„Meerblick inklusive“

Meerblick inklusive von Anna Rosendahl
Quelle: Heyne

Roman von Anna Rosendahl erschienen im Heyne Verlag

Inhalt:

Oma Elisabeth ist verschwunden, vermutlich auf die Nordseeinsel Amrum, wo sie geboren ist. Enkelin Meike macht sich dort auf die Suche. Meike lernt bei ihrer Suche viele Insulaner kennen und erfährt auch einiges aus der Vergangenheit ihrer Familie. Und so ganz nebenbei lernt sie auch den Insulaner Barne näher kennen, den sie erst gar nicht mag, was sich dann aber rasch ändert. Durch den Besuch auf der Insel gibt es auch einige Veränderungen in Meikes Leben.

Eigene Meinung:

Ich gebe es zu, bei dem Buch haben mich zuerst Cover und Titel gelockt. Und eines hat das Buch auf jeden Fall: ganz viel Nordseefeeling. Dabei ist es auch angenehm leicht zu lesen. Allerdings zog sich in der ersten Hälfte die Handlung doch ziemlich hin, da hätte ich mir dann etwas mehr Tempo gewünscht. Im zweiten Teil wird es deutlich besser und flotter, was den Lesespaß erhöht. Eine gerechte Bewertung sind aus meiner Sicht daher zwei Sterne für den ersten Teil und vier Sterne für den zweiten Teil, was insgesamt 3 Sterne ergibt.

3 Sterne-p1

„Schlüssel 17“

Schlüssel 17 verkleinert
Quelle: Verlag

Thriller von Marc Raabe erschienen im Ullstein-Taschenbuch Verlag

Inhalt:

Im Berliner Dom wird die Dompfarrerin tot aufgefunden, grausam zur Schau gestellt. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel mit der Zahl 17. Dieser Schlüssel ist der Anlass für Tom Babylon vom LKA, mit allen Mitteln um diesen Fall zu kämpfen. Schließlich verschwand mit diesem Schlüssel vor vielen Jahren seine Schwester Viola und eigentlich sucht er noch immer nach ihr. Doch schon bald gibt es weitere Leichen, es tauchen mehrere Schlüssel auf und eine mörderische Jagd beginnt.

Eigene Meinung:

Dieser Thriller ist ein spannendes Buch, das gut zu lesen ist. Die Auflösung diesen komplexen Falls ist dann doch überraschend. Interessant geschrieben, wechselt die Perspektive von dem Mordfall heute immer wieder zu der Kindheit von Tom Babylon. Außerdem bekommt der Ermittler auch noch eine Psychologin an seine Seite, die beiden müssen sich erst aneinander gewöhnen, unterstützen sich dann aber auch gegenseitig bei den schwierigen Ermittlungen. Die Dialoge zwischen den beiden sorgen für trockenen Humor in diesem komplexen Fall.

4 Sterne-p1

„Das dunkle Netz“

Das dunkle Netz verkleinertjpg
Quelle: Verlag

Thriller von Silvia Stolzenburg, erschienen im GmeinerVerlag

Inhalt:

Kai, ein ehemaliger Kamerad, bittet Feldjäger Mark Becker telefonisch um Hilfe. Zu dem vereinbarten Treffen kommt es dann aber nicht, denn als Mark ankommt, ist Kai spurlos verschwunden. Später taucht in einem Waldstück eine verkohlte Leiche auf, bei der es sich um Kai handelt. Kai war bei einer Sicherheitsfirma beschäftigt und hatte am Telefon behauptet, er habe Beweise für etwas, was man nicht am Telefon besprechen kann. Mark macht sich mit Lisa Schäfer von der Kriminalpolizei daran, die Hintergründe zu erkunden und gefährdet dabei nicht nur sein eigenes Leben.

Eigene Meinung:

Dieser Thriller ist sehr spannend und temporeich erzählt. Dabei gelingt es der Autorin, auch so bildlich zu schreiben, dass man die einzelnen Szenen förmlich vor sich sieht. Und auch wenn einige Details ausführlich beschrieben werden, so tut das dem Lesefluss keinen Abbruch. Das Buch überzeugt bis zum Schluss und auch die Hauptpersonen, nämlich Feldjäger Mark und Lisa von der Kripo sind so intensiv angelegt, dass man gar nicht anders kann, als mit den beiden zu zittern. Es ist ungewöhnlich, dass so ein Stoff von einer Frau geschrieben wird, aber toll, dass das so funktioniert. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

5 Sterne-p1

„Niemals“

Niemals verkleinert
Bild: Verlag

Thriller von Andreas Pflüger, erschienen bei Suhrkamp

Klappentext:

Jenny Aaron ist eine Polizistin mit überragenden Fähigkeiten, denn sie ist blind. Man drängt sie zur Rückkehr in die geheime Sondereinheit, in der sie früher war. Es wäre wieder ein Leben aus purem Adrenalin. Doch will sie das? Da erfährt sie, dass ihr Todfeind ihr ein gigantisches Vermögen hinterlassen hat. Aaron muss nach Marrakesch. Dort wird sie mit ihrer größten Angst konfrontiert und die Hölle bricht los…

Eigene Meinung:

Es ist der zweite Thriller von Andreas Pflüger mit der Hauptfigur Jenny Aaron. Als Leser muss man sich zunächst auf diese Hauptfigur einlassen, zu ungewöhnlich ist eine blinde Polizistin bei einer Sondereinheit, die eben nicht im Büro sitzt. Aber dafür wird man mit einem großartig geschriebenen Thriller belohnt, der auf jeder Seite Freude bereitet und viel Spannung bietet. Daneben bekommt man noch einen Einblick, wie sich Jenny in der Welt der Sehenden zurechtfindet. Für mich eine echte Entdeckung und absolute Leseempfehlung.

5 Sterne-p1

Ergänzung: der 1. Teil der Reihe um Jenny Aaron ist auch bei Suhrkamp erschienen unter dem Titel „Endgültig„.

„Stumme Wut“

Stumme Wut verkleinert
Bild: Verlag

Kriminalroman von Michael Wood, erschienen bei Harper Collins (aus dem Englischen von Peter Friedrich)

Inhalt:

DCI Matilda Darke wird nach einer längeren Zwangspause mit einem unaufgeklärten Doppelmord betraut, der 20 Jahre zurückliegt. Die Eltern von Jonathan und Matthew Harkness wurden damals brutal ermordet. Als plötzlich ein aktueller Mordfall Verbindungen zu diesem alten Fall aufweist, übernimmt Matilda auch hier die Ermittlungen, gegen ihren Widersacher im Polizeirevier Ben Hales, der sich Hoffnungen macht, ihren Posten endgültig übernehmen zu können. Und bald gibt es ein weiteres Opfer.

Eigene Meinung:

Ein ungewöhnlicher Kriminalfall als Start einer neuen Reihe um die Ermittlerin Matilda Darke. Matilda hat eigentlich genug mit sich selbst zu tun, um in ihrem Beruf wieder Fuß zu fassen. Sie ist nicht so perfekt, wie man es von vielen Ermittlern kennt, gerade das macht sie so sympathisch. Der Fall, der hier zu lösen ist, ist vielschichtig und bietet einen abgrundtiefen Blick in eine Familie, die nach außen den schönen Schein wahren kann.  Ein etwas anderer Krimi, der auf jeden Fall Lust macht, noch mehr von dieser Ermittlerin zu lesen.

4 Sterne-p1

 

Lesung mit Simone Buchholz in Bad Oldesloe

"Beton Rouge" erschienen bei Suhrkamp
Bild: Verlag

„Beton Rouge“ Kriminalroman von Simone Buchholz, erschienen bei Suhrkamp

Im Rahmen der Frauenkulturtage konnten wir uns in Bad Oldesloe letzte Woche über den Besuch von Simone Buchholz freuen. Die Hamburger Autorin las aus ihrem neuesten Krimi „Beton Rouge“, schon der 7. Fall für ihre Staatsanwältin Chastity Riley. Riley, eine ganz besondere Staatsanwältin, die in Hamburg St.Pauli zu Hause ist, bekommt es mit nackten Managern zu tun, die in Hamburg in Käfigen ausgestellt werden. Die Ermittlungen führen die Staatsanwältin in die Verlagshäuser der Hansestadt.

Bei der Lesung ging es dann aber weniger um den neuen Fall, viel mehr stellte die Autorin dem Publikum ihre interessante Hauptfigur anhand von entsprechenden Ausschnitten näher vor. Wie auch mit ihren Büchern hat die Autorin mit Charme und Witz schnell das Publikum für sich gewonnen. Ich kenne schon einige der ersten Bücher, die mit spannendem Krimistoff in Hamburg, einer unkonventionellen taffen Staatsanwältin und viel trockenem Humor überzeugen und so freue ich mich auch auf das neue Buch.

Simone Buchholz

Und nach der Lesung: fleißig signieren!

„Die Farbe des Himmels- Ein Fall für Thea Engel“

Die Farbe des Himmels verkleinert
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Kriminalroman von Britt Reissmann & Silvija Hinzmann

Erschienen als E-Book bei dot.books

Inhalt

Mit einem gläsernen Briefbeschwerer wird ein vermögender Textilfabrikant erschlagen. Und bald stellt sich heraus, dass nicht nur die Ehefrau ein eindeutiges Motiv hätte. Thea Engel von der Stuttgarter Mordkommission ermittelt zusammen mit ihrem Kollegen Michael Messmer und schon bald tun sich tiefe Abgründe auf und die beiden stoßen auf viele Lügen und Intrigen. Thea Engel ahnt zunächst auch noch nicht, dass der Fall mehr mit ihr selbst zu tun hat, als ihr bewusst ist.

Eigene Meinung

Das Buch ist ein sehr spannender, vielschichtiger Krimi aus dem Schwäbischen. Und während man gespannt verfolgt, wie sich die Geschichte entwickelt, die weit über einen Mord mit klassischem Motiv hinausgeht, gibt es auch noch jede Menge Humor. Dafür sorgt Theas Kollege Messmer, der nie um einen Spruch verlegen ist und über viel trockenen Humor verfügt. Die Dialoge zwischen den beiden machen Spaß beim Lesen. Dabei muss sich Thea an die Art ihres Kollegen auch erst gewöhnen. Mir hat die Ermittlerin Thea Engel gut gefallen und ich würde gerne noch mehr Fälle zusammen mit ihrem Kollegen Messmer lesen.

Dieses Buch ist der 1. Band der Krimireihe mit Thea Engel

5 Sterne-p1

„Mord nach Rezept“

Mord nach Rezept verkleinert
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Ein Cosy-Krimi von Janet Laurence (aus dem Englischen übersetzt von Karin Haag)

Als E-Book erschienen bei Digital Publishers GmbH

Inhalt

Die Köchin und Hobbydetektivin Darina Lisle sitzt in der Jury von einem Kochwettbewerb. Als die Siegerin sie auf ihren Landsitz einlädt, nimmt sie diese Einladung gerne ein. Allerdings gibt es dort nicht nur Köstlichkeiten zum Essen, sondern auch einen Mord. Das Opfer ist beim Essen vergiftet worden. Und Darina nimmt Ermittlungen dazu auf.

Eigene Meinung

Bei diesem Buch hat mich zunächst das Cover sehr angesprochen. Gerne lese ich Krimis, die in Großbritannien spielen. Und die Atmosphäre auf einem englischen Landsitz ist in diesem Buch auch gut eingefangen. Was die Spannung angeht, muss man berücksichtigen, dass es sich um einen Cosy-Krimi handelt, da geht alles etwas ruhiger zu. Und so habe ich mich auf den ersten 100 Seiten gefragt, wo denn nun die Spannung bleibt. Aber dann nimmt die Geschichte Fahrt auf und der Krimi wird deutlich besser. Interessant finde ich, dass jetzt die Neuauflage erschienen ist. Zu dem Zeitpunkt, als das Buch ursprünglich erschienen ist, gab es noch eine ganz andere Art von Fernsehen, aber es ist interessant, die Beschreibungen in dem Buch mit heutigen Formaten zu vergleichen.

Dieses Buch ist bereits der 4. Teil der Reihe um die Hobbydetektivin Darina Lisle

4 Sterne-p1

„Friesengroll“

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Kriminalroman von Sandra Dünschede erscheint demnächst im Gmeiner-Verlag

Der Gmeiner-Verlag ist bekannt für gute Regionalkrimis. Die lese ich sehr gerne, besonders auch, wenn die Handlung in Norddeutschland spielt. Daher gehört auch Sandra Dünschede zu meinen Lieblingsautorinnen, die u.a. bekannt ist für spannende Krimis, die in Nordfriesland spielen. Demnächst erscheint ein weiterer Fall mit ihrem Niebüller Kriminalkommissar Dirk Thamsen. Die Journalistin Silke Schlüter hat dazu ein Interview mit der Autorin geführt, der Artikel liefert viele interessante Hintergrundinformationen, aber lest selbst:

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Vielen lieben Dank an Sandra Dünschede und Silke Schlüter! Ich freue mich auf das Buch…

gwildis liest storm.der Schimmelreiter

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Ein ganz besonderes Vergnügen war für mich letzte Woche diese Veranstaltung. Eine Lesung mit Musik ist schon etwas besonders Schönes, wenn es dann noch so stimmungsvoll ist, wie diese Veranstaltung, kann man nur genießen. Stefan Gwildis hat wunderbar gelesen, eine auf 75 Min. gekürzte Fassung, dazu passende Musik, als Begleitung nur Klavier und Cello. Einige schöne Lieder vom Meer dazu, etwas Untermalung der Lesung und als Zuhörer darf man einen wunderbaren Abend erleben und staunt, wie mit einfachen Mitteln ein relativ alter Text zum Leben erwacht.

5 Sterne-p1