„Der Mondscheinmann“

Psychothriller von Max Bentow, erschienen im Wilhelm Goldmann Verlag

Inhalt:Der Mondscheinmann verkleinert

Lilienblüten auf dem Boden. Kerzen brennen und erhellen die Umrisse einer toten Frau, sie ist geschminkt und frisiert. Das Einzige, was die perfekte Inszenierung stört, sind die vielen Schnecken, die leise über das morbide Stillleben gleiten. Dies ist das Bild, das sich Kommissar Nils Trojan und seinem Team bietet, als sie in einer Berliner Wohnung eintreffen. Wenig später wird ein zweites Opfer im Wald aufgefunden, und wieder ist der Tatort inszeniert wie ein Andachtsraum. Trojan stürzt sich in die Ermittlungen und merkt zu spät, dass sein Gegner ein Spiel mit ihm spielt – ein Spiel, das so sanft wie eine Klaviersonate beginnt und mit dem sicheren Tod endet…

Eigene Meinung:

Das Buch ist ein rasanter Thriller, der mich total gepackt hat. Ich habe schon mal ein Buch aus der Reihe um Nils Trojan gelesen, aber längst nicht alle Bücher. Und trotzdem war der Einstieg kein Problem. Spannend, mit hohem Tempo erzählt, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Dazu gab es noch einige Kapitel aus der Sicht des Täters, aber trotzdem war es spannend bis zum Ende. Auch ist mit Nils Trojan als Ermittler sympathisch, ein Typ mit Ecken und Kanten. Eine klare Lese-Empfehlung für Fans von Psychothrillern. Wie gut, dass dieses Buch schon das 8. Buch um den Berliner Ermittler Nils Trojan ist, dann gibt es noch genug Stoff „vorweg“.

5 Sterne-p1

 

„Pasta, Kartoffeln und Reis“

Pasta, Kartoffeln und Reis verkleinert

Kochbuch von WW Deutschland

Lecker abnehmen mit Kohlenhydraten

Inhalt:

Gehen Pasta & Co nicht irgendwie immer? Ob Nudeln, Kartoffeln, Hülsenfrüchte oder Reis – alle die guten Kohlenhydrate machen nicht nur lange satt, sondern sind vor allem eines: verdammt lecker. Mit buntem Gemüse, saftigem Fleisch, frischem Fisch und ausgefallenen Saucen lassen sich damit jede Menge toller Gerichte zaubern – z.B. Spaghetti Carbonara mit sonnengetrockneten Tomaten, Kartoffel-Ruccola-Stampf mit Lachs oder die marokkanische Reisepfanne. Dazu gibt es jede Menge Basisrezepte für Saucen, Toppings und Dipps, sowie Informationen zum Thema Good Carbs.

Eigene Meinung:

Ich gebe es zu, mir macht schon der Titel gute Laune. Um bei Laune zu bleiben, brauche ich einfach Kohlenhydrate und da hilft es wenig, wenn diese immer verdammt werden. Dann lieber leckere Rezepte mit „Good Carbs“. Diese sind in dem Buch sehr übersichtlich dargestellt und gut beschrieben, somit leicht nachzukochen. Auch für jede verfügbare Zubereitungszeit ist etwas dabei, von schnell fertig bis gart etwas länger. Auch dazu gibt es klare Angaben. Und die von mir ausprobierten Rezepte haben auch alle einfach sehr gut geschmeckt. Besonders toll finde ich die Basisrezepte für Saucen und Toppings, die bestimmt Stammgäste in meiner Küche werden. Daneben bietet das Buch ein große Vielfalt an Rezepten, die einfach Spaß macht.

5 Sterne-p1

„Bandenkrieg in Vertikow“

Bandenkrieg in Vertikow verkleinert

Krimi von Frank Friedrichs, erschienen im DichtFest Verlag

Der vierte Fall von „Privatdetektiv“ Peer Wesendonk

Inhalt:

Kaum hat der rollstuhlfahrende Ex-Organist eine neue Arbeitsstelle angetreten, wird er in einen neuen Fall verwickelt. Der Ehemann seiner neuen Nachbarin Jutta Abramczyk ist vor ein paar Monaten auf rätselhafte Weise in Rostock gestorben.in Vertikow geht das Gerücht um, seine Frau selbst habe ihn getötet. Um Juttas Unschuld zu beweisen, fährt Peer nicht nur nach Rostock und ermittelt dort, er lässt sich auch auf spiritistische Praktiken ein und verdirbt es sich mit vielen Bewohnern Vertikows. Dass er es nebenbei noch mit zwei zänkischen Schwestern, rätselhaften Fremden und der Schlacht um einen Billardtisch zu tun bekommt, vereinfacht die Arbeit am Fall nicht gerade.

Eigene Meinung:

Auch der vierte Fall für Peer Wesendonk besticht wieder durch die wunderbare Atmosphäre in dem beschriebenen Dorf. Die Einwohner Vertikows wachsen dem Leser ans Herz, der eine mehr, der andere weniger. Aber man fühlt sich sehr schnell heimisch, auch wenn man die ersten Teile nicht kennt. Dazu kommt ein solider Krimifall, der auch entsprechend aufgelöst wird. Wer einen ruhigen Krimi mit viel Atmosphäre sucht, der wird hier fündig.

4 Sterne-p1

Lesung von Sandra Dünschede in Bad Oldesloe

Sandra Dünschede verkleinert

Endlich wieder Lesungen – Sandra Dünschede war im Rahmen der Frauenkulturtage in Bad Oldesloe zu Gast und hat mit „Friesenstolz“ den 13. Fall für Kommissar Thamsen & Co. vorgestellt.

Das Buch ist im Februar erschienen, allerdings gab es Corona-bedingt noch nicht so viele Lesungen. Das Buch spielt in ihrem Heimatdorf Risum-Lindholm, wo seit 2006 gemordet wird.  Anfang letzten Jahres während einer „Aufräumphase“ ist sie über ihre Magisterarbeit „Sind die Friesen eine Nation?“ gestolpert. Dazu gab es gerade 100 Jahre Deutsch-Dänisches Grenzabkommen zu feiern. Das waren die ersten Ansätze für das neue Buch. Dieses unterscheidet sich von den vorherigen, dass man hier nicht so schnell auf eine Leiche stößt, wie bei den bisherigen Büchern. Dabei war die Lesung selbst großartig, so wunderbar authentisch und toll vorgetragen, man hatte immer das Gefühl, man war mittendrin in dem nordfriesischen Dorf. 

Wichtig ist der Autorin auch, dass in ihren Büchern die „moralische Ordnung“ am Schluss wieder hergestellt wird. Und so liest sie bei Lesungen auch immer das letzte Kapitel vor (was ich noch nie auf einer Lesung erlebt habe). Der Fall ist abgeschlossen und während früher das letzte Kapitel zensiert vorgelesen wurde, scheibt Sandra Dünschede nun die letzten Kapitel ihrer Bücher gleich so, dass man sie vorlesen kann, ohne die Auflösung zu verraten.

Die Familie der Autorin kommt aus Risum-Lindholm, die Autorin ist dort aufgewachsen. Sie kennt sich dort gut aus, was viel einfacher ist, als sich fiktive Orte einfallen zu lassen. Nach einer Bankausbildung folgte eine Studium, währenddessen hat sie anfangen, Bücher zu schreiben.

Im nächsten Jahr erscheint mit „Friesentod“ ein weiterer Friesenkrimi. Danach will die Sandra Dünschede, die seit 15 Jahren schreibt, ein Jahr „mordfrei“ leben und sich einen Pause gönnen. Bis dahin freuen wir uns auf das Buch und die nächste Lesung, denn die kann man nur empfehlen.

Gelesen wurde aus „Friesenstolz“, erschienen im Gmeiner Verlag

Friesenstolzz verkleinert    

Klappentext:

Eine Einbruchserie in Risum-Lindholm hält Kommissar Thamsen in Atem. Das Muster erscheint undurchsichtig, denn es fehlen kaum Wertgegenstände. Welche Ziele verfolgt der Täter? Dann geschieht ein weiteres Unglück: Marten Ingwers wird tot aufgefunden – auch bei ihm wurde zuvor eingebrochen. Das Misstrauen unter den Dorfbewohnern wächst. Wen trifft es als Nächstes? Wem kann man noch trauen? Die Ermittler stehen vor einem Rätsel – bis Haie Ketelsen auf Spuren aus der Vergangenheit stößt. 

„Das kleine Altstadthotel“

Roman von Anne Labus, erschienen als E-Book bei Aufbau digital

Inhalt:

Inga führt mit ihrem Mann Jörg eine gemeinsame Firma. Dann erwischt sie ihn bei einem Seitensprung mit der jungen Buchhalterin. Inga flieht daraufhin auf die Insel Spiekeroog, wo ihre Freundin Judith ein Hotel führt. Unter den Gästen lernt sie Hildegard kennen, die in der Bonner Altstadt ein kleines Hotel führt, und ihren Sohn Stefan, der um seine verstorbene Freundin trauert. Inga und Stefan verstehen sich auf Anhieb und Inga hat plötzlich wieder Schmetterlinge im Bauch. Allerdings muss sie die Insel plötzlich verlassen, als sie einen Anruf von ihrem Vater erhält, dass die Firma in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Inga nutzt die Situation für einen beruflichen Neuanfang.

Eigene Meinung:

Ein wunderbarer Roman über ungeahnte Chancen, Neuanfänge und das Chaos, das sich Leben nennt, so heißt es in der Buchbeschreibung. Und das stimmt auch. Der Roman ist sehr entspannt zu lesen, wenn ich auch am Anfang etwas Probleme hatte, weil ich den Schreibstil merkwürdig distanziert fand. Zu Beginn wurde ich nicht richtig warm mit der Geschichte, das hat sich dann aber gegeben und mir hat das Buch insgesamt richtig gut gefallen. Es geht wirklich um den Mut zu einem Neuanfang und die damit verbundenen Chancen. Und das verbunden mit bester Unterhaltung.

4 Sterne-p1

„Das kleine Hotel auf Island“

Das kleine Hotel auf Island verkleinert

Roman von Julie Caplin, aus dem Englischen von Christiane Steen, erschienen im Rowohlt Taschenbuch Verlag

Inhalt:

Lucys Leben gleicht einer Sackgasse: kein Job, keine Wohnung und ein verlogener Ex. Deshalb ergreift sie, ohne zu zögern, die Chance, für eine befristete Stelle als Hotelmanagerin nach Island zu ziehen. Doch das idyllische Hygge-Hotel birgt unerwartete Probleme: Schafe im Whirlpool, technische Schwierigkeiten und vermeintliche Fabelwesen, die ihr Unwesen treiben. Und dann ist da auch noch Alex, der schottische Barmann mit den dunklen Augen, der Lucys Herz schneller schlagen lässt. Doch ist Alex, wer er vorgibt zu sein?

Eigene Meinung:

Ein echter Wohlfühlroman, der sich um einen legt, wie eine wärmende Decke. Auch wenn die Handlung etwas vorhersehbar ist, macht es trotzdem Spaß, das Buch zu lesen. Und das liegt vor allem an den wunderbaren Beschreibungen Islands. Die tolle Landschaft und die Gemeinschaft der Menschen dort werden wunderbar eingefangen, einfach dieses hyggelige Lebensgefühl. Dazu ist das Buch locker geschrieben und somit gut zu lesen. Ein zauberhaftes Lesevergnügen, wie es im Buch heißt – stimmt.

4 Sterne-p1

„Helle und die kalte Hand“

Ein Dänemark-Krimi von Judith Arendt, Atlantik Bücher im Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg  

Inhalt:

Der Herbst hält Einzug in Skagen und vertreibt die letzten Sommergäste. Helle Jespers, Leiterin der örtlichen Polizeistation, ist fest entschlossen, den ersten Mordfall in ihrer Gemeinde zu lösen: In der Nähe der beliebten Wanderdüne Räbjerg Mile wurde die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie scheint aus Südostasien zu stammen, doch niemand vermisst sie. Helle hat kaum brauchbare Spuren und kann sich nur auf ihre Intuition verlassen, um die düsteren Verflechtungen rund um diesen Mord aufzuklären.

Eigene Meinung:

Dieses Buch ist der zweite Fall für Kommissarin Helle Jespers und es hat mir richtig gut gefallen. Die Kommissarin ist eine interessante Figur, mit Ecken und Kanten und einem guten Team, was auch aus sehr unterschiedlichen Typen besteht. Dazu dann noch die wunderbare Kulisse Dänemarks und ein sehr aktuelles Thema. Spannend fand ich auch die unterschiedlichen Perspektiven. Jedem Kapitel ist der Ort und die aktuelle Temperatur vorangestellt. Man folgt der Handlung aus Sicht der Kommissarin, der möglichen Täter und der Schwester des Opfers, die sich auch auf die Suche macht. Das ist sehr spannend und gut zu lesen geschrieben. Großartig, dass eine deutsche Autorin hier so einen guten skandinavischen Krimi schreibt. Ich freue mich auf den nächsten Fall.

5 Sterne-p1

Der erste Fall für Kommissarin Jespers:

„Helle und der Tote im Tivoli“, ebenfalls erschienen im Atlantik Verlag

 

“ Der kleine Buchladen in den Bergen“

Der kleine Buchladen in den Bergen verkleinert

Roman von Gerlinde Friewald erschienen bei be Heartbeat Das E-Book Imprint der Bastei Lübbe AG

Inhalt:

Katrins Leben in Berlin scheint festgefahren. Darum kehrt sie zurück in die alte Heimat Kirchbergen, ein kleines Dorf in Österreich. Hier fühlt sie sich plötzlich frei und besucht die Orte ihrer Kindheit. So wie den alten kleinen Dorfbuchladen am Marktplatz, in dem sie damals viel Zeit verbracht hat. Doch der der Besitzer will den Buchladen aufgeben. Kurzerhand bietet Katrin sich als seine Nachfolgerin an. Doch der Neuanfang in der vertrauten Umgebung ist schwieriger als gedacht: will sie ihre Zelte in Berlin wirklich für immer abbrechen? Und als plötzlich Alexander – Katrins erste große Liebe – vor ihr steht, ist das Gefühlschaos perfekt.

Eigene Meinung:

Dieses Buch kann man wirklich sehr gut mit dem Begriff „Wohlfühlbuch“ umschreiben. Dabei geht es auch um Heimat und die Möglichkeit, etwas mit Leidenschaft zu machen und sich so vielleicht einen Lebenstraum zu erfüllen. Dazu noch ein paar Irrungen und Wirrungen rund um die Liebe und so entsteht dann ein Wohlfühlroman, in den man beim Lesen tief eintaucht und einige Stunden in dem kleinen Dorf in Österreich verbringen kann. Mir hat es auf jeden Fall großen Spaß gemacht, Katrin zu begleiten, und ich träume von so einer Buchhandlung.

4 Sterne-p1

„Opferfluss“

Thriller von Lorenz Stassen, erschienen im Wilhelm Heyne Verlag, München

Inhalt:

Nach zwei spektakulären Kriminalfällen, die er aufklären konnte, ist Nicholas Meller vom Underdog zum Staranwalt geworden – doch die Verbrechen, die er hautnah erleben musste, hinterlassen ihre Spuren. Zudem hat er sich die Polizei nicht gerade zum Freund gemacht. So überrascht es Meller, als ihn Kommissar Rongen um Hilfe bittet. Rongen ist des Mordes angeklagt. Alte Konflikte sind vergessen, denn für Rongen geht es jetzt um alles oder nichts. Nach und nach gerät Meller in ein Netz aus Korruption, Gewalt und Leidenschaft – ein Netz, aus dem es kein Entkommen mehr zu geben scheint.

Eigene Meinung:

Auch der dritte Band um Anwalt Meller hat mir wieder sehr gut gefallen. Ein komplexer Krimi, gut zu lesen, mit einem unkonventionellen Anwalt als Hauptfigur. Außerdem gefällt mir der Tonfall, in dem die Bücher geschrieben sind, immer so ein Hauch von trockenem Humor, wenn es um die Hauptfigur geht. Dabei geht es schon gleich zu Beginn relativ hart zur Sache und Anwalt Meller hat auch so seine Methoden. Insgesamt ist der dritte Band auch wieder ein rundes Lesevergnügen für Thrillerfans.

4 Sterne-p1

Die Nicholas- Meller-Serie:

Band 1 Angstmörder

Band 2 Blutacker

Band 3 Opferfluss

„Rügenträume und Meeresrauschen“

Roman von Evelyn Kühne, erschienen im Zeilenfluss-Verlag

Inhalt:

Die Familienpension muss gerettet werden – das ist den ungleichen Schwestern Hanna und Emma klar. Dabei könnten die beiden Zwillingsschwestern nicht gegensätzlicher sein: Während Emma durch die Weltgeschichte reist und ihr Leben genießt, führt Hanna gemeinsam mit dem Vater eine kleine Pension auf Rügen. Sie hält die Stellung im Gästehaus, obwohl dieses kurz vor dem Aus steht und ihr Vater zudem noch an Alzheimer erkrankt ist. Emma kommt nach Hause und die beiden Schwestern versuchen, die Pension zu retten. Dann verdreht auch noch Sascha, ein neuer Gast aus Hamburg, Hanna den Kopf, aber bald wird ihr klar, dass er ganz andere Interessen verfolgt…

Eigene Meinung:

Ein wunderbarer Roman mit ganz viel Meeresrauschen auf Rügen und doch auch dem notwendigen Tiefgang. Der Roman ist angenehm leicht zu lesen, durch die Aufnahme von ernsten Themen, wie die Erkrankung des Vater oder dem Konflikt zwischen den beiden ungleichen Schwestern, bekommt die Geschichte aber eine Tiefe, die das Buch zu einem rundum gelungenen Lesevergnügen macht. Dazu spielt dann auch noch die Insel Rügen eine schöne Hauptrolle. Man taucht sofort in die Geschichte ein und hat fast das Gefühl, die Familie schon länger zu kennen. Ich könnte mir gut eine Fortsetzung vorstellen und würde mich darüber freuen.

5 Sterne-p1