Roman von Wiebke Lorenz, erschienen im Pendragon Verlag
Werbung, Rezensionsexemplar
Inhalt:
Nora Stern ist Schauspielerin, Mutter, Alkoholikerin und seit drei Jahren abstinent. Bis sie in einem fremden Partykeller erwacht. Niedergeschlagen und verschleppt. Auf dem Bartresen: ein gut sortiertes Buffet. Getränke? Nichts – außer Alkohol. Nach vier Tagen kommt sie auf einer Wiese zu sich. In Freiheit, aber zurück an der Flasche. Nora muss trocken werden. Schnell. Bald stehen Dreharbeiten an, und im Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann macht sich Trunkenheit eher schlecht. Nur: So leicht ist es nicht. Als sie sich an einer Tankstelle Nachschub besorgen will, wird sie von einem Paparazzo abgelichtet. Das kann kein Zufall sein. Sie beginnt zu ermitteln. Gegen Widerstände. Gegen alte Feinde. Und gegen eine Sucht, die geduldig auf jede Chance wartet.
Susannes Meinung:
Mit dem Buch gelingt der Autorin ein großer Spagat sehr gut: ein ernstes Thema, spannend und humorvoll zu verpacken. Und so liest sich das Buch angenehm leicht und man verfolgt nicht nur, wie die Hauptfigur Nora mit der Situation fertig wird, sondern es ist auch spannend zu verfolgen, wer ihr das angetan hat. Oder vielleicht auch doch nicht? Beim Lesen kommen einem auch Zweifel, genau wie ihrem Umfeld. Nora nimmt das Leben mit viel trockenem Humor, eine gute Strategie, um mit den Problemen fertig zu werden. Dazu wirft das Buch auch einen Blick darauf, wie die Gesellschaft mit Alkoholabhängigen umgeht und wie demütigend das für die Betroffenen sein kann. Alkohol zu konsumieren gehört häufig zum Leben dazu, aber wenn daraus eine Krankheit wird, können viele Menschen damit nicht umgehen. Für mich auf jeden Fall ein Buch, dass lange nachwirkt und ich habe großen Respekt vor der Autorin, das so zu schreiben. Von mir auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung.
Premierenlesung am 7.09.2026 im Nochtspeicher in Hamburg:
Eines haben das Buch und die Premierenlesung in Hamburg im Nochtspeicher auch gemeinsam: Sie werden lange im Gedächtnis bleiben: Denn die Premierenlesung war eine szenische Lesung, bei der die Autorin Teile aus dem Buch vorstellte, im Jogginganzug, auf einem kaputten Sofa, reichlich Flaschen in der Nähe… Schauspieler Jan-Christopf Scheibe leistete „ärztlichen Beistand“. Das war wirklich sehr eindrucksvoll und unterhaltsam. Das Buch, so die Autorin, ist eine Liebeserklärung an die Menschen, die mit der Krankheit zu leben haben, und Humor hilft dabei. Das Buch hat dabei für sie selbst auch eine therapeutische Wirkung .
Das war eine tolle Veranstaltung Ende Juli auf Gut Immenhof bei Malente: Karsten Dusse stellte sein neues Buch „Filmriss auf Immenhof“ vor. Nach den Erfolgen mit der „Achtsam Morden“-Reihe wollte der Autor mal was Neues machen und kam dann bei einem Urlaub auf dem Gut auf die Idee, das Gut, das heute wieder ein Hotel ist, zum Schauplatz eines neuen Krimis zu machen. Und da gab es natürlich keinen besseren Ort für die Premiere als das Gut Immenhof. Für mich ein spannender Ort, habe ich doch die alten Immenhof Filme sehr geliebt. Und da war ich den Abend nicht die Einzige…
In dem neuen Buch gibt es jetzt eine weibliche Hauptfigur und der schwarze Humor ist wieder da…. ich bin gespannt…
Inhaltsangabe zu „Filmriss auf Immenhof“:
Die Kriminalpsychologin Sophia, geschieden, zweifache Teenager-Mutter und gerade wieder frisch getrennt, schenkt sich zum 45. Geburtstag ein Wochenende auf dem Immenhof. Das zum Hotel umgebaute Landgut ist für sie der Inbegriff von heiler Welt und Geborgenheit ihrer Kindheitsfilme. Nach einer Retro-Party mit Pony-Romantik und Wodka Red Bull wacht sie am nächsten Morgen allerdings mit einem Filmriss neben der abgetrennten Hand ihres Ex-Freundes auf. Sie hat keine Ahnung, wer dafür verantwortlich ist – weiß aber, dass sie am Tag vorher noch den perfekten Plan hatte, ihren Ex ohne Spuren zu ermorden. Zwischen Kindheitsidyll und schlechtem Gewissen rekonstruiert sie die Nacht – und findet dabei überraschend zu sich selbst zurück.
Der 15. Band von Jean-Luc Bennalec und seinen Dupins-Krimis ist gerade erschienen. Zu diesem Anlass hat der @kiwi_verlag zu einem Bretonischen Abend in das Kehrwieder-Theater in der Speicherstadt eingeladen. Moderiert von Margarethe von Schwarzkopf gab es viele Infos zu den Krimis und der Bretagne. Schauspieler Christian Berkel hat aus dem Buch gelesen und Wein und Fingerfood aus Frankreich rundeten den interessanten Abend ab.
Mitte März war es endlich wieder so weit – die Leipziger Buchmesse öffnet ihre Türen. Wir konnten ab Donnerstag Mittag starten.
Beim Team Bloggerportal gab es ab 14.00 Uhr einen Überblick über Neuerscheinungen im Bereich „Spannung“ aus den dazugehörigen Verlagen und coole Typen als Deko..
Kurzer Stopp danach bei Ullstein – ohne Eule ist irgendwie keine Messe.
Danach ging es dann weiter zum Krimitalk von Romy Fölck mit Margarethe von Schwarzkopf bei Bastei Lübbe. Die Autorin stellte ihren Kriminalroman „Fünf Fremde“ vor. Das Setting auf Neuwerk ist dabei bewusst sehr eng gewählt. Die Autorin möchte auch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger rüberkommen, aber ein gesellschaftliches Thema ist in dem buch auch dabei, hier geht es um das Klima.
Am Stand von dtv war Susanne dann mit Karen Kliewe verabredet. Die Autorin schreibt Ostsee-Krimis und hat von ihrer Reihe „Die Brandung“ gerade den 4. Teil veröffentlicht.
In der Buchbar stellt Hannah Häffner ihren Roman „Die Riesinnen“ vor, eine Geschichte von 3 Frauen aus 3 Generationen, Frauen, die nicht so in ihre Heimat passen, ein Dorf im Schwarzwald. Der Wald hat eine große Bedeutung für jede der 3 Frauen in dem Buch und es geht dabei besonders um das Thema Heimat. Die Autorin kommt aus Baden Württemberg, war aber schon als Kind mit im Schwarzwald und hat so den Bezug dazu.
Anschliessend gab es noch einen interessanten Termin beim Gmeiner-Verlag. Petra Asprion hat im persönlichen Gespräch die Neuerscheinungen für den Herbst vorgestellt, ein tolles Angebot.
Am Stand von Droemer Knaur haben wir dann noch Thomas Knüwer getroffen. Seinen Kriminalroman „Giftiger Grund“ haben wir gerade auf dem Blog vorgestellt.
Den Abend haben wir dann in der Stadt im Krimikeller verbracht. Eric Niemann hat hier den Kriminalroman „grün totweiß“ vorgestellt, den er gemeinsam mit Anja Goerz geschrieben hat. Das war eine sehr unterhaltsame Lesung. Der Krimi ist eigentlich als Hörbuch erschienen und jetzt gibt es das Buch, dem noch drei weitere folgen werden.
Am Freitag sind wir dann im Hörbuch-Bereich der Messe gestartet. Anscheinend relativ neu werden Hörbücher jetzt auch optisch in Mini-Buchform verkauft. Man kann damit dann zu Hause auch seine Bibliothek gestalten.
Wenn man irgendwo auf der Messe eine lange Schlange sieht ist entweder der LYX-Stand in der Nähe oder SebastianFitzek…
Der eigene Stand von Sebastian Fitzek – 20 Jahre
Nachdem es jetzt 20 Jahre zu feiern gibt, gab es dieses Mal auch einen eigenen Fitzek-Stand.
Beim Fischer Verlag war Klaus-Peter Wolf gerade mit seinem neuen Ostfriesen-Krimi am Stand,
Und ganz spontan ergab sich ein Gespräch mit Mike Altwicker, dessen ich Buchtipps ich beim WDR immer gerne folge, und Krimi-Autorin Anna Schneider. Anna Schneider hat gerade den 6. Band aus ihrer Krimi-Reihe „Grenzfall“ rund um ein deutsch-österreichisches Ermittlerteam veröffentlicht. Mike hat Anna beim Start ihrer Krimi-Reihe unterstützt und durfte sich dann was wünschen: Ergebnis: im dritten Band wird er zur Leiche, genau das war der Wunsch. Und ich habe richtig Lust auf die Reihe bekommen.
Bei BLOOM, dem Bloggerportal der Leipziger Buchmesse, gab es dann eine Veranstaltung mit der Preisträgerin des Preises der Leipziger Buchmesse im Bereich Belletristik
Für Katerina Poladjan war auch der Tag nach der Preisverleihung noch „surreal – wie ein Traum“. In dem Buch geht es um die Frage, wie lässt sich die eigene Biografie erzählen und die Frage, was einen Menschen eigentlich ausmacht. Der Roman schlägt auch eine Brücke zwischen Ost und West, die Hauptfigur lebt in Rom, in Teil der Geschichte ist auch der Goldstrand in Bulgarien. Da die Hauptfigur Filmregisseur ist, denkt er entsprechend in Bildern und so ist das buch filmisch erzählt.
Dann war es Zeit, einige Autorinnen zu besuchen.
Sylvia Bergman kommt aus Niedersachsen und schreibt nicht nur Krimis sondern auch Liebesromane.
Stine Jensen hat zusammen mit Hannah Juli den zweiten Teil ihrer Meerglück-Reihe geschrieben, da freue ich mich schon darauf.
Und bei Carola Christiansen geht es im Mai mit dem 2. Band aus der Reihe „Mord auf den Färöern“ weiter, auch hier hat mir Teil 1 so gut gefallen, dass ich mich auf Teil 2 freue.
Das Bundesland Thüringen war mit sehr origineller Werbung auf der Messe vertreten.
Auch Jane Hell und Sandy Dobelstein, Romanautorinnen aus Schleswig-Holstein, waren auf der Messe mit einem eigenen Stand vertreten, auch hier durfte ein Besuch nicht fehlen.
Judith Hoersch signierte ihren Roman „Niemands Töchter„.Nachdem mir mehrfach erzählt wurde, was für ein besonderer Roman das ist, durfte der dann später auch mit auf die Heimreise.
Dann ging es weiter zur nächsten Bloggerveranstaltung bei BLOOM. Der Roman „Eine Liebe ohne Sommer“ von TimothyPaul erscheint im Mai 2026. Timothy ist ein echter Büchermensch, anders kann man ihn gar nicht beschreiben. Er hat 30 Jahre als Lektor, Programmleiter und Verlagsleiter gearbeitet und hat nun die Seiten gewechselt. War er bisher das Schutzschild für die Autoren sucht er jetzt selbst ein Schutzschild. Nachdem er öfter gefragt wurde, warum schreibst Du nicht selbst ein Buch, hatte er in einem Jahr Sabbatical plötzlich die Grundidee zu dem Roman. In dem Roman geht es um die Frage, wie trauert man um einen Menschen, den man nicht lange kennt, der aber die große Liebe des Liebens hätte werden können.
Sehr sympathisch berichtete der Autor davon, wie er sich darüber freute, dass er ein erstes Verlagsangebot für seinen Roman schon innerhalb von 24 Stunden bekam und jetzt den Verlag zum Wahnsinn treibt, weil er immer weiß, was alles schiefgehen kann und entsprechend nachfragt.
Nach dem Ausschnitt möchte ich das Buch unbedingt lesen. Bis dahin werde ich bei RABABUMM reinhören. Das ist ein Bücherpodcast, bei dem der Autor als Host tätig ist.
Mit einem eigenen Stand war auch MAO Melanie Amelie Opalka auf der Messe vertreten, die ebenfalls sehr vielseitig ist und Liebesromane genauso wie handfeste Krimis schreibt.
Auch die Bücher von Julia Rodeit lese ich gerne, Zeit für ein Treffen…
Linus Geschke signierte sein Buch „Das Camp„, Teil 2 seiner Thriller-Serie rund um den Campingplatz Donkerbloem. Ich habe gerade Teil 1 „Der Trailer“ gelesen und das war der Hammer. eine Rezi dazu kommt noch.
Kurzer Zwischenstopp bei Horst Eckert. Der Autor hat aus „Die Praktikantin„, ein Buch, auf das ich auch schon gespannt bin.
Dann hatte Michi sein Date mit Ursula Poznanski, auf ihr neues Buch „Das Signal“ hatte er sich schon richtig gefreut.
Und bei Kiepenheuer & Witsch durfte am Stand die „Bücherbank“ nicht fehlen, während Judith Holofernes gerade ihr Buch „Hummelhirn“ signierte.
Auf der großen Bühne in der Glashalle war anschliessend der Literatur-Podcast „Eatreadsleep“ vom NDR zu Gast und es machte wieder Spaß Jan Ehlert (aus unserer Heimatstadt Bad Oldesloe) und Katharina Mahrenholtz zuzuhören.
Den Abend haben wir dann auf einer Lesung von Marc Elsberg verbracht. In der Thalia-Filiale hat er aus seinem neuen Buch „Eden“ gelesen. In diesem Buch geht es um das Artensterben auf der Welt. Die Vielfältigkeit des Themas machte das Buch zu dem bisher am schwersten zu schreibenden buch, so der Autor.
Vielen Leuten ist nicht bewusst, wie die Zusammenhänge sind. Das ist keine Frage des Wissens, so Elsberg, sondern der Frage, wie kommuniziert wird.
Am Samstag waren wir dann nur noch einen halben Tag auf der Messe.
Auf der Bühne in der Glashalle stellte Maxim Leo sein Buch „Einatmen – Ausatmen“ vor. In dem Roman geht es um Achtsamkeit und es sollte eigentlich ein lustiges Buch werden. Aber durch die ganzen Methoden, die er im Rahmen der Recherche kennengelernt hat, ist es erst zu einem ernsten Thema geworden. Im Namen der Achtsamkeit kann viel Druck aufgebaut werden, so der Autor. Es gibt viele tolle Sachen mit denen man arbeiten kann, aber wenn dabei Druck entsteht, kann es herausfordernd werden. Dabei ist mit Humor das Leben leichter zu ertragen.
Außerdem ist Dankbarkeit für ihn ein anderes Wort für Achtsamkeit. Man freut sich an kleinen Dingen und ist entsprechend achtsam. Und die Dankbarkeit erzeugt dann positive Energie und macht glücklich.
Weiter ging es dann zum Bloggertreffen bei Dumont. Eine gute Gelegenheit, viele bekannte Bloggerinnen zu treffen und immer eine mit viel Herz vorbereitete Veranstaltung. Zunächst gab es auch hier einen Blick auf das Herbst-Programm. Dann stellte Katrin Zipse ihren Roman „Moosland“ vor. sie kommt aus Baden-Baden und arbeitet als Autorin und Radio-Moderatorin. Bisher hat sie diverse Kinder- und Jugendbücher rausgebracht, „Moosland“ ist ihr erster Roman im Bereich Belletristik.
Fünf Jahre hat sie an dem Roman gearbeitet. Gemeinsam mit einer kranken Freundin hatte sie sich um ein Stipendium auf Island Island beworben, um dort an einem Hörspiel zu arbeiten. Ihre Freundin konnte die Reise aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antreten, sie hat daher dann die Reise alleine angetreten und das Buch alleine geschrieben.
In dem Roman geht es um eine junge Frau, die 1949 zusammen mit 300 anderen Frauen aus Deutschland nach Island kommt, um dort zu arbeiten .In einem fremden Land, dessen Sprache sie nicht spricht. Die Natur, so die Autorin, ist dabei die 2. Person in diesem Buch. Spannend findet sie auch, dass die Natur auf Island noch genauso ist wie 1949 – nur mit Straßen. Und der Boden fühlt sich anders an, als er aussieht. Die Natur muss man dort anders lesen. Eine Umstellung beim Schreiben war auch, dass die Kinder- und Jugendbücher, die sie sonst schreibt, von Dialogen leben, jetzt spricht die Hauptfigur nicht, was das Schreiben veränderte. Auf jeden Fall ein interessantes Buch mit bewegenden Hintergrund.
Dann gab es für mich noch ein ganz besonders Treffen mit Julia Rogasch. Die Autorin von wunderbaren Sylt-Romanen habe ich 2019 in Leipzig kennengelernt und mir tatsächlich das erste Autogramm geholt. Seitdem darf ich Julia als Bloggerin begleiten und freue mich mit ihr über den großen Erfolg ihrer Bücher, die inzwischen beim Ullstein Verlag erscheinen.
Zum Schluss waren wir dann noch bei der Signierstunde von Andreas Winkelmann. „Moorland“ ist der 1. Band seiner neuen Thriller-Reihe. Wir sind gespannt…..
Und dann ging es wieder Richtung Heimat – Es waren tolle Tage in Leipzig, viele neue Eindrücke, spannende Geschichten und Treffen mit lieben Buchmenschen. Es war erwartungsgemäß wieder voll, laut und bunt auf der Messe, aber das macht auch immer Hoffnung, dass es weiterhin genug Leser:innen gibt. Die Organisation hat, soweit wir das beurteilen können, dieses Mal besser funktioniert als im Vorjahr. Wir selbst waren dieses Jahr komplett mit öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs, was zumindest in Leipzig auch sehr gut funktioniert hat.
Tschüß Leipzig – bis zum nächsten Jahr – wir kommen gerne wieder.
Das war eine ganz besondere Veranstaltung am letzten Dienstagabend in Hamburg. Ken Follett stellte im Gespräch mit Katharina Mahrenholtz und Daniel Kaiser vom Literatur-Podcast eat.READ.sleep sein neues Buch „Stonehenge DieKathedrale der Zeit“ vor. Der einzige Termin in Deutschland und für mich ist Ken Follett noch dazu einer der großen, lebenden Autoren.
Das Buch ist eigentlich ein Buch über den Start der Zivilisation und Ken Follett zeigte sich im Gespräch fasziniert vom Mittelalter mit den ganzen Erfindungen, die in der Zeit gemacht wurden. Eine besondere Bindung bekommt man dann zu einem Buch, wenn man die Figuren mag, so Follett weiter. Befragt nach seinem Arbeitsprozess erklärte Follett, dass er früh aufsteht, um dann bis Mittag zu arbeiten. Anschliessend gab es dann noch weitere Informationen zu Stonehenge von einer Expertin für dieses Monument.
Insgesamt war es ein interessanter und unterhaltsamer Abend mit einem sehr charmanten Ken Follett. Das hat richtig Spaß gemacht.
Das Buch (es ist übrigens keine Fortsetzung…):
Inhalt:
Ein Mann mit außergewöhnlicher Gabe
In der Hitze des Hochsommers überquert Seft, ein begnadeter Feuersteinhauer, die Große Ebene, um den Ritualen beizuwohnen, die den Beginn des neuen Jahres anzeigen. Beim Markt zur Sommersonnenwende will er einige seiner Steine eintauschen und Neen suchen, das Mädchen, das er liebt. Neens Familie lebt in Wohlstand und bietet Seft in ihrer Gemeinschaft von Hirten Zuflucht vor seinem brutalen Vater und seinen aggressiven Brüdern.
Eine Priesterin, die an das Unmögliche glaubt
Joia, Neens Schwester, ist eine Priesterin mit Vision, eine geborene Anführerin. Schon als Kind sieht sie der Zeremonie zur Sommersonnenwende wie gebannt zu. Sie träumt von einem wundergleichen neuen Monument, errichtet aus den größten Steinen der Welt.
Ein Monument, das eine Zivilisation prägen wird
Joias Vision von einem großen Steinkreis inspiriert Seft und wird zu ihrem gemeinsamen Lebenswerk. Doch als Dürre die Erde plagt, wächst das Misstrauen zwischen Hirten, Ackerbauern und Waldbewohnern – und eine grausame Gewalttat führt zu offenem Krieg …
Am Freitag war es wieder so weit – ich war einen Tag auf der Frankfurter Buchmesse. Dabei habe ich wieder viele liebe Menschen getroffen und schöne Eindrücke gesammelt.
Freitag war in diesem Jahr kein Fachbesuchertag- dementsprechend füllte sich das Gelände auch schon ziemlich gut.
Bei Amazon am Stand gab es einen Kriminalfall zu lösen und die Frage nach meinem „Buchverbrechen“ konnte ich recht schnell beantworten.
Vorbei am Reclam Verlag und einem Besuch beim Krümmelmonster (ich liebe es!)
ging es zu meinem ersten Termin beim Gmeiner Verlag.
Hier gab es gleich eine andere Welt: der erste Glühwein der Saison wartet mit einem Tannenbaum und Geschenken. Die Autorin Eli Mell stellte ihren Debüt-Roman „Merry Crisis – ein fastbesinnliches Weihnachtsfest“ vor und das war wirklich sehr stimmungs- und liebevoll dekoriert. Die Autorin hat während der Corona-Zeit angefangen zu schreiben und liebt Weihnachten sehr. Während der Corona-Zeit ist sie mit dem Plastikbäumchen bei ihren Freunden von Tür zu Tür gefahren. Da insgesamt zu wenig gelacht wird, hat sie sich entschlossen, einen lustigen Weihnachtsroman zu schreiben. Ich bin gespannt.
Am Gmeiner-Stand habe ich dann auch noch zwei tolle Autorinnen getroffen:
Anette Strohmeyer war da und während ihr Buch „Die Frau und der Fjord“ noch auf meinem SuB liegt, habe ich schon Bücher von Anne Nordby mit Begeisterung gelesen. Denn auch unter diesem Pseudonym schreibt die sympathische Autorin.
Und dann habe ich endlich geschafft, Anja Eichbaum auch mal persönlich zu treffen. Liebe ich doch die Norderney-Krimireihe der Autorin sehr und inzwischen auch die Insel. Da hatten wir dann auch gleich viel Gesprächsstoff.
Beste Stimmung auch bei der Signierstunde der 3 Hosts vom Podcast eatREADsleep. Ich liebe diesen Podcast, weil ich es großartig finde, wie unterhaltsam hier die Freude am Lesen geweckt wird.
Dann ein wenig Zeit, dass Messetreiben zu genießen:
Gaby Hauptmann war gerade mit Signieren beschäftigt. Eine Verlagsmitarbeiterin hat mir verraten, dass die Autorin seit 30 Jahren am Schreiben ist. Ich glaube, die ersten Bücher, die ich von ihr im Regal habe, sind aus dieser Zeit…
Und auch Elke Heidenreich, Carsten Henn und Klaus-Peter Wolf waren auf der Messe im Einsatz beim Signieren.:
Das größte Buch bei Kein & Aber
Und schöne Bücher bei Taschen
Weiter ging es zu den Mörderischen Schwestern. Ich liebe diesen Stand, weil man immer interessante Autorinnen und viel gute Laune trifft.
Hier habe ich dann Katharina Drüppel persönlich kennengelernt. Die Autorin schreibt Kriminalromane und gerade bei ihrer Nordsee-Reihe bin ich auch als Bloggerin schon aktiv gewesen. Da freue ich mich jetzt auf 2026…
Und mit Anke Küpper war ich hier sogar verabredet, die Autorin ist Mitherausgeberin von „EinHuhn Ein Mord“ 15 Kurzkrimis rund ums Federvieh. Das Buch ist alleine optisch schon ein Hingucker:
Da steigt meine Vorfreude auf unsere Buchmesse, die #BookOldesloe, gleich noch wieder, wo Anke mit ihren Mörderischen Schwestern dabei ist und bestimmt auch das Federvieh dabei hat.
Bei unserer Messe in Bad Oldesloe dabei ist auch der „Bulle von Hamburg“, Ben Westphal, auch ihn konnte ich noch kurz in Frankfurt treffen. Er kann sich gerade riesig freuen, denn der Emons Verlag bringt nicht nur seine neuen Bücher heraus sondern hat jetzt auch die beiden ersten Bände aus seiner Reihe, die es bisher nur um Selbstverlag gab, aufgenommen. Läuft…
Dann ging es für mich zum Bloggertreffen bei Kiepenheuer & Witsch und da musste ich schon Schmunzeln, als ich in den Saal kam: Autorin Vea Kaiser und ihr Lektor erwarteten die Blogger:innen im Bademantel. Das passte prima zu ihrem Buch „Fabula Rasa“ oder „Die Königin des Grand Hotels“ . Und mit genauso viel Humor ging es weiter:
Die Autorin stellte ihr viertes Buch vor. Auf diesen Moment hat sie 6 Jahre gewartet, denn zwischendurch hat sie 2 Romane für „die Mülltonne produziert“. Alles was sie sich für einen Roman ausgedacht hatte, war zwischenzeitlich in der Realität mit der Pandemiezeit geschehen.
Dieser Roman basiert jetzt auf einer wahren Begebenheit, denn in Österreich hat die Chefbuchhalterin eines Hotels 20 Jahre Geld für gefälschte Rechnungen auf ihr eigenes Konto überwiesen, weil ihr Sohn Geld brauchte. Die spannende Frage ist dabei auch, wo ein Verbrechen anfängt und wo es aufhört. Außerdem denkt der Roman viel über Ungleichheiten nach, zwischen Männern und Frauen, zwischen Arm und Reich… Und nachdem in der Literatur alle großen Frauen von Männern beschrieben wurde, wollte sie es jetzt mal anders machen. Außerdem ist das Buch eine Liebeserklärung an analoge Dinge wie Filofax-Kalender und Füllfederhalter. Eine tolle, sehr charmante Autorin und ich bin neugierig auf das Buch.
Nach einem schönen Tag mit vielen Eindrücken und tollen Begegnungen ging es dann sehr inspiriert wieder nach Hause. Inzwischen hatte auch Thomas Mann schon Feierabend und stand in der Ecke…
Im März hat Arezu Weitholz in Bad Segeberg auf Einladung der Buchhandlung Druckwerk ihr Buch „Hotel Paraiso“ vorgestellt. Ich bin ja von dem Buch sehr begeistert und habe dazu auch schon eine Rezension veröffentlicht. Umso gespannter war ich jetzt, die Autorin auch mal persönlich zu erleben. Und es war ein toller, unterhaltsamer Abend.
Dabei erzählte Arezu Weitholz, dass die Musik bei ihrer Arbeit eine große Rolle spielt. Und so hat sie auch an dem Album „Mensch“ von Herbert Grönemeyer mitgearbeitet, was dazu führte, dass sich weitere Künstler in den letzten 25 Jahren gemeldet haben.
Als Reisejournalistin ist sie auch noch Portugal gereist, außerhalb der Saison, und hat dort die Menschen „hinter den Kulissen“ kennengelernt. Und so ist die Idee zu „Hotel Paradiso“ gekommen.
Die Arbeit als Autorin bezieht sich oft auf das Meer. Die Liebe zum Meer begann schon als Kind in der Lübecker Bucht, wo die Familie Urlaub gemacht hat. Dazu passt es dann auch, dass die Autorin Fischgedichte schreibt. Ursprünglich hat sie die Fischgedichte geschrieben, um ihre Mutter zum Lachen zu bringen. Inzwischen gibt es mittlerweile 4 Bände mit Fischgedichten. Einige köstliche Kostproben gab es im Rahmen der Lesung dann auch noch. Insgesamt ein gelungener Abend.
Und noch ein Tipp zum Schluss: auf der Homepage von Arezu Weitholz gibt es auch leckere Rezepte aus „Hotel Paraiso“ zum Download.
Am 27. Februar 2025 ist er erschienen, der neue historische Roman von Anja Marschall. Das Hotel Vier Jahreszeiten steht dabei im Mittelpunkt des Romans, der eine Mischung aus Fiktion und realer Geschichte ist. Das Hotel hat für die Autorin als Hamburgerin besondere Bedeutung, auch wenn die Oma mit ihr immer die Straßenseite gewechselt hat, um die feinen Leute im Hotel nicht zu stören.
Ich habe mich zum Erscheinen dieses Buches an einer Bloggeraktion beteiligt. Bei meinen „Lesebuddys“ findet Ihr viele weitere spannende Themen rund um das Buch und natürlich viele andere Bücher:
Die Lesebuddys sind Bloggerinnen/Blogger, die mit mir das Buch gemeinsam lesen und Themen rund um das Buch vorstellen. Schaut vorbei bei
Ich habe mich für die Bloggeraktion im Raum Hansekabinett eingebucht und etwas zum Thema Hansestadt geschrieben, denn das Hotel Vier Jahreszeiten ist eng mit der Hansestadt Hamburg verbunden:
Und hier noch etwas zum Inhalt des Buches:
Der schicksalhafte Aufstieg einer einfachen Wäscherin im mondänen Hamburger Hotel Vier Jahreszeiten
Die große Saga rund um die fesselnde Geschichte des Hamburger Luxushotels während der beiden Weltkriege
Hamburg, 1914: die 14jährige Luise wäscht im Armenviertel der Stadt auf. Als sie die Chance bekommt, im vornehmen Hotel Vier Jahreszeiten zu arbeiten, scheint ihr Traum auf ein besseres Leben in Erfüllung zu gehen. Doch der Alltag im Waschkeller des Hotels ist hart und Luise muss sich gegen viele Widrigkeiten behaupten. Zum Glück ist Page Hans an ihrer Seite. Dank ihm entdeckt sie die Wahrheit über ihre Herkunft, während draußen der Krieg tobt. Das Hotel wird zu ihrer Familie, die sie nie hatte. Und sie ist bereit, diese mit ihrem Leben zu verteidigen.
Die Rezi dazu folgt bald.
Und am 10. März 2025 war es dann so weit: Premierenlesung von Anja Marschall im Spiegelsaal des Hotels Vier Jahreszeiten. Stillvoller kann man eine Buchpremiere nicht feiern. Neben Anja Marschall haben noch ehemalige Mitarbeiter des Hotels, die 1. Hausdame und ein Oberkellner mit ihren Geschichten das Hotel zum Leben erweckt. Hier einige Bilder von der Veranstaltung:
Anfang war es wieder soweit: Krimifestival auf Kampnagel. Für mich gefühlt immer die 5. Jahreszeit, ich könnte die Woche da einziehen. Aber wir mussten uns entscheiden und so fiel die Entscheidung auf den Mittwoch-Abend :
Der NDR-Podcast war mit einem Krimi-Spezial auf Kampnagel. Gewohnt unterhaltsam haben Katharina Mahrenholtz und Daniel Kaiser durch den Abend geführt.
Bei einem Spiel wurden Autoren aus dem Publikum auf die Bühne gebeten. Und so hatten wir die Gelegenheit Daniele Palu und Tibor Rode kennenzulernen. Das aktuelle Buch von Tibor Rode, „Lupus„, war mir auf der Buchmesse in Frankfurt schon beim „Crimethrill“ über den Weg gelaufen. Schön, auch den Autoren dazu mal zu sehen.
Genau das gleiche Erlebnis hatte ich dann mit Bernhard Aichner, der seinen Thriller „Yoko“ im Rahmen der Veranstaltung nochmal vorstellte. Da hatte ich den Autoren sogar in Frankfurt schon erlebt.
Insgesamt hat die Aufzeichnung wieder großen Spaß gemacht und demnächst ist die Podcast-Folge dann auch für alle zu hören. Immer wieder schön, wie unterhaltsam dieser Podcast es schafft, die Freude am Lesen und an Büchern zu vermitteln.
Am Samstag wartete dann noch ein echtes Highlight:
Sven Stricker stellte zusammen mit Schauspieler Bjarne Mädel seinen 5. Band aus der Sörensen-Reihe vor: „Sörensen macht Urlaub„. Bjarne Mädel spielt die Rolle des Sörensen bei den Verfilmungen und zusammen haben die beiden eine wunderbare Lesung gemacht – die Zeit verging wie im Flug. Das war schon fast mehr Hörspiel als Lesung. Da es die Abschlussveranstaltung vom Festival war, gab es auch noch musikalische Untermalung der Lesung – wirklich großartig. Und auch beim Signieren gab es noch Spaß:
Insgesamt wieder ein tolles Festival – ich freue mich auf nächstes Jahr!
Anja Marschall stellte auf Einladung der Thalia-Filiale in Bad Oldesloe ihren neuen historischen Roman „Als der Sturm kam“ vor. Es geht dabei um die dramatische Hamburger Sturmflut 1962, als innerhalb von Stunden Deiche brechen und eine Flutkatastrophe über Hamburg hereinbricht, die 315 Menschen das Leben kostet und bei der noch viele mehr ihr gesamtes Hab und Gut verlieren.
Anja Marschall hat hieraus für ihren Roman eine fiktive Dokumentation gemacht. Das bedeutet, dass die Zeitabläufe genau recherchiert sind und es sich bei den Figuren um fiktive Figuren handelt, die das erleben, was den Menschen damals passiert ist. Aus Respekt gegenüber den Opfern und ihren Familien hat sich die Autorin hierfür entschieden. Wichtig sind der Autorin dann auch die Helden, die in der Nacht schon geholfen haben, häufig unter Einsatz ihres Lebens, als Polizeisenator Helmut Schmidt noch nicht einmal zurück in Hamburg war. Helmut Schmidt ist übrigens derjenige, von dem es in dem Buch echte Zitate gibt. Und „In der Krise zeigt sich der Charakter“ war dann während der Lesung auch häufiger zu hören und wurde in viele Bücher geschrieben.
Während der Lesung lernten die Zuhörer viele Gesichter dieser Katastrophe kennen. Eine Mutter, die mit ihren Kindern auf dem Dach ihres Hauses ausharren muss ebenso wie einen Hubschrauberpilot, der gerne helfen möchte und andere Aufgaben bekommt. Das alles wird sehr packend von Anja Marschall erzählt, man bekommt einen Eindruck, wie schrecklich die Erlebnisse gewesen sind, als das eiskalte Wasser immer weiter steigt.
In Bad Oldesloe waren dann auch noch 2 Damen im Publikum, die diese Katastrophe als Kind miterlebt hatten. Sie ließen die Zuhörer an ihren Erinnerungen teilhaben, auch diese Schilderungen waren sehr beeindruckend und gingen unter die Haut.
Anja Marschall hat für diesen Roman 5 bis 6 Monate recherchiert und war dann emotional so in dem Thema, dass sie den Roman in 4 bis 5 Monaten geschrieben hat. Ein Roman, den sie schon immer schreiben wollte, denn ihre Großeltern haben ihr viel aus der Zeit erzählt. Schließlich ist die Autorin im Jahr der Jahrhundertflut in Hamburg geboren worden.
Aktuell arbeitet die Autorin an ihrem neuen Projekt, einer fiktiven Dokumentation über das beste Hotel Deutschlands, das Hotel Vierjahreszeiten in Hamburg.
Das Buch:
Inhalt:
Als die Flutkatastrophe über Hamburg hereinbricht, wird die Schreibkraft Marion der Leitung von Polizeisenator Helmut Schmidt unterstellt. Ein Krisenstab muss eingerichtet, NATO-Verbündete um Hilfe gebeten, Hubschraubereinsätze geplant werden. Marion kämpft gegen Müdigkeit und hat Angst um ihre bettlägerige Mutter, die mitten im überfluteten Gebiet von Wilhelmsburg in einer Gartenkolonie wohnt. Zur gleichen Zeit versucht der Hubschrauberpilot Hermann unter Einsatz seines Lebens, die Menschen von den Dächern ihrer Häuser zu retten. Die Nacht ist eiskalt, und das Wasser steigt noch immer …
100.000 vom Wasser eingeschlossene Menschen, 15.000 Helfer, 315 Tote: Die Hamburger Sturmflut von 1962 war für die Hansestadt die größte Katastrophe der Nachkriegszeit.
Im Februar 1962 wütet an der Nordseeküste ein Orkan. Gefühlt weit weg für die Hamburger, die sich in Sicherheit wähnen. Doch der Sturm ist längst auf dem Weg und überrascht die Menschen im Schlaf. Kurz nach Mitternacht brechen in Minutenfolge die Deiche, die Hamburg schützen sollen. Straßen werden zu reißenden Flüssen, in der gesamten Stadt fällt der Strom aus. Helmut Schmidt, damals Polizeisenator in Hamburg, beginnt noch in der Nacht, die Rettungsaktionen zu koordinieren.