„Lübecks Töchter – Der Traum von Liebe und Gemeinschaft“

Roman von Anna Husen, erschienen bei Droemer Knaur

Inhalt:

Lübeck, 1888. Amélies Ziehtochter Natalie unterrichtet mittlerweile selbst als Lehrerin am Seminar. Dass sie kaum älter ist als ihre Schülerinnen, stellt sie immer wieder vor Herausforderungen. Besonders die junge Gräfin Fanny zu Reventlow macht Natalie das Leben schwer. Währenddessen wächst der Druck auf Amélie und Richard, ihre Liebe durch eine Hochzeit vorzeigbar zu machen. Doch das kommt für Amélie nach wie vor nicht infrage. Als sie Richards Heiratsantrag ablehnt, gibt er tief verletzt dem Drängen seines Vorgesetzten nach, ein Handelskontor in Amerika zu leiten. Natalie gibt Amélie die Schuld, dass ihr Vater Lübeck verlässt, und entfremdet sich von ihrer mütterlichen Freundin. So bemerkt niemand, dass sie mehr und mehr dem Charme eines jungen Adligen mit zweifelhaftem Ruf erliegt …

Susannes Meinung:

Auch der 2. Band rund um das Lehrerinnenseminar 1888 in Lübeck hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich mag einfach diese Mischung aus Roman und historischen Gegebenheiten. Dabei geht es hier jetzt mehr um die nächste Generation, die vieles auch in Frage stellt und weniger um die Schule an sich, so wie im ersten Band. Das lässt sich angenehm flüssig lesen und so taucht man ganz tief ein in die Zeit um 1888. Die Kulisse Lübecks ist für mich dabei ein zusätzliches Vergnügen. Insgesamt ein großes Lesevergnügen, dass aber auch wieder einen interessanten Blick auf die eingeschränkten Möglichkeiten der Frauen in der damaligen Zeit ermöglicht.       

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