„Kalte Seelen“ Ein Fall für Milla Nova

Kalte Seelen

Ein Kriminalroman von Christine Brand, erschienen im Atlantis Verlag

Inhalt:

TV-Journalistin Milla Nova lässt sich für eine Reportage eine Woche lang ins Frauengefängnis Hindelbank im Emmental einsperren. Hinter Gittern hört sie tragische Lebensgeschichten, wie die von Flor, die wegen Mordes angeklagt ist, aber ihre Unschuld beteuert, oder Gerüchte, wie die über namenlose Immigranten, die als Sans-Papiers in der Schweiz ein Schattenleben führten und spurlos verschwanden. Und sie hört von anonymen Leichen, die die Kantonspolizei Bern aus dem kalten Thunersee geborgen hat und bis heute nicht identifizieren konnte. Die Taten eines Rechtsextremisten? Milla Nova beginnt zu recherchieren und wird mit einer grausamen Wahrheit konfrontiert. Was hat all das mit ihrem Vater zu tun, den sie nie kennengelernt hat? Plötzlich blickt die kühne TVReporterin in die Abgründe ihrer eigenen Vergangenheit – und gerät selbst unter Verdacht.

Eigene Meinung:

Dieser Fall für Milla Nova greift ein sehr aktuelles Thema auf. Was müssen Menschen aushalten, die hier herkommen, sich hier eigentlich nicht aufhalten dürfen und trotzdem hier leben. Was kann alles passieren. Diese aktuellen Themen liest man hier in einer Krimi-Handlung. greift dieser Krimi auf. Das Paar Milla Nova, Journalistin, und Sandro Bandini, erfahrener Polizist der Kantonspolizei Bern, ermitteln dabei gemeinsam. Dieses Paar gefällt mir sehr gut, gerade Milla ist ein Typ mit Ecken und Kanten. Das Buch ist in 2013 erschienen, inzwischen gibt es weitere Bücher, wo dieses Paar gemeinsam ermittelt. Spannend wird dieses Buch dadurch, dass man immer auch dem Täter in seinen Gedanken folgen kann. Auf Seite 300 war mir klar, wer der Täter ist, aber das ist noch lange nicht das Ende, es gibt dann noch einen spannenden Schluss. Insgesamt ein aktuelles Thema, in einen spannenden Krimi verpackt, der gut zu lesen ist. Und das Lesen lohnt sich. Das ungleiche Ermittlerpaar wird zum Glück noch einige Fälle bekommen, ich freue mich darauf.

4 Sterne-p1

„Insellicht“

Insellicht

Kriminalroman von Anja Eichbaum, erschienen im Gmeiner Verlag

Inhalt:

Als eine junge Germanistin auf Norderney Heinrich Heines literarischen Spuren nachgeht, gerät sie unbeabsichtigt in die Ermittlungen eines rätselhaften Mordfalls, der Inselpolizist Martin Ziegler verzweifeln lässt: Ein Unbekannter erlag am Kap, dem Seezeichen von Norderney, den Folgen eines Giftanschlags. Doch alle Hinweise führen ins Leere. Bald schon ziehen „Sondengänger“ Zieglers Aufmerksamkeit auf sich. Die Schatzsucher scheinen ein Geheimnis zu hüten. Und dann ist da noch Polizeipsychologin Ruth Keiser, die derweil eine ganz persönliche Katastrophe erlebt.

Eigene Meinung:

Der 5. Fall für Ruth Keiser und Martin Ziegler hat wieder großen Spaß beim Lesen gemacht. Bis zu einer überraschenden Auflösung laufen eigentlich zwei spannende Fälle nebeneinander her, die auf Norderney bzw. in Bonn angesiedelt sind. Und auch wenn die beiden Ermittler hier gar nicht so viel Kontakt miteinander haben hat man als Leser viel Freude an den schon bekannten Personen, die insbesondere auf Norderney leben (Bei Daniela würde ich mich gerne mal einmieten). Dazu noch eine Auflösung, mit der ich so nicht gerechnet habe, machen das Buch wieder zu einem sehr lesenswerten Kriminalroman mit einer frischen Brise Nordseeluft. Und so freue ich mich schon auf den nächsten Fall für die beiden Ermittler.

5 Sterne-p1

„Nordseedunkel“

Kriminalroman von Christian Kuhn, erschienen im Wilhelm Heyne Verlag

Klappentext:

Kriminalhauptkommissar Tobias Velten hat sich eine Auszeit genommen. Statt in Berlin Verbrecher zu jagen, fotografiert er lieber Seevögel auf Norderney und führt im Auftrag eifersüchtiger Eheleute gelegentliche Beschattungen durch. Doch dann wird ihm ein Auftrag angedient, der so gar nicht zum Inselidyll zu passen scheint: Die Tochter einer wohlhabenden Unternehmerfamilie wurde entführt. Velten soll sie um jeden Preis retten. Die Frage ist nur: Warum vertraut man ihm mehr als der Polizei? Nach und nach kommt Velten einem Geheimnis auf die Spur, das weitere Kreise zieht, als er sich jemals hätte vorstellen können.

Eigene Meinung:

Nachdem mir schon der erste Fall für Tobias Velten sehr gut gefallen hat, war ich auch von diesem Buch wieder begeistert. Ich mag diesen Kommissar, der vor der wunderbaren Kulisse Norderneys ermittelt und genau weiß, was er tut. Außerdem kommt ganz viel „Nordsee“ aus dem Buch. Dazu ein spannender Fall, der sich wunderbar zügig lesen lässt bis zu einer überraschenden Auflösung. Und es steckt so viel mehr dahinter… Zusammengefasst ein richtig guter spannender Krimi mit ganz viel Nordsee. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall.

5 Sterne-p1

Band 1 der Tobias-Velten-Reihe: Nordseedämmerung

Man kann aber den 2. Band lesen, ohne den 1. Band zu kennen. 

https://wordpress.com/post/susannesbuecherwelt.com/1090