. Band dieser neuen Reihe hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ist flüssig zu lesen und die Schilderungen der Grenzlandschaft und des Ortes Melum sind atmosphärisch sehr dicht, man kann sich gut hineinversetzen. Dazu noch ein sehr sympathisches Ermittlerpaar mit Ecken und Kanten und so hat das Buch alles, was man sich von einem Krimi wünscht. An Spannung fehlt es auch nicht, nicht nur ein spannender Schluss sondern zwischendurch wird es auch teilweise richtig spannend. Unterhaltsam fand ich auch den trockenen Humor, der besonders in den Dialogen zwischen den beiden Ermittlern immer wieder durch kommt. Insgesamt eine klare Leseempfehlung und ich freue mich auf eine Fortsetzung.

5 Sterne-p1

„Der Spiegelmann“

Der Spiegelmann

Thriller von Lars Kepler, aus dem Schwedischen von Thorsten Alms und Susanne Dahmann, erschienen bei Bastei Lübbe

Inhalt:

Eine Schülerin verschwindet auf dem Heimweg spurlos. Jahre später wird sie auf einem Spielplatz in Stockholm ermordet aufgefunden. Das Mädchen wurde an einem Klettergerüst qualvoll gehängt. Eine Hinrichtung. Eine Machtdemonstration. Kommissar Joona Linna ist von der Kaltblütigkeit des Täters alarmiert. Als ein Mann aufgespürt wird, der den Mord gesehen haben muss, kann der Zeuge darüber nicht sprechen. So traumatisch sind offenbar seine Erinnerungen. Jonna Linna bittet daher den Hypnotiseur, Erik Maria Bark, um Hilfe …

Eigene Meinung:

Das Buch ist der 8. Fall für Kommissar Joona Linna und es geht wieder richtig zur Sache. Auf keinen Fall ist das Buch für zarte Gemüter geeignet. Das war sogar mir teilweise etwas zu heftig. Ansonsten ist dieser Thriller aber handwerklich wieder sehr gut gemacht. Er bietet rasante Spannung und nimmt durch die relativ kurzen Sätze viel Tempo auf. Und nach den ersten Grausamkeiten hatte das Buch auf mich dann eine gewisse Sogwirkung. Ich könnte so etwas nicht ausschließlich lesen, aber wer auf der Suche nach einem rasanten, heftigen Thriller ist, der wird hier fündig. Und ich freue mich auf den nächsten Teil der Reihe.

5 Sterne-p1
 

Lesung aus „Elbgier“ von Klaus Spieldenner

Das war ein Heimspiel für Klaus Spieldenner, der am Sonntag in Bad Oldesloe im Hofcafe von Familie Wilken am Kneeden aus seinem neuesten Hamburg-Krimi „Elbgier“ gelesen hat. „Elbgier“ ist das 10. Buch mit Kommissarin Sandra Holz. Die Reihe hat 2013 begonnen, damals hat die Kommissarin allerdings noch in Oldenburg ermittelt, jetzt inzwischen ist sie in Hamburg im Einsatz. Und „Elbgier“ startet mit einer Rückblende in das Jahr 1969, als es in Hamburg noch den legendären „Star-Club“ gab.  Neben der Chefin Sandra Holz gehören mittlerweile noch 3 weitere Kommissare zu dem Hamburger Team. Und so wird es für das Ermittlerteam mit „Elbgrab“ noch einen 11. Band geben, das wäre dann der 9. Fall, der in Hamburg spielt. Danach plant der Autor dann etwas ganz anderes, es soll etwas zum Lachen geben. 

Kurzweilig wurde die Lesung durch zwei Gesangseinlagen des Autoren und vorweg durften sich die Gäste über lecker Kaffee und Kuchen aus dem Hofcafe freuen. Und besondere Zaungäste gab es bei der Lesung auch: die Schafe, Schweine und Esel auf dem Hof waren interessierte Zuhörer. Insgesamt eine tolle Veranstaltung und wir kommen gerne wieder zu Familie Wilken. 

Vorgestellt wurde das Buch „Elbgier“

Spieldenner Elbgier

Inhaltsangabe:

Es fühlte sich großartig an, als sein Herz zu schlagen aufhörte. Mehr als 50 Jahre nach seiner Schließung gerät der legendäre Hamburger „Star-Club“ wieder in die Schlagzeilen. Die Villa des letzten Geschäftsführers Ritchie Sanders wird schwer verwüstet, deren neuer Besitzer mit Kopfschuss hingerichtet. Das Team vom Landeskriminalamt 41 – unter Leitung der Ersten Hauptkommissarin Sandra Holz – erwartet ein verheerender Anblick. Was haben die Täter in der Villa gesucht? Die Spur führt das Hamburger Ermittlerteam zunächst weit zurück in die Vergangenheit, als sich noch musikalische Größen im Hamburger Kultschuppen die Klinke in die Hand gaben. Doch fehlende Motive und verschwundene Zeitzeugen erschweren die Ermittlungen. Als plötzlich ein gesuchter RAF-Terrorist und weitere Tote auftauchen, wird allen Beteiligten klar: Es geht hier um weit mehr als nur um musikalische Erinnerungen!

„Töchter der Speicherstadt – Der Duft der Kaffeeblüten“

Töchter der Speicherstadt 1 verkleinert

Roman von Anja Marschall, erschienen bei Piper

Inhalt:

Hamburg 1889: Als die junge Brasilianerin Maria den Kaffeehändler Johann Behmer heiratet und mit ihm nach Hamburg zieht, fühlt sie sich zunächst fremd in der Hansestadt – und einsam in Johanns zerstrittener Familie. Doch Maria ist eine Kämpferin, und als Tochter eines Kaffeeplantagenbesitzers liegt ihr das „schwarze Gold“ im Blut. Begierig lernt sie in der neu eröffneten Speicherstadt alles, was man über den Handel mit dem Luxusgut wissen muss. Schon bald erweist sie sich als kluge Geschäftsfreu. Aber dann beginnt der Erste Weltkrieg, der Kaffeehandelt kommt fast zum Erliegen, und Maria merkt, dass jemand in der Familie versucht, ihren Mann aus der Firma zu drängen.

Eigene Meinung:

Dieses Buch ist eines der Bücher, für das Lesen mein Hobby ist, so viel Spaß hat es mir gemacht. Historische Begebenheiten, eingebettet in eine sympathische Geschichte, so geht für mich der perfekte historische Roman. Ich weiß dabei nicht, was mir mehr Spaß gemacht hat: die Geschichte der Speicherstand oder der Duft von Kaffee, der aus fast jeder Seite dieses Buches strömt. Insgesamt eine wunderbare Kombination, die sich sehr flüssig lesen lässt und mit der Figur der Maria fiebert man bald schon mit. Insgesamt ein großes Lesevergnügen und eine absolute Empfehlung von mir. Zum Glück sind Teil 2 und 3 schon erschienen, ich kann also gleich erfahren, wie es weitergeht.

5 Sterne-p1

Die weiteren Bände der Kaffee-Saga sind inzwischen erschienen:

Band 2:  Töchter der Speicherstadt – Der Geschmack von Freiheit

Band 3: Töchter der Speicherstadt – Das Versprechen von Glück

 

„Der Eisjunge“

Der Eisjunge

Psychothriller von Max Bentow, erschienen im Wilhelm Goldmann Verlag

Inhalt:

Nils Trojan ist eben zurück von seiner Auszeit auf einer Insel, da wird er schon an einen neuen Tatort gerufen. Im ersten Moment glaubt er, in einen absurden Albtraum geraten zu sein: Es sieht aus, als würde ein Tier über dem Opfer kauern, denn der Mörder hat das Fell eines Rehs über die getötete junge Frau drapiert. Wenig später ereignet sich der zweite Mord und wieder sind Mensch und Tier auf makabre Weise ineinander verschlungen. Aber was will der Täter mit seiner grausamen Botschaft mitteilen? In einem verlassenen Haus im Umland von Berlin stößt Trojan auf eine Fährte – und erkennt zu spät, dass er in eine mörderische Falle geraten ist.

Eigene Meinung:

Das Buch ist schon der 9. Fall für Nils Trojan und ich bin weiterhin begeistert von der Reihe. Auf jeden Fall ist auch dieses Buch nichts für schwache Nerven, es geht schon sehr „zur Sache“. Durch einen flüssigen Schreibstil, genau richtig auf den Punkt, wird das Buch zu einem spannenden Lesevergnügen. Auch die Erzählung aus unterschiedlichen Perspektiven ändert daran nichts. Das Buch ist einfach gut zu lesen. Und es hat bei mir nachhaltig Eindruck hinterlassen: Sobald ich einen Granatapfel sehe, muss ich an das Buch denken. Dazu freue ich mich dann auf den nächsten Fall für Nils Trojan.

5 Sterne-p1

„Der Papierpalast“

Der Papierpalast verkleinert jpg

Roman von Miranda Cowley Heller, aus dem Amerikanischen von Susanne Höbel, erschienen im Ullstein Verlag

Inhalt:

Es ist früh am Morgen, alle schlafen noch, als Elle Bishop an einem perfekten Augusttag zum See läuft. Er liegt unterhalb des Sommercamps der Familie, ein paar altersschwache Hütten, die ihr Großvater in den Back Woods von Cape Code zusammengezimmert hat. Durch das Fenster des Haupthauses sieht sie den noch nicht abgeräumten Tisch des vorherigen Abends, die leeren Weingläser, das Kerzenwachs auf dem Tischtuch. Sie hatten Besuch, und es ist etwas passiert: Während Elles Ehemann Peter mit den Gästen lachte, sind sie und ihr Jugendfreund Jonas nach draußen geschlichen und haben sich geliebt. Elle taucht ein ins Wasser, ihre Geschichte beginnt. Sie erzählt fünfzig Jahre Leben, bringt verborgene Liebe und ein düsteres Geheimnis ans Licht. An diesem einen Tag läuft alles auf eine Entscheidung hinaus.

Eigene Meinung:

Der Roman wird überall hoch gelobt, ich muss gestehen, ich hatte zu Beginn Schwierigkeiten, in die Geschichte zu kommen und mit dem Buch „warm“ zu werden“. Erst als ich mir mehr Zeit für das Buch genommen und längere Abschnitte im Zusammenhang gelesen habe, gefiel es mir besser. Die Autorin nimmt in dem Buch sehr viele Themen auf, die sich in Familien abspielen können. Auch die Atmosphäre in diesem Sommercamp wird ganz gut eingefangen. Aber man sollte sich bewusst sein, dass das keine leichte Sommerlektüre ist, ganz im Gegenteil. Klar ist, dass der überwiegende Teil in der Vergangenheit erzählt wird. Die Kapitel sind entsprechend mit Jahres- und Ortsangaben versehen. Die Kapitel in der Gegenwart haben dann die Uhrzeit als Überschrift. So kann man die Ebenen auseinanderhalten. Wer auf der Suche nach einer etwas tiefgründigen Familiengeschichte ist, dürfte an diesem Buch seine Freude haben.

4 Sterne-p1

„Kalte Seelen“ Ein Fall für Milla Nova

Kalte Seelen

Ein Kriminalroman von Christine Brand, erschienen im Atlantis Verlag

Inhalt:

TV-Journalistin Milla Nova lässt sich für eine Reportage eine Woche lang ins Frauengefängnis Hindelbank im Emmental einsperren. Hinter Gittern hört sie tragische Lebensgeschichten, wie die von Flor, die wegen Mordes angeklagt ist, aber ihre Unschuld beteuert, oder Gerüchte, wie die über namenlose Immigranten, die als Sans-Papiers in der Schweiz ein Schattenleben führten und spurlos verschwanden. Und sie hört von anonymen Leichen, die die Kantonspolizei Bern aus dem kalten Thunersee geborgen hat und bis heute nicht identifizieren konnte. Die Taten eines Rechtsextremisten? Milla Nova beginnt zu recherchieren und wird mit einer grausamen Wahrheit konfrontiert. Was hat all das mit ihrem Vater zu tun, den sie nie kennengelernt hat? Plötzlich blickt die kühne TVReporterin in die Abgründe ihrer eigenen Vergangenheit – und gerät selbst unter Verdacht.

Eigene Meinung:

Dieser Fall für Milla Nova greift ein sehr aktuelles Thema auf. Was müssen Menschen aushalten, die hier herkommen, sich hier eigentlich nicht aufhalten dürfen und trotzdem hier leben. Was kann alles passieren. Diese aktuellen Themen liest man hier in einer Krimi-Handlung. greift dieser Krimi auf. Das Paar Milla Nova, Journalistin, und Sandro Bandini, erfahrener Polizist der Kantonspolizei Bern, ermitteln dabei gemeinsam. Dieses Paar gefällt mir sehr gut, gerade Milla ist ein Typ mit Ecken und Kanten. Das Buch ist in 2013 erschienen, inzwischen gibt es weitere Bücher, wo dieses Paar gemeinsam ermittelt. Spannend wird dieses Buch dadurch, dass man immer auch dem Täter in seinen Gedanken folgen kann. Auf Seite 300 war mir klar, wer der Täter ist, aber das ist noch lange nicht das Ende, es gibt dann noch einen spannenden Schluss. Insgesamt ein aktuelles Thema, in einen spannenden Krimi verpackt, der gut zu lesen ist. Und das Lesen lohnt sich. Das ungleiche Ermittlerpaar wird zum Glück noch einige Fälle bekommen, ich freue mich darauf.

4 Sterne-p1

„Nordwestnacht“

Ein Fall für die Soko St. Peter-Ording

Nordwestnacht

Krimi von Svea Jensen, erschienen bei HarperCollins

Inhaltsangabe:

Weil die zuständige Flensburger Mordkommission zu beschäftigt ist, wird Hauptkommissar Hendrik Norberg die Aufklärung eines Mordes in St. Peter-Ording übertragen. An die Stelzen eines Pfahlbaus gekettet, ertrank ein junger Mann bei steigendem Wasser. Das Opfer war Teil der Filmcrew, die gerade einen Küstenkrimi in St. Peter dreht. Aber bei der Produktion scheint einiges schiefzugehen, denn dann verschwindet auch noch eine der Darstellerinnen spurlos. Gemeinsam mit Nils Scheffler und Anna Wagner ermittelt Norberg in beiden Fällen. Schließlich sind die drei ein eingespieltes Team, und dass es sich hier um einen bloßen Zufall handelt, glaubt keiner von ihnen.

Eigene Meinung:

Auch der 3. Fall für die Soko St. Peter-Ording konnte mich wieder restlos überzeugen. Ich mag das Team um Hendrik Norberg, das gut zusammen arbeiten kann, wo aber jeder auch seine persönlichen Themen hat, wie im „richtigen“ Leben. Dazu noch ein solider Kriminalfall, der immer spannend ist und bei der Auflösung lag ich völlig daneben, es gab noch eine überraschende Wendung zum Schluss. Das alles macht einen guten Krimi aus, wenn dieser dann auch noch flüssig zu lesen ist, passt es. Außerdem noch die schöne Kulisse von St.Peter Ording und so gibt es insgesamt einen wunderbaren Regionalkrimi. Von mir eine Leseempfehlung nicht nur für den Strandkorb und ich freue mich auf den nächsten Fall für diese SoKo.

5 Sterne-p1

Teil 1: Nordwesttod

Teil 2: Nordwestzorn

 

„Tatort Nord“

Tatort Nord

Urlaubskurzkrimis von Sylt bis Fehmarn, herausgegeben von Anke Küpper, Franziska Henze, Yvonne Wüstel, erschienen bei Harper Collins

Diese Anthologie entstand in Zusammenarbeit mit den „Mörderischen Schwestern“

Klappentext:

Zwischen Hamburg und der Küste gibt es so manchen Tatort und so manchen Ermittler – doch sie alle haben eins gemeinsam: Sie arbeiten dort, wo andere am liebsten Urlaub machen. Denn egal ob sonniger Sandstrand, glitzernde Elbe und tosende See – das Verbrechen macht vor gar nichts halt. 23 Fälle, die es in sich haben – unsere Autorinnen nehmen Sie mit an die Tatorte im Norden und versprechen Spannung für den Urlaub oder einfach zwischendurch. Seite für Seite.

Eigene Meinung:

Der Klappentext hat hier nicht zu viel versprochen. Einen guten Kurzkrimi zu schreiben ist für mein Gefühl eine schwierige Angelegenheit. Man muss eine kompakte Geschichte spannend auf wenigen Seiten erzählen. Das ist hier aber hervorragend gelungen. Und was mir besonders gut gefallen hat, war neben den verschiedenen Tatorten die Tatsache, dass es in dieser Sammlung gelungen ist, sehr unterschiedliche Krimis zusammenzutragen. Es ist wirklich alles dabei. Von lustig bis sehr nachdenklich, historisch und modern. Dazu gestandene Ermittler oder Krimis, in denen gar kein Ermittler vorkommt. In einigen Fällen hat man für die Täter sogar Verständnis. Es gibt auch unterschiedliche Arten von Spannung in diesem Buch, entweder eine richtig spannende Ermittlung oder auch mal unterschwellige Spannung. Das alles ist sehr unterschiedlich geschrieben und sehr abwechslungsreich. Das Buch sollte eigentlich in keinem Strandkorb fehlen, eine absolute Leseempfehlung von mir. Und ich denke, auch Leser, die sonst nicht so viel Krimis lesen, werden an diesen Krimis ihre Freude haben. Ich habe jetzt nur das Problem, dass ich von einigen Ermittlern, die in dem Buch vorkommen, gerne mehr lesen möchte…

5 Sterne-p1