„Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre“

Die Schokoladenvilla goldene jahre verkleinert

Roman von Maria Nikolai, erschienen im Penguin Verlag

Inhalt:

Stuttgart 1926: Die junge abenteuerlustige Serafina zieht zu ihrem Halbbruder Victor in dessen prächtiges Familienanwesen, das alle nur „Die Schokoladenvilla“ nennen. Denn die Rothmanns sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt für ihre feinen Schokoladenkreationen, von denen sich auch Serafina nur zu gern verführen lässt. Mit ganzem Herzen stürzt sie sich in die Verlockungen der aufregenden neuen Zeit, und als sie den attraktiven Anton kennenlernt, verliebt sie sich Hals über Kopf. Doch Anton ist im Begriff, sich mit einer anderen zu verloben. Derweil wird das Schokoladenimperium der Rothmanns durch heimtückische Sabotageakte bedroht – und Serafina von einem dunklen Kapitel ihrer Vergangenheit eingeholt…

Eigene Meinung:

Auch der 2. Teil der Trilogie ist wieder ein wunderbarer Roman zum Abtauchen. Man taucht in eine andere Zeit und in die wunderbare Welt der Schokolade. In dem Buch ist wieder eine historische Geschichte so wunderbar erzählt, dass es außerdem beste Unterhaltung bietet. Außerdem ist auch dieses Buch wieder entspannt flüssig zu lesen. Und so freue ich mich auf den dritten Teil der Schokoladen-Saga.

5 Sterne-p1

Die Trilogie

Teil 1 „Die Schokoladenvilla“

Teil 2 „Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre“

Teil 3 „Die Schokoladenvilla – Zeit des Schicksals“ (auch bereits erschienen)

„Junge Frau vermisst“

Damit beginnt der Krimi von Svea Jensen in #NordWestTod und so oder ähnlich liest man es häufiger in der Zeitung oder im Internet. Doch was steckt eigentlich dahinter?

Jeder Erwachsene, der im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kräfte ist, hat das Recht, seinen Aufenthaltsort frei zu wählen. Wenn nun eine Person aus unerklärlichen Gründen von ihrem gewohnten Aufenthaltsort fern bleibt, erfolgt meistens durch Angehörige oder Bekannte eine Vermissten-Meldung bei der örtlichen Polizei. Die Polizei leitet eine Vermissten-Fahndung ein, wenn eine Person ihren gewohnten Lebenskreis verlassen hat, ihr derzeitiger Aufenthalt unbekannt ist und eine Gefahr für Leib und Leben (z.B. Opfer einer Straftat, Selbstmordabsicht) angenommen werden kann. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, werden unmittelbar nach Eingang der Vermissten-Meldung Suchmaßnahmen eingeleitet. Das erfolgt dann unmittelbar und nicht, wie im Fernsehen oft dargestellt, erst nach 24 Stunden. Bei den Suchmaßnahmen können neben der Polizei weitere lokale Rettungskräfte eingesetzt werden, wie z.B. THW oder Feuerwehr.

Wird die vermisste Person aufgefunden, will aber keinen Kontakt mehr zu den Suchenden, ist die Ermittlung für die Polizei ebenfalls abgeschlossen

Neben der Tätigkeit der örtlichen Polizei gibt es m Bundeskriminalamt zusätzlich eine zentrale Vermissten-Stelle, die sich mit der Fahndung nach vermissten Personen, Identifizierung von unbekannten Leichen und unbekannten hilflosen Personen beschäftigt. Hier werden auch die entsprechenden Statistiken geführt und die Informationen laufen zusammen. In der Datei „Vermisste/unbekannte Tote“ sind aktuell rund 11.500 Vermissten-Fälle gespeichert, darunter ca. 9.200 Fälle Betroffener in Deutschland. Nach den Erfahrungen erledigen sich ca. 50 % der Vermissten-Fälle innerhalb einer Woche, innerhalb eines Monats sind es schon über 80 %. Länger als ein Jahr werden nur rund 3 % der Personen vermisst.

Jeden Tag werden etwa 200 bis 300 Fahndungen neu erfasst und auch wieder gelöscht.  

Für die Angehörigen ist  ein Vermissten-Fall eine erhebliche psychologische Belastung. Nichts über den Verbleib einer Person zu wissen und immer in Ungewissheit zu leben, ist vermutlich irgendwann schlimmer, als wenn man Gewissheit z.B. über den Tod eines Menschen hat. Neben den psychologischen Folgen gibt es auch rechtliche Schwierigkeiten, die sogar existenzgefährdend für Hinterbliebene werden können, wenn z.B. aufgrund einer fehlenden Toderklärung Pensionszahlungen nicht erfolgen.  

Nordwesttod verkleinert

Und wie hat mir nun das Buch gefallen? Hier meine Rezension:

Dieses spannende Buch ist der erste Fall für die Soko St.Peter-Ording.  Damit bietet es beste Krimi-Unterhaltung vor der traumhaften Kulisse St. Peter-Ordings. Die dortige Polizei-Dienststelle bekommt es mit einem Vermisstenfall zu tun. Das Buch überzeugt mit einem flüssigen Schreibstil und ist dabei immer spannend mit einigen überraschenden Wendungen. Außerdem hat mir die Mischung gut gefallen, zwischen den reinen Ermittlungen der Polizei und den persönlichen Geschichten der tätigen Ermittler. Hier findet sich gerade ein Team neu zusammen und die Charaktere  haben mir sehr gut gefallen. Man erfährt viel über Anna und Hendrik, aber auch über die Einwohner von St.Peter-Ording. Insgesamt ein spannendes, großartiges Lesevergnügen, eine klare Leseempfehlung für die Liebhaber von Regionalkrimis von mir. Und ich freue mich auf den nächsten Fall in St. Peter-Ording.  

5 Sterne-p1

Ab Morgen geht es los: Dann startet die Blogtour zu „Nordwesttod“ von Svea Jensen.

Was haben wir vor?

#Nordwesttod“ ist sowohl der Auftakt zur neuen Krimiserie von Svea Jensen als auch der Spitzentitel im Frühjahr beim Verlag HarperCollins Germany. Der Auftakt für die SoKo St. Peter-Ording erscheint am 16. Februar. An diesem Tag beginnt ebenfalls die siebentägige #BlogTour. Täglich berichtet eine Bloggerin über die Themen des Krimis. Es gibt Interviews zu hören und zu lesen, außerdem gibt es eine Bilderreihe zum Schauplatz und eine Vorstellung der Charaktere. Weitere Themen-Schwerpunkte sind Umweltschutz und vermisste Personen. Den Abschluss bildet der Ausblick auf den 2. Teil der Serie mit dem Titel „Nordwestzorn“.

Die Beiträge könnt Ihr auf folgenden Seiten finden:

16.02. Frau Goethe liest

17.02. Lesenswertes aus dem Bücherhaus

18.02.Janakas Buchblog

19.02. Krimi und Keks

20.02 kunterbunte Bücherreisen

21.02. hier bei Susannes Bücherwelt

22.02.Eulenmatz liest

Das Buch:

Nordwesttod verkleinert

Klappentext:

Ein Fall für die Soko St. Peter-Ording

Aus der Landeshauptstadt Bayerns ins ferne Kiel: Kommissarin Anna Wagner braucht nach ihrer Scheidung einen Tapetenwechsel. Sie zieht in den Norden, um im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein eine Stelle aufzubauen, die auf Vermisstenfälle spezialisiert ist. Gleich ihr erster Fall führt sie nach St. Peter-Ording an die Nordseeküste: Nina Brechtmann, eine junge Umweltaktivistin aus einer einflussreichen Hoteliersfamilie, wird vermisst. Hat ihr Verschwinden etwas mit den aggressiven Expansionsplänen ihrer Familie zu tun, wurde sie vielleicht entführt? Oder hütete die junge Frau ein Geheimnis? Anna Wagner und der örtliche Dienststellenleiter Hendrik Norberg ermitteln unter Hochdruck, denn niemand weiß, wann genau Nina Brechtmann verschwunden ist… und jede Minute zählt.

Die Autorin:

Svea Jensen verkleinert Foto: Maya Meiners fotografie 

Svea Jensen ist das Pseudonym einer erfolgreichen Krimiautorin. Sie ist in Hamburg aufgewachsen und dem Norden stets treugeblieben: Nach vielen Jahren beim Norddeutschen Rundfunk lebt sie heute in Schleswig-Holstein, wo sie sich mittlerweile ganz dem Schreiben widmet. Während sie Verbrechen für ihre nächsten Bücher plottet, lässt sie sich am liebsten eine Nordseebrise um die Nase wehen. Svea Jensen ist Mitglied im „Syndikat“ und bei den „Mörderischen Schwestern“.

Und nun viel Spaß bei einer Woche Blogtour und einem wunderbaren Buch, so viel kann ich schon verraten.. 

 

 

Lesung mit Sina Beerwald auf Sylt

Lesung Sina Beerwald

Wie, eine Lesung auf Sylt, mitten im Lockdown? Das Internet macht es möglich, man konnte sich eine Eintrittskarte online kaufen, erhielt dafür einen Zoom-Link und konnte dann der Lesung gemütlich vom heimischen Sofa aus lauschen. Dabei waren Teilnehmerkreis und Technik so, dass man Fragen stellen konnte und mit der Autorin und den anderen Gästen in Gespräch kommen konnte. Bei Minus 10 Grad draußen war ich dann sogar froh, dass ich nachts nicht nach Hause musste… Allen Beteiligten hat es großen Spaß gemacht. Für die Autorin endlich mal wieder eine Lesung und Kontakt zu den Lesern, für alle Zuhörer eine wunderbare Lesung.

Sina Beerwald lebt seit 12 Jahren auf Sylt. Aus dem Schwabenland ist sie mit 2 Koffern auf die Insel gekommen, als ihr Leben auf den Kopf gestellt war und es Zeit für einen Neuanfang war. Bisher als Biblothekarin im öffentlichen Dienst angestellt, eine sehr mutige Entscheidung.

Im März 2020 ist ihr Buch „Die Strandvilla“ erschienen. In dem historischen Sylt-Roman ist der erste Weltkrieg 1913/1914 ein Thema, innerhalb von drei Tagen mussten die Badegäste die Insel damals verlassen. Diese historische Realität hat sich jetzt mit dem Corona-Virus wiederholt, ausgerechnet, als das Buch erscheint. In dem Buch gibt es natürlich fiktive Figuren, aber auch Figuren nach realen Vorbildern.

Schon mit 10 Jahren hat Sina Beerwald „beschlossen“, Schriftstellerin zu werden. Als sie alles aus der Bibliothek gelesen hatte, fingt sie an, eigene Geschichten zu schreiben. Wichtig ist ihr hierbei bis heute die Frage „was ist mit den Menschen?“, sie möchte Geschichte anders erzählen, als was in der Schule gelehrt wird.

Ihre Mutter war die erste Leserin und hat auch nicht lockergelassen, bis ein Literaturagent den ersten Verlag gesucht hat. Heute schreibt Sina Beerwald in unterschiedlichen Genres: historische Romane, Thriller, lustige Krimis und Reiseführer wie „111 Orte auf Sylt, die man gesehen haben muss“. Und gerade diese Abwechselung liebt sie, da gibt es kein Lieblingsgenre.

An dem Abend folgte dann eine Lesung aus „Die Strandvilla“. Außerdem konnte man einen Blick auf das Recherchematerial werfen und Sina Beerwald hatte Bilder zum Buch vorbereitet, Sylt zu Zeiten der „Strandvilla“ und heute. Auch das war sehr interessant.

Zum Schluss gab es dann noch eine kurze Lesung aus „Das Dünencafe“. Der 2. Teil der Sylt Saga erscheint am 01.03.2021, wieder im Lockdown. Derweil schreibt die Autorin am 3. Teil. Ganz aktuell erscheint im März 2021 auch „111 Orte auf Föhr, die man gesehen haben muss“.

Insgesamt ein toller, interessanter Abend. Und ich freue mich noch mehr auf das Buch und werde mit Teil 1 anfangen:

Die Strandvilla verkleinert

Ein Sylt-Roman von Sina Beerwald, erschienen im Knaur Verlag

Klappentext:

Ein Roman, wie ein nostalgischer Sommer-Urlaub auf Sylt

Sylt 1913: für die junge Seefahrer-Witwe Moiken Jacobsen scheint ein Traum in Erfüllung zu gehen, als der Hotelier Theodor von Lengenfeldt um ihre Hand anhält. Vom beschaulichen Keitum holt er sie in die „Strandvilla“, das beste Hotel auf der Insel im mondänen Westerland. heimlich träumt Moiken jedoch davon, eines Tages das verlassene Cafe am Meer wiederzueröffnen, und steckt all ihre Kraft und Leidenschaft in süße Köstlichkeiten, die sie bis spät in die Nacht kreiert. Bald muss sie allerdings feststellen, dass Theodor sie vor allem geheiratet hat, damit sie ihm einen Stammhalter schenkt. Von ihren beruflichen Plänen ist er wenig begeistert. Als Moiken dann auch noch dem erfolgreichen Fotografen Boy Lassen begegnet, geraten ihre ihre Lebenspläne ins Wanken. Denn kein anderer als Boy hat ihr den ersten unschuldigen Kuss geraubt…   

„Alte Sorten“

Alte Sorten

Roman von Ewald Arenz, erschienen im Dumont Buchverlag

Inhalt:

In einem Weinberg begegnen sich Sally und Liss. Sally, jung und wütend, ist auf der Flucht vor allem und jedem. Liss, ebenfalls eine Einzelgängerin, bewirtschaftet alleine einen Hof. Von Anfang an spüren sie eine seltsame Verbundenheit. Bei der gemeinsamen Arbeit auf den herbstlichen Feldern, im Birnengarten und beim Versorgen der Bienen beginnen sie zaghaft, über das zu sprechen, was sie von anderen Menschen trennt. Als Sally ungewollt eine existenzielle Krise auslöst, entdecken sie die stille Kraft der Freundschaft.

Eigene Meinung:

Dieser Roman ist einfach ein wunderbares Buch. Ein Buch der leisen Töne, aber trotzdem unheimlich kraftvoll. Die beiden Frauen begegnen sich, die Unterschiede können größer nicht sein. Das Leben reduziert sich auf die ursprüngliche Arbeit auf dem Bauernhof und man verfolgt gebannt die Annäherung der beiden Frauen. Gerade Sally macht dabei eine spannende Verwandlung durch. Endlich mal nicht bevormundet, kommen ihr ganz neue Einsichten. Dazu dann noch eine überraschende Wendung am Ende, und schon ist das Buch ein perfektes Lesevergnügen. Eine absolute Leseempfehlung.

5 Sterne-p1

„Die verschwindende Hälfte“

Die verschwindende Hälfte verkleinert

Roman von Brit Bennett, aus dem Englischen von Isabel Bogdan und Robin Detje, erschienen im Rohwohlt Verlag

Inhalt:

Mallard, ein kleiner Ort im ländlichen Louisiana. Seine Bewohner blicken mit Stolz auf eine lange Tradition und Geschichte – und vor allem auf ihre Kinder, die von Generation zu Generation hellhäutiger zu werden scheinen. Hier werden in den 1950ern Stella und Desiree geboren, Zwillingsschwestern von ganz unterschiedlichen Wesen. Nur in einem sind sie sich einig: An diesem Ort sehen sie keine Zukunft für sich. In New Orleans, wohin sie flüchten, trennen sich ihre Wege. Denn Stella tritt unbemerkt durch eine den weißen Amerikanern vorbehaltene Tür und schlägt sie kurzerhand hinter sich zu. Desiree dagegen heiratet den dunkelhäutigsten Mann, den sie finden kann. Und Jahrzehnte müssen vergehen bis zu einem unwahrscheinlichen Wiedersehen.

Eigene Meinung:

Dieses Buch hat bei mir Eindruck hinterlassen. Ich musste häufiger mal blättern, um zu gucken, in welcher Jahr die Handlung gerade war, weil ich es manchmal gar nicht glauben konnte. Eine dramatische Familiengeschichte über mehrere Generationen, um Ausgrenzung und Rassismus, Heimat und die Suche nach der eigenen Identität. Das wird liebevoll erzählt, spannend auch mitzuerleben, wie sich Zwillingsschwester durch ihre Umgebung so unterschiedlich entwickeln. Insgesamt ein sehr wichtiges Buch, dass zum Nachdenken anregt und deshalb auch bei mir nachhaltig Eindruck hinterlassen hat.

5 Sterne-p1

„Die 7. Zeugin“

Die 7. zeugin verkleinert

Ein Justiz-Krimi (Eberhardt & Jarmer ermitteln, Band1) von Florian Schwiecker und Michael Tsokos, erschienen Knaur Verlag

Inhalt:

An einem Sonntagmorgen wie jeder andere auch, verlässt der Verwaltungsbeamte Nikolas Nölting sein Haus in Berlin-Charlottenburg. Er winkt seiner kleinen Tochter zu, schwingt sich aufs Fahrrad und fährt zu einer Bäckerei. Dort schießt er plötzlich aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung um sich. Ein Mensch ist tot, zwei weitere verletzt – und Nikolas Nölting schweigt. Sein Anwalt Rocco Eberhardt steht zunächst vor einem Rätsel und findet sich dann in einem Sumpf aus Korruption, Geldwäsche und Clan-Kriminalität wieder. Doch wer sich mit der Unterwelt von Berlin anlegt, bringt nicht nur sich selbst in größte Gefahr.

Eigene Meinung:

Dieses Buch ist der 1. Band einer neuen Justiz-Krimi-Reihe um den Berliner Anwalt Eberhardt und den Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer und dieser Auftakt ist sehr vielversprechend. Die beiden Autoren sind als Rechtsmediziner bzw. ehemaliger Strafverteidiger vom Fach und das merkt man der Geschichte an. Und auch wenn von Anfang an klar ist, was passiert ist, so wird die Suche nach dem Motiv sehr spannend. Dieser ungewöhnliche Aufbau ist sehr interessant. Dabei ist die Geschichte sehr gut zu lesen und man kommt in einen wunderbaren Lesefluss. Der Schwerpunkt liegt auf dem Anwalt Eberhardt, ihn und seine Familie lernt man besser kennen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, beste Krimi-Unterhaltung. Einzig zum Ende hin ging mir etwas die Spannung verloren, aber insgesamt eine Leseempfehlung. Und ich freue mich auf den nächsten Teil…

5 Sterne-p1

„Schuld“

Ein Cold-Case-Team Thriller von Patrick Burow

Inhalt:

Staatsanwalt Michael Thomforde wurde wegen seiner Beteiligung an einem Justizskandal suspendiert. Ein Laborant hatte die entscheidenden DNA-Beweise gefälscht. Thomforde hatte durch seine falschen Anklagen dazu beigetragen, Unschuldige ins Gefängnis zu schicken. Um ihn loszuwerden, wird er an das neu gegründete Cold-Case-Team abgeordnet.  Es besteht aus dem schießwütigen Kommissar Jan Erikson, der schrulligen Polizeipsychologin Renate Krayenborg und der nerdigen Computerspezialistin Sasha Petrowa. Um seine Reputation zu retten, kämpft Thomforde darum, einen der Fehlurteilsfälle aufzuklären. Doch der wahre Mörder will die Wiederaufnahme des Falles mit allen Mitteln verhindern. Schon bald gibt es weitere Tote. Thomforde und sein Team riskieren selbst ihr Leben, um den gefährlichen Mörder zu stoppen.  

Eigene Meinung:

Dieses Buch macht wirklich Freude beim Lesen. Kompakt geschrieben, spannend und mit überraschenden Wendungen kann dieser Thriller überzeugen. Dazu hat mir das neu gebildete Team sehr gut gefallen, das  sich zwar erst noch finden muss, aber auch wenn hier sehr gestandene Charaktere aufeinander treffen,  so wird daraus doch eine Einheit. Dazu blitzt in dem Buch auch immer wieder trockener Humor auf und allein die Idee, diese Einheit in den Keller des Polizeimuseums in Hamburg zu setzen, fand ich schon interessant. Dazu besticht das Buch auch noch mit viel Hamburger Atmosphäre. Insgesamt ein echter Hamburg-Thriller. Ein klare Leseempfehlung und ich freue mich auf weitere Fälle für dieses Team.

5 Sterne-p1

„Aus schwarzem Wasser“

Aus schwarzem Wasser verkleinert

Thriller von Anne Freytag, erschienen bei dtv bold

Inhalt:

Das Meer ist der Ursprung allen Lebens und verbirgt eine tödliche Bedrohung

Ohne zu bremsen, rast die Innenministerin Dr. Patricia Kohlbeck mit ihrem Dienstwagen in die Spree. Mit dabei: ihre Tochter Maja. „Du kannst niemandem trauen, sie stecken alle mit drin“, ist das letzte, was sie zu ihrer Tochter sagt, bevor sie ertrinkt. Auch Maja stirbt – wacht jedoch wenige Stunden später unversehrt in einem Leichensack im Krankenhaus wieder auf. Wie ist das möglich? Während Maja versucht, Antworten zu finden, ereignet sich eine verheerende Naturkatastrophe nach der anderen. Gegen ihren Willen gerät sie in einen Konflikt aus Lügen, Intrigen und Machtkämpfen, dessen Folgen fatale Ausmaße annehmen.  

Eigene Meinung:

Die Autorin wurde für ihre Romane schon mehrfach ausgezeichnet. Nun hat sie ihren ersten Thriller vorgelegt. Ein Öko- und Fantasythriller, der es in sich hat. Man muss sich als Leser etwas auf den Fantasyteil einlassen, dafür wird man dann mit einem spannenden Ökothriller belohnt. Trotz diverser Perspektivwechsel und mehreren Zeitebenen ist das Buch sehr gut zu lesen, da der Schreibstil sehr flüssig ist und das Buch auch handwerklich gut gemacht ist. Die verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen sind so gut gekennzeichnet, dass die Wechsel den Lesefluss nicht stören und stattdessen das Tempo erhöhen. Insgesamt eine spannende Entdeckung!

4 Sterne-p1