„Tod auf Mallorca“

Kriminalroman von Bea De Olivera, erscheint am 27.04.2023 bei Piper

Inhalt:

Privatermittlerin Aimée Sander wird beauftragt, den Mord an einer Yoga-Queen in einem mallorquinischen Wellness-Hotel aufzuklären. Schulden, ein Verlobter und das Umwelt-Engagement des Opfers sorgen für Motive, aber Aimée lässt sich nicht auf falsche Fährten locken. Es reicht, dass ihr ein alter Fall um ein vermisstes Mädchen zeitgleich um die Ohren fliegt. Doch dann durchkreuzt Aimées Tochter ihre Recherchen, und plötzlich fordert der perfide Mörder Aimée zu einem tödlichen Spiel heraus …

Eigene Meinung:

Bei dem Buch ist es nicht übertrieben, zu sagen: pures Mallorca-Feeling. Man fühlt sich beim Lesen, als wenn man auf der Insel ist. Das Essen, die Gerüche, der Lebensstil, über alles kann man sich in dem Buch freuen. Dazu dann noch ein spannender Krimi mit einer wirklich coolen Ermittlerin. Dabei geht es um sehr aktuelle Themen, wie der Gegensatz zwischen Tourismus mit Hotelbauten und den Wünschen der Bewohner nach einer intakten Umwelt. Dabei ist der Krimi flott geschrieben und die Überschriften mit Ort und Zeitpunkt erleichtern die Orientierung, so dass einem spannenden Lesevergnügen nichts im Wege steht. Mir hat die Ermittlerin sogar so gut gefallen, dass ich mir eine Fortsetzung wünschen würde. Eine Lesevergnügen- nicht nur für den nächsten Mallorca-Urlaub.

„Lesung mit Kristina Hauff in Eutin“

Auf Einladung der Buchhandlung Hoffmann hat Kristina Hauff letzten Freitag in Eutin aus ihrem Buch „In blaukalter Tiefe“ gelesen. Das war ein sehr humorvoller, interessanter Abend und ich habe das Buch tatsächlich nochmal anders erlebt als beim eigenen Lesen.

Kristina Hauff lebt mit ihrer Familie in Berlin und hat erst mit 40 Jahren angefangen zu schreiben. Das fing dann zunächst mit Krimis unter ihrem richtigen Namen Susanne Kliem an. Davor hat sie in verschiedenen Berufen gearbeitet, u.a. als Journalistin und beim Theater. In diesen Berufen ist sie nicht richtig glücklich geworden, da man immer extrem fremd bestimmt ist, was denken die Anderen? Durch das Schreiben konnte sie mit ihrer Innenwelt Kontakt aufnehmen und schaltet beim Schreiben den Kopf aus, eine „lebensrettende Maßnahme“.

Die Autorin liebt Kammerspiele aller Art, wo wenige Figuren da sind, die nicht ausweichen können. Dabei sind „Lebenslügen“ ihr absolutes Lieblingsthema. So hatte sie schon ihren Eltern gewünscht, das irgendwas passiert, was eine Veränderung auslöst und die gutbürgerliche Fassade bröckeln lässt, hinter der die Beteiligten unglücklich waren. Das lässt sie jetzt ihren Romanfiguren angedeihen, jemand kommt von außen und bringt alles zur Eskalation.

Kristina Hauff hat 30 Jahre Segelerfahrung, was für das Buch wichtig war. Segeln ist die schönste Fortbewegung, so die Autorin, man muss halt nur die richtigen Leute mitnehmen.

Bei einem neuen Roman dauert die erste Fassung 4 Monate und es vergeht 1 Jahr bis das Buch dann gedruckt wird. Dabei gibt es für Kristina Hauff unterschiedliche Inspirationen. Das können Presseartikel sein, eigene Empfindungen oder ein Anstoß von außen. Bei dem aktuellen Buch war der Grundgedanke, fünf Menschen segeln los, nur vier kommen zurück.

Da sie im Roman mehr Freiheiten hat als im Krimi, bleibt die Autorin auch künftig bei Romanen, sie hat ihre Form gefunden. Und alle Bücher haben mit Wasser zu tun…

Ich habe diesen unterhaltsamen Abend mit einer tollen Autorin sehr genossen. Es kommt nicht so oft vor, dass ich ein Buch kurz vor der Lesung schon gelesen habe. Und irgendwie habe ich einige humorvolle Stellen beim Lesen nicht als solche empfunden, beim Zuhören ist mir das dann aufgefallen. Auf jeden Fall ein Segeltörn in stürmischer See…

Und hier geht es zur Inhaltsangabe und zur Rezi:

„In blaukalter Tiefe“ Inhalt und Rezi

„Muschelträume“

Roman von Svenja Lassen, erschienen bei Blanvalet in der Penguin Random House Verlagsgruppe

Inhalt:

Nora ist überglücklich! Die Zeit der Fernbeziehung mit ihrem Freund Markus ist endlich vorbei. Noras Kisten sind gepackt, der Umzugswagen steht schon vor der Tür als Markus plötzlich verkündet, er braucht eine Beziehungspause. Per Brief! Wer macht denn bitte so was? Nora beschließt, jetzt endlich mal etwas für sich zu tun: Das Meer wiedersehen und den schönen Gendarmenpfad an der Ostseeküste bewandern. Ihre unbequemen Wanderschuhe machen ihr allerdings schnell einen Strich durch die Rechnung. Zum Glück rettet sie ein Einheimischer und bietet ihr eine Mitfahrgelegenheit nach Flensburg an. Wenn ihr Retter Bent ihr nur nicht so unsympathisch vorkommen würde … Etwas, das sich schneller ändert, als Nora sich hätte vorstellen können … Und auch die Beziehung zu Markus ist noch nicht endgültig vom Tisch. Oder doch?

Eigene Meinung:

Das Buch ist der Beginn einer „Romantischen Küstenliebe-Reihe“ und hat mir sehr gut gefallen. Ein echter Wohlfühlroman, der sich gut und flüssig lesen läßt. Dazu ganz viel Ostsee-Atmosphäre aus der Gegend um Flensburg, die man meistens nicht so gut kennt. Und es ist gut zu lesen, dass man manchmal auch einfach Mut braucht, um aus Krisen im Leben etwas Neues zu machen. Dazu hat die Autorin in diesem Buch so viele Figuren warmherzig und gut beschrieben, dass ich manchmal schon selbst das Gefühl hatte, auf dem Campingplatz bei Flensburg zu sein. Das hat richtig Spaß gemacht. Außerdem ist das Buch auch sehr liebevoll gestaltet. So gibt es am Ende ein Kuchenrezept und den passenden Soundtrack. Insgesamt beste Lese-Unterhaltung und ich freue mich auf mehr. Bis dahin muss ich dringend mal wieder nach Flensburg…

„Dünenrache“

Ein Nordsee-Krimi von Hendrik Berg, erschienen im Goldmann Verlag

Inhalt:

In Husum genießt Kommissar Theo Krumme gerade die winterliche Ruhe an der Nordsee, als er in einem merkwürdigen Mordfall auf der Insel Sylt hinzugezogen wird. Der Maler Adrian Maurer steht unter Verdacht, seine Ehefrau umgebracht zu haben – doch von ihrer Leiche fehlt jede Spur, und der Künstler beteuert Krumme gegenüber vehement seine Unschuld. Sagt der Mann wirklich die Wahrheit? Oder ist er ein eiskalter Mörder? In den Sylter Dünen stößt Krumme bald auf düstere Geheimnisse, die auch mit seiner eigenen Vergangenheit verbunden sind …

Eigene Meinung:

Dieser Nordsee-Krimi ist der 9. Fall für Kommissar Krumme. Und ich mag diesen Kommissar absolut gerne. Nicht hektisch und kein Superheld, dafür ermittelt er in Ruhe und erfolgreich. Dabei hat er es hier nicht einfach. Die Kollegen auf Sylt sind so gar nicht begeistert von seiner Verstärkung. Mir hat dieser Fall besonders viel Spaß gemacht, gab es doch eine kräftige Brise Sylt-Feeling zu einer spannenden Ermittlung. Das Buch ist ein wunderbarer Regional-Krimi, fest verwurzelt in Nordfriesland, dieses Mal auf Sylt. Das Buch fängt die Atmosphäre sehr gut ein. Spannend bis zum Ende und dabei sehr gut zu lesen. Für die Fans von Regio-Krimis, die an der Nordsee spielen, eine absolute Leseempfehlung. Und ich freue mich auch auf den nächsten Fall für Kommissar Krumme.

„In blaukalter Tiefe“

Roman von Kristina Hauff, erschienen bei hanserblau in der Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG

Inhalt:

Caroline und ihr Mann Andreas erfüllen sich mit ihrem Segeltörn in die wildromantischen schwedischen Schären einen lang gehegten Traum. Auch Andreas’ junger Anwaltskollege Daniel und seine Freundin Tanja sind an Bord sowie der undurchschaubare, faszinierende Skipper Eric. Der Törn beginnt mit frischem sonnigen Wetter und erlesenen Abendessen, doch bald wird die See rauer und verborgene Konflikte lassen die Luft unter Deck immer drückender erscheinen. Bis eines Nachts ein gefährlicher Sturm losbricht und sich die Bootsgesellschaft in tödliche Gefahr bringt.

Eigene Meinung:

Dieser Roman hat es wirklich in sich. Denn die räumliche Enge auf dem Schiff sorgt dafür, dass jede Menge Konflikte zwischen den Gästen aufbrechen, was insbesondere dadurch heftig wird, dass Andreas auch noch der Chef von Daniel ist und ein wirklich sehr spezieller. Und so gibt es dann auch gewisse Abhängigkeiten, die gnadenlos ausgenutzt werden. Als Leser kann man das gut verfolgen, denn die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der vier Gäste erzählt. Dazu überzeugt Kristina Hauff wieder mit einem sehr angenehmen Schreibstil. Und auch wenn das Buch kein Krimi ist, wird es im letzten Drittel sogar noch spannend, denn mit dem Sturm auf der See eskaliert auch die Lage der Schiffsbesatzung und man fragt sich, wer wie durch den Sturm kommt. Für Liebhaber von Romanen, die gerne einen tiefen Blick auf menschliche Verhaltensweisen mögen und dabei keinen Thriller wollen, eine klare Leseempfehlung.

Ein Abend mit Ewald Arenz – in Hamburg

Auf diesen Mann habe ich gewartet. Sein erstes Buch „Alte Sorten“ gehört zu meinen Lieblingsbüchern und den dazugehörigen Autoren wollte ich gerne mal kennenlernen. Und ich habe nicht geahnt, dass es so ein lustiger Abend werden würde. Mittlerweile ist sein 3. Buch erschienen mit dem Titel „Die Liebe an miesen Tagen“ und genau dieses Buch hat Ewald Arenz ist Hamburg vorgestellt.

Der Autor moderiert selbst auch Veranstaltungen und so hatte es Journalistin Anouk Schollähn bei der Moderation nicht ganz leicht, mit ihren Fragen zum Zuge zu kommen.  Und ganz nebenbei verfügt der Autor über so viel Humor, dass das Publikum nicht nur laut lachte, sondern sich einig war: „der ist so witzig“. 

Ewald Arenz ist Lehrer an einem Gymnasium in Nürnberg und auch immer noch in seinem Beruf tätig. Zur Schule fährt er mit dem Rad und verlegt das Schreiben dann auf die Ferien. Er schreibt, weil es als Lehrer keinen Applaus gibt – davon gab es dann in Hamburg reichlich. Und beim Schreiben fragt er sich, „wer will sowas lesen?“, denn beim Schreiben verliert er vollkommen das Gefühl, ob jemand das lesen möchte. Anschließend arbeitet er dann gerne mit seiner Lektorin zusammen und der Erfolg seiner Bücher ist für ihn immer noch überraschend. Bereits mit 16 Jahren hat er angefangen, Anzüge zu tragen, weil er Casablanca so toll fand – und ist bis heute dabei geblieben.  

In seinen Büchern gibt es wenig „Personal“, weil er immer schnell den Überblick verliert. Dabei sollen die Nebenfiguren nicht nur Staffage sein sondern die Hauptfiguren ins Licht stellen. Alle Figuren möchte er gut zeichnen und schreibt auch keine Fortsetzungen. Wenn er eine Figur entwickelt, ist es ihm wichtig zu wissen, „wie sie wohnt“.  Und so gibt es so ein Häuschen wie im neuen Roman wirklich, in der Nähe von einem Dorf, wo er aufgewachsen ist. Alle Bücher beschäftigen sich mit Begegnungen von Menschen, das ist das, was ihn interessiert. Dabei hofft Ewald Arenz gehobene Unterhaltung zu schreiben, was, wie ich finde, sehr gut gelingt. 

„Die Liebe gehört doch nicht nur den Jungen“ ist die Grundidee seines neuen Romans, in dem sich eine 50-jährige Frau verliebt. Meistens gibt es Liebensgeschichten nur zum Anfang des Lebens und das soll sich hier ändern. Ein Buch über die Liebe, die nicht nur den jungen Menschen gehört. 

„Die Liebe an miesen Tagen“ – Roman von Ewald Arenz, erschienen im Dumont Verlag

Inhalt:

Vom ersten Moment an wissen Clara und Elias, dass sie füreinander bestimmt sind. Damit ändert sich alles: Elias kann nicht länger verdrängen, dass er mit seiner Freundin in einem falschen Leben steckt. Und für Clara wird es Zeit, das Alleinsein aufzugeben. Auf das wilde Glück der Anfangszeit folgt die erste Bewährungsprobe, und die beiden zweifeln und kämpfen mit- und umeinander. Kann man, nicht mehr ganz jung und beladen mit Lebenserfahrung, noch einmal oder überhaupt zum ersten Mal die große Liebe finden?

 

Insgesamt ein sehr unterhaltsamer Abend mit einem interessanten Autor – ich freue mich auf die Lektüre.

„Jahre mit Martha“

Roman von Martin Kordic, erschienen bei S. Fischer

Inhalt:

Željko, der von allen »Jimmy« genannt wird, ist fünfzehn, als er sich in Martha verliebt. Sie ist Professorin in Heidelberg, er lebt mit seinen Eltern und Geschwistern zu fünft in einer Zweizimmerwohnung in Ludwigshafen. Martha hat, was Željko sich sehnlichst wünscht: Bücher, Bildung und Souveränität. Mit Martha besucht er zum ersten Mal ein Theater, sie spricht mit ihm, wie sonst niemand mit ihm spricht. Mit Marthas Liebe wächst Željkos Welt. Doch welche Welt ist es, die er da betritt und wen lässt er dafür zurück? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Begehren und Ausbeutung?

Eigene Meinung:

Dieses Buch ist vieles. Ein Liebesroman über eine ungewöhnliche Beziehung und auch ein Roman, der einen interessanten Einblick ermöglicht, wie es ist, wenn man seine Heimat verloren hat und in Deutschland Zuflucht gefunden hat. Wie schwierig es ist, sich mit der ganzen Familie finanziell über Wasser zu halten und sich zu integrieren. Besonders auch dann, wenn einem die unterschiedlichen Klassen einer Gesellschaft regelmäßig vor Augen geführt werden. Die Hauptfigur in diesem Buch hat dabei noch das Glück, dass er mit Martha jemanden findet, der ihm Möglichkeiten eröffnet, die sonst verschlossen gewesen wären. Dazu die Beziehung einer älteren Frau mit einem Jungen. Viele Aspekte, die das Buch sehr vielschichtig machen und dabei ist es gut zu lesen. Trotzdem bin ich mit Jimmy nicht so richtig warm geworden, denn einige Dinge habe ich nicht nachvollziehen können, denn wenn sich schon Türen öffnen, sollte man das auch nutzen. Aber wer mal einen authentischen Blick auf die Probleme, die Zuwanderer in Deutschland haben, auch wenn sie schon länger bei uns leben, werfen möchte, ist bei diesem Buch richtig.

Ladies Crime Night in Bad Oldesloe

Und sie haben es wieder getan – die Mörderischen Schwestern haben am Donnerstagabend lustvoll im KuB in Bad Oldesloe gemordet. Und so stolperten die ZuhörerInnen im ausverkauften (!!!) Saal dann auch gleich über eine Leiche am Bühnenrand

und konnten mögliches Tatwerkzeug in Augenschein nehmen.

Tatsächlich waren 7 Mörderische Schwestern am Werk und haben sehr unterhaltsam und spannend aus ihren Büchern gelesen. Immer 8 Minuten Zeit, dann fiel ein Schuss und die nächste Autorin war an der Reihe. Das sorgte für einen kurzweiligen Abend, der von Anja Marschall moderiert wurde. Interessant war auch, wie unterschiedlich Krimis sein können, eine ganze Reihe oder Kurzkrimi, Kiezatmosphäre oder einer unterhaltsam, historisch oder im hier und heute. Die ganz Bandbreite war zu erleben.

Diese Mörderischen Schwestern durften wir in Bad Oldesloe begrüßen:

Anette Schwohl-Ricarda Oertel-Anke Küpper-?-Anja Marschall- Bettina Mittelacher-Anja Gust-Alex Linell

Bettina Mittelacher begann mit ihrer Lesung aus „Totenpuzzel„, diesen Krimi hat sie zusammen mit dem Rechtsmediziner Dr. Klaus Püschel geschrieben. Die Erlebnisse aus ihrer Arbeit als Gerichtsreporterin fließen dann auch immer mit in die Bücher ein.

Danach folgte Ricarda Oertel. Die Autorin wohnt in Schleswig-Holstein und arbeitet auch als Lektorin und Erziehungswissenschaftlerin. Als Hanna Juli hat sie auch sommerliche Romane für einen großen Verlag veröffentlicht. In Bad Oldesloe hat sie aus „Sieben Schritte Niemandsland“ gelesen, einem Kurzkrimi, der in „Tatort Nord„, einer Sammlung von Urlaubskurzkrimis der Mörderischen Schwestern erschienen ist.

Danach wurde es historisch, Anja Marschall hat aus dem 5. Fall für ihren Hamburger Kommissar Hauke Sötje „Der Henker von Hamburg“ gelesen. Die Autorin und Journalistin lebt auch in Schleswig-Holstein und hat beruflich schon viel gemacht, von Pressereferentin bis Kioskverkäuferin kennt sie einige Berufe.

Die folgende junge Autorin Alex Linell lebt ebenfalls in Schleswig-Holstein und neben einem Jurastudium auch bereits berufliche Erfahrungen in der Rechtsmedizin gemacht. Als Alexa Lewerenz hat sie mit „Kopfsache“ für „Tatort Nord“ einen Kurzkrimi geschrieben, aus dem sie gelesen hat und der in Lübeck spielt. An diesen Kurzkrimi konnte ich mich sogar noch aus dem Buch erinnern, weil er mir viel Spaß gemacht hatte.

Dann folgte Anke Küpper, nicht nur Autorin sondern auch Texterin und Literaturveranstalterin. Da sie auch Pixi-Bücher geschrieben hat (die Helden meiner Kindheit), kommt sie schon auf über 100 Veröffentlichungen. An diesem Abend ging es dann aber um „Mord am Köhlbrand„, den 3. Fall für ihre Hamburger Kommissarin Svea Kopetzki.

Über Anja Gust habe ich schon häufiger geschrieben, die gelernte Apothekerin hat aus „Die Schwebfliege“ wieder höchst unterhaltsam vorgelesen.

Den Abschluss machte dann Anette Schwohl, die Kunsthistorikerin hat aus ihrem 1. Krimi “ Katrin Lund und der Tote am Leuchtturm“ gelesen. Hier folgt die Chefköchin einer Kurklinik in St. Peter-Ording ihrem kriminalistischen Spürsinn.

Und dann ging ein sehr unterhaltsamer Abend auch leider schon zu Ende. Hoffentlich gibt es bald mal wieder eine Ladies Crime Night in Bad Oldesloe.

Die Bücher zum Abend:

„Töchter der Speicherstadt – Das Versprechen von Glück“

Roman von Anja Marschall, erschienen im Piper Verlag GmbH

Inhalt:

Hamburg 1945: »Behmer & Söhne« liegt in Schutt und Asche. Doch bald geht es mit dem Wirtschaftswunder aufwärts, und Cläre bezieht mit einem neuen Kontor die wiederaufgebaute Speicherstadt. Zu ihrem Unmut weigert sich ihre Tochter Anna, Verantwortung im Familienunternehmen zu übernehmen. Stattdessen heiratet sie den charmanten Prokuristen der Firma und stürzt sich voll in ihre Rolle als Ehefrau und Mutter. Als man ihren Mann bei der Unterschlagung von Firmengeldern erwischt, reicht Anna die Scheidung ein und fängt endlich an, ihr Schicksal und das von »Behmer & Söhne« selbst in die Hand zu nehmen.

Eigene Meinung:

Dieser Band ist der dritte Teil 3 der großen Familiensaga rund um den Aufstieg einer Hamburger Kaffeedynastie vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte zwischen 1889 und 1989. Auch beim letzten Teil hat mir die geglückte Kombination zwischen geschichtlichen Tatsachen und der Geschichte einer Familie wieder sehr gut gefallen. Man freut und leidet mit der Familie und erfährt einiges über die jeweilige Zeit. Dabei macht der flüssige Schreibstil Spaß beim Lesen. Auch im vorliegenden Band muss sich eine Frau wieder in der Männerwelt behaupten, allerdings ist sie hier mit dem Mann verheiratet, der ihr das Leben schwer macht. Das hat mich beim Lesen fast wahnsinnig gemacht, aber leider gibt es diesen Typ Mann tatsächlich, besonders auch in den Jahren ab 1945. Ich bin traurig, das die Kaffee-Saga damit zu Ende ist, das ist nämlich ganz großes Lesevergnügen.

Die Kaffee-Saga:

Band 1 Töchter der Speicherstadt „Der Duft von Kaffeeblüten“

Band 2 Töchter der Speicherstadt „Der Geschmack von Freiheit“

Band 3 Töchter der Speicherstadt “ Das Versprechen von Glück“

„Mordseegrab“

Kriminalroman von Andreas Temmer, erschienen bei DIGITAL PUBLISHERS GmbH

Inhalt:

Ex-Kommissar Lukas Waldauf hätte bei seinem letzten Fall beinahe das Leben verloren. Von den Strapazen seiner Karriere ermüdet, möchte er nun seinen vorzeitigen Ruhestand genießen. Also kauft er einen abgeschiedenen Bauernhof an der Nordsee und plant den ruhigen Teil seines Lebens. Doch plötzlich ist Schluss mit der Idylle, als Waldaufs Nachbarin Anke ihn dringend um Hilfe bittet. Der Sohn einer Freundin wurde verhaftet. Die Anklage: Mord an seiner Ex-Freundin – Tochter eines der reichsten Männer Deutschlands. Doch es gibt keine Leiche, dafür aber ein Geständnis des Angeklagten. Waldauf merkt schnell, dass hier etwas nicht stimmt und stürzt sich in die Ermittlungen. Dabei gerät auch er ins Visier – aber von wem genau?

Eigene Meinung:

Das Buch hat mir gut gefallen. Der Plot der Geschichte ist mal etwas anders als das, was man sonst häufiger liest. Leider kann ich nicht mehr dazu schreiben, ohne zu spoilern. Dazu ist das Buch zügig zu lesen und besonders im letzten Drittel nimmt die Handlung richtig Fahrt auf. Auch mag ich die Hauptfigur Lukas Waldauf sehr gerne, ein Mann mit vielen Erlebnissen in der Vergangenheit, die ihn geprägt haben. Das hat mich allerdings auch etwas irritiert, es gibt so viele Rückblenden, dass ich zwischenzeitlich überlegt habe, ob es mittlerweile schon der 2. Band einer Reihe ist. Dem ist nicht so. Aber vielleicht sind diese Rückblenden dann auch notwendig, um die Hauptfigur besser kennenzulernen. Auf jeden Fall habe ich Lust auf den nächsten Fall für Lukas Waldauf.