„Stürmisch verliebt- Inselglück & Strandkorbglück 2 „

Roman von Stina Jensen, erschienen am 30.06.2023 (=heute!)

Inhalt:

Seit Lektorin Steffi Sonntag weiß, wer ihr neuer Boss im Verlag wird, muss sie über eine alternative Karriere nachdenken. Niemand darf je erfahren, welch peinliche Erinnerung sie mit ihm teilt! Da kommt das unverhoffte Angebot, in einem einsamen Inselstrandhaus einen sinnlichen Liebesroman zu schreiben, wie gerufen. Auf der Nordseeinsel stolpert sie in die Arme von Mark, dem Sohn ihres tüdeligen Nachbarn. Bald schreibt sie nicht nur über die grünen Augen des lässigen Webdesigners, sie träumt sogar von ihm … Doch wenn echte Gefühle im Spiel sind, sollte sie ihm dann nicht ihre unrühmliche Vergangenheit gestehen? Trotz Jobintrigen, unverhofften Gästen und bedrohlichen Inselstürmen rückt das romantische Finale ihrer Lovestory auf dem Papier immer näher – und Steffi fragt sich, ob es nicht auch für sie ein Happy End geben könnte …

Eigene Meinung:

Auch der zweite Teil, der „Nortrum-Reihe“ hat mir sehr gut gefallen. Es gibt in diesem Buch wieder Nordsee-Feeling pur auf der fiktiven Insel „Nortrum“ und es ist wunderbar entspannt und flüssig zu lesen. Dabei kommen aber auch ernste Themen nicht zu kurz, denn die Fürsorge für alten Menschen ist ein wichtiges Thema in unserer Gesellschaft. Ob für Familie, Freunde oder Nachbarschaft- das ist eine wichtige Aufgabe, die auch die Hauptpersonen in diesem Buch beschäftigt. Die Hauptperson aus dem 1. Band der Reihe taucht hier am Rande wieder auf. Weiterhin finde ich das Konzept der Buchreihe sehr interessant und die ersten beiden Bücher haben mir schöne Lesestunden auf einer Nordseeinsel gebracht. Man kann die Bücher gut einzeln lesen, sollte aber nicht die Reihenfolge ändern.

Teil 1 der Reihe Inselküsse & Strandkorbglück

Nordisch Verliebt (Inselküsse und Strandkorbglück 1) von Karin Lindberg

„Nordisch Verliebt“ (Inselküsse und Strandkorbglück 1)

Roman von Karin Lindberg, via tolino media  

Inhalt:

Ständiges Fernweh lässt Wiebke von einem Sehnsuchtsort zum nächsten Treiben. Die Insel Nortrum, auf der ihre Großmutter wohnt, käme da allerdings kaum in die engere Wahl. Zu viele melancholische Erinnerungen warten dort auf sie. Doch als Oma Griet sich verletzt und Hilfe braucht, springt Wiebke auf die nächste Fähre. Mit gemischten Gefühlen landet sie auf der kleinen Nordseeinsel und trifft prompt auf Thore, ihre Jugendliebe. Ausgerechnet er kümmert sich als Inselarzt um ihre Oma. Noch heute lässt der Blick aus seinen blauen Augen Wiebkes Knie weich werden. Dabei hat er sie einst so schrecklich enttäuscht. Um sich von ihren Gefühlen abzulenken, räumt sie Opas alte Fahrradwerkstatt aus, trennt Schrott von Brauchbarem und repariert die Fahrräder der Nachbarn. Schnell fühlt sie sich auf Nortrum wieder so zu Hause wie in ihrer Kindheit. Doch gerade als sie und Thore sich wieder näherkommen, deutet alles darauf hin, dass er sich kein bisschen verändert hat.

Eigene Meinung:

Schon die Grundidee zu der Buchserie gefällt mir sehr gut. Vier Autorinnen schreiben eigenständige Romane, die alle auf einer (fiktiven) Nordseeinsel spielen. Und schon das 1. Buch ist wunderbar. Die Insel Nortrum und die Personen sind so liebevoll beschrieben, dass man eine genaue Vorstellung hat. Dazu ist das Buch wunderbar flüssig geschrieben, so dass man das perfekte Lesevergnügen genießen kann. Außerdem mag ich Wiebke sehr gerne, die das Herz am rechten Fleck hat, aber erst ihren Platz im Leben finden muss. Dabei ist sie nicht immer gleich richtig davor, aber zumindest in der Lage, ihre Macken und Fehler zu erkennen. Und es ist, glaube ich, auch nicht so einfach, ein ausgeglichener junger Mensch zu sein, wenn man Fragen zur eigenen Herkunft hat. Insgesamt für mich ein schöner Nordsee-Roman, bei dem mir das Lesen Spaß gemacht hat. 

Und bald geht es weiter mit Band 2:

„Stürmisch verliebt“ von Stina Jensen,

auch auf diesem Blog

„Tatort Nord 2“

Urlaubskurzkrimis von Helgoland bis Usedom, herausgegeben von Franziska Henze, Anke Küpper, Yvonne Wüstel, erschienen bei HarperCollins

Inhalt:

Die deutsche Küste und der Norden haben so einiges zu bieten: frische Luft, tolle Landschaft, wortkarge Mitmenschen – und den ein oder anderen Mörder! Während die Sonne scheint und die Wellen glitzernd an den Strand spülen, stehen unsere Ermittler vor einer Herausforderung. In 21 Kurzkrimis untersuchen sie die Fälle, die alle nur eins gemeinsam haben: den Tatort …
Mit Kurzkrimis von Gesine Berg, Ulrike Bliefert, Carola Christiansen, Anja Gust, Jutta Götze, Kathrin Hanke, Franziska Henze, Eva Jensen, Anke Küpper, Angela Lautenschläger, Alexa Linell, Anja Marschall, Bettina Mittelacher, Ricarda Oertel, Alex Roller, Regina Schleheck, Bea Schreiner, Regine Seemann, Carolyn Srugies, Sabine Weiß und Fenna Williams

Eigene Meinung:

Und auch der 2. Teil von Tatort Nord hat mir wieder viel Spaß gemacht. Die Urlaubskurzkrimis sind so abwechslungsreich und interessant wie die Orte, in denen sie spielen. Alle Handlungsorte sind an Nord- und Ostsee in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie in Hamburg. Alleine diese Orte sind schon sehr interessant. Wenn diese dann aber noch zum Handlungsort kurzweiliger Krimis werden, umso besser. Und ich war wieder verblüfft, wie schnell es gehen kann, dass jemand ermordet wird. Frauen sind da sehr einfallsreich unterwegs, man sollte da sehr vorsichtig sein. Besonders auch, wenn die „Mörderischen Schwestern“ ihre Finger im Spiel haben, so wie bei diesen Kurzkrimis. Wunderbare Urlaubslektüre und nicht nur das…

„Mord in Bordeaux“

Ein kulinarischer Krimi von Sandrine Albert, erschienen im Ullstein Verlag

Inhalt:

Für Privatdetektivin und Foodbloggerin Claire Molinet könnte der Tag nicht schöner ausklingen – sie genießt vorzügliche Gambas und einen kühlen Tropfen Weißwein in einem Sternerestaurant. Doch plötzlich bricht am Nebentisch ein bekannter Politiker tot zusammen. Alles deutet auf einen Giftmord hin, und Commandant Raoul Chénier von der Police nationale übernimmt den Fall. Als Claire von zwei weiteren mysteriösen Vergiftungen erfährt, beschließt sie, Raoul bei den Ermittlungen zu unterstützen. Bei ihren Recherchen stößt sie auf Verbindungen zu einem politischen Skandal, der weit in die Vergangenheit zurückreicht. Zu spät erkennt Claire, dass sie sich dabei in ein Netz aus Intrigen verstrickt, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.

Eigene Meinung:

Das Buch ist schon der 2. Fall für Claire Molinet. Ich kenne den ersten Fall nicht, es ist aber kein Problem, direkt beim zweiten Fall einzusteigen und der hat mir sehr gut gefallen. Was relativ ruhig anfängt, entpuppt sich schon sehr bald als ein sehr komplexer Fall. Dabei hat mich die Kombination aus einem kulinarischen Krimi und spannenden politischen Fragen schon sehr gefangen genommen. Das ist sehr gut und flüssig zu lesen und spannend ist der Fall auch. Mir hat Claire als Hauptfigur und Ermittlerin sehr gut gefallen. Eine Frau, mit allen Wassern gewaschen und Humor gibt es auch reichlich. Ganz nebenbei gibt es noch viel „Atmosphäre“ aus Bordeaux, was mir auch gut gefallen hat. Zu Anfang hätte ich mir vielleicht einige Kürzungen gewünscht, aber ab der Mitte wird es dann richtig spannend. Außerdem ist das Buch sehr liebevoll gestaltet, so gibt es am Ende eine Playlist und auch Rezepte. Insgesamt eine Leseempfehlung für Liebhaber von Frankreich-Krimis.

„UN-WORTE“

Kriminalroman von Angelika Flotow, erschienen im Spica Verlag GmbH

Inhalt:

Apotheker Dr. Klangweiler wird jäh aus seiner Euphorie über den glücklichen Neuanfang in dem Hamburger Vorort gerissen, als das Zwergkaninchen seiner Tochter geköpft vor ihm liegt. Noch ahnt er nicht, dass dies erst der Anfang einer Serie von Anschlägen auf seine Familie ist. Sein Nachbar und Freund, der junge Polizist Lukas Mundt, ermittelt in dem Fall. Doch die schwere Erkrankung seines Sohnes, die unregelmäßigen Dienstzeiten, der Wunsch, ein guter Polizist und gleichzeitig immer für seine kleine Familie da zu sein, setzen Lukas immer mehr zu. Trotz eigener Probleme hilft ihm seine patente Großmutter nach Kräften. Aber dann erfährt Lukas, dass sie ihm etwas Wesentliches verschwiegen hat. Vollends zusammen bricht seine Welt, als er erkennt, wer für die Anschläge auf den Apotheker verantwortlich ist.

Eigene Meinung:

Dieser Kriminalroman hat mir sehr gut gefallen. Schon das Setting ist etwas ungewöhnlich, man lernt zwei Familien kennen, die nebeneinander wohnen, dazu aber auch noch weitere Personen in einer schleswig-holsteinischen Kleinstadt, denn insbesondere die Großmutter von Lukas hat noch viele Bekannte. Dabei wechselt die Erzählperspektive zwischen mehreren Personen. Das tut dem Erzählfluss aber keinen Abbruch. Man ist als Leser innerhalb kürzester Zeit in der Stadt angekommen und hat das Gefühl, die Personen schon zu kennen. Dazu ist es auch noch spannend, wie sich die Geschehnisse um den Apotheker und seine Familie entwickeln und die Auflösung war für mich überraschend. Insgesamt ein ruhiger Kriminalroman, der mit seinem ungewöhnlichen Setting und seinen wunderbar beschriebenen Personen überzeugt. Für mich auch ein Buch, was länger im Kopf bleibt, weil es mal etwas anders ist.

„Schnappt Scholle“

Ein Küsten-Krimi von Krischan Koch, erschienen bei dtv

Inhalt:

Altganove Hans–Peter Scholz, genannt »Scholle«, plant mit seinen früheren Bandenmitgliedern den letzten großen Coup seines Lebens. Doch statt dem Casino Travemünde wird es die Raiffeisenbank in Fredenbülls Nachbarort Schlütthörn. Von der örtlichen Bäckerei aus will die Bande einen Tunnel in den Tresorraum graben. Da trifft es sich gut, dass Scholles Knastbruder Timo als gelernter Bäcker gerade die verwaiste Bäckerei im Ort übernommen hat. Als aber eines Morgens ein Toter in schwarz-weiß karierter Bäckerhose in der Sperrmüllpresse aufgefunden wird, geraten Scholles Grabungsarbeiten ins Stocken, die Region hat einen Backwarenengpass und der unterbeschäftigte Polizeihauptmeister Thies Detlefsen endlich wieder einen Mordfall!

Eigene Meinung:

„Ein Küsten-Krimi“ steht auf dem Cover. Ich würde daraus eher „ein unnachahmlicher Küstenkrimi“ machen. Ein echter Krischan Koch eben. Im 11. Band der Reihe freut man sich als Leserin auf das Wiedersehen mit den bekannten Personen aus Fredenbüll. Dieses Mal kommt noch reichlich Personal dazu, denn eine ganze Crew macht sich daran, die Bank auszurauben. Der Krimi ist spannend und wird zum Schluss sauber aufgelöst, dazu gibt es staubtrockene Dialoge und Beschreibungen, ich hätte mich teilweise weglachen können. Der Schreibstil von Krischan Koch ist für diese Art Küsten-Krimi einfach großartig, das ist beste Unterhaltung. Ich hatte sehr viel Spaß und freue mich schon auf den nächsten Band.

Blogtour zu „Die toten Engel von Kreta“

Und nun geht es weiter zum Buch:

Kriminalroman von Anja Marschall, erschienen bei Emons

Inhalt:

Die dunkle Seite Kretas, eindrücklich in rasante Bilder gesetzt. Thea reist nach Kreta, wo ihre Tochter einen tödlichen Unfall hatte. Doch die Tote, die sie identifizieren soll, ist nicht Anna. Wo ist ihr Kind? Zusammen mit einem geheimnisvollen Einheimischen, der sich Alexis nennt, stellt Thea auf eigene Faust Nachforschungen an, denn die Behörden verweigern ihre Hilfe. Nach und nach muss sie jedoch erkennen, dass Alexis von ganz eigenen Motiven angetrieben wird. Wer ist er wirklich – und was will er von Theas Tochter?

Eigene Meinung:

Mit diesem Krimi von Anja Marschall lernt man die Urlaubsinsel Kreta von einer ganz anderen, eher dunklen Seite kennen. Und während man der spannenden Handlung folgt, lernt man auch noch viel über die Landschaft, das Essen und das Leben auf Kreta. Dabei ist dieser Krimi sehr flüssig zu lesen. Man ist in diesem Buch sofort mitten im Geschehen, denn man kommt als Leser mit Thea auf der Insel an. Dann nimmt die Handlung auch bald richtig Fahrt auf. Dadurch, das man zwischendurch auch in einigen Kapiteln aus der Sicht von Anna dabei ist, wird zusätzliche Spannung erzeugt und es stellt sich dieses gewisse Unbehagen beim Lesen ein, was einen guten Krimi ausmacht. Insgesamt ein Lesevergnügen für Krimi-Freunde, nicht nur für den nächsten Kreta-Urlaub.  

Und hier geht es weiter mit der Blogtour bis zum 21.Mai 2023:

Und am 22.Mai 2023 endet die Blogtour um 18.00 Uhr mit einem Meet & Greek mit Anja Marschall. Per Zoom habt Ihr dann die Gelegenheit, mit der Autorin zu sprechen und alle Fragen loszuwerden. Die Zugangsdaten bekommt Ihr noch rechtzeitig.  

Leipziger Buchmesse 2023

Endlich war es soweit – die Leipziger Buchmesse hat 2023 wieder in bekannter Form stattgefunden. Einige Verlage hatten ihren Stand allerdings deutlich verkleinert. Dafür waren aber wieder viele Besucher da, ganz besonders auch viele junge Menschen. Das macht mir immer wieder Mut, dass das Buch nicht „aussterben“ wird. Auch ist die Buchmesse in Leipzig bekannt dafür, eine Messe für Leser zu sein. So hat es sich auch angefühlt und ich freue mich, dass ich viele Buchmenschen getroffen habe: Autorinnen und Autoren, Moderatorinnen und Bloggerinnen. Das macht immer riesigen Spaß. Und so habe ich auch einige Autorinnen entdeckt, die ich vorher noch nicht kannte. Dazu haben wir noch einige Veranstaltungen im Rahmen von „Leipzig liest“ besucht und coole Locations kennengelernt. Und auch bei dieser Messe war eine gute Vorplanung wichtig. Diese Aufnahme ist von Donnerstag, da war es noch relativ entspannt.

Donnerstag

Für mich startete die Messe mit einem Bloggertreffen mit Sabine Weiß. Die Autorin schreibt Sylt-Krimis und historische Romane, aktuell arbeitet sie an Sylt-Krimi Nr. 8. Für ein historisches Buch benötigt sie 1 bis 1,5 Jahre, da hier viel Recherche erforderlich ist.

Weiter ging es dann mit einer Lesung von Marc Elsberg aus „Celsius„. Der österreichische Autor ist vor 10 Jahren gestartet mit „Blackout“, seit dem sind alle seine Bücher Bestseller.

Das Thema Klimawandel beschäftigt ihn schon lange. Aber wer will noch was über das Thema hören? Welche Geschichte kann erzählt werden, die noch nicht erzählt wurde? Das waren die Fragen, die sich der Autor gestellt hat. Er beschäftigt sich mit den Folgen des Klimawandels und was passiert, wenn die Menschen sich anmaßen, da einzugreifen. Eine passende Geschichte für einen Wissenschaftsthriller .Und so startet „Celsius“ mit einen Drohnenflug und es gibt einen Zeitenwechsel, denn China übernimmt die Kontrolle über das Weltklima.

Anschließend stellt Marc Raabe auf der gleichen Bühne seinen Thriller „Der Morgen“ vor. Dem Publikum liest er zu Beginn den Klappentext vor:

Im morgendlichen Schneegestöber an der Berliner Siegessäule steht ein verlassener Kleinlaster. Auf der Ladefläche findet die Polizei eine halbnackte tote Frau. Jemand hat ihr mit roter Farbe etwas auf den Körper geschrieben – die Privatadresse des Bundeskanzlers.
Am Tatort trifft die unerfahrene und ehrgeizige Kommissar-Anwärterin Nele Tschaikowski auf den berüchtigten Ermittler Artur Mayer. Was sie nicht wissen: Das ist kein Zufall.
Kurz darauf tauchen im Netz Videos von der Toten auf, und der Fall nimmt eine dramatische Wende.

Dann folgt eine Lesung vom Beginn des Buches. Der Autor liebt Reihen und so ist dies der Beginn einer neuen Reihe. Dem Helden seiner vorherigen Reihe, Tom Babylon, hat er eine Menge zugemutet, so der Autor beim Signieren, der braucht eine Pause…

Für mich ging es weiter zum Bloggertreffen bei Kiwi. Dort stellt Sebastian Hotz mit seinem Lektoren sein erstes Buch „Mindset“ vor. Sebastian, der von sich sagt, er hat den Hang, sich magische Kräfte einzubilden, ist bekannt als Satiriker und Podcastproduzent und hat nun seinen ersten Roman veröffentlicht.

Eine besondere Verbindung hat er zu Mühlheim, dem Schauplatz seines Romans durch seine frühere Tätigkeit bei Siemens. Eine Zeit, die er sich hätte sparen können, was aber wohl mehr am privaten Umfeld gelegen hat. Sebastian hat im Studium den Spaß am Lesen verloren, aber seit 3 Jahren ist der Spaß wieder da. Und auch wenn sich mit dem eigenen Buch jetzt alle seine Träume erfüllt haben, bleibt sein 1. Job Comedian, z.B. beim ZDF Magazin Royal.

Dann ging es für uns weiter in die Stadt, in der alten Nikolaischule gab es eine Live-Podcastaufzeichnung, nämlich eine aktuelle Folge von „Long Story Short“ mit Karla Paul und Günter Keil. Die beiden Journalisten stellen abwechselnd jeweils 60 Sek. lang sehr unterhaltsam ein Buch vor.

So kommen sie schon auf 80 Folgen der Serie und fast 400 Bücher. Auch zwei Autoren waren dabei, nämlich Marc Elsberg mit seinem  Buch „Celsius“. Im Gespräch mit Karla Paul erzählte Marc Elsberg, dass er vorher in der Werbebranche gearbeitet hat und seine Bücher immer einen wirtschaftlichen oder wissenschaftlicher Hintergrund haben und immer vor der Realität sind. Dafür sammelt er dann ewig lange Material und recherchiert.

Ganz andere Bücher schreibt der 2. Autor des Abend, Sven Gerhardt, nämlich Kinderbücher zum Vorlesen für die ganze Familie, jetzt ist mit „Zara Zylinder“ der zweite Teil von „Minna Melone“ erschienen. Insgesamt 23 Bücher hat der Autor schon geschrieben, dabei hat er selbst als Kind so gut wie gar nicht gelesen. Er kommt vom Zeichnen und wollte gerne Bilder für Geschichten zeichnen. Da hat er erst selbst Geschichten geschrieben.

Der Abend war aber noch nicht zu Ende, im „Barfusz Krimikeller“ gab es noch eine Lesung mit Eva Almstädt.

Die Autorin stellte mit „Ostseenebel“ den 18. Fall für ihre Kommissarin Pia Korittki vor. Eigentlich hat sie ja schon die Ostsee mit ihren Büchern entvölkert, so Almstädt, aber dieses Mal war das Setting einfach, denn eine Freundin hat sich ein Ferienhaus gekauft. Sonst fährt die Autorin auf der Suche nach dem passenden Setting die Küste auf und ab. In ihren Büchern altern die Figuren sehr langsam, denn es gibt drei Fälle pro Jahr, immer zu unterschiedlichen Jahreszeiten.

Freitag

Heute war für mich der Messetag der Begegnungen. Zunächst habe ich den Krimiautoren Andreas Schmidt getroffen.

Der Autor schreibt Küstenkrimis und hat nun einmal das Genre gewechselt und unter dem Namen Susanne von Berg einen historischen Roman „Das Kaufhaus – Zeit der Sehnsucht“ veröffentlicht. Er wollte gerne etwas Abwechselung haben und hatte für den historischen Roman viel Recherchearbeit zu machen. Aber die Leidenschaft für Mord und Totschlag bleibt…

Weiter ging es dann mit dem Kreuzverhör von 5 Krimiautoren bei Crimthrill live. Zunächst

Zunächst stellten die Autoren ihre aktuellen Bücher kurz vor.

Bei Andrea Bonetto ist „Abschied auf italienisch“ der 1. Band für seinen Commissario Vito Grassi. Die Schönheit der Landschaft nimmt nicht Rücksicht auf die Grausamkeit der Menschen, so der Autor.

Anna Schneider hat mit „Grenzfall – In der Stille des Waldes“ schon den 3. Band ihrer deutsch-österreichischen Reihe veröffentlicht. Dabei bekommen es 4 Hauptfiguren mit zwei Fällen zu tun.

Hubertus Borck kommt aus Hamburg und hat mit „Die Klinik“ den 2. Fall für seine Hamburger Ermittler vorgelegt. Inspiriert wird er von echten Fällen, hier die Frage Sterbehilfe oder ein Versehen? Seiner Tätigkeit als Drehbuchschreiber für „Rote Rosen“ hat er sein Durchhaltevermögen zu verdanken.

Auch bei dem Österreicher Thomas Raab ist „Peter kommt später: Frau Huber ermittelt“ schon der dritte Fall für Frau Huber.

Ursula Poznanskis neues Buch „Böses Licht“ ist Band 2 ihrer „Mordgruppe. Es geht in dem Buch um Mord und Intrigen in der Theaterszene. Sie selbst war als Studentin Statistin an der Staatsoper.

In mehreren Fragerunden beantworteten die Autoren dann noch Fragen z.B. zu ihren Ermittlern. Insgesamt eine sehr unterhaltsame Veranstaltung.

Hinterher habe ich dann noch Evelyn Kühne getroffen. Mit „Willkommen im kleinen Ostseehotel- Frühlingsgefühle“ ist der 2. Teil ihrer neuen Reihe rund um ein Hotel in Ahrenshoop auf dem Darß erschienen.

Gegenüber am Stand der „Mörderischen Schwestern“ gab es dann ein Wiedersehen mit Carola Christiansen und Carolin Srugies sowie Gesine Berg. Alle drei Autorinnen hatte ich neulich in Hamburg schon kennengelernt.

Aber hier gab es auch neue Bekanntschaften, so habe ich Ivonne Keller und Susanne Ziegert kennengelernt und freue mich darauf, von beiden was zu lesen.

Schon Bücher gelesen habe ich von Sina Beerwald, die ich am Stand bei Piper getroffen habe mit ihrem aktuellen Buch „Pfotenglück – Dackel Max sucht seine große Liebe„. Ich kenne von der Autorin ihre historischen Sylt-Romane.

Beim nächsten Verlag lief mir dann noch Florian Schwiecker über den Weg. Seine Lesung im Oldesloer Kurpark ist immer noch im Hinterkopf vieler Gäste von damals, ich habe mal nach einer Wiederholung gefragt…

Dann wurde es Zeit für das ZDF.

Aber nicht, um das Mainzelmännchen zu treffen, nein: Er war da… Roland Kaiser zum Greifen nah, stellt sein Buch „Live- Das Roadbook“ vor

Ein schönes Ende vom 2. Messetag.

Sonnabend

Der Tag beginnt mit einem Highlight: Bloggertreffen bei Dumont mit zwei tollen Autoren.

Caroline Wahl mit ihrem ersten Roman „22 Bahnen“ und Ewald Arenz mit „Die Liebe an miesen Tagen„. Ewald Arenz habe ich hier im Blog neulich schon vorgestellt. Caroline wollte „irgendwas mit Literatur“ machen und hat Germanistik und Deutsche Literatur studiert. Für ihren ersten Roman hat sie 1,5 Jahre gebraucht. Sie kann auch im Cafe schreiben und hört gerne Musik beim Schreiben. Ewald Arenz nimmt sich nicht bewusst Pausen zwischen den Büchern, aber nach einem erfolgreichen Buch kommt ein Loch „schaffe ich so etwas nochmal“ und aus dem Loch muss man erstmal rauskommen. Für ihn ist wichtig: Autoren können nicht schreiben ohne zu (Er-)leben.

Anschließend habe ich mir im Signierbereich noch ein Buch von Meike Werkmeister signieren lassen.

Für mich ganz spannend war dann noch ein Blick auf den Signiertisch „nebenan“. Da habe ich Jane Hell und Sandy Dobelstein kennengelernt. Jane schreibt Ostseeromane aus Eckerförde, Sandy Liebesgeschichten aus Schleswig-Holstein und ist in Dithmarschen unterwegs. Solche Begegnungen machen immer richtig Spaß und hier waren Nordlichter unter sich.

Zum Abschluß ging es dann noch zu einem Meet & Greet bei Tolino mit einer spannenden Idee:

Ich hatte Ivonne Keller ja die Tage vorher als Krimiautorin kennengelernt. Sie hatte mir aber verraten, dass sie aktuell als Stina Jensen einen Roman geschrieben hat, der auf einer Nordseeinsel spielt. Und die Idee ist interessant, denn vier Autorinnen haben sich für eine Reihe zusammen getan. Alle vier Romane spielten auf Nortrum, einer erdachten Nordseeinsel.

Zusammen mit Stina Jensen waren Karin Lindberg und Karin Koenicke beim Meet & Greet und ich bin gespannt auf die Lektüre.

Neben den Autorinnen und Autoren habe ich dann auch noch Bloggerkolleginnen persönlich getroffen, die ich bisher nur von Facebook kannte. Das hat wieder richtig Spaß gemacht. Ich freue mich auf die nächste Messe.

„Tod auf Mallorca“

Kriminalroman von Bea De Olivera, erscheint am 27.04.2023 bei Piper

Inhalt:

Privatermittlerin Aimée Sander wird beauftragt, den Mord an einer Yoga-Queen in einem mallorquinischen Wellness-Hotel aufzuklären. Schulden, ein Verlobter und das Umwelt-Engagement des Opfers sorgen für Motive, aber Aimée lässt sich nicht auf falsche Fährten locken. Es reicht, dass ihr ein alter Fall um ein vermisstes Mädchen zeitgleich um die Ohren fliegt. Doch dann durchkreuzt Aimées Tochter ihre Recherchen, und plötzlich fordert der perfide Mörder Aimée zu einem tödlichen Spiel heraus …

Eigene Meinung:

Bei dem Buch ist es nicht übertrieben, zu sagen: pures Mallorca-Feeling. Man fühlt sich beim Lesen, als wenn man auf der Insel ist. Das Essen, die Gerüche, der Lebensstil, über alles kann man sich in dem Buch freuen. Dazu dann noch ein spannender Krimi mit einer wirklich coolen Ermittlerin. Dabei geht es um sehr aktuelle Themen, wie der Gegensatz zwischen Tourismus mit Hotelbauten und den Wünschen der Bewohner nach einer intakten Umwelt. Dabei ist der Krimi flott geschrieben und die Überschriften mit Ort und Zeitpunkt erleichtern die Orientierung, so dass einem spannenden Lesevergnügen nichts im Wege steht. Mir hat die Ermittlerin sogar so gut gefallen, dass ich mir eine Fortsetzung wünschen würde. Eine Lesevergnügen- nicht nur für den nächsten Mallorca-Urlaub.

„Lesung mit Kristina Hauff in Eutin“

Auf Einladung der Buchhandlung Hoffmann hat Kristina Hauff letzten Freitag in Eutin aus ihrem Buch „In blaukalter Tiefe“ gelesen. Das war ein sehr humorvoller, interessanter Abend und ich habe das Buch tatsächlich nochmal anders erlebt als beim eigenen Lesen.

Kristina Hauff lebt mit ihrer Familie in Berlin und hat erst mit 40 Jahren angefangen zu schreiben. Das fing dann zunächst mit Krimis unter ihrem richtigen Namen Susanne Kliem an. Davor hat sie in verschiedenen Berufen gearbeitet, u.a. als Journalistin und beim Theater. In diesen Berufen ist sie nicht richtig glücklich geworden, da man immer extrem fremd bestimmt ist, was denken die Anderen? Durch das Schreiben konnte sie mit ihrer Innenwelt Kontakt aufnehmen und schaltet beim Schreiben den Kopf aus, eine „lebensrettende Maßnahme“.

Die Autorin liebt Kammerspiele aller Art, wo wenige Figuren da sind, die nicht ausweichen können. Dabei sind „Lebenslügen“ ihr absolutes Lieblingsthema. So hatte sie schon ihren Eltern gewünscht, das irgendwas passiert, was eine Veränderung auslöst und die gutbürgerliche Fassade bröckeln lässt, hinter der die Beteiligten unglücklich waren. Das lässt sie jetzt ihren Romanfiguren angedeihen, jemand kommt von außen und bringt alles zur Eskalation.

Kristina Hauff hat 30 Jahre Segelerfahrung, was für das Buch wichtig war. Segeln ist die schönste Fortbewegung, so die Autorin, man muss halt nur die richtigen Leute mitnehmen.

Bei einem neuen Roman dauert die erste Fassung 4 Monate und es vergeht 1 Jahr bis das Buch dann gedruckt wird. Dabei gibt es für Kristina Hauff unterschiedliche Inspirationen. Das können Presseartikel sein, eigene Empfindungen oder ein Anstoß von außen. Bei dem aktuellen Buch war der Grundgedanke, fünf Menschen segeln los, nur vier kommen zurück.

Da sie im Roman mehr Freiheiten hat als im Krimi, bleibt die Autorin auch künftig bei Romanen, sie hat ihre Form gefunden. Und alle Bücher haben mit Wasser zu tun…

Ich habe diesen unterhaltsamen Abend mit einer tollen Autorin sehr genossen. Es kommt nicht so oft vor, dass ich ein Buch kurz vor der Lesung schon gelesen habe. Und irgendwie habe ich einige humorvolle Stellen beim Lesen nicht als solche empfunden, beim Zuhören ist mir das dann aufgefallen. Auf jeden Fall ein Segeltörn in stürmischer See…

Und hier geht es zur Inhaltsangabe und zur Rezi:

„In blaukalter Tiefe“ Inhalt und Rezi