„Fishergirl’s Luck“ und „Lighthouse Bookshop“

Romane von Sharon Gosling, erschienen bei Dumont

Die Bücher sind einzeln erschienen, den Doppelband gibt es als E-Book. Sie hängen inhaltlich nicht zusammen.

Inhaltsangabe „Fishergirl’s Luck“


Anna zieht nach Crovie, ein winziges Fischerdorf in Schottland, um von vorne zu beginnen: Jahrelang stand sie als Köchin im Schatten ihres Ex, dem Besitzer des Restaurants, in dem sie schuftete. Nun hofft sie, in der alten, an der Steilküste gelegenen Fischerhütte, die sie von ihren Ersparnissen gekauft hat, zur Ruhe zu kommen. Als sie beginnt, die Umgebung und ihre Nachbarn kennenzulernen, erwacht in ihr etwas, das sie verloren glaubte. Sie entdeckt ihre Liebe zum Kochen wieder und eröffnet kurzerhand ein improvisiertes Pop-up-Restaurant direkt am Meer. Nach und nach freundet sie sich auch mit den Menschen an, die in Crovie leben, und findet dabei nicht nur sich selbst, sondern auch heraus, mit wem sie ihr Leben teilen will.

Inhaltsangabe „Lighthouse Bookshop“

In einem kleinen Dorf in Schottland steht ein Leuchtturm. Im Inneren der alten Gemäuer befindet sich ein kleines Antiquariat. Hier, umgeben von alten Büchern, hat Rachel einen Neuanfang gewagt – und Freunde gefunden. Sie verbringt ihre Tage mit Literatur, Kaffee und Shortbread, beobachtet ihren Chef Cullen und seinen Freund Ron beim Schachspiel oder schlichtet die Streitigkeiten ihrer ewig zankenden Stammgäste Edie und Ezra. Eines Tages bekommt die kleine Gemeinschaft unerwarteten Zuwachs: Gilly, eine junge Ausreißerin, betritt den Leuchtturm auf der Suche nach einem trockenen Unterschlupf und Toby, ein ehemaliger Kriegsreporter, findet in der Buchhandlung einen Ort zum Schreiben. Sie alle sind von der Vergangenheit gezeichnet, doch mit der Zeit beginnen sie, Vertrauen zueinander zu fassen.

Eigene Meinung:

Für mich waren das die ersten Bücher, die ich von Sharon Gosling gelesen habe und sie haben mir gut gefallen. Entspannt zu lesen und so ist man schnell gedanklich in Schottland angekommen und taucht in die Dorfgemeinschaft ein. Dort geht es dann um Neuanfänge im Leben, Freundschaften und interessante Dorfgemeinschaften. Das alles wird sehr warmherzig und mit viel Atmosphäre erzählt und man kann sich über ein entspanntes Lesevergnügen freuen. Vielleicht eine moderne Form von Rosamunde Pilcher, aber manchmal braucht Frau so ein Lesevergnügen.

„Die Posaune im Watt“

Kriminalroman von Gesa Schröder, erschienen im Kulturmaschinen Verlag

Inhalt:

Im Watt werden Teile einer Posaune gefunden, ein Musiker des lokalen Orchesters wird vermisst, und wenig später taucht in einem Entwässerungsgraben am Ortsrand eine Leiche mit einem Posaunenmundstück zwischen den Zähnen auf. Der Fall scheint klar zu sein. Doch während der Ermittlungen wächst die Zahl der Verdächtigen. Wird die pensionierte Journalistin Rose schneller sein als der Kommissar aus Hamburg? Geht es um Mord aus Rache, aus Konkurrenz, aus Geldgier, Eifersucht oder Liebe? Um Naturschutz?

Eigene Meinung:

Das Buch ist ein norddeutscher Cosy-Crime, der in Wattendorf spielt, einem fiktiven Ort, aber  Ähnlichkeiten mit Büsum an der Nordsee sind nicht rein zufällig. Der Fall wird ruhig und solide erzählt und es hat mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Es ist spannend, gut zu lesen und man taucht schon bald in den kleinen Ort an der Nordsee ein und lernt die Einwohner kennen. Dabei gibt es auch immer eine Anspielung auf aktuelle Themen. Eine der beiden Hauptfiguren hat einen schönen Garten mit der entsprechenden Naturliebe. Dazu gibt es einige detaillierte Beschreibungen, das sollte man mögen, wenn man das Buch liest. Mir als Gartenliebhaberin hat es gut gefallen.

„Harzer Schuld“

Kriminalroman von Silke Mahrt

Inhalt:

Bei Rodungsarbeiten finden Forstarbeiter in der Nähe der Okertalsperre das Skelett einer jungen Frau. Bald darauf wird die Leiche eines Mädchens entdeckt. Die Spuren führen zu einem längst geschlossenen Kinderheim. Hauptkommissarin Carla Altmann und ihr Kollege Tom Steiger setzen alles daran, die beiden Toten zu identifizieren. Doch dann verschwindet wieder eine junge Frau.

Eigene Meinung:

Auch der 2. Fall für Carla Altmann und Tom Steiger hat wieder alles, was ein guter Regionalkrimi benötigt. Außerdem gelingt der Autorin dabei etwas, was für mich immer sehr bewundernswert ist. Nämlich einen Fall spannend zu erzählen, wo zumindest die erste Leiche schon länger tot ist. Und genau das ist hier der Fall. Durch die Ermittlungen kommen dann bestimmte Dinge in Gang und es wird spannend. Dazu gibt es wieder einen Hintergrund aus der Vergangenheit, der mich sehr berührt hat. Silke Mahrt versteht es sehr gut, ihren Regionalkrimis den notwendigen Tiefgang zu geben. Dabei wird alles ruhig erzählt und ist sehr gut und flüssig zu lesen. Auch die Stimmung im Harz wird sehr gut einfangen, was für einen Regionalkrimi einfach wichtig ist. Und mittlerweile sind mir die beiden Ermittler aus Altenau auch schon richtig ans Herz gewachsen. Ich denke, man kann diesen Band lesen, ohne den ersten Fall zu kennen. Besser ist es aber eindeutig, beim ersten Band anzufangen, denn die Personen entwickeln sich und viele Bewohner des Ortes sind auch auch wieder mit dabei. Da sollte man den ersten Fall auf jeden Fall auch lesen.

„Freunderlwirtschaft“

Kriminalroman von Petra Hartlieb, erschienen bei Dumont

Inhaltsangabe:

Es ist Kommissarin Alma Oberkoflers erste Woche in Wien, und schon hat sie einen toten Politiker am Hals. Max Langwieser: jung, konservativ, aufstrebend, Minister und bester Freund des Kanzlers, hat sich den Schädel an seinem Designerglastisch aufgeschlagen. Der Fall sorgt für einiges Aufsehen und bereitet Alma Kopfschmerzen. Denn von der einzigen potenziellen Zeugin, seiner Verlobten Jessica, fehlt jede Spur.
Die sitzt derweil in ihrem roten MINI-Cabriolet und weiß nur eins: Sie muss weg, weg, weg. Wie ihr Leben innerhalb weniger Tage derart dramatisch den Bach runtergehen konnte, weiß sie dagegen nicht. Warum sie in ihrer Panik Max’ Laptop eingesteckt hat, könnte sie im Nachhinein auch nicht mehr so genau sagen. Zum Glück hat sie oft genug Tatort geschaut, um zu wissen, wie man eine Zeit lang untertaucht. Vielleicht kommt sie ja doch noch lebend aus der Nummer raus.

Eigene Meinung:

Dieses Buch hat mich gleich mehrfach begeistert. Vergleichsweise ruhig erzählt Petra Hartlieb die Geschichte und somit lässt sich das Buch sehr gut lesen. Der Krimi ist auch was für Leser, die nicht so gerne blutrünstige Krimis mögen. Gleichzeitig bekommt man einen sehr guten Blick hinter die Kulissen der Politik und erlebt, das nicht in jedem Politiker ein selbstloser Charakter steckt. Auch die Rolle der Presse im Politikgeschäft kann man erleben. Beeindruckt hat mich aber auch die Geschichte von Kommissarin Alma Oberkofer und die Geschichte von Jessica, der Verlobten des Opfers. Beide Frauen haben ihre Vergangenheit und müssen sich in einer Männerwelt behaupten. Im zweiten Teil gibt es dann auch noch die für einen Krimi notwendige Spannung. Das ist alles ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, gewürzt mit einer Prise Humor gibt es somit beste Krimiunterhaltung mit aktuellem Bezug zur Realität. Von mir eine klare Leseempfehlung.

„Inselbrise“

Kriminalroman von Anja Eichbaum, erschienen im Gmeiner-Verlag

Inhalt:

So hatte sich Susan Ophoven ihren Neustart als Schreibcoach auf Norderney nicht vorgestellt. Trotz Sonne, Strand und Meer machen ihr widerspenstige Handwerker, überambitionierte Kursteilnehmer und missgünstige Internetbewertungen das Leben schwer. Doch es kommt noch schlimmer. Als ihre Schwiegermutter mit Pfeil und Bogen erschossen wird, gerät sie unter Verdacht. Ist sie etwa das Opfer eines Komplotts? Oder hält sie den Inselpolizisten Martin Ziegler und die Kripo zum Narren? Noch während der ersten Ermittlungen wird der Bogen neu gespannt …

Eigene Meinung:

Dieser Kriminalroman ist der 7. Fall für Inselpolizist Martin Ziegler und Polizeipsychologin Ruth Keiser und nach einen Drittel hat er mich so gefangen, dass ich den Rest in einem Stück durchgelesen habe. Das sagt schon vieles aus. Ich habe einfach die Stimmung auf Norderney genossen, die vertrauten Personen, die ich schon aus den vorherigen Bänden kannte und dazu einen Kriminalfall, der alles hat, wie Spannung und überraschende Wendungen in der Handlung. Gut gefallen hat mir auch, dass Martin Ziegler und Ruth Keiser mal wieder gemeinsam auf Norderney waren und so nachvollziehbar gut zusammen gearbeitet haben. Insgesamt beste (Strand)-lektüre, nicht nur auf  Norderney, denn die Urlaubsstimmung auf einer Insel kommt hervorragend rüber. Ich freue mich auf den nächsten Band und würde zwischendurch gerne mal an einer Teezeremonie von Marthe Dirkens teilnehmen…

Lesung von Karl Olsberg in Travemünde

Besser geht es im Sommer eigentlich nicht – OpenAir-Lesung von Karl Olsberg im Godewindpark in Lübeck-Travemünde. Bestes Wetter, spannende Unterhaltung und als Zuhörerin gemütlich im Liegestuhl.

Der Autor ist im Hauptberuf Unternehmensberater und beschäftigt sich schon seit den 80-iger Jahren mit künstlicher Intelligenz und hat auch darüber promoviert. Ihn interessieren die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz und auch die Frage, was dabei schiefgehen kann. Und so versteht er seine Bücher denn auch als Weckruf.

Das Buch „Virtua“ hat er 2022 geschrieben und dann kam die Realität mit der KI von Meta. Mittlerweile fällt ihm keine Frage mehr ein, die KI nicht beantworten kann. Dabei ist Olsberg kein Gegner von KI, aber wir sind seiner Meinung nach auf dem Weg eine KI zu schaffen, die so intelligent wie ein Mensch ist und damit stellt sich dann die Frage, ob die KI irgendwann nett genug ist, uns zu sagen, wie wir sie kontrollieren können. Vielleicht lässt die KI sich dann nicht abschalten und will Macht.

Olsberg spricht sich daher für einen Stopp bei den Entwicklungen aus, um zunächst herauszufinden, wie die Menschen die Kontrolle gewinnen/behalten können.  Aus seiner Sicht sollte nicht eine KI entwickelt werden, die alles kann, sondern mehrere kleinere KI, die nützlich sind und keinen Selbstzweck finden. Insgesamt eine interessante Veranstaltung mit vielen Denkansätzen zu einem sehr aktuellen Thema.

Inhaltsangabe zum Buch:

Weil er als Psychologe gescheitert ist, bewirbt Daniel sich bei dem Konzern Mental Systems, der führend in der Entwicklung künstlicher Intelligenz ist. Wider Erwarten bekommt er den Job – und ist gleich fasziniert von der virtuellen Welt, in die er eintaucht. Besonders beeindruckt ist er von Virtua, der neuesten Entwicklung von künstlicher Intelligenz. Doch dann lernt er den Entwickler Chen kennen, der seine Vorgesetzten warnt, die KI sei unkontrollierbar. Als Chen nach einem Hackerangriff auf Virtua spurlos verschwindet, wird Daniel klar, dass die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel steht.

Erschienen im Aufbau Taschenbuchverlag.

Lesung von Salih Jamal in Neumünster

Auf Einladung der Buchhandlung Krauskopf hat Salih Jamal Ende Juni in Neumünster aus seinem Buch „Das perfekte Grau“ gelesen. Mir ging es dabei wie der Buchhändlerin, ich „kenne“ den Autoren über eine Facebook-Gruppe. Umso gespannter war ich nun auf den persönlichen Eindruck.

Salih Jamal lebt und arbeitet in Düsseldorf und ist aus Liebeskummer zum Schreiben gekommen. Aus Briefen an seine Ex-Freundin hat er ein Buch gemacht und dafür dann sogar einen Preis bekommen.

Das perfekte Grau“ ist ihm dann „auf das Papier gefallen“ und auch dafür hat er in 2021 einen Preis bekommen. Die Geschichte spielt an der Ostsee, inspiriert haben ihn dabei die verfallenen Villen in Heiligendamm. Als Autor legt er Wert auf die Schönheit der Sprache, vergleichbar mit einem Bildhauer. Und so dauert das Schreiben eines Buches bei ihm dann auch 2 Jahre. Bei der Lesung hat man dann schon einen tollen Eindruck bekommen, dass das mit der Schönheit der Sprache auch wirklich umgesetzt wird – mit wirklich großartige Formulierungen.

Am 12.8.24 erscheint sein neues Buch „Vor der Nacht“ und hieraus gab es dann auch noch eine Kostprobe an einem interessanten Abend mit einem sympathischem Autoren.

Aus diesem Buch wurde gelesen

Inhalt:

Eine junge Frau, eine ältere Dame, ein afrikanischer Flüchtling und ein Tagedieb treffen in einem heruntergekommenen Hotel an der Ostsee aufeinander. Sie sind wie das Hotel renovierungsbedürftig und versuchen ihre Risse zu kaschieren. Und alle sind sie auf die eine oder andere Weise auf der Flucht, vor den inneren Dämonen oder der Polizei. Als sie sich tatsächlich gemeinsam auf eine Reise ins Ungewisse begeben, offenbaren sich ihre Geheimnisse. Aus dem gegenseitigen Mitgefühl entsteht Fürsorge und letztendlich Freundschaft.

Eine Sommergeschichte voller Licht und Schatten, die lange nachwirkt.

„DeichSühne“

Förde-Krimi von Andreas Schmidt, erschienen im Gmeiner-Verlag

Inhalt:

Ein verlassenes Auto am Rand der nächtlichen Landstraße bei Schleswig wirft Fragen auf: Hier hat sich offenbar ein brutales Verbrechen abgespielt. Die Besitzerin wird am nächsten Morgen grausam zugerichtet im Wikingermuseum Haithabu gefunden. Als sich in der nächsten Nacht in der Eckernförder Bucht ein weiterer schrecklicher Mord ereignet, glaubt zunächst niemand an einen Zusammenhang. Nur Kristin Voss, die neue Ermittlerin beim K1 der Polizeidirektion Flensburg, hat einen Verdacht. Doch der Mörder scheint ihr immer einen Schritt voraus zu sein …

Eigene Meinung:

Dieses Buch ist der erste Fall für ein neues Ermittlerteam aus Flensburg. Das bodenständige Team hat mir in dem Buch sehr gut gefallen. Dazu überzeugt dieser Krimi mit sehr vielen Eindrücken aus Schleswig-Holstein und hat entsprechendem Lokalkolorit. Spannung wird in dem Krimi auch dadurch erzeugt, dass man teilweise als Leser dem Täter folgen kann, bzw. auch das Leid der Opfer miterlebt. Bei den Abschnitten hatte ich zu Anfang etwas Probleme, dem zu folgen, wahrscheinlich allerdings  auch, weil ich einen ganz anderen Täter im Hinterkopf hatte. Aber gerade im zweiten Teil hatte das Buch mich gefangen, die Spannung hält sich bis zum Schluss- für mich in diesem Fall mit einer überraschenden Wendung. Ich freue mich auf jeden Fall auf weitere Fälle für dieses Ermittlerteam.

„Mörderisches Watt“ Tatort Büsum

Kriminalroman von Svea Jensen, erschienen bei HarperCollins

Inhalt:

Der pensionierte Oberstaatsanwalt Thies Jansen wird verdächtigt, seine Frau und deren Liebhaber, einen bekannten Krabbenfischer, ermordet zu haben. Seine Freunde Carsten Matthiessen und Hinnerk Petersen wollen das nicht glauben und setzen alles daran, die Unschuld ihres Freundes zu beweisen. Vor allem Carsten, der vor kurzem pensionierte Leiter der Büsumer Polizeistation, ist froh, wieder eine Aufgabe zu haben. Doch die Ermittlungen gestalten sich kompliziert, denn Thies hat sich in seinem Beruf über die Jahre einige Feinde gemacht. Und dann erfährt auch noch Carstens Tochter Lena, selbst Polizistin, von Carstens und Hinnerks Machenschaften und ist darüber alles andere als begeistert…

Eigene Meinung:

Ist Svea Jensen sonst mit ihren Büchern in St.Peter-Ording „unterwegs“ befindet sich der Tatort jetzt in Büsum, ebenfalls an der Nordseeküste. Und auch hier gelingt es der Autorin, ihre Figuren so warmherzig zu beschreiben, dass man sich als Leserin gleich mittendrin fühlt und alles bildlich vor sich sieht. Neben einer Prise Nordseeluft erlebt man viel Büsumer Flair in diesem Buch. Auch das Ermittlerteam ist ein Team mit Ecken und Kanten und gerade das macht es so sympathisch. Der Kriminalfall selbst lebt von vielen Verdächtigten und wird solide gelöst. Außerdem ist das Buch sehr schön flüssig zu lesen und so kann man die Nordseeluft einfach nur genießen. Ich würde mich freuen, wenn es noch weitere Fälle am „Tatort Büsum“ gibt.

„Köln 9mm“

Köln Krimi von Marco Hasenkopf, erschienen im Emons Verlag

Inhalt:

Bei einem Überfall auf einen Geldtransporter wird ein Kölner Polizist erschossen, doch die Kugel stammt nicht aus der Waffe der Räuber. Die ungleichen Kommissare Judith Mertin und Markus Kaiser vom KK11 sollen die Todesumstände genauer untersuchen. Steckt mehr hinter dem schrecklichen Vorfall? Als im Keller des Opfers eine nicht registrierte Pistole entdeckt wird, tauchen Mertin und Kaiser tief ins Darknet ein und stoßen dabei auf ein kriminelles Netzwerk, das ihren Gerechtigkeitssinn auf eine harte Probe stellt.

Eigene Meinung:

Für mich der erste Fall mit den Kölner Ermittlern Martin und Kaiser. Dass ich das vorherige Buch nicht kenne, war aber kein Problem, man kommt mühelos in die Handlung. Dann heißt es zunächst die Ermittler kennenlernen, was bei mir im Falle Mertin etwas gedauert hat. Eine traumatisierte Polizistin, die betrunken in den Dienst startet, kam mir nicht so ganz realistisch vor. Wenn man die Ermittler  etwas kennengelernt hat, beginnt man aber, mit ihnen zu fühlen und zu leiden. Sie haben es hier mit einem spannenden Fall zu tun, der so erzählt wird, dass das Buch zügig zu lesen ist. Die 2. Hälfte vom Buch hat mich dann auch vollständig gefangen, ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Es gibt interessante Einblicke in das Darknet und die Polizeiarbeit und das verbindet der Autor auch noch mit Spannung und gesellschaftspolitischen Fragen. Insgesamt ein gelungener Regionalkrimi, von dem Ermittlerteam möchte ich gerne mehr lesen.