„Ein Abend mit Celeste Ng“

Einen interessanten Abend gab es im November im Schmidtchen in Hamburg: Celeste Ng stellte dort ihr neues Buch „Unsere verschwundenen Herzen“ vor

Das Buch ist erschienen bei dtv, übersetzt von Brigitte Jakobeit.

Inhaltsangabe:

Der zwölfjährige Bird lebt mit seinem Vater in Harvard. Seit einem Jahrzehnt wird ihr Leben von Gesetzen bestimmt, die nach Jahren der wirtschaftlichen Instabilität und Gewalt die »amerikanische Kultur« bewahren sollen. Vor allem asiatisch aussehende Menschen werden diskriminiert, ihre Kinder zur Adoption freigegeben. Als Bird einen Brief von seiner Mutter erhält, macht er sich auf die Suche. Er muss verstehen, warum sie ihn verlassen hat. Seine Reise führt ihn zu den Geschichten seiner Kindheit, in Büchereien, die der Hort des Widerstands sind, und zu seiner Mutter. Die Hoffnung auf ein besseres Leben scheint möglich. Eine genauso spannende wie berührende Geschichte über die Liebe in einer von Angst zerfressenen Welt.

Der Abend in Hamburg:

Die Autorin erzählte, dass sie bereits zum 3. Mal in Hamburg war, sich allerdings in Boston zu Hause fühlt. In jedem ihrer Bücher steckt auch ein kleines Stück von ihr. 

Sie findet es beängstigend, sich in die Situation reinzuversetzen, als Mutter das eigene Kind zurückzulassen. Allerdings hat sie auch Hoffnung, dass man den Kindern in einer schwierigen Welt auch noch Optimismus mitgeben kann. 

Während es in den vorherigen Büchern eher ein persönlicher Blick auf eine Geschichte ist, geht es in dem neuen Buch um Politik. Schließlich hat sie selbst erfahren, wie es ist, wenn man „anders“ ist in Amerika, ihre Eltern stammen aus Hongkong. Und da jemand an der Wirtschaftskrise in den USA Schuld sein muss, bekommen jetzt die Chinesen die Schuld. Und in Amerika ist es so, dass man jemanden, der sich nicht „richtig“ verhält, die Kinder wegnehmen kann. Dann wird illoyalen Nichtamerikanern das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen. Und um so eine Geschichte geht es in dem Buch. Mit dem Buch hat sie 2016 angefangen und es macht ihr Angst, denn „die Welt wird immer mehr, wie ich sie schreibe“. Und wie US-Amerikaner mit asiatischem Hintergrund gesehen werden, tritt immer mehr den Nerv der Zeit.

Büchereien sind in dem Buch die sicheren Orte und auch die Autorin mag Bibliotheken sehr gern. Sie schreibt dort und hat die Mitarbeiter beobachtet, die für alles eine Lösung haben. Sie selbst hat kreatives Schreiben in Michigan studiert und ist in ihrer Familie als Künstlerin die Ausnahme, wo es sonst viele Ingenieure gibt. Außerdem ist sie dankbar, dass so viele Leute ihre Bücher lieben, denn schließlich kommt sie aus den USA und ist kein Thrillerautor. Ihre Botschaft: es gibt immer Hoffnung und dabei kann sie sich nur in Geschichten ausdrücken. Insgesamt ein sehr interessanter Abend mit einer starken Persönlichkeit.          

 

Lesung aus „Elbgier“ von Klaus Spieldenner

Das war ein Heimspiel für Klaus Spieldenner, der am Sonntag in Bad Oldesloe im Hofcafe von Familie Wilken am Kneeden aus seinem neuesten Hamburg-Krimi „Elbgier“ gelesen hat. „Elbgier“ ist das 10. Buch mit Kommissarin Sandra Holz. Die Reihe hat 2013 begonnen, damals hat die Kommissarin allerdings noch in Oldenburg ermittelt, jetzt inzwischen ist sie in Hamburg im Einsatz. Und „Elbgier“ startet mit einer Rückblende in das Jahr 1969, als es in Hamburg noch den legendären „Star-Club“ gab.  Neben der Chefin Sandra Holz gehören mittlerweile noch 3 weitere Kommissare zu dem Hamburger Team. Und so wird es für das Ermittlerteam mit „Elbgrab“ noch einen 11. Band geben, das wäre dann der 9. Fall, der in Hamburg spielt. Danach plant der Autor dann etwas ganz anderes, es soll etwas zum Lachen geben. 

Kurzweilig wurde die Lesung durch zwei Gesangseinlagen des Autoren und vorweg durften sich die Gäste über lecker Kaffee und Kuchen aus dem Hofcafe freuen. Und besondere Zaungäste gab es bei der Lesung auch: die Schafe, Schweine und Esel auf dem Hof waren interessierte Zuhörer. Insgesamt eine tolle Veranstaltung und wir kommen gerne wieder zu Familie Wilken. 

Vorgestellt wurde das Buch „Elbgier“

Spieldenner Elbgier

Inhaltsangabe:

Es fühlte sich großartig an, als sein Herz zu schlagen aufhörte. Mehr als 50 Jahre nach seiner Schließung gerät der legendäre Hamburger „Star-Club“ wieder in die Schlagzeilen. Die Villa des letzten Geschäftsführers Ritchie Sanders wird schwer verwüstet, deren neuer Besitzer mit Kopfschuss hingerichtet. Das Team vom Landeskriminalamt 41 – unter Leitung der Ersten Hauptkommissarin Sandra Holz – erwartet ein verheerender Anblick. Was haben die Täter in der Villa gesucht? Die Spur führt das Hamburger Ermittlerteam zunächst weit zurück in die Vergangenheit, als sich noch musikalische Größen im Hamburger Kultschuppen die Klinke in die Hand gaben. Doch fehlende Motive und verschwundene Zeitzeugen erschweren die Ermittlungen. Als plötzlich ein gesuchter RAF-Terrorist und weitere Tote auftauchen, wird allen Beteiligten klar: Es geht hier um weit mehr als nur um musikalische Erinnerungen!