„Helle und die kalte Hand“

Ein Dänemark-Krimi von Judith Arendt, Atlantik Bücher im Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg  

Inhalt:

Der Herbst hält Einzug in Skagen und vertreibt die letzten Sommergäste. Helle Jespers, Leiterin der örtlichen Polizeistation, ist fest entschlossen, den ersten Mordfall in ihrer Gemeinde zu lösen: In der Nähe der beliebten Wanderdüne Räbjerg Mile wurde die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie scheint aus Südostasien zu stammen, doch niemand vermisst sie. Helle hat kaum brauchbare Spuren und kann sich nur auf ihre Intuition verlassen, um die düsteren Verflechtungen rund um diesen Mord aufzuklären.

Eigene Meinung:

Dieses Buch ist der zweite Fall für Kommissarin Helle Jespers und es hat mir richtig gut gefallen. Die Kommissarin ist eine interessante Figur, mit Ecken und Kanten und einem guten Team, was auch aus sehr unterschiedlichen Typen besteht. Dazu dann noch die wunderbare Kulisse Dänemarks und ein sehr aktuelles Thema. Spannend fand ich auch die unterschiedlichen Perspektiven. Jedem Kapitel ist der Ort und die aktuelle Temperatur vorangestellt. Man folgt der Handlung aus Sicht der Kommissarin, der möglichen Täter und der Schwester des Opfers, die sich auch auf die Suche macht. Das ist sehr spannend und gut zu lesen geschrieben. Großartig, dass eine deutsche Autorin hier so einen guten skandinavischen Krimi schreibt. Ich freue mich auf den nächsten Fall.

5 Sterne-p1

Der erste Fall für Kommissarin Jespers:

„Helle und der Tote im Tivoli“, ebenfalls erschienen im Atlantik Verlag

 

„Nordseedämmerung“

Nordseedämmerung verkleinert

Kriminalroman von Christian Kuhn, erschienen im Wilhelm Heyne Verlag

Klappentext:

Sommerpause. Der Bundespräsident macht Urlaub auf Juist. Doch es mehren sich die Hinweise, dass ein Mörder auf ihn angesetzt wurde. Kriminalhauptkommissar Tobas Velten wird von Berlin auf die ostfriesische Insel entsandt, um das Sicherheitsteam vor Ort zu unterstützen. Und er hat noch einen zweiten, geheimen Auftrag: Offenbar gibt es einen Spitzel in den eigenen Reihen. Velten muss ihn so schnell wie möglich überführen – sonst wird sein erster Einsatz an der Nordsee tödlich enden.

Eigene Meinung:

Dieser Debüt-Kriminalroman überzeugt durch ganz viel Atmosphäre, die von der Insel Juist gut eingefangen ist. Echtes Nordseefeeling eben. Dabei ist das Buch entspannt zu lesen und bietet im zweiten Teil auch Spannung bis zum schlüssigen Ende. Die Figur des Thomas Velten hat mir als Typ mit Ecken und Kanten gut gefallen, allerdings fehlt mir noch einiges an Informationen zu seiner Vergangenheit, das hätte gerne mehr sein dürfen. Die Figur hat auf jeden Fall noch viel Potential. Wer gut zu lesende Urlaubslektüre mit Nordseefeeling sucht, wird hier fündig.

4 Sterne-p1