
Roman von Michiko Aoyama, aus dem Japanischen von Sabine Mangold, erschienen bei Rowohlt Kindler
Inhalt:
Normalerweise ist das Café Marble montags geschlossen. An jedem ersten Montag im Monat findet hier jedoch eine Teeverkostung der besonderen Art statt. Versteckt unter Kirschbäumen verwandelt sich diese Oase der Ruhe dann in einen magischen Ort, an dem der bittere Matcha Tee die Bitterkeit des Lebens besänftigen soll. Der umsichtige Besitzer, genannt Master, erwartet seine Besucher, und er hat für jede und jeden ein offenes Ohr. Zu seinen Gästen gehört eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die seit dem Neujahrsfest vom Pech verfolgt zu sein scheint. Ebenso eine Ladenbesitzerin, die sich unversehens konfrontiert sieht mit ihren bescheidenen beruflichen Anfängen. Sowie eine Großmutter, die mit ihrer Enkelin im Clinch liegt … Alle Gäste des Cafés sind an einem Punkt in ihrem Leben, an dem sie Halt und Trost brauchen. Und so wird das Café zu einem Ort unerwarteter Begegnungen – und zu einem Ausgangspunkt für Neubeginn und zweite Chancen.
Susannes Meinung:
Der neue Roman von Michiko Aoyama ist ein ganz besonderes Buch. In dem Roman über die Kraft menschlicher Beziehungen habe ich so viel schöne Sätze und Gedanken gelesen, die man als Leser eigentlich gerne aufschreiben möchte, um sie zu behalten und immer nochmal zu lesen. Ein bezauberndes, ruhiges und dabei warmherziges Buch, was auch an dem entspannten, leichten Schreibstil liegt. Dadurch erdrücken auch schwierige Themen nicht beim Lesen. Ausgangspunkt ist das Café Marble, das an einem Montag zum Cafe Matcha wird. Dort kommen Menschen spontan zusammen und eine dieser Personen ist im nächsten Kapitel wieder in der Handlung dabei zusammen mit jemand anders, der dann wieder im nächsten Kapitel auftaucht. Das zieht sich wie eine zauberhafte Perlenkette durch das Buch und endet dann tatsächlich auch wieder bei dem Besitzer des Café Marple und der Ursprungsgeschichte. Insgesamt ein warmherziger Roman für entspanntes Lesevergnügen und auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung.
