Lesungen – es geht wieder los!!!

„Lesereise“ ist eine Veranstaltungsreihe in Schleswig-Holstein mit Lesungen an über 50 Orten im Land. Ziel ist es, den Neustart von Kulturveranstaltungen im Land nach der Pandemie zu fördern. Letzte Woche hat Sina Beerwald in Bad Oldesloe ihr Buch „Das Dünencafe“ vorgestellt.

Zu dem Buch habe ich schon eine Rezension geschrieben, die hier zu finden ist:

https://wordpress.com/post/susannesbuecherwelt.com/1377

Außerdem gibt es einen Bericht über eine Online-Lesung zu dem Buch hier zu finden:

https://wordpress.com/post/susannesbuecherwelt.com/1307

Nun gab es nun in Großhansdorf eine weitere Veranstaltung:

Anja Marschall hat hier ihren historischen Kriminalroman „Tod in der Speicherstadt“ in Wort und Bild vorgestellt.

Anja Marschall Lesung verkleinert

Das Buch ist bereits der 4. Fall für ihren Kommissar Hauke Sötje. Bisher hat der Kommissar in Schleswig-Holstein ermittelt, jetzt hat er seinen ersten Fall in Hamburg, nämlich 1896 in der Speicherstadt. Eine spannende Zeit, so die Autorin, denn die Industrialisierung verlangt ein Umdenken der Menschen, wobei Parallelen zur heutigen Zeit erkennbar sind, heute ist es die Digitalisierung, die ein Umdenken erfordert.

Bei den Büchern von Anja Marschall handelt es sich um historische Momentaufnahmen, angereichert mit einem Kriminalfall. Wichtig ist der Autorin, dass die Bücher zu der Zeit nur an dem entsprechenden Ort spielen können. Die Historie soll dabei keine „Rüschenkulisse“ werden. Und so gibt es in den Büchern dann auch historische Personen, die es tatsächlich gegeben hat. In dem aktuellen Band ist dieses z.B. Polizeirat Roscher, der u.a. dafür gesorgt hat, dass Hamburg ein weltweit führendes kriminaltechnisches Institut hatte.

Mit der gesammelten Erfahrung aus den bisherigen Büchern benötigt die Autorin heute 5 bis 6 Monate Recherchezeit für ein Buch, dann folgen 4 Monate sehr disziplinierte Schreibzeit. Die gelernte Erzieherin war beruflich auch als Journalistin und in der Forschung tätig, bevor sie nun hauptberuflich als Autorin arbeitet.

Und eines ist bei der sehr interessanten und unterhaltsamen Lesung schon deutlich geworden: Neben historischen Begebenheiten und einem spannenden Kriminalfall bieten die Bücher ganz viel Lokalkolorit.

Tod in der Speicherstadt verkleinert

„Tod in der Speicherstadt“ ist im Emons-Verlag erschienen.

Klappentext:

Hamburg, 1896: Der Sohn des wohlhabenden Kaffeehändlers Bellingrodt wird tot in der Elbe gefunden. Als Kommissar Hauke Sötje den Eltern die traurige Nachricht überbringt, gerät er in ein gefährliches Geflecht aus Macht, Giert und falscher Liebe. Zu allem Überfluss bittet ihn seine Verlobte Sophie, eine vermisste junge Frau und ihr Kind in der Stadt zu finden. Man hatte die beiden zuletzt vor der Villa der Bellingrodts gesehen…

Und wer sich für die Veranstaltungsreihe Lesereise Schleswig-Holstein interessiert, bekommt hier weitere Informationen:

https://lesereise.sh/

Lesereise 2021 verkleinert

Lesung mit

Premierenlesung von Sylvia Lott aus „Der Dünensommer“ in Travemünde

Eine doppelte Premierenlesung gab es heute in Travemünde. Sylvia Lott hat im Rahmen der „Travemünder Sommerfrische 2.0“ ihr Buch „Der Dünensommer“ vorgestellt.

Sylvia Lott Travemünde verkleinert

Es war die erste Lesung für die Autorin „nach Corona“ und die erste Lesung aus dem im Mai erschienenen Buch. Und die Kulisse war wirklich toll: Direkt am Strand sind Container als Bühne aufgestellt und die Zuhörer konnten bequem im Liegestuhl der Lesung lauschen. Die Möwen kreischten und ein dicker Pott zog direkt an der Veranstaltung vorbei. Einfach perfekt. Nur Tanzen war nicht erlaubt, also, so Sylvia Lott, dieses Mal also eine Lesung ohne Tanzen.

„Der Dünensommer“ ist der 8. Band der gebürtigen Ostfriesin, der im Blanvalet Verlag erschienen ist. Inzwischen lebt die Autorin seit vielen Jahren in Hamburg. Ihre Romane spielen in der Regel über in 2 Zeitebenen und meistens über 3 Generationen. Die Hauptgeschichte spielt dabei in der Vergangenheit.

Und nachdem sie schon einen Roman geschrieben hat, der auf Borkum spielt und gut gelaufen ist, wollte sie wieder eine Geschichte schreiben, wo sie sich gut auskennt und wohlfühlt. Und so fiel die Wahl auf Norderney, die Insel kennt sie seit 1959. Der entscheidende Funke war dann das Lied „Die Dame von der Elbchaussee“ von Lale Andersen. Allerdings hat sich der Charakter der Dame von der Elbchaussee beim Schreiben doch gewandelt, Ulla ist sehr sympathisch geworden. Aber die Schwiegermutter…

Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf das Buch, nachdem mir die Vorgänger schon so gut gefallen haben.

Klappentext zu „Der Dünensommer“

Norderney 1959: Ulla führt ein scheinbar sorgloses Leben. Sie ist jung und gutaussehend, mit einem wohlhabenden Hamburger Verleger verheiratet und verbringt die Sommermonate im schicken Nordseeheilbad. Doch ihr Aufenthalt dort hat einen ernsten Hintergrund: nach drei Jahren Ehe sind Ulla und ihr Mann noch immer kinderlos, das maritime Klima soll Ullas Gesundheit stärken. Fernab vom stickigen Hamburg flaniert sie auf der Strandpromenade, badet, feiert und genießt das ungewöhnlich heiße Wetter. Man spricht von einem Jahrhundertsommer und alle spielen ein bisschen verrückt. Ulla lernt den mittellosen jungen Fotografen Hans kennen, der so anders ist als ihr Gatte. Bald entstehen zarte Gefühle zwischen den beiden und als das Ende des Sommers naht, muss Ulla eine schwierige Entscheidung treffen…