„Tödliches Angebot“

Psychothriller von Marisa Kashino, aus dem Englischen von Sybille Uplegger, erschienen bei Ullstein

Inhalt:

»Ich werde dieses Haus bekommen, egal, was ich dafür tun muss.« Margo braucht für ihre Familie eine größere Wohnung, koste es, was es wolle. Nach monatelanger frustrierender Suche sieht sie den Inbegriff eines perfekten Lebens vor sich. Getrieben von ihrer Verzweiflung will Margo das Haus kaufen, bevor es überhaupt auf den Markt kommt. Ein bisschen Stalking? Harmlos. Etwas Hausfriedensbruch? Notwendig. Zunehmend skrupellos dringt Margo in das Leben der Hausbesitzer ein, sie umgarnt sie bis zur Erpressung. Bis sie auf Gegenwehr stößt. Die räumt sie so zielstrebig aus dem Weg wie die Geliebte ihres Mannes.

Susannes Meinung:

„Tödliches Angebot“ war für mich viel Psycho, aber eher weniger Thriller. Die Situation, um die es in diesem Buch geht, gibt es häufiger in dem allgemein angespannten Wohnungsmarkt, Man braucht wirklich viel Geduld um den passenden Wohnraum zu bekommen. So geht es auch Margo, der Hauptfigur in diesem Roman, allerdings hat Margo mich mit der Zeit doch etwas genervt, denn sie ist sehr auf sich bezogen. Dabei lässt sie nichts unversucht, um ihr Traumhaus zu bekommen. Das kann man teilweise nachvollziehen, wie sie es angeht und es gibt auch bis zum Schluss Spannung. Sympathisch ist sie mir bis zum Schluss nicht geworden. Außerdem habe ich eine überraschende Wendung so nicht kommen sehen. Insgesamt ist es ein flüssig zu lesendes Buch und man verfolgt relativ schnell und atemlos, wie Margo zu ihrem Traumhaus kommen will. Eine interessante Grundidee mit einem Blick in menschliche Abgründe, kurzweilig umgesetzt.