„Das kleine Hotel auf Island“

Das kleine Hotel auf Island verkleinert

Roman von Julie Caplin, aus dem Englischen von Christiane Steen, erschienen im Rowohlt Taschenbuch Verlag

Inhalt:

Lucys Leben gleicht einer Sackgasse: kein Job, keine Wohnung und ein verlogener Ex. Deshalb ergreift sie, ohne zu zögern, die Chance, für eine befristete Stelle als Hotelmanagerin nach Island zu ziehen. Doch das idyllische Hygge-Hotel birgt unerwartete Probleme: Schafe im Whirlpool, technische Schwierigkeiten und vermeintliche Fabelwesen, die ihr Unwesen treiben. Und dann ist da auch noch Alex, der schottische Barmann mit den dunklen Augen, der Lucys Herz schneller schlagen lässt. Doch ist Alex, wer er vorgibt zu sein?

Eigene Meinung:

Ein echter Wohlfühlroman, der sich um einen legt, wie eine wärmende Decke. Auch wenn die Handlung etwas vorhersehbar ist, macht es trotzdem Spaß, das Buch zu lesen. Und das liegt vor allem an den wunderbaren Beschreibungen Islands. Die tolle Landschaft und die Gemeinschaft der Menschen dort werden wunderbar eingefangen, einfach dieses hyggelige Lebensgefühl. Dazu ist das Buch locker geschrieben und somit gut zu lesen. Ein zauberhaftes Lesevergnügen, wie es im Buch heißt – stimmt.

4 Sterne-p1

„Rügenträume und Meeresrauschen“

Roman von Evelyn Kühne, erschienen im Zeilenfluss-Verlag

Inhalt:

Die Familienpension muss gerettet werden – das ist den ungleichen Schwestern Hanna und Emma klar. Dabei könnten die beiden Zwillingsschwestern nicht gegensätzlicher sein: Während Emma durch die Weltgeschichte reist und ihr Leben genießt, führt Hanna gemeinsam mit dem Vater eine kleine Pension auf Rügen. Sie hält die Stellung im Gästehaus, obwohl dieses kurz vor dem Aus steht und ihr Vater zudem noch an Alzheimer erkrankt ist. Emma kommt nach Hause und die beiden Schwestern versuchen, die Pension zu retten. Dann verdreht auch noch Sascha, ein neuer Gast aus Hamburg, Hanna den Kopf, aber bald wird ihr klar, dass er ganz andere Interessen verfolgt…

Eigene Meinung:

Ein wunderbarer Roman mit ganz viel Meeresrauschen auf Rügen und doch auch dem notwendigen Tiefgang. Der Roman ist angenehm leicht zu lesen, durch die Aufnahme von ernsten Themen, wie die Erkrankung des Vater oder dem Konflikt zwischen den beiden ungleichen Schwestern, bekommt die Geschichte aber eine Tiefe, die das Buch zu einem rundum gelungenen Lesevergnügen macht. Dazu spielt dann auch noch die Insel Rügen eine schöne Hauptrolle. Man taucht sofort in die Geschichte ein und hat fast das Gefühl, die Familie schon länger zu kennen. Ich könnte mir gut eine Fortsetzung vorstellen und würde mich darüber freuen.

5 Sterne-p1

 

„Das Gerücht“

Das Gerüchtverkleinert

Roman von Lesley Kara, Deutsch von Britta Mümmler, erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft

Inhalt:

Die alleinerziehende Joanna zieht mit ihrem kleinen Sohn Alfie von London in eine Kleinstadt am Meer. Zunächst ist es die pure Idylle – bis sie ein Gerücht hört: Die Kindermörderin Sally McGowan, die als Zehnjährige einen fünfjährigen Jungen umbrachte, soll unter anderem Namen in der Stadt leben. Unbeachtet erzählt Joanna anderen Müttern von dem Gerücht. Sie ahnt nicht, was für eine verheerende Spirale von Ereignissen sid damit in Gang setzt – und dass sie sich selbst und ihre Familie in höchste Gefahr bringt.

Eigene Meinung:

Die Grundidee von der Geschichte gefällt mir gut. Der Schreibstil ist flüssig, so dass das Buch auch gut zu lesen ist. Und sicherlich muss man auch berücksichtigen, dass es sich um einen Roman handelt, das Buch soll kein Thriller sein. Aber auch als Roman hat mich das Buch rund 300 Seiten lang ziemlich gelangweilt, um dann auf den letzten 80 Seiten noch zu gefallen, als endlich etwas Tempo in die Geschichte kam. Auch die Auflösung zum Schluß war schlüssig, kam für mich auch ziemlich überraschend. Für mich sind auch die Personen in dem Buch ziemlich blass geblieben, insbesondere Joanna fand ich eher anstrengend, als das ich hätte mit ihr fühlen können. Insgesamt also noch Luft nach oben.

3 Sterne-p1