„Mittwoch also“

Mittwoch also verkleinert

Roman von Lotta Elstad, aus dem Norwegischen von Karoline Hippe, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch

Klappentext:

Die 33-jährige Hedda, Journalistin in Oslo, hat eine Lebenskrise. Ihr wird gekündigt und ihre Langzeitaffäre und heimliche große Liebe Lukas macht Schluss mit ihr. Sie wählt die große Geste und bricht zu einer Irrfahrt quer durch Europa auf, die mit einem Fast-Flugzeugabsturz über Sarajewo beginnt und mit einem One-Night-Stand mit dem Aussteiger Milo in Berlin endet. Zurück in Oslo stellt sie fest, dass sie ungewollt schwanger ist. Sie ist sich sicher, dass sie das Kind nicht behalten und eine schnelle Abtreibung möchte. Doch gar so einfach ist das nicht, denn der Arzt eröffnet ihr, dass sie zunächst eine mehrtägige Bedenkzeit einhalten muss. Und diese bringt Hedda  ins Grübeln.

Eigene Meinung:

Ich hatte von diesem Buch eine Leseprobe, die mir sehr gut gefallen hat. Nach der Lektüre des Buches muss ich feststellen, dass diese ersten 30 Seiten das Beste an dem Buch sind. Es tut mir wirklich leid, aber dann in ganzer Länge hat mich der etwas unruhige Schreibstil, häufig nur kurze Sätze, eher schon genervt. Dazu kommt noch, dass ich nach der Leseprobe und dem Klappentext eine ganz andere Vorstellung von dem Inhalt des Buches hatte. Den Grundgedanken, Frau ist ungewollt schwanger und muss Bedenkzeit bis zur Abtreibung einhalten, fand ich sehr interessant. Aber die Hauptfigur in diesem Buch ist dann eigentlich nur damit beschäftigt, sich mit ihrer Zufallsbekanntschaft rumzutreiben oder sich Gedanken zu machen, wie man schnell die eigene Kasse auffüllen kann. Was hätte man aus dem Thema alles machen können. Die innere Zerrissenheit und vielleicht auch gesellschaftspolitische Fragen- eine Fülle von Möglichkeiten. Stattdessen erlebt man eine oberflächliche Frau, die sehr unkonventionell unterwegs ist, was mir allerdings als Lektüre nicht gefallen hat.

2 Sterne-p1

Ich habe übrigens darüber nachgedacht, ob ich die Rezi überhaupt verteile, bzw. hier veröffentliche. Aber auch Bücher, die einem nicht gefallen, gehören zu einem „Leseleben“ dazu. Bei mir überwiegt hier auch die Enttäuschung, denn nach dem Klappentext hat man eine ganz andere Erwartung…

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