
Roman von Nina Polak, aus dem Niederländischen von Stefanie Ochel, erschienen im mare Verlag
Klappentext:
Als ihre Beziehung die ersten Hürden überstanden hat, entfliehen Rivka und Esse der Enge Amsterdams. Vom Umzug in ein Haus mit großem Garten nicht weit vom Meer erhoffen sie sich Ruhe und Inspiration. Doch schon bald stellt sich heraus: Das Unkraut in den Beeten wuchert schnell, und die Ansichten einiger Nachbarn aus dem Dorf sind kaum leiser als der Lärm der zurückgelassenen Stadt.
Susannes Meinung:
Es gibt aktuell einige Romane, in denen es darum geht, dass jemand seinen Lebensmittelpunkt aus der Stadt aufs Land verlegt. Das sorgt für Veränderungen im Leben, die einigen Menschen gut tun, anderen weniger. Und auf dem Land ist es halt tatsächlich ein ganz anderes Leben. In diesem Buch kommt noch hinzu, dass es sich um eine gleichgeschlechtliche Beziehung handelt, wo beide Frauen auch noch Probleme mit düsteren Stimmungen, z.T. Depressionen, haben. Das sind der viele aktuelle Themen, die allerdings manchmal dafür sorgen, dass das Buch ziemlich ernst und manchmal etwas spröde wirkt. Trotzdem hat mir der ruhige Schreibstil der Autorin gut gefallen, sie hat für mich eine feine Beobachtungsgabe, mit der sie interessante Bilder bei der Leserin erzeugt. Auch zeigt es sich, dass manche Probleme auftauchen, egal in welcher Beziehung man lebt. Auf jeden Fall ein besonderer Roman, den man so schnell nicht vergisst.
