
Mitte März war es endlich wieder so weit – die Leipziger Buchmesse öffnet ihre Türen. Wir konnten ab Donnerstag Mittag starten.
Beim Team Bloggerportal gab es ab 14.00 Uhr einen Überblick über Neuerscheinungen im Bereich „Spannung“ aus den dazugehörigen Verlagen und coole Typen als Deko..


Kurzer Stopp danach bei Ullstein – ohne Eule ist irgendwie keine Messe.

Danach ging es dann weiter zum Krimitalk von Romy Fölck mit Margarethe von Schwarzkopf bei Bastei Lübbe. Die Autorin stellte ihren Kriminalroman „Fünf Fremde“ vor. Das Setting auf Neuwerk ist dabei bewusst sehr eng gewählt. Die Autorin möchte auch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger rüberkommen, aber ein gesellschaftliches Thema ist in dem buch auch dabei, hier geht es um das Klima.



Am Stand von dtv war Susanne dann mit Karen Kliewe verabredet. Die Autorin schreibt Ostsee-Krimis und hat von ihrer Reihe „Die Brandung“ gerade den 4. Teil veröffentlicht.
In der Buchbar stellt Hannah Häffner ihren Roman „Die Riesinnen“ vor, eine Geschichte von 3 Frauen aus 3 Generationen, Frauen, die nicht so in ihre Heimat passen, ein Dorf im Schwarzwald. Der Wald hat eine große Bedeutung für jede der 3 Frauen in dem Buch und es geht dabei besonders um das Thema Heimat. Die Autorin kommt aus Baden Württemberg, war aber schon als Kind mit im Schwarzwald und hat so den Bezug dazu.


Anschliessend gab es noch einen interessanten Termin beim Gmeiner-Verlag. Petra Asprion hat im persönlichen Gespräch die Neuerscheinungen für den Herbst vorgestellt, ein tolles Angebot.
Am Stand von Droemer Knaur haben wir dann noch Thomas Knüwer getroffen. Seinen Kriminalroman „Giftiger Grund“ haben wir gerade auf dem Blog vorgestellt.

Den Abend haben wir dann in der Stadt im Krimikeller verbracht. Eric Niemann hat hier den Kriminalroman „grün tot weiß“ vorgestellt, den er gemeinsam mit Anja Goerz geschrieben hat. Das war eine sehr unterhaltsame Lesung. Der Krimi ist eigentlich als Hörbuch erschienen und jetzt gibt es das Buch, dem noch drei weitere folgen werden.


Am Freitag sind wir dann im Hörbuch-Bereich der Messe gestartet. Anscheinend relativ neu werden Hörbücher jetzt auch optisch in Mini-Buchform verkauft. Man kann damit dann zu Hause auch seine Bibliothek gestalten.

Wenn man irgendwo auf der Messe eine lange Schlange sieht ist entweder der LYX-Stand in der Nähe oder Sebastian Fitzek…



Nachdem es jetzt 20 Jahre zu feiern gibt, gab es dieses Mal auch einen eigenen Fitzek-Stand.
Beim Fischer Verlag war Klaus-Peter Wolf gerade mit seinem neuen Ostfriesen-Krimi am Stand,

Und ganz spontan ergab sich ein Gespräch mit Mike Altwicker, dessen ich Buchtipps ich beim WDR immer gerne folge, und Krimi-Autorin Anna Schneider. Anna Schneider hat gerade den 6. Band aus ihrer Krimi-Reihe „Grenzfall“ rund um ein deutsch-österreichisches Ermittlerteam veröffentlicht. Mike hat Anna beim Start ihrer Krimi-Reihe unterstützt und durfte sich dann was wünschen: Ergebnis: im dritten Band wird er zur Leiche, genau das war der Wunsch. Und ich habe richtig Lust auf die Reihe bekommen.

Bei BLOOM, dem Bloggerportal der Leipziger Buchmesse, gab es dann eine Veranstaltung mit der Preisträgerin des Preises der Leipziger Buchmesse im Bereich Belletristik


Für Katerina Poladjan war auch der Tag nach der Preisverleihung noch „surreal – wie ein Traum“. In dem Buch geht es um die Frage, wie lässt sich die eigene Biografie erzählen und die Frage, was einen Menschen eigentlich ausmacht. Der Roman schlägt auch eine Brücke zwischen Ost und West, die Hauptfigur lebt in Rom, in Teil der Geschichte ist auch der Goldstrand in Bulgarien. Da die Hauptfigur Filmregisseur ist, denkt er entsprechend in Bildern und so ist das buch filmisch erzählt.
Dann war es Zeit, einige Autorinnen zu besuchen.

Sylvia Bergman kommt aus Niedersachsen und schreibt nicht nur Krimis sondern auch Liebesromane.
Stine Jensen hat zusammen mit Hannah Juli den zweiten Teil ihrer Meerglück-Reihe geschrieben, da freue ich mich schon darauf.


Und bei Carola Christiansen geht es im Mai mit dem 2. Band aus der Reihe „Mord auf den Färöern“ weiter, auch hier hat mir Teil 1 so gut gefallen, dass ich mich auf Teil 2 freue.

Das Bundesland Thüringen war mit sehr origineller Werbung auf der Messe vertreten.

Auch Jane Hell und Sandy Dobelstein, Romanautorinnen aus Schleswig-Holstein, waren auf der Messe mit einem eigenen Stand vertreten, auch hier durfte ein Besuch nicht fehlen.

Judith Hoersch signierte ihren Roman „Niemands Töchter„.Nachdem mir mehrfach erzählt wurde, was für ein besonderer Roman das ist, durfte der dann später auch mit auf die Heimreise.


Dann ging es weiter zur nächsten Bloggerveranstaltung bei BLOOM. Der Roman „Eine Liebe ohne Sommer“ von Timothy Paul erscheint im Mai 2026. Timothy ist ein echter Büchermensch, anders kann man ihn gar nicht beschreiben. Er hat 30 Jahre als Lektor, Programmleiter und Verlagsleiter gearbeitet und hat nun die Seiten gewechselt. War er bisher das Schutzschild für die Autoren sucht er jetzt selbst ein Schutzschild. Nachdem er öfter gefragt wurde, warum schreibst Du nicht selbst ein Buch, hatte er in einem Jahr Sabbatical plötzlich die Grundidee zu dem Roman. In dem Roman geht es um die Frage, wie trauert man um einen Menschen, den man nicht lange kennt, der aber die große Liebe des Liebens hätte werden können.


Sehr sympathisch berichtete der Autor davon, wie er sich darüber freute, dass er ein erstes Verlagsangebot für seinen Roman schon innerhalb von 24 Stunden bekam und jetzt den Verlag zum Wahnsinn treibt, weil er immer weiß, was alles schiefgehen kann und entsprechend nachfragt.
Nach dem Ausschnitt möchte ich das Buch unbedingt lesen. Bis dahin werde ich bei RABABUMM reinhören. Das ist ein Bücherpodcast, bei dem der Autor als Host tätig ist.
Mit einem eigenen Stand war auch MAO Melanie Amelie Opalka auf der Messe vertreten, die ebenfalls sehr vielseitig ist und Liebesromane genauso wie handfeste Krimis schreibt.

Auch die Bücher von Julia Rodeit lese ich gerne, Zeit für ein Treffen…

Linus Geschke signierte sein Buch „Das Camp„, Teil 2 seiner Thriller-Serie rund um den Campingplatz Donkerbloem. Ich habe gerade Teil 1 „Der Trailer“ gelesen und das war der Hammer. eine Rezi dazu kommt noch.

Kurzer Zwischenstopp bei Horst Eckert. Der Autor hat aus „Die Praktikantin„, ein Buch, auf das ich auch schon gespannt bin.

Dann hatte Michi sein Date mit Ursula Poznanski, auf ihr neues Buch „Das Signal“ hatte er sich schon richtig gefreut.

Und bei Kiepenheuer & Witsch durfte am Stand die „Bücherbank“ nicht fehlen, während Judith Holofernes gerade ihr Buch „Hummelhirn“ signierte.


Auf der großen Bühne in der Glashalle war anschliessend der Literatur-Podcast „Eatreadsleep“ vom NDR zu Gast und es machte wieder Spaß Jan Ehlert (aus unserer Heimatstadt Bad Oldesloe) und Katharina Mahrenholtz zuzuhören.

Den Abend haben wir dann auf einer Lesung von Marc Elsberg verbracht. In der Thalia-Filiale hat er aus seinem neuen Buch „Eden“ gelesen. In diesem Buch geht es um das Artensterben auf der Welt. Die Vielfältigkeit des Themas machte das Buch zu dem bisher am schwersten zu schreibenden buch, so der Autor.

Vielen Leuten ist nicht bewusst, wie die Zusammenhänge sind. Das ist keine Frage des Wissens, so Elsberg, sondern der Frage, wie kommuniziert wird.
Am Samstag waren wir dann nur noch einen halben Tag auf der Messe.
Auf der Bühne in der Glashalle stellte Maxim Leo sein Buch „Einatmen – Ausatmen“ vor. In dem Roman geht es um Achtsamkeit und es sollte eigentlich ein lustiges Buch werden. Aber durch die ganzen Methoden, die er im Rahmen der Recherche kennengelernt hat, ist es erst zu einem ernsten Thema geworden. Im Namen der Achtsamkeit kann viel Druck aufgebaut werden, so der Autor. Es gibt viele tolle Sachen mit denen man arbeiten kann, aber wenn dabei Druck entsteht, kann es herausfordernd werden. Dabei ist mit Humor das Leben leichter zu ertragen.

Außerdem ist Dankbarkeit für ihn ein anderes Wort für Achtsamkeit. Man freut sich an kleinen Dingen und ist entsprechend achtsam. Und die Dankbarkeit erzeugt dann positive Energie und macht glücklich.
Weiter ging es dann zum Bloggertreffen bei Dumont. Eine gute Gelegenheit, viele bekannte Bloggerinnen zu treffen und immer eine mit viel Herz vorbereitete Veranstaltung. Zunächst gab es auch hier einen Blick auf das Herbst-Programm. Dann stellte Katrin Zipse ihren Roman „Moosland“ vor. sie kommt aus Baden-Baden und arbeitet als Autorin und Radio-Moderatorin. Bisher hat sie diverse Kinder- und Jugendbücher rausgebracht, „Moosland“ ist ihr erster Roman im Bereich Belletristik.
Fünf Jahre hat sie an dem Roman gearbeitet. Gemeinsam mit einer kranken Freundin hatte sie sich um ein Stipendium auf Island Island beworben, um dort an einem Hörspiel zu arbeiten. Ihre Freundin konnte die Reise aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antreten, sie hat daher dann die Reise alleine angetreten und das Buch alleine geschrieben.
In dem Roman geht es um eine junge Frau, die 1949 zusammen mit 300 anderen Frauen aus Deutschland nach Island kommt, um dort zu arbeiten .In einem fremden Land, dessen Sprache sie nicht spricht. Die Natur, so die Autorin, ist dabei die 2. Person in diesem Buch. Spannend findet sie auch, dass die Natur auf Island noch genauso ist wie 1949 – nur mit Straßen. Und der Boden fühlt sich anders an, als er aussieht. Die Natur muss man dort anders lesen. Eine Umstellung beim Schreiben war auch, dass die Kinder- und Jugendbücher, die sie sonst schreibt, von Dialogen leben, jetzt spricht die Hauptfigur nicht, was das Schreiben veränderte. Auf jeden Fall ein interessantes Buch mit bewegenden Hintergrund.


Dann gab es für mich noch ein ganz besonders Treffen mit Julia Rogasch. Die Autorin von wunderbaren Sylt-Romanen habe ich 2019 in Leipzig kennengelernt und mir tatsächlich das erste Autogramm geholt. Seitdem darf ich Julia als Bloggerin begleiten und freue mich mit ihr über den großen Erfolg ihrer Bücher, die inzwischen beim Ullstein Verlag erscheinen.


Zum Schluss waren wir dann noch bei der Signierstunde von Andreas Winkelmann. „Moorland“ ist der 1. Band seiner neuen Thriller-Reihe. Wir sind gespannt…..

Und dann ging es wieder Richtung Heimat – Es waren tolle Tage in Leipzig, viele neue Eindrücke, spannende Geschichten und Treffen mit lieben Buchmenschen. Es war erwartungsgemäß wieder voll, laut und bunt auf der Messe, aber das macht auch immer Hoffnung, dass es weiterhin genug Leser:innen gibt. Die Organisation hat, soweit wir das beurteilen können, dieses Mal besser funktioniert als im Vorjahr. Wir selbst waren dieses Jahr komplett mit öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs, was zumindest in Leipzig auch sehr gut funktioniert hat.




Tschüß Leipzig – bis zum nächsten Jahr – wir kommen gerne wieder.
