
Auf Einladung der Buchhandlung Hoffmann stellte Inger-Maria Mahlke im Januar ihr neues Buch „Unsereins“ in Eutin vor. Eine epische Familiengeschichte, die in Lübeck um 1900 spielt. Für die Figuren im Roman gibt es dabei reale Vorbilder. Die Autorin, die in Lübeck aufgewachsen ist, will zeigen, wie es sich in Lübeck zu Zeiten der Buddenbrooks gelebt hat und insbesondere wie auch die nicht so privilegierten Menschen zu dieser Zeit gelebt haben. Dabei war es bei der Recherche schwierig, etwas über den Alltag in dieser Zeit zu erfahren, denn von den einfachen Menschen gibt es zu dieser Zeit wenig Material. Das Buch ist auf jeden Fall ein interessanter Blick auf Lübeck und die damalige Zeit und überrascht hat mich der trockene Humor, der in dem Buch vorkommt und der auch den Abend in Eutin zu einem kurzweiligen und interessanten Abend gemacht hat.
Vorgestellt wurde „Unsereins„:

Inhaltsangabe:
Eine Lübecker Familie, protestantisch, konservativ, kaisertreu: die Lindhorsts. 1890 kommt Marthe in dem weitläufigen Patrizierhaus in der Königstraße zur Welt. Um sie eine Schar älterer Brüder, deren Freiheiten nicht ihre sein werden. Und doch ist es ein Leben mit glänzenden Aussichten. Bis ein Bestsellerroman, verfasst vom Sohn eines verstorbenen Bekannten, den respektablen Lindhorsts klarmacht, dass sie für ihr Umfeld auch nach zwei Generationen noch immer «die Jüdischen» sind.
Unsereins ist der Roman einer Stadt und ihrer Gesellschaft, ihrer Bürger und Lohndiener, der Handwerker und, vor allem, ihrer Frauen. Ob Dienstmädchen, Hausfrau, Weißnäherin oder Schriftstellerin, ob manisch-depressiv wie Marthes Mutter, durchlässig wie Marthe selbst, die mit eigenen und fremden Erwartungen ringt. Inger-Maria Mahlke erzählt von Identität und Zugehörigkeit, von Geschlecht und Klasse, von Macht- und Liebesverhältnissen – von allem, was nicht nur den vormals «kleinsten Staat des deutschen Reichs» formte und zusammenhielt.