„Tatort Nord 2“

Urlaubskurzkrimis von Helgoland bis Usedom, herausgegeben von Franziska Henze, Anke Küpper, Yvonne Wüstel, erschienen bei HarperCollins

Inhalt:

Die deutsche Küste und der Norden haben so einiges zu bieten: frische Luft, tolle Landschaft, wortkarge Mitmenschen – und den ein oder anderen Mörder! Während die Sonne scheint und die Wellen glitzernd an den Strand spülen, stehen unsere Ermittler vor einer Herausforderung. In 21 Kurzkrimis untersuchen sie die Fälle, die alle nur eins gemeinsam haben: den Tatort …
Mit Kurzkrimis von Gesine Berg, Ulrike Bliefert, Carola Christiansen, Anja Gust, Jutta Götze, Kathrin Hanke, Franziska Henze, Eva Jensen, Anke Küpper, Angela Lautenschläger, Alexa Linell, Anja Marschall, Bettina Mittelacher, Ricarda Oertel, Alex Roller, Regina Schleheck, Bea Schreiner, Regine Seemann, Carolyn Srugies, Sabine Weiß und Fenna Williams

Eigene Meinung:

Und auch der 2. Teil von Tatort Nord hat mir wieder viel Spaß gemacht. Die Urlaubskurzkrimis sind so abwechslungsreich und interessant wie die Orte, in denen sie spielen. Alle Handlungsorte sind an Nord- und Ostsee in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie in Hamburg. Alleine diese Orte sind schon sehr interessant. Wenn diese dann aber noch zum Handlungsort kurzweiliger Krimis werden, umso besser. Und ich war wieder verblüfft, wie schnell es gehen kann, dass jemand ermordet wird. Frauen sind da sehr einfallsreich unterwegs, man sollte da sehr vorsichtig sein. Besonders auch, wenn die „Mörderischen Schwestern“ ihre Finger im Spiel haben, so wie bei diesen Kurzkrimis. Wunderbare Urlaubslektüre und nicht nur das…

„Mord in Bordeaux“

Ein kulinarischer Krimi von Sandrine Albert, erschienen im Ullstein Verlag

Inhalt:

Für Privatdetektivin und Foodbloggerin Claire Molinet könnte der Tag nicht schöner ausklingen – sie genießt vorzügliche Gambas und einen kühlen Tropfen Weißwein in einem Sternerestaurant. Doch plötzlich bricht am Nebentisch ein bekannter Politiker tot zusammen. Alles deutet auf einen Giftmord hin, und Commandant Raoul Chénier von der Police nationale übernimmt den Fall. Als Claire von zwei weiteren mysteriösen Vergiftungen erfährt, beschließt sie, Raoul bei den Ermittlungen zu unterstützen. Bei ihren Recherchen stößt sie auf Verbindungen zu einem politischen Skandal, der weit in die Vergangenheit zurückreicht. Zu spät erkennt Claire, dass sie sich dabei in ein Netz aus Intrigen verstrickt, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.

Eigene Meinung:

Das Buch ist schon der 2. Fall für Claire Molinet. Ich kenne den ersten Fall nicht, es ist aber kein Problem, direkt beim zweiten Fall einzusteigen und der hat mir sehr gut gefallen. Was relativ ruhig anfängt, entpuppt sich schon sehr bald als ein sehr komplexer Fall. Dabei hat mich die Kombination aus einem kulinarischen Krimi und spannenden politischen Fragen schon sehr gefangen genommen. Das ist sehr gut und flüssig zu lesen und spannend ist der Fall auch. Mir hat Claire als Hauptfigur und Ermittlerin sehr gut gefallen. Eine Frau, mit allen Wassern gewaschen und Humor gibt es auch reichlich. Ganz nebenbei gibt es noch viel „Atmosphäre“ aus Bordeaux, was mir auch gut gefallen hat. Zu Anfang hätte ich mir vielleicht einige Kürzungen gewünscht, aber ab der Mitte wird es dann richtig spannend. Außerdem ist das Buch sehr liebevoll gestaltet, so gibt es am Ende eine Playlist und auch Rezepte. Insgesamt eine Leseempfehlung für Liebhaber von Frankreich-Krimis.

„UN-WORTE“

Kriminalroman von Angelika Flotow, erschienen im Spica Verlag GmbH

Inhalt:

Apotheker Dr. Klangweiler wird jäh aus seiner Euphorie über den glücklichen Neuanfang in dem Hamburger Vorort gerissen, als das Zwergkaninchen seiner Tochter geköpft vor ihm liegt. Noch ahnt er nicht, dass dies erst der Anfang einer Serie von Anschlägen auf seine Familie ist. Sein Nachbar und Freund, der junge Polizist Lukas Mundt, ermittelt in dem Fall. Doch die schwere Erkrankung seines Sohnes, die unregelmäßigen Dienstzeiten, der Wunsch, ein guter Polizist und gleichzeitig immer für seine kleine Familie da zu sein, setzen Lukas immer mehr zu. Trotz eigener Probleme hilft ihm seine patente Großmutter nach Kräften. Aber dann erfährt Lukas, dass sie ihm etwas Wesentliches verschwiegen hat. Vollends zusammen bricht seine Welt, als er erkennt, wer für die Anschläge auf den Apotheker verantwortlich ist.

Eigene Meinung:

Dieser Kriminalroman hat mir sehr gut gefallen. Schon das Setting ist etwas ungewöhnlich, man lernt zwei Familien kennen, die nebeneinander wohnen, dazu aber auch noch weitere Personen in einer schleswig-holsteinischen Kleinstadt, denn insbesondere die Großmutter von Lukas hat noch viele Bekannte. Dabei wechselt die Erzählperspektive zwischen mehreren Personen. Das tut dem Erzählfluss aber keinen Abbruch. Man ist als Leser innerhalb kürzester Zeit in der Stadt angekommen und hat das Gefühl, die Personen schon zu kennen. Dazu ist es auch noch spannend, wie sich die Geschehnisse um den Apotheker und seine Familie entwickeln und die Auflösung war für mich überraschend. Insgesamt ein ruhiger Kriminalroman, der mit seinem ungewöhnlichen Setting und seinen wunderbar beschriebenen Personen überzeugt. Für mich auch ein Buch, was länger im Kopf bleibt, weil es mal etwas anders ist.

„Schnappt Scholle“

Ein Küsten-Krimi von Krischan Koch, erschienen bei dtv

Inhalt:

Altganove Hans–Peter Scholz, genannt »Scholle«, plant mit seinen früheren Bandenmitgliedern den letzten großen Coup seines Lebens. Doch statt dem Casino Travemünde wird es die Raiffeisenbank in Fredenbülls Nachbarort Schlütthörn. Von der örtlichen Bäckerei aus will die Bande einen Tunnel in den Tresorraum graben. Da trifft es sich gut, dass Scholles Knastbruder Timo als gelernter Bäcker gerade die verwaiste Bäckerei im Ort übernommen hat. Als aber eines Morgens ein Toter in schwarz-weiß karierter Bäckerhose in der Sperrmüllpresse aufgefunden wird, geraten Scholles Grabungsarbeiten ins Stocken, die Region hat einen Backwarenengpass und der unterbeschäftigte Polizeihauptmeister Thies Detlefsen endlich wieder einen Mordfall!

Eigene Meinung:

„Ein Küsten-Krimi“ steht auf dem Cover. Ich würde daraus eher „ein unnachahmlicher Küstenkrimi“ machen. Ein echter Krischan Koch eben. Im 11. Band der Reihe freut man sich als Leserin auf das Wiedersehen mit den bekannten Personen aus Fredenbüll. Dieses Mal kommt noch reichlich Personal dazu, denn eine ganze Crew macht sich daran, die Bank auszurauben. Der Krimi ist spannend und wird zum Schluss sauber aufgelöst, dazu gibt es staubtrockene Dialoge und Beschreibungen, ich hätte mich teilweise weglachen können. Der Schreibstil von Krischan Koch ist für diese Art Küsten-Krimi einfach großartig, das ist beste Unterhaltung. Ich hatte sehr viel Spaß und freue mich schon auf den nächsten Band.

Blogtour zu „Die toten Engel von Kreta“

Und nun geht es weiter zum Buch:

Kriminalroman von Anja Marschall, erschienen bei Emons

Inhalt:

Die dunkle Seite Kretas, eindrücklich in rasante Bilder gesetzt. Thea reist nach Kreta, wo ihre Tochter einen tödlichen Unfall hatte. Doch die Tote, die sie identifizieren soll, ist nicht Anna. Wo ist ihr Kind? Zusammen mit einem geheimnisvollen Einheimischen, der sich Alexis nennt, stellt Thea auf eigene Faust Nachforschungen an, denn die Behörden verweigern ihre Hilfe. Nach und nach muss sie jedoch erkennen, dass Alexis von ganz eigenen Motiven angetrieben wird. Wer ist er wirklich – und was will er von Theas Tochter?

Eigene Meinung:

Mit diesem Krimi von Anja Marschall lernt man die Urlaubsinsel Kreta von einer ganz anderen, eher dunklen Seite kennen. Und während man der spannenden Handlung folgt, lernt man auch noch viel über die Landschaft, das Essen und das Leben auf Kreta. Dabei ist dieser Krimi sehr flüssig zu lesen. Man ist in diesem Buch sofort mitten im Geschehen, denn man kommt als Leser mit Thea auf der Insel an. Dann nimmt die Handlung auch bald richtig Fahrt auf. Dadurch, das man zwischendurch auch in einigen Kapiteln aus der Sicht von Anna dabei ist, wird zusätzliche Spannung erzeugt und es stellt sich dieses gewisse Unbehagen beim Lesen ein, was einen guten Krimi ausmacht. Insgesamt ein Lesevergnügen für Krimi-Freunde, nicht nur für den nächsten Kreta-Urlaub.  

Und hier geht es weiter mit der Blogtour bis zum 21.Mai 2023:

Und am 22.Mai 2023 endet die Blogtour um 18.00 Uhr mit einem Meet & Greek mit Anja Marschall. Per Zoom habt Ihr dann die Gelegenheit, mit der Autorin zu sprechen und alle Fragen loszuwerden. Die Zugangsdaten bekommt Ihr noch rechtzeitig.  

„Tod auf Mallorca“

Kriminalroman von Bea De Olivera, erscheint am 27.04.2023 bei Piper

Inhalt:

Privatermittlerin Aimée Sander wird beauftragt, den Mord an einer Yoga-Queen in einem mallorquinischen Wellness-Hotel aufzuklären. Schulden, ein Verlobter und das Umwelt-Engagement des Opfers sorgen für Motive, aber Aimée lässt sich nicht auf falsche Fährten locken. Es reicht, dass ihr ein alter Fall um ein vermisstes Mädchen zeitgleich um die Ohren fliegt. Doch dann durchkreuzt Aimées Tochter ihre Recherchen, und plötzlich fordert der perfide Mörder Aimée zu einem tödlichen Spiel heraus …

Eigene Meinung:

Bei dem Buch ist es nicht übertrieben, zu sagen: pures Mallorca-Feeling. Man fühlt sich beim Lesen, als wenn man auf der Insel ist. Das Essen, die Gerüche, der Lebensstil, über alles kann man sich in dem Buch freuen. Dazu dann noch ein spannender Krimi mit einer wirklich coolen Ermittlerin. Dabei geht es um sehr aktuelle Themen, wie der Gegensatz zwischen Tourismus mit Hotelbauten und den Wünschen der Bewohner nach einer intakten Umwelt. Dabei ist der Krimi flott geschrieben und die Überschriften mit Ort und Zeitpunkt erleichtern die Orientierung, so dass einem spannenden Lesevergnügen nichts im Wege steht. Mir hat die Ermittlerin sogar so gut gefallen, dass ich mir eine Fortsetzung wünschen würde. Eine Lesevergnügen- nicht nur für den nächsten Mallorca-Urlaub.

„Muschelträume“

Roman von Svenja Lassen, erschienen bei Blanvalet in der Penguin Random House Verlagsgruppe

Inhalt:

Nora ist überglücklich! Die Zeit der Fernbeziehung mit ihrem Freund Markus ist endlich vorbei. Noras Kisten sind gepackt, der Umzugswagen steht schon vor der Tür als Markus plötzlich verkündet, er braucht eine Beziehungspause. Per Brief! Wer macht denn bitte so was? Nora beschließt, jetzt endlich mal etwas für sich zu tun: Das Meer wiedersehen und den schönen Gendarmenpfad an der Ostseeküste bewandern. Ihre unbequemen Wanderschuhe machen ihr allerdings schnell einen Strich durch die Rechnung. Zum Glück rettet sie ein Einheimischer und bietet ihr eine Mitfahrgelegenheit nach Flensburg an. Wenn ihr Retter Bent ihr nur nicht so unsympathisch vorkommen würde … Etwas, das sich schneller ändert, als Nora sich hätte vorstellen können … Und auch die Beziehung zu Markus ist noch nicht endgültig vom Tisch. Oder doch?

Eigene Meinung:

Das Buch ist der Beginn einer „Romantischen Küstenliebe-Reihe“ und hat mir sehr gut gefallen. Ein echter Wohlfühlroman, der sich gut und flüssig lesen läßt. Dazu ganz viel Ostsee-Atmosphäre aus der Gegend um Flensburg, die man meistens nicht so gut kennt. Und es ist gut zu lesen, dass man manchmal auch einfach Mut braucht, um aus Krisen im Leben etwas Neues zu machen. Dazu hat die Autorin in diesem Buch so viele Figuren warmherzig und gut beschrieben, dass ich manchmal schon selbst das Gefühl hatte, auf dem Campingplatz bei Flensburg zu sein. Das hat richtig Spaß gemacht. Außerdem ist das Buch auch sehr liebevoll gestaltet. So gibt es am Ende ein Kuchenrezept und den passenden Soundtrack. Insgesamt beste Lese-Unterhaltung und ich freue mich auf mehr. Bis dahin muss ich dringend mal wieder nach Flensburg…

„Dünenrache“

Ein Nordsee-Krimi von Hendrik Berg, erschienen im Goldmann Verlag

Inhalt:

In Husum genießt Kommissar Theo Krumme gerade die winterliche Ruhe an der Nordsee, als er in einem merkwürdigen Mordfall auf der Insel Sylt hinzugezogen wird. Der Maler Adrian Maurer steht unter Verdacht, seine Ehefrau umgebracht zu haben – doch von ihrer Leiche fehlt jede Spur, und der Künstler beteuert Krumme gegenüber vehement seine Unschuld. Sagt der Mann wirklich die Wahrheit? Oder ist er ein eiskalter Mörder? In den Sylter Dünen stößt Krumme bald auf düstere Geheimnisse, die auch mit seiner eigenen Vergangenheit verbunden sind …

Eigene Meinung:

Dieser Nordsee-Krimi ist der 9. Fall für Kommissar Krumme. Und ich mag diesen Kommissar absolut gerne. Nicht hektisch und kein Superheld, dafür ermittelt er in Ruhe und erfolgreich. Dabei hat er es hier nicht einfach. Die Kollegen auf Sylt sind so gar nicht begeistert von seiner Verstärkung. Mir hat dieser Fall besonders viel Spaß gemacht, gab es doch eine kräftige Brise Sylt-Feeling zu einer spannenden Ermittlung. Das Buch ist ein wunderbarer Regional-Krimi, fest verwurzelt in Nordfriesland, dieses Mal auf Sylt. Das Buch fängt die Atmosphäre sehr gut ein. Spannend bis zum Ende und dabei sehr gut zu lesen. Für die Fans von Regio-Krimis, die an der Nordsee spielen, eine absolute Leseempfehlung. Und ich freue mich auch auf den nächsten Fall für Kommissar Krumme.

„In blaukalter Tiefe“

Roman von Kristina Hauff, erschienen bei hanserblau in der Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG

Inhalt:

Caroline und ihr Mann Andreas erfüllen sich mit ihrem Segeltörn in die wildromantischen schwedischen Schären einen lang gehegten Traum. Auch Andreas’ junger Anwaltskollege Daniel und seine Freundin Tanja sind an Bord sowie der undurchschaubare, faszinierende Skipper Eric. Der Törn beginnt mit frischem sonnigen Wetter und erlesenen Abendessen, doch bald wird die See rauer und verborgene Konflikte lassen die Luft unter Deck immer drückender erscheinen. Bis eines Nachts ein gefährlicher Sturm losbricht und sich die Bootsgesellschaft in tödliche Gefahr bringt.

Eigene Meinung:

Dieser Roman hat es wirklich in sich. Denn die räumliche Enge auf dem Schiff sorgt dafür, dass jede Menge Konflikte zwischen den Gästen aufbrechen, was insbesondere dadurch heftig wird, dass Andreas auch noch der Chef von Daniel ist und ein wirklich sehr spezieller. Und so gibt es dann auch gewisse Abhängigkeiten, die gnadenlos ausgenutzt werden. Als Leser kann man das gut verfolgen, denn die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der vier Gäste erzählt. Dazu überzeugt Kristina Hauff wieder mit einem sehr angenehmen Schreibstil. Und auch wenn das Buch kein Krimi ist, wird es im letzten Drittel sogar noch spannend, denn mit dem Sturm auf der See eskaliert auch die Lage der Schiffsbesatzung und man fragt sich, wer wie durch den Sturm kommt. Für Liebhaber von Romanen, die gerne einen tiefen Blick auf menschliche Verhaltensweisen mögen und dabei keinen Thriller wollen, eine klare Leseempfehlung.

„Jahre mit Martha“

Roman von Martin Kordic, erschienen bei S. Fischer

Inhalt:

Željko, der von allen »Jimmy« genannt wird, ist fünfzehn, als er sich in Martha verliebt. Sie ist Professorin in Heidelberg, er lebt mit seinen Eltern und Geschwistern zu fünft in einer Zweizimmerwohnung in Ludwigshafen. Martha hat, was Željko sich sehnlichst wünscht: Bücher, Bildung und Souveränität. Mit Martha besucht er zum ersten Mal ein Theater, sie spricht mit ihm, wie sonst niemand mit ihm spricht. Mit Marthas Liebe wächst Željkos Welt. Doch welche Welt ist es, die er da betritt und wen lässt er dafür zurück? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Begehren und Ausbeutung?

Eigene Meinung:

Dieses Buch ist vieles. Ein Liebesroman über eine ungewöhnliche Beziehung und auch ein Roman, der einen interessanten Einblick ermöglicht, wie es ist, wenn man seine Heimat verloren hat und in Deutschland Zuflucht gefunden hat. Wie schwierig es ist, sich mit der ganzen Familie finanziell über Wasser zu halten und sich zu integrieren. Besonders auch dann, wenn einem die unterschiedlichen Klassen einer Gesellschaft regelmäßig vor Augen geführt werden. Die Hauptfigur in diesem Buch hat dabei noch das Glück, dass er mit Martha jemanden findet, der ihm Möglichkeiten eröffnet, die sonst verschlossen gewesen wären. Dazu die Beziehung einer älteren Frau mit einem Jungen. Viele Aspekte, die das Buch sehr vielschichtig machen und dabei ist es gut zu lesen. Trotzdem bin ich mit Jimmy nicht so richtig warm geworden, denn einige Dinge habe ich nicht nachvollziehen können, denn wenn sich schon Türen öffnen, sollte man das auch nutzen. Aber wer mal einen authentischen Blick auf die Probleme, die Zuwanderer in Deutschland haben, auch wenn sie schon länger bei uns leben, werfen möchte, ist bei diesem Buch richtig.