„Weihnachten im kleinen Laden am Strand“

Roman von Julia Rogasch, erschienen als E-Book bei Forever

Inhalt:

Die Weihnachtszeit steht im kleinen Laden auf Sylt vor der Tür. Kaum Touristen sind auf der Insel und Ebba und Magnus bereiten mit Hingabe den anstehenden Weihnachtsmarkt vor. Doch in die Kälte und Ruhe vor dem turbulenten Weihnachtsgeschäft platzt eine junge Frau, die einen Job sucht. Ebba und Magnus überlegen nicht lange und stellen Lene May als Aushilfe ein. Zwischen Plätzchen, Glitzerkugeln und Leuchtsternen freunden sich Ebba und Lene an und bald schon wird klar: Lene ist nicht nur wegen einer dringend benötigten Auszeit auf der Insel. Sie ist schwer krank und außerdem auf der Suche nach ihrer Zwillingsschwester, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Doch obwohl ihre Schwester scheinbar auf Sylt lebt, ist sie auf einmal unauffindbar. Lene ahnt nicht, wie weit die Spuren ihrer Familiengeschichte sie in die Vergangenheit führen werden…

Eigene Meinung:

Dieses Buch ist schlicht ein Wohlfühlbuch. Ich habe mich jeden Tag auf das Lesen gefreut, weil ich mich in der Gesellschaft von Ebba und Lene einfach wohl gefühlt habe. Dazu ist die Atmosphäre auf Sylt in der Vorweihnachtszeit sehr gut einfangen und so kann man mit dem Buch wunderbar einige Stunden in der Weihnachtszeit auf Sylt verbringen. Die Personen sind sehr liebevoll beschrieben, so dass man sich gut ein Bild machen kann. Außerdem läuft im Leben der Hauptpersonen nicht alles nach Plan, was der Geschichte eine gewisse Tiefe gibt, dabei ist die Geschichte aber ganz entspannt zu lesen. Wer die besondere Atmosphäre der Nordseeinseln mag und und eine Weihnachtsgeschichte lesen möchte ist hier genau richtig, dafür eine klare Leseempfehlung.

5 Sterne-p1

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„Niemand wird vergeben“

Niemand wird vergeben verkleinert

Psychothriller von Martin Krist, R&K

Inhalt:

Die Welt von Anna-Louisa gleicht einem Traum, verheiratet mit ihrer Jugendliebe, eine hinreißende Tochter, Erfolg im Job. Doch dann erreicht sie eine anonyme Nachricht. Was wie ein Scherz anmutet, entpuppt sich schon bald als Albtraum aus Lüge, Intrige und Mord. Wem kann sie noch trauen? Und wer will ihr Leben zerstören?

Eigene Meinung:

Das Buch ist ein echter Psychothriller. Es bietet unterschwellige Spannung statt brutaler Szenen, also ein klassischer Psychothriller. Dabei finde ich es wieder bemerkenswert, wie es Martin Krist gelingt, auf nur knapp etwas über 200 Seiten eine so kompakte Story zu erzählen. Dabei bekommt man einen sehr guten Einblick in das Leben der Hauptfiguren und erlebt dann mit, wie innerhalb kürzester Zeit ein anscheinend perfektes Leben komplett aus den Fugen gerät. Das ist spannend erzählt und sehr gut zu lesen. Für Fans von Psychothrillern eine Leseempfehlung.

4 Sterne-p1

„Die Stimme“

Die Stimme verkleinert

Psychothriller von S.K. Tremayne, aus dem Englischen von Susanne Wallbaum, erschienen bei Knaur

Inhalt:

„Ich weiß, was Du getan hast.“ Jo ist schockiert, als die digitale Home Assistentin Electra sie ohne Aufforderung anspricht. Unmöglich kann eine harmlose Software vom Furchtbarsten wissen, das Jo jemals passiert ist. Doch Electra weiß nicht nur Dinge – sie tut auch Dinge, zu denen sie nicht in der Lage sein sollte: Freunde und Eltern erhalten Textnachrichten mit wüsten Beschimpfungen, Jos Bankkonto wird leergeräumt, die Kreditkarte überzogen. Zum ersten Mal seit Jahren muss Jo wieder an ihren Vater denken, der unter heftigen schizophrenen Schüben litt und sich schließlich das Leben nahm. Kann es sein, dass sie sich die Stimme nur eingebildet hat? Doch Electra ist noch lange nicht fertig mit Jo…

Eigene Meinung:

Wenn das Smart Home zum Horror-Haus wird… das trifft es bei diesem Psychothriller wirklich. Eine spannende Geschichte, sehr gut zu lesen und erschreckend aktuell. Wo doch viele gerade dabei sind, sich die entsprechenden Geräte ins Haus zu holen. Hier kann man miterleben, wie es ist, wenn die Geräte plötzlich ein Eigenleben führen. Auch wenn ich das Verhalten der Hauptfigur manchmal etwas anstrengend fand, so ist die Grundidee dieses Thrillers doch sehr gut und bietet auch spannende Unterhaltung. Ich war jedenfalls bis zum Schluss auf der falschen Spur…

4 Sterne-p1

„Das Haus in der Claremont Street“

Das Haus in der Claremont Street verkleinert

Roman von Wiebke von Carolsfeld, aus dem Englischen von Dorothee Merkel, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch

Inhalt:

Tom weigert sich zu sprechen, nachdem seine Eltern auf brutale Weise sterben. Seine unfreiwillig kinderlose Tante Sonya nimmt ihn auf, kommt aber nicht an den traumatisierten Jungen heran. Bald ist Tom gezwungen, erneut umzuziehen, diesmal in die Claremont Street in der Innenstadt von Toronto, i der ihm seine liebenswert-chaotische Tante Rose und sein Weltenbummler-Onkel Will ein Zuhause geben. Mit der zeit wird Toms Schweigen zu einer mächtigen Präsenz, die es dieser zerrütteten Familie ermöglicht, einander zum ersten mal wirklich zu hören. Ein Roman , wie mit viel Humor und Liebe selbst aus den schlimmstmöglichen Umständen etwas Positives erwachsen kann.

Eigene Meinung:

Das Buch habe ich sehr gerne gelesen und es hat mich nachhaltig beeindruckt. Die Geschichte von Tom ist natürlich schlimm, aber das Buch ist so geschrieben, dass man dabei nicht die Tränen in den Augen hat. Vielmehr ist es spannend zu erleben, wie unterschiedlich die Familienmitglieder mit dieser für alle schwierigen Situation umgehen. Mit Zusammenhalt und Humor wird einiges möglich, auch muss man mal über den eigenen Schatten springen. Denn auch die Familienmitglieder sind sehr unterschiedlich, was das Zusammenleben nicht immer leicht macht. Dabei ist das Buch auch sehr flüssig zu lesen, ein angenehmer Schreibstil. Einzig zum Ende hin ging es mir dann etwas zu schnell, da hätten es gerne noch einige Seiten mehr sein können. Insgesamt ein überzeugendes Debüt der Autorin.

4 Sterne-p1

„Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst“

Die App verkleinert

Psychothriller von Arno Strobel, erschienen im S. Fischer Verlag

Inhalt:

Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Hamburg-Winterhude, ein Haus mit Smart Home, alles ganz einfach per App steuerbar, jederzeit, von überall. Und dazu absolut sicher. Hendrik und Linda sind begeistert, als sie einziehen. So haben sie sich ihr gemeinsames Zuhause immer vorgestellt. Aber dann verschwindet Linda eines Nachts. Es gibt keine Nachricht, keinen Hinweis, nicht die geringste Spur. Die Polizei ist ratlos, Hendrik kurz vor dem Durchdrehen. Konnte sich in jener Nacht jemand Zutritt zum Haus verschaffen? Und wenn ja, warum hat die App nicht sofort Alarm ausgelöst? Hendrik fühlt sich mehr und mehr beobachtet. Zu recht, denn nicht nur die App weiß, wo er wohnt…

Eigene Meinung:

Auch dieser Thriller von Arno Strobel ist wieder topaktuell. Das Thema Smart Home ist ja im Moment überall angesagt. Wenn man diesen Thriller liest, wird man allerdings sehr nachdenklich. Dazu ist das Buch gut zu lesen und rasant geschrieben. Durch verschiedene Erzählperspektiven ist man als Leser auch immer sehr nah dran und bekommt schon bald eine Ahnung, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln könnte. Das ist allerdings nichts für schwache Nerven, was man so anhand der Inhaltsbeschreibung nicht ahnt. Am Ende war es mir allerdings zu viel auf einmal, da wurde es etwas unübersichtlich, aber auf jeden Fall wieder ein gelungener aktueller Psychothriller.

4 Sterne-p1

„Baskische Tragödie“

Baskische Tragödie verkleinert

Ein Krimi von Alexander Oetker, erschienen bei Hoffmann und Campe

Inhalt:

An den Stränden der Aquitaine werden massenhaft Pakete angespült, gefüllt mit reinstem Kokain. Ein kleines Kind probiert davon – und fällt ins Koma. Commissaire Luc Verlain ermittelt in dem Fall, bi ihn eine geheimnisvolle Nachricht aus dem Baskenland erreicht.

Luc macht sich auf den Weg gen Süden und findet sich plötzlich auf der anderen Seite wieder. Er wird verhaftet, ausgerechnet wegen des Verdachts auf Drogenschmuggel – und wegen dringendem Mordverdacht. Wer spielt dem Commissaire böse mit? Er muss das Spiel eines altbekannten Psychopathen mitspielen. So beginnt in den engen Gassen San Sebastians und auf dem stürmischen Atlantik eine teuflische Schnitzeljagd. Um den Plan des Mannes zu durchkreuzen, der um jeden Preis Rache nehmen will, muss Luc alles auf eine Karte setzen.

Eigene Meinung:

Auch wenn dieses schon der vierte Fall für Commissaire Luc Verlain ist, so ist es mein erstes Buch aus dieser Reihe. Das ist auf jeden Fall kein Problem, alle Informationen, die notwendig sind, um diesen Fall zu verstehen, bekommt man in diesem Buch. Daneben haben mir die Beschreibungen von Land und Leuten richtig gut gefallen. Ich habe einiges über das Baskenland gelernt und mich über die gut eingefangene Atmosphäre gefreut. Der Fall selbst überzeugt mit Tempo und Spannung. Manchmal fand ich allerdings die Handlung schon fast etwas überdreht. Um aber gedanklich zu verreisen und dabei spannende Stunden zu haben, ist das Buch genau richtig.

4 Sterne-p1

„Mind Games“ Dieses Spiel wird Du verlieren

Mind games verkleinert

Psychothriller von Leona Deakin, aus dem Englischen von Ariane Böckler, erschienen bei Goldmann

Inhalt:

London: Vier Menschen erhalten anonym eine Geburtstagskarte mit der Nachricht: „Dein Geschenk ist das Spiel – traust Du Dich zu spielen?“ Danach verschwinden sie spurlos. Da die Polizei die Sache nicht ernst nimmt engagiert die Tochter einer der Verschwundenen die Psychologin und Privatdetektivin Dr. Augusta Bloom. Als Bloom die Lebensläufe der Vermissten analysiert, entdeckt sie eine Gemeinsamkeit: Alle vier hatten eine dunkle Seite, die sie vor der Welt geheim hielten – und die sie höchst gefährlich mach. offensichtlich nutzt der Täter das Gewaltpotential seiner Opfer. Und versucht, auch Augusta Bloom in sein tödliches Spiel hineinzuziehen…

Eigene Meinung:

Der Anfang von dem Buch hat mir richtig gut gefallen und auch die Hauptfigur Dr. Bloom hat mir sehr gut gefallen. Der Thriller ist gut zu lesen, auch wenn es immer wieder Einschübe aus einer anderen Zeit gibt. Für mich war auch das Ende überraschend, mit der Auflösung hatte ich nicht gerechnet. Allerdings war mir das Ende fast ein wenig zu überzogen. Aber das Buch verdient den Namen Psychothriller, denn um die Psyche der Menschen geht es hier wirklich. Und wenn das Buch der Auftakt einer Reihe sein wird, dann möchte ich gerne mehr von Augusta Bloom lesen.

4 Sterne-p1

„Raum der Angst“

Raum der Angst

Ein Escape-Room-Thriller von Marc Meller, erschienen bei Ullstein

Inhalt:

Ein geheimes Experiment. Acht Teilnehmer. Sieben verschlossene Räume. Und ein Killer in Spiellaune.
Er nennt sich Janus, nach dem römischen Gott der Ein- und Ausgänge. Und er kommt in der Nacht. Still, heimlich. In dein Zuhause. Er betäubt dich, nimmt dich mit und schließt dich ein, in einen kalten, dunklen Raum. Um mit dir ein Spiel zu spielen. Sein spiel. ein Spiel voller Rätsel. Du hast nur eine Chance diesem Albtraum lebend zu entkommen: Du musst Janus`s Spiel spielen – und gewinnen. Zum Glück bist du nicht allein. Du hast Mitspieler. Noch denkst du, dass das ein Vorteil wäre. Bist du begreifst: Dieses Spiel erlaub nur einen Sieger, nicht mehrere, und die Verlierer werden sterben.

Eigene Meinung:

Thriller, die in Escape-Rooms spielen sind im Augenblick modern. Hier hat sich unter Pseudonym ein erfahrener Thriller-Autor ans Werk gemacht und einen spannenden Thriller geschrieben. Dieses Gefühl der Beklemmung, wenn man sich in einem verschlossenen Raum befindet, kommt sehr gut rüber. Auch lernt man die Mitspieler etwas besser kennen und kann sich so ein Bild machen. Auf jeden Fall ist dieser Thriller spannend und nichts für schwache Nerven. Manchmal war meine Vorstellungskraft etwas überfordert, aber für spannende Lesestunden ist mit diesem Buch auf jeden Fall gesorgt.

4 Sterne-p1

„Die englische Gärtnerin – Weißer Jasmin“

Die englische Gärtnerin verkleinert

Roman von Martina Sahler, erschienen bei Ullstein

Inhalt:

1929: Charlotte ist eine anerkannte Rosenzüchterin, ihr Anwesen Summerlight House gilt als Inbegriff Englischer Gartenkunst. Doch in der Wirtschaftskrise sind Haus und Garten kaum noch zu unterhalten. Unvermittelt taucht der verschollen geglaubte Besitzer des Gutes auf. Charlotte droht, alles zu verlieren, was sie sich aufgebaut hat. Ihre letzte Hoffnung gilt Kew Gardens, wo ihr Traum von einem freien Leben als Botanikerin begann.

Eigene Meinung:

Als ich mit der Lektüre begann, wusste ich nicht, dass ich den letzten Teil einer Trilogie in Händen halte. Englische Gartenkunst fasziniert mich und so finde ich auch die erzählte Geschichte wunderbar. Man kann dieses Buch sehr gut lesen, auch ohne die vorherigen Teile zu kennen. Es liest sich wunderbar, allerdings fand ich den ersten Teil etwas langatmig, wo relativ wenig passiert. Dafür überschlagen sich die Ereignisse im letzten Drittel und da hat mich dann auch Charlotte als starke Frau und Persönlichkeit überzeugt. Mir hat das Lesen großen Spaß gemacht und ich werde die Trilogie dann auch bestimmt noch von vorne anfangen.

4 Sterne-p1

Die ersten beiden Bände:

  1. Band: „Die englische Gärtnerin – Blaue Astern“
  2. Band: „Die englische Gärtnerin – Rote Dahlien“

 

Lesung von Eva Almstädt in Bad Oldesloe

eva Almstädt verkleinert

Eva Almstädt stellte am Sonntag in Bad Oldesloe den 15. Fall für ihre Lübecker Kommissarin Pia Korittki vor und las aus ihrem neuen Buch „Ostseegruft„.

Die Idee zu dem Buch kam ihr durch einen Bericht, dass jemand ein Loch im Garten hatte und das Haus plötzlich einsturzgefährdet war. Ursache hierfür waren unterirdische Stollen aus dem zweiten Weltkrieg. 

Schmunzelnd erklärte sie den Zuhörern, dass ihre Hauptfigur Pia nicht älter wird, weil sie ihre Bücher zu unterschiedlichen Jahreszeiten spielen lässt. So kommt sie auf drei Bücher im Jahr, da aber nur eines pro Jahr erscheint, wird Pia gefühlt nicht älter. Inzwischen ist der Autorin aber auch der Kollege von Pia, Heinz Brodersen, ans Herz gewachsen, der so komplett anders ist als die Hauptfigur.

Inklusive der Vorarbeit braucht Eva Almstädt ein Jahr für ein Buch, wobei nur 10 bis 12 Wochen zum Schreiben benötigt werden. Dabei freut sie sich, dass sie immer noch mit der Lektorin zusammenarbeiten kann, die sie für den 1. Band entdeckt hat.

Schon als Schülerin hat die Autorin gerne kleine Geschichten erzählt, aber der berufliche Weg führte sie zunächst in die Raumausstattung und Küchenplanung. Als das mit zwei kleinen Kindern schwierig wurde, hat sie ihre berufliche Tätigkeit auf das Schreiben verlegt und so erschien der erste Roman mit Mitte 30. Auch wenn es bereits einen Thriller außerhalb der Pia-Korittki-Reihe gibt, hat die Reihe um Pia durch absoluten Vorrang, einen weiteren Thriller würde es nur geben. wenn die Zeit zwischen den Bänden um Pia Korittki es zulässt. Aktuell gibt es den fünfzehnten Fall der erfolgreichen Ostseekrimi-Reihe:

Ostseegruft verkleinert

Inhalt:

Kommissarin Pia Korittki steht am Grab einer Freundin, als ein Unbekannter die Trauerfeier stört und behauptet, dass der Tod kein Unfall gewesen sei. Doch als Pia nachhaken will, ist der Mann verschwunden. Pia beginnt zu recherchieren – und findet heraus, dass sich die Freundin von jemanden verfolgt gefühlt hat. Und dann erfährt sie, dass auch auf die Ex-Frau des Witwers ein Mordanschlag verübt wurde…