„Das Schweigen der Kegelrobben“ und eine Lesung in Bad Oldesloe

Ein Insel-Krimi von Krischan Koch, erschienen bei dtv

Inhalt:

Kommissarin Stappenbek hat sich überreden lassen, das Treffen mit ihrer früheren Jugendgruppe auf Amrum zu organisieren, wo man zuletzt im Herbst 1998 gemeinsam war. So richtig sympathisch fand Nicole die Leute schon damals nicht, trotzdem ist sie neugierig, was aus ihnen geworden ist. Doch mit der Wiedersehensfreude ist es schlagartig vorbei, als der »schöne Alex« äußerst unschön und tot über der Toilette des früheren Jugendheimes hängt. Nicole beordert sofort ihren Kollegen Thies Detlefsen auf die Insel, der zur Unterstützung halb Fredenbüll mitbringt. Als noch ein weiterer Teilnehmer verschwindet, geht die Angst um auf der Insel. Alle Spuren weisen in die Vergangenheit, in den Herbst vor fast 27 Jahren. Nicole beschleicht eine böse Ahnung …

Susannes Meinung:

Der 13. Fall für den Fredenbüller Dorfpolizisten Thies Detlefsen ist wieder ein Krisch Koch in Höchstform. Die gesamte „Belegschaft“ von dem Imbiss in Fredenbüll befindet sich auf Amrum und so gibt es in diesem Buch auch sehr viel Inselflair, was mir richtig Spaß gemacht hat. Interessant fand ich auch die Rückblenden zu der Pallas-Katastrophe vor Amrum, an die ich mich auch noch mit Schrecken erinnere. Dazu gibt es einen spannenden Krimi-Fall mit reichlich Toten, der am Ende schlüssig aufgelöst wird. Dadurch, dass die gesamte „Belegschaft“ aus dem Imbiss auf Amrum dabei ist, gibt es auch ein Wiedersehen mit den so liebevoll angelegten Figuren. Und so war das Buch wieder großes spannendes Lesevergnügen mit viel Küstenflair und Humor.

Lesung aus „Das Schweigen der Kegelrobben“ in Bad Oldesloe

Und dann hatte ich im April 2025 noch das Glück, Krischan Koch bei seiner 1. Lesung in Bad Oldesloe (das wurde auch mal Zeit!) zu erleben. Diese Lesungen sind immer ein besonders großes Vergnügen. Krischan Koch liest immer sehr engagiert und erweckt mit seiner Stimme seine Figuren zum Leben, das ist beste Unterhaltung.

Der Autor lebt in Hamburg und hat einen 2. Wohnsitz auf Amrum. Nachdem er in Hamburg Germanistik und Geschichte studiert hat, hat Krischan Koch als Journalist gearbeitet und Filmkritiken geschrieben. Das erklärt auch seine Buchtitel, die immer in Anlehnung an einen Filmtitel gewählt sind.

Der Autor hat immer schon geschrieben, zu den Krimis ist er dann gekommen , als Regionalkrimis gut liefen. Und zum Glück ist der 14. Band rund um Fredenbüll auch schon in Arbeit – ich freue mich darauf.

„Echokammer“

Thriller von Ingar Johnsrud, aus dem Norwegischen von Daniela Stilzebach, erschienen im  Droemer Verlag

Inhalt:

Während die Wahl des norwegischen Parlaments immer näher rückt, arbeiten die Anti-Terror-Ermittler Liselott Benjamin und Martin Tong fieberhaft daran, einen Anschlag zu vereiteln. Hinweise deuten auf eine kleine Gruppe rechtsnationaler Extremisten, die im Besitz einer großen Menge Rizin sein sollen. Doch was genau haben sie vor? Gleichzeitig nimmt der Wahlkampf immer abgründigere und undurchsichtigere Züge an. Strategische Kampagnenmanöver, politische Intrigen oder manipulative Kräfte von außen – was steckt dahinter? Klar ist nur eins: Irgendjemand will das Land ins Chaos stürzen. Und die Uhr tickt!

Michis Meinung:

Dieser norwegische Thriller überzeugt mich auf ganzer Linie. Von Anfang bis zum Ende wird der Spannungsbogen hoch gehalten. Das neu installierte Ermittlerteam Benjamin & Tong muss sich immer wieder neu auf unerwartete Begebenheiten einstellen. Die politische Lage und die maßgebliche Einflussnahme der Medien durch Fake News ist erschreckend Realitätsnah. Der geplante- und in Teilen erfolgte Terroranschlag erzeugt parallel Spannung und Nervenkitzel. Ein wirklich gelungener Thriller.

„Lesung von Arezu Weitholz in Bad Segeberg“

       

Im März hat Arezu Weitholz in Bad Segeberg auf Einladung der Buchhandlung Druckwerk ihr Buch „Hotel Paraiso“ vorgestellt. Ich bin ja von dem Buch sehr begeistert und habe dazu auch schon eine Rezension veröffentlicht. Umso gespannter war ich jetzt, die Autorin auch mal persönlich zu erleben. Und es war ein toller, unterhaltsamer Abend.

Dabei erzählte Arezu Weitholz, dass die Musik bei ihrer Arbeit eine große Rolle spielt. Und so hat sie auch an dem Album „Mensch“ von Herbert Grönemeyer mitgearbeitet, was dazu führte, dass sich weitere Künstler in den letzten 25 Jahren gemeldet haben.

Als Reisejournalistin ist sie auch noch Portugal gereist, außerhalb der Saison, und hat dort die Menschen „hinter den Kulissen“ kennengelernt. Und so ist die Idee zu „Hotel Paradiso“ gekommen.  

Die Arbeit als Autorin bezieht sich oft auf das Meer. Die Liebe zum Meer begann schon als Kind in der Lübecker Bucht, wo die Familie Urlaub gemacht hat. Dazu passt es dann auch, dass die Autorin Fischgedichte schreibt. Ursprünglich hat sie die Fischgedichte geschrieben, um ihre Mutter zum Lachen zu bringen. Inzwischen gibt es  mittlerweile 4 Bände mit Fischgedichten. Einige köstliche Kostproben gab es im Rahmen der Lesung dann auch noch. Insgesamt ein gelungener Abend.

Und noch ein Tipp zum Schluss: auf der Homepage von Arezu Weitholz gibt es auch leckere Rezepte aus „Hotel Paraiso“ zum Download.

„Fischbrötchen und Erdbeerbonbons“

Ein Ostseeroman von Jane Hell erschienen im Kampenwand Verlag

Inhalt:

Isa ist glücklich mit ihrer Arbeit als Bonbonkocherin im Küstenort Eckernförde an der Ostsee. Nur mit der Liebe könnte es besser laufen. Mit fast dreißig Jahren denkt sie noch viel zu oft an die prickelnden Sommertage mit ihrer Jugendliebe Erik zurück. Vollkommen unerwartet taucht er nach dreizehn Jahren Funkstille dann wieder auf, doch ihre Lebenswelten könnten nicht unterschiedlicher sein: Erik lebt in New York und Isa ist in das idyllische Norderby an der Schlei gezogen.Fast zeitgleich zerbricht die Beziehung von Isas bestem Freund Sönke und erinnert sie an ein altes Versprechen, das die Freunde sich einst gaben. Als dann auch noch Isas berufliche Zukunft ins Wanken gerät, ist das Chaos perfekt.

Susannes Meinung:

Fischbrötchen und Erdbeerbonbons sind, kulinarisch gedacht, eine interessante Kombination, hier im Buch ergibt sich daraus ein schöner Sommerroman. Die Geschichte bezaubert durch den Charme von Norderby und die liebevoll dargestellten Hauptpersonen. Dabei ist das Buch in sich abgeschlossen, man braucht nicht die Reihe vorher zu lesen (kann es aber natürlich). So ein Miteinander von Freunden und Nachbarn wie hier im Buch wünschen sich bestimmt viele im Leben. Dazu geht es um die Frage, was eine Freundschaft ausmacht und wie es ist, wenn man im Leben unerwartet eine Gelegenheit bekommt, mit der man nicht mehr gerechnet hat. Insgesamt ein entspannt zu lesender, unterhaltsamer Sommerroman.    

„Umlaufbahnen“

Roman von Samantha Harvey, aus dem Englischen von Julia Wolf, erschienen bei dtv

Inhalt:

Sechs Astronauten schweben in einer Raumstation durchs All. Den Planeten Erde umkreisen sie in 90 Minuten, sechzehnmal in 24 Stunden. Die zwei Frauen und vier Männer aus ganz unterschiedlichen Nationen arbeiten, essen und schlafen auf engstem Raum – und doch ist alles losgelöst vom Alltag, Schwerkraft und Zeitempfinden sind außer Kraft gesetzt. Was passiert, wenn man seine Heimat nur aus weiter Ferne durch ein kleines Fenster sieht? Wie verändern sich Denken und Fühlen? In dem Zeitraum von nur einem Tag, während die Sonne sechzehnmal auf- und untergeht, betrachtet dieser poetische Roman die großen und kleinen Fragen der Menschheit und bringt uns der Schönheit des Universums ganz nahe.

Susannes Meinung:

Dieser Roman ist wirklich beeindruckend, denn man erfährt vieles über die Tätigkeit der Astronauten, eine Welt, die mir bisher völlig fremd  war. Man erfährt viel über das Leben in einer Raumstation und hat auch einen Blick in das Gefühlsleben der Astronauten, die lange von ihren Familien und dem Leben auf der Erde getrennt werden. Außerdem ermöglicht der Roman mit wunderbaren Beschreibungen sehr interessante Blicke auf die Erde und das im wörtlichen Sinne. Die Astronauten sehen sehr viel bei ihrem Blick auf die Erde, gerade was Natur und Umwelt betrifft. Ein bisschen schwierig fand ich die Personen in dem Buch, mit ihnen bin ich nicht so richtig warm geworden. Aber insgesamt ein ungewöhnlicher, kraftvoller Roman, den man auch nicht so schnell vergisst.

„Sommerhimmel über dem Möwenhof“

Roman von Frida Jacobsen, erschienen im Aufbau Taschenbuchverlag

Inhalt:

Für einen Neuanfang zieht Maren mit ihren Kindern zurück an die Nordseeküste, wo ihre Familie auf dem Möwenhof ein gemütliches Bed & Breakfast betreibt. Als sich Maren Hals über Kopf in den Bootsbauer Henning verliebt, könnte ihr Glück perfekt sein. Doch gerade jetzt plant ihr Onkel, das idyllische Kleinod zu verkaufen. Die Frauen vom Möwenhof geben nicht auf und setzen alles daran, ihn umzustimmen. Marens Beziehung zu Henning wird dabei auf eine harte Probe gestellt. Kann sie auf seine Unterstützung vertrauen und ihr Zuhause retten?

Susannes Meinung:

Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich muss sagen, ich bin sehr begeistert. Man ist beim Lesen sofort mittendrin und taucht dann ganz tief ein in die Geschichte. Neben viel Nordseeflair kann man sich an eine warmherzigen Geschichte erfreuen mit Figuren, die gefühlt mitten aus dem Leben kommen. Und so kam bei mir beim Lesen ständig der Wunsch, auch sofort auf dem Möwenhof Urlaub machen zu wollen. Dazu lässt sich die Geschichte sehr flüssig lesen, einfach ein echtes Wohlfühlbuch. Ich würde mich freuen, wenn es eine Fortsetzung gibt.

Leipziger Buchmesse 2025

Und auch in diesem Jahr hieß es für uns wieder: auf nach Leipzig zur Buchmesse. Und es war wie immer sehr schön, interessant, viele Eindrücke und tolle Begegnungen mit Büchermenschen: Autoren, Blogger, Verlagsmitarbeiter, das war wieder großartig und hat Spaß gemacht.

Etwas weniger spaßig waren die langen Schlangen am Eingang. Hier mal von der Seite fotografiert. Auf der einen Seite toll, dass so viele Menschen sich für das Lesen interessieren, auf der anderen Seite kostet es Zeit, wenn man da drin steht. Lange Schlangen gab es dann auch auf der Messe selbst, bei einigen Autoren zum Signieren und den angesagten Messeständen aus dem Genre New Adult. 

                                                                                                                                                                                                

Ich bin Donnerstag mit einem Besuch bei Stina Jensen gestartet. Und konnte dann gleich das neue Buch der Autorin, dass sie gemeinsam mit ihrer Lektorin Hannah Juli geschrieben hat, bestaunen. „Meerglück friesisch blau“ ist der Titel. Sie hat ihre Lektorin bei den Mörderischen Schwestern kennengelernt und aus der guten Zusammenarbeit ist dann jetzt das gemeinsame Buchprojekt geworden.

 

 

Für mich ging es dann weiter zu BL:OOM, einem neuen Format für Blogger auf der Leipziger Messe. 

Hier gibt es nicht nur einem Raum zum Arbeiten, sondern auch diverse Veranstaltungen. Und ich hatte das Glück, hier Maja Lunde zu erleben. Im Gespräch stellte sie ihren neuen Roman „Für immer“ vor, in dem es darum , dass die Zeit still steht. Es entwickelt sich nichts, niemand stirbt, niemand wird geboren, eine Frau bleibt immer schwanger. Was das mit den Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen macht, erzählt dieser Roman. Und es war großartig, diese tolle Autorin als Vertreterin des Gastlandes Norwegen zu erleben.

 

 

 

Dann hatte ich das große Glück, Gabriella Engelmann am Verlagsstand zu treffen. Gabriella gehört zu meinen Lieblingsautorinnen, ich liebe ihre Bücher schon seit vielen Jahren.

 

Ihr neues Buch „Der Gesang der Seeschwalben“ ist anders, als die bisherigen Bücher. Das ist auch Absicht, so die Autorin, sie ist älter geworden und wollte mal etwas anderes schreiben als die bisherigen Geschichten. Hier geht es jetzt auch um Psychologie und Vergangenheit, dazu ist die Erzählung auch noch auf die andere Seite von Sylt gewandert, ins Listland. Für mich hört sich das sehr spannend an, ich freue mich auf das Lesen.   

Auf dem Weg zu meinem nächsten Besuch habe ich dann bei Droemer Knaur einen neuen Lesestuhl entdeckt und bei Ullstein darf ein Bild von der Eule nicht fehlen – sonst ist der Messebericht unvollständig.

 

Am Stand der Mörderischen Schwestern konnte ich dann Britta Bendixen das Kompliment für ihren neuen Krimi „Die Friedhofsvilla“ gleich persönlich überbringen – ich habe es sehr gerne gelesen.

 

 

 

 

 

 

Weiter ging es zu Yvonne Struck, einer jungen Autorin, die ursprünglich aus Lübeck kommt, und deren Roman auch in der Gegend spielt. Wir hatten schon über Instagram Kontakt und haben uns nun auch persönlich kennengelernt.

 

 

 

Am Stand von Droemer Knaur habe ich dann Kästner & Kästner getroffen. Das Hamburger Ehepaar, das gemeinsam Hamburg-Krimis schreibt, war später noch in der Buchbar zu Gast und hat seinen 2. Krimi-Band vorgestellt. Es geht dabei um die Arbeit der Wasserschutzpolizei und die Einsätze haben immer einen realen Hintergrund. Angelique Kästner ist Psychologin, Andreas Kästner war bei der Wasserschutzpolizei, daher gibt es auch sehr authentische Krimis. Der 3. Band erscheint am 01.10. „Die letzte Fahrt nach Dockland“ und was mich besonders freut, im Juni werden sie in Bad Oldesloe zu Gast sein. Das wird spannend, interessant und lustig.

   

 

Der Stand von KiWi war optisch wieder ein Hingucker:

 

Währenddessen hat Michi dann auch einen seiner Lieblingsautoren getroffen: Ingo Bott war da und es gibt einen neuen aus der Pirlo-Reihe:Doppeltes Spiel“ heißt der 4. Fall für die Strafverteidiger Pirlo und Mahler. Michi schätzt an dieser Reihe, das Ingo Bott als hauptberuflicher Strafverteidiger auch weiß, worüber er schreibt. 

 

 

Den Donnerstag Abend haben wir dann wieder im Barfusz-Krimikeller in der Stadt verbracht und haben Marc Raabe zugehört, der. im Werkstattgespräch mit seiner Lektorin den 3. Band seiner Art Mayer-Serie „Die Nacht“ vorstellte. Der Autor hat zunächst Thriller geschrieben und dann mit Ermittlerkrimis „auf Serie“ gewechselt, weil sich in der Serie die Figuren in ihrer Welt weiterentwickeln können. Seit 3 Jahren ist er Vollzeitautor und lebt in Köln, während die Bücher in Berlin spielen.

 

Der Freitag begann für mich mit einem tollen Treffen bei Lovely-Books, der Online-Community, wo ich gerne an Leserunden mit Autoren teilnehme. Hier gab es mitten im ganzen Messetrubel ein tolles Gespräch mit Anika Decker, die Autorin hatte ihr neues Buch „Zwei vernünftige Erwachsende, die sich mal nackt gesehen haben“ dabei und es gab dann auch gleich ein Gespräch über Beziehungen, Lebenspläne und wenn alles anders kommt. Die Autorin wünscht sich, dass man mit einem guten Gefühl aus ihren Geschichten rausgeht, wo schon das Umfeld so viel Tragödien bietet, und freut sich, wenn sie jemand zum Nachdenken bringt.

Und ein weiterer Gedanke von Anika Decker hängt bei mir seitdem im Kopf fest: Ihrer Meinung nach gibt es zu wenig Liebesgeschichten für/mit älteren Frauen. Das ist auf jeden Fall ein Gedanke, den ich mal im Hinterkopf behalten werde. Dadurch, dass ich auch viele Krimis lese, ist mir das bisher nicht so aufgefallen. Aber auch bei den weiteren Bloggertreffen, wenn ich die Kolleginnen so angucke, gehört ich eher zu den älteren Teilnehmern. Und wir Frauen um die 50 müssen gucken, dass wir zwischen New Adult und Romance nicht zu kurz kommen. In ein paar Jahren wird das bestimmt ein Megatrend…. mal gucken.

Dann stand ein weiteres Highlight auf dem Programm: Ich hatte mich beim BL:OOM Portal zu einer Veranstaltung mit dem Preisträger Belletristik der Leipziger Buchmesse angemeldet. Reines Glücksspiel, ob das für mich interessant wird oder nicht. Auf jeden Fall ein tolles Angebot. Und ich hatte richtig Glück: eine meiner Lieblingsautorinnen hat den Preis bekommen: Kristine Bilkau wurde für ihre neues Buch „Halbinsel“ ausgezeichnet. Und nun stand sie für eine Bloggerveranstaltung zur Verfügung…

In dem neuen Buch geht es um eine Mutter-Tochter-Geschichte. Die Tochter hat einen Burn-out und kriecht bei der Mutter zur Erholung unter und igelt sich ein.. Dabei kollidieren dann die Weltbilder der beiden Frauen, sie haben sehr unterschiedliche Sichtweisen. Für Kirstine Bilkau ist dabei die Frage interessant, wie wir über das sprechen, was in der Welt passiert. In diesem Fall auch ein Dialogbuch zwischen den Generationen. Dabei ist das Buch komplett aus Sicht der Mutter geschrieben.       

Dann habe ich die beiden Schleswig-Holsteinischen Autorinnen Sandy Dobelstein und Jane Hell in Halle 5 besucht. Von Jane habe ich gerade „Fischbrötchen und Erdbeerbonbons“ gelesen, die Rezi folgt demnächst. Beide schreiben schöne, norddeutsche  Liebensromane, Janes Bücher sind an der Ostsee angesiedelt, Sandy lebt und schreibt an der Nordsee.

      

   

 

Bei den Mörderischen Schwestern hatte ich dann die Gelegenheit, die Hamburger Autorin Claudia Wuttke persönlich kennenzulernen. Sie hat unter dem Namen Sia Piontek gerade den zweiten Band ihrer Krimireihe um die ehemalige Mordermittlerin Carla Seidel rausgegeben, „Der Wolf im dunklen Wald“ heißt dieser Band und die Autorin darf sich über den Sprung in die Spiegel-Bestsellerliste freuen. Und ich werde mal bei Band 1 anfangen…

 

 

Am Stand der Mörderischen Schwestern ist immer viel los, und so konnte ich auch Alexa Linell treffen, deren beide Thriller ich sehr gerne gelesen habe. Und Zeit für einen kurzen Schnack mit Karen Kliewe blieb auch noch.

Gut, das Moni von Monis Zeitreise auch gerade vorbei guckte, da war das Bild schnell gemacht.

 

 

Ein kurzes Hallo dann noch bei Sylvia Bergman. Die norddeutsche Autorin stellte auf der Messe den 2. Band ihrer Sylt-Krimireihe vor, Kaiser und Thomsen ermitteln hier. Der 1. Band liegt schon bei mir bereit, wird auch Zeit, die Autorin hat den 3. Teil fertig.

 

 

Anschliessend gab es ganz andere Themen, ich war bei Kiepenheuer & Witsch zum Bloggertreffen eingeladen.

Der Ex-Fussballprofi Christoph Kramer stellte hier seinen Roman „Das Leben fing im Sommer an“ vor. Ein Coming-of-Age Roman des Fussballweltmeisters. Der Roman spielt im Sommer 2006, Christoph Kramer ist 15 Jahre alt und will Fussballprofi werden und, viel wichtiger, cool.  Das beides geklappt hat, wissen wir heute. Er schreibt, seit er 13 Jahre alt ist, das hat für ihn was meditatives. Und der Sommer 2006 war auch noch ohne Internet… Für ihn ist das Team von KiWi – bester Mann, er fühlt sich wohl bei dem Verlag.   

 

Für uns endete der Tag dann wieder im Barfusz-Keller bei einer Lesung von Cleo Konrad aus „Deep fake„. In ihrem Thriller geht es um eine besondere Art von Mord, nämlich Rufmord. Dabei ist digitale Gewalt direkte Gewalt. Und die Menschen glauben Bildern mehr als Worten. Und das wird ihrer Hauptfigur, einer Lehrerin zum Verhängnis. Dabei sind 95 % als Deep Fakes pornografisch. 

 

Am Samstag gab es dann nur einen kurzen Messebesuch von mir, der Tag ist einfach zu voll. Aber das Bloggertreffen bei Dumont wollte ich mir dann nicht entgehen lassen.

Zunächst wurden sehr unterhaltsam die Neuerscheinungen im Herbst vorgestellt und dann stellte Mascha Unterlehberg ihren Debütroman „Wenn wir lächeln“ vor. In dem Buch geht es um eine ganz besondere Freundinnenschaft zwischen zwei jungen Mädchen und die Frage, wohin als junger Mensch mit all der Wut, die man im Bauch hat. Die Autorin hat an einem Literaturinstitut studiert und erzählte, dass es für die Figuren keine realen Vorbilder gibt. Ich bin gespannt auf die Lektüre.

Und nach einem letzten Bild in die Glashalle und vielen Eindrücken hieß es dann für uns_ Auf Wiedersehen Leipzig 2026!

Und hier noch weitere Impressionen von der Messe:

Morgens um 10.00 Uhr ist die Welt noch in Ordnung

„Hotel Vier Jahreszeiten“

Roman von Anja Marschall, erschienen bei Piper

Am 27. Februar 2025 ist er erschienen, der neue historische Roman von Anja Marschall. Das Hotel Vier Jahreszeiten steht dabei im Mittelpunkt des Romans, der eine Mischung aus Fiktion und realer Geschichte ist. Das Hotel hat für die Autorin als Hamburgerin besondere Bedeutung, auch wenn die Oma mit ihr immer die Straßenseite gewechselt hat, um die feinen Leute im Hotel nicht zu stören.

Ich habe mich zum Erscheinen dieses Buches an einer Bloggeraktion beteiligt. Bei meinen „Lesebuddys“ findet Ihr viele weitere spannende Themen rund um das Buch und natürlich viele andere Bücher:

Die Lesebuddys sind Bloggerinnen/Blogger, die mit mir das Buch gemeinsam lesen und Themen rund um das Buch vorstellen. Schaut vorbei bei

Die glänzende Fassade eines Grandhotels – Frau Goethe liest

Angélique’s Leseecke

Luises Lebenswelt aus Anja Marschall, Hotel Vier Jahreszeiten – Ein Traum in Gold (Bd. 1) – Elizas Bücherparadies

Blog – Willkommen bei Bücherheike und Skoutzi

Ich habe mich für die Bloggeraktion im Raum Hansekabinett eingebucht und etwas zum Thema Hansestadt geschrieben, denn das Hotel Vier Jahreszeiten ist eng mit der Hansestadt Hamburg verbunden:

Und hier noch etwas zum Inhalt des Buches:

Der schicksalhafte Aufstieg einer einfachen Wäscherin im mondänen Hamburger Hotel Vier Jahreszeiten

Die große Saga rund um die fesselnde Geschichte des Hamburger Luxushotels während der beiden Weltkriege

Hamburg, 1914: die 14jährige Luise wäscht im Armenviertel der Stadt auf. Als sie die Chance bekommt, im vornehmen Hotel Vier Jahreszeiten zu arbeiten, scheint ihr Traum auf ein besseres Leben in Erfüllung zu gehen. Doch der Alltag im Waschkeller des Hotels ist hart und Luise muss sich gegen viele Widrigkeiten behaupten. Zum Glück ist Page Hans an ihrer Seite. Dank ihm entdeckt sie die Wahrheit über ihre Herkunft, während draußen der Krieg tobt. Das Hotel wird zu ihrer Familie, die sie nie hatte. Und sie ist bereit, diese mit ihrem Leben zu verteidigen.

Die Rezi dazu folgt bald.

Und am 10. März 2025 war es dann so weit: Premierenlesung von Anja Marschall im Spiegelsaal des Hotels Vier Jahreszeiten. Stillvoller kann man eine Buchpremiere nicht feiern. Neben Anja Marschall haben noch ehemalige Mitarbeiter des Hotels, die 1. Hausdame und ein Oberkellner mit ihren Geschichten das Hotel zum Leben erweckt. Hier einige Bilder von der Veranstaltung:

 

„Die Friedhofsvilla“

Flensburg-Krimi von Britta Bendixen, erschienen bei CW Niemeyer

Inhalt:

Eine kopflose Leiche im Wald stellt Kommissar Carsten Andresen und sein Team vor eine Herausforderung. Kaum haben die Ermittlungen begonnen, verschwindet plötzlich die Tochter von Andresens Lebensgefährtin spurlos. Kurz darauf wird auch er vermisst. Für seine Kollegen Lutz Weichert und Mirja Sommer deutet alles auf eine Entführung hin, doch es gibt keine Lösegeldforderungen. Geht es hier nicht um Geld, sondern um Rache? Sind der Hauptkommissar und seine Ziehtochter in Lebensgefahr? Um das Rätsel ihres Verschwindens zu lösen, suchen Weichert und Sommer in Andresens Vergangenheit nach Hinweisen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Währenddessen durchlebt Andresen auf dem Dachboden einer stadtbekannten, alten Villa seine ganz persönliche Hölle .

Susannes Meinung:

Dieser solide Flensburg-Krimi hat mich richtig gepackt. Er ist spannend, flüssig zu lesen und hat ein gutes Erzähltempo. Es wird nie langweilig, stattdessen gibt es überraschende Wendungen. Man verfolgt abwechselnd, was der entführte Kommissar durch macht und in der anderen Perspektive kann man die Ermittlungen verfolgen. Dadurch entsteht eine besondere Spannung. Die verliert sich auch dann nicht, als man als Leser schon weiß, wer der Entführer ist, denn dann beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Die Hauptfiguren sind sehr authentisch  angelegt, so dass man auch tatsächlich mit ihnen fühlt.  Dieses Buch ist nicht der erste Fall für Kommissar Andresen und sein Team, aber es ist nicht notwendig, die anderen Bücher auch zu kennen. Mich hat dieses Buch begeistert und ich freue mich auf weitere Fälle für dieses Team.

„Lupus“

Thriller von Tibor Rode, erschienen bei Droemer Knaur

»Lupus« von Tibor Rode ist ein filmreifer Wissenschaftsthriller im Spannungsfeld zwischen Mensch, Technik und Natur.

Inhalt:

Ohne jede Spur verschwinden nachts Jäger auf der Pirsch – so auch der Vater von Tierärztin Jenny Rausch. Zeitgleich häufen sich Angriffe scheinbar wild gewordener Wölfe in deutschen Wäldern. Die Kameras auf einem eigens eingerichteten und von KI gesteuerten Schutzzaun zeichnen seltsame Daten auf, was Staatsanwalt Frederik Bach auf den Plan ruft. Sind die vermissten Jäger tatsächlich Wölfen zum Opfer gefallen oder hat man es mit Mord zu tun? Staatsanwalt Bach und Jenny geraten in einen Strudel aus Ereignissen, die Verbrechen während der Nazi-Zeit, eines der bestgehüteten Geheimnisse der DDR-Diktatur und ein Familiendrama miteinander verknüpfen. Antworten finden die beiden schließlich in Jennys eigener Vergangenheit – und auf der gefährlichsten Insel der Welt.

Michis Meinung:

Spannung von der ersten Seite an und dieser Spannungsbogen wird bis zum Schluss gehalten. Eine mystische, absolut glaubhafte Fiktion bzg. KI-Zaun, getrennt gepaart mit Geheimnissen der Forschung in der DDR. Gedankengänge, welche bis in die Gegenwart reichen und mich teils erschüttern und Denken anstoßen. Ein klasse verarbeiteter Thriller.