“ Der kleine Buchladen in den Bergen“

Der kleine Buchladen in den Bergen verkleinert

Roman von Gerlinde Friewald erschienen bei be Heartbeat Das E-Book Imprint der Bastei Lübbe AG

Inhalt:

Katrins Leben in Berlin scheint festgefahren. Darum kehrt sie zurück in die alte Heimat Kirchbergen, ein kleines Dorf in Österreich. Hier fühlt sie sich plötzlich frei und besucht die Orte ihrer Kindheit. So wie den alten kleinen Dorfbuchladen am Marktplatz, in dem sie damals viel Zeit verbracht hat. Doch der der Besitzer will den Buchladen aufgeben. Kurzerhand bietet Katrin sich als seine Nachfolgerin an. Doch der Neuanfang in der vertrauten Umgebung ist schwieriger als gedacht: will sie ihre Zelte in Berlin wirklich für immer abbrechen? Und als plötzlich Alexander – Katrins erste große Liebe – vor ihr steht, ist das Gefühlschaos perfekt.

Eigene Meinung:

Dieses Buch kann man wirklich sehr gut mit dem Begriff „Wohlfühlbuch“ umschreiben. Dabei geht es auch um Heimat und die Möglichkeit, etwas mit Leidenschaft zu machen und sich so vielleicht einen Lebenstraum zu erfüllen. Dazu noch ein paar Irrungen und Wirrungen rund um die Liebe und so entsteht dann ein Wohlfühlroman, in den man beim Lesen tief eintaucht und einige Stunden in dem kleinen Dorf in Österreich verbringen kann. Mir hat es auf jeden Fall großen Spaß gemacht, Katrin zu begleiten, und ich träume von so einer Buchhandlung.

4 Sterne-p1

„Opferfluss“

Thriller von Lorenz Stassen, erschienen im Wilhelm Heyne Verlag, München

Inhalt:

Nach zwei spektakulären Kriminalfällen, die er aufklären konnte, ist Nicholas Meller vom Underdog zum Staranwalt geworden – doch die Verbrechen, die er hautnah erleben musste, hinterlassen ihre Spuren. Zudem hat er sich die Polizei nicht gerade zum Freund gemacht. So überrascht es Meller, als ihn Kommissar Rongen um Hilfe bittet. Rongen ist des Mordes angeklagt. Alte Konflikte sind vergessen, denn für Rongen geht es jetzt um alles oder nichts. Nach und nach gerät Meller in ein Netz aus Korruption, Gewalt und Leidenschaft – ein Netz, aus dem es kein Entkommen mehr zu geben scheint.

Eigene Meinung:

Auch der dritte Band um Anwalt Meller hat mir wieder sehr gut gefallen. Ein komplexer Krimi, gut zu lesen, mit einem unkonventionellen Anwalt als Hauptfigur. Außerdem gefällt mir der Tonfall, in dem die Bücher geschrieben sind, immer so ein Hauch von trockenem Humor, wenn es um die Hauptfigur geht. Dabei geht es schon gleich zu Beginn relativ hart zur Sache und Anwalt Meller hat auch so seine Methoden. Insgesamt ist der dritte Band auch wieder ein rundes Lesevergnügen für Thrillerfans.

4 Sterne-p1

Die Nicholas- Meller-Serie:

Band 1 Angstmörder

Band 2 Blutacker

Band 3 Opferfluss

„Rügenträume und Meeresrauschen“

Roman von Evelyn Kühne, erschienen im Zeilenfluss-Verlag

Inhalt:

Die Familienpension muss gerettet werden – das ist den ungleichen Schwestern Hanna und Emma klar. Dabei könnten die beiden Zwillingsschwestern nicht gegensätzlicher sein: Während Emma durch die Weltgeschichte reist und ihr Leben genießt, führt Hanna gemeinsam mit dem Vater eine kleine Pension auf Rügen. Sie hält die Stellung im Gästehaus, obwohl dieses kurz vor dem Aus steht und ihr Vater zudem noch an Alzheimer erkrankt ist. Emma kommt nach Hause und die beiden Schwestern versuchen, die Pension zu retten. Dann verdreht auch noch Sascha, ein neuer Gast aus Hamburg, Hanna den Kopf, aber bald wird ihr klar, dass er ganz andere Interessen verfolgt…

Eigene Meinung:

Ein wunderbarer Roman mit ganz viel Meeresrauschen auf Rügen und doch auch dem notwendigen Tiefgang. Der Roman ist angenehm leicht zu lesen, durch die Aufnahme von ernsten Themen, wie die Erkrankung des Vater oder dem Konflikt zwischen den beiden ungleichen Schwestern, bekommt die Geschichte aber eine Tiefe, die das Buch zu einem rundum gelungenen Lesevergnügen macht. Dazu spielt dann auch noch die Insel Rügen eine schöne Hauptrolle. Man taucht sofort in die Geschichte ein und hat fast das Gefühl, die Familie schon länger zu kennen. Ich könnte mir gut eine Fortsetzung vorstellen und würde mich darüber freuen.

5 Sterne-p1

 

„Nordseedämmerung“

Nordseedämmerung verkleinert

Kriminalroman von Christian Kuhn, erschienen im Wilhelm Heyne Verlag

Klappentext:

Sommerpause. Der Bundespräsident macht Urlaub auf Juist. Doch es mehren sich die Hinweise, dass ein Mörder auf ihn angesetzt wurde. Kriminalhauptkommissar Tobas Velten wird von Berlin auf die ostfriesische Insel entsandt, um das Sicherheitsteam vor Ort zu unterstützen. Und er hat noch einen zweiten, geheimen Auftrag: Offenbar gibt es einen Spitzel in den eigenen Reihen. Velten muss ihn so schnell wie möglich überführen – sonst wird sein erster Einsatz an der Nordsee tödlich enden.

Eigene Meinung:

Dieser Debüt-Kriminalroman überzeugt durch ganz viel Atmosphäre, die von der Insel Juist gut eingefangen ist. Echtes Nordseefeeling eben. Dabei ist das Buch entspannt zu lesen und bietet im zweiten Teil auch Spannung bis zum schlüssigen Ende. Die Figur des Thomas Velten hat mir als Typ mit Ecken und Kanten gut gefallen, allerdings fehlt mir noch einiges an Informationen zu seiner Vergangenheit, das hätte gerne mehr sein dürfen. Die Figur hat auf jeden Fall noch viel Potential. Wer gut zu lesende Urlaubslektüre mit Nordseefeeling sucht, wird hier fündig.

4 Sterne-p1

„Die Wälder“

Thriller von Melanie Raabe, erschienen bei btb

Inhalt:

Als Nina die Nachricht erhält,dass Tim, ihr bester Freund aus Kindertagen, unerwartet gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Vor allem, als sie erfährt, dass er sie noch kurz vor seinem Tod fast manisch versucht, zu erreichen. Und sie ist nicht die Einzige, bei der er sich gemeldet hat. Tim hat ihr nicht nur eine geheimnisvolle letzte Nachricht hinterlassen, sondern auch einen Auftrag: Sie soll seine Schwester finden, die in den schier endlosen Wäldern verschwunden ist, die das Dorf, in dem sie alle aufgewachsen sind, umgeben. Doch will Nina das wirklich? In das Dorf und die Wälder zurückkehren, die sie nie wieder betreten wollte…

Eigene Meinung:

Die Thriller von Melanie Raabe haben immer etwas subtiles an sich… es geht nicht um Actionszenen, sondern um eine Spannung ganz anderer Art. Unterschwellig, geheimnisvoll…. Mich hat dieses Buch total in seinen Bann gezogen, lange Lesenächten inclusive. Gekonnte Spannung mit einer überraschenden Auflösung. Dabei ist konzentriertes Lesen erforderlich, denn die Geschichte ist in zwei Zeitebenen erzählt. Es geht nicht nur um das Hier und Jetzt, sondern auch um die Kindheit von Nina und ihren Freunden in diesem Dorf. Wer gerne Thriller mit unterschwelliger Spannung statt blutiger Mordszenen liest – eine absolute Leseempfehlung.

5 Sterne-p1

„Krypto Park“

Kryptopark verkleinert

Thriller von Alex Wagner, E-Book

Inhalt:

Dr. Fedora Arnwolf forscht an den Grenzen der anerkannten Wissenschaft. Die Welt der unerklärlichen Phänomene ist ihr Spezialgebiet. Als sie zur Eröffnung eines einzigartigen Privatzoos eingeladen wird, freut sie sich auf ein unvergessliches Wochenende. Denn Kryptopark beherbergt Kreaturen, die es gar nicht geben dürfte. Wesen, die man bis jetzt nur aus Mythen und Legenden kannte. Doch schon im Vorfeld der Eröffnung häufen sich merkwürdige Todesfälle – und Fedoras unvergessliches Wochenende verwandelt sich rasch in einen Alptraum. Schon bald muss sie sich fragen, ob die wahren Monster im Kryptopark nicht auf zwei Beinen laufen.

Eigene Meinung:

Dieser Thriller hat mir gut gefallen, weil man doch in eine so ganz andere Welt abtauchen konnte. An die Bilder von Jurassic Park denkt man wohl zwangsläufig. Dazu ist der Schreibstil schön flüssig, so dass das Buch gut zu lesen ist. Außerdem entwickelt das Buch schnell Tempo und Spannung, auf den nur 191 Seiten ist eine Menge los. Auch das Ende kommt dann noch mit einer überraschenden Wendung, ist aber auch schlüssig. Wenn ich auch mit der Hauptfigur Fedora nicht so ganz warm geworden bin, hat mir dieser Thriller doch gut gefallen.

4 Sterne-p1

„Jahre an der Elbchaussee“

Jahre an der Elbschaussee verkleinert

Roman von Lena Johannson, erschienen im Aufbau-Verlag

Die große Hamburg-Saga Band 2

Inhalt:

Hamburg, Ende der zwanziger jahre. Frieda ist überglücklich, ihre Hochzeit steht kurz bevor, und die Schokoladenmanufaktur feiert immer größere Erfolge. Endlich scheint sie ihren Platz im Familien-Kontor gefunden zu haben. Als dann jedoch unerwartet ihre erste große Liebe auftaucht, stellt Frieda alles in Frage, woran sie bisher geglaubt hat. Doch die Suche nach ihrem persönlichen Glück rückt schnell in den Hintergrund, als die Nazis an die macht kommen und mit einem Mal das Leben ihrer besten Freundin, der Jüdin Clara, in Gefahr ist.

Eigene Meinung:

Und auch der zweite Teil dieser Trilogie konnte mich wieder begeistern. Lena Johannson kann einfach Geschichte wunderbar erzählen, dazu mit Personen, die einem als Leserin sehr schnell ans Herz wachsen. Und so fühlte sich der zweite Teil schon fast „wie nach Hause kommen“ an, in die aus dem 1. Teil bekannte Familie und die dazugehörigen Freunde. Man sollte sich das Vergnügen auch nicht entgehen lassen, mit dem ersten Teil zu beginnen. So kann man die Geschichte dieser Hamburger Familie in vollen Zügen genießen. Ich freue mich auf den dritten Teil.

5 Sterne-p1

Teil 1: „Die Villa an der Elbchaussee. Die Geschichte einer Schokoladendynastie“

Hier geht es zu der Rezi:

https://wordpress.com/post/susannesbuecherwelt.com/584

 

 

 

„Das Gerücht“

Das Gerüchtverkleinert

Roman von Lesley Kara, Deutsch von Britta Mümmler, erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft

Inhalt:

Die alleinerziehende Joanna zieht mit ihrem kleinen Sohn Alfie von London in eine Kleinstadt am Meer. Zunächst ist es die pure Idylle – bis sie ein Gerücht hört: Die Kindermörderin Sally McGowan, die als Zehnjährige einen fünfjährigen Jungen umbrachte, soll unter anderem Namen in der Stadt leben. Unbeachtet erzählt Joanna anderen Müttern von dem Gerücht. Sie ahnt nicht, was für eine verheerende Spirale von Ereignissen sid damit in Gang setzt – und dass sie sich selbst und ihre Familie in höchste Gefahr bringt.

Eigene Meinung:

Die Grundidee von der Geschichte gefällt mir gut. Der Schreibstil ist flüssig, so dass das Buch auch gut zu lesen ist. Und sicherlich muss man auch berücksichtigen, dass es sich um einen Roman handelt, das Buch soll kein Thriller sein. Aber auch als Roman hat mich das Buch rund 300 Seiten lang ziemlich gelangweilt, um dann auf den letzten 80 Seiten noch zu gefallen, als endlich etwas Tempo in die Geschichte kam. Auch die Auflösung zum Schluß war schlüssig, kam für mich auch ziemlich überraschend. Für mich sind auch die Personen in dem Buch ziemlich blass geblieben, insbesondere Joanna fand ich eher anstrengend, als das ich hätte mit ihr fühlen können. Insgesamt also noch Luft nach oben.

3 Sterne-p1

„Grandhotel Schwarzenberg Der Weg des Schicksals“

Historischer Roman von Sophie Oliver, erscheint am 28.07.2020 bei Bastei Lübbe

Inhalt:

Bad Reichenhall, 1905. In dem exklusiven Kurort in den bayerischen Alpen verliebt sich die junge Anna Gmeiner in den Salzsieder Michael. Beide wünschen sich ein besseres Leben. Michael beschließt, sein Glück in der Ferne zu suchen und Anna nachzuholen. Doch dann geschieht ein schreckliches Verbrechen und Anna ist gezwungen, einen anderen Mann zu heiraten. Zwischen Salzbaronen, Hoteliers und reichen Kurgästen aus aller Welt muss sie sich ihren Platz im mondänen Bad Reichenhall erkämpfen.

Eigene Meinung:

Das Buch ist der Auftakt einer Familiensaga und hat mich sehr in seinen Bann gezogen. Die Geschichte ist wunderbar zu lesen, man kann sich den Kurort und seine Bewohner anno 1905 sehr gut vorstellen und die Hauptfigur Anna ist so liebenswert, dass man sehr mit ihr fühlt. Mit Hotelgeschichten hat dieses Buch nur am Rande etwas zu tun, ich denke, dass kommt in den nächsten Bänden. Auf jeden Fall ist es eine klare Leseempfehlung, wenn man einen unterhaltsamen, historischen Roman sucht. Ich freue mich schon auf die nächsten Teile.

5 Sterne-p1

„Unorthodox“

Unorthodox verkleinert

Eine autobiografische Erzählung von Deborah Feldman, aus dem Englischen von Christian Ruzicska, erschienen bei btb

Inhalt:

In der chassidischen Satmar-Gemeine in Williamsburg, New York, herrschen die strengsten Regeln einer ultraorthodoxen jüdischen Gruppe weltweit. Deborah Feldman führt uns in ihrer autobiografischen Erzählung bis an die Grenzen des Erträglichen, wenn sie von der strikten Unterwerfung unter die strengen Lebensgesetze erzählt, von Ausgrenzung, Armut, von der Unterdrückung der Frau, von ihrer Zwangsehe. Und von der alltäglichen Angst, bei Verbotenem entdeckt und bestraft zu werden. Sie erzählt, wie sie den beispiellosen Mut und die ungeheure Kraft zum Verlassen der Gemeinde finde – um ihrem Sohn ein Leben in Freiheit zu ermöglichen.

Eigene Meinung:

Auf jeden Fall beeindruckt einen ist dieses Buch sehr nachhaltig und lässt den Leser nachdenklich zurück. Ich habe mich Anfangs mit dem Buch etwas schwer getan, aber zur Mitte hin hat es mich dann doch gefesselt. Zusammengefasst denke ich, dass der Anteil der Kindheit etwas groß ist im Verhältnis zu dem Teil, wo sie die Gemeinde verlässt. Denn dazu gehört wirklich sehr viel Mut. Auf jeden Fall ist diese autobiografische Erzählung ein sehr wichtiges Buch, dem ich auch sehr viele jugendliche Leser wünsche. Denn Freiheit ist nicht selbstverständlich.

4 Sterne-p1

Seit März 2020 gibt es das Buch als Serie verfilmt bei Netflix.