„Ultimatum“

Ultimatum

Thriller von Christian v. Ditfurth erschienen bei C. Bertelsmann

Inhalt:

Berlin im Herbst 2019: Der Ehemann der Kanzlerin wird gekidnappt. Die Entführer stellen unerfüllbare Forderungen. Eine deutsche Regierung lässt sich nicht erpressen. Oder doch? Die Entführer meinen es ernst, senden eine abgetrennte Hand ins Polizeirevier. Der Machtapparat ist in Schockstarre, Kommissar de Bodt schafft es allerdings, Dr. Süß zu befreien. Aber das Katz- und-Maus-Spiel hat gerade erst angefangen. In Frankreich wird die Gattin des Präsidenten entführt… Kommissar Eugen de Bodt und sein Team stehen vor einer fast unlösbaren Aufgabe.

Eigene Meinung:

Das Buch ist ein rasanter Thriller in der Welt der Geheimdienste. Viele kurze bis sehr kurze Sätze erzeugen Spannung und Tempo. Dazu geht die Handlung in hohem Tempo quer durch Europa. Das Buch ist schon der 5. Band zu der Thriller-Reihe um Kommissar de Bodt. Ich kenne die vorherigen Bände nicht, es war aber kein Problem, in die Geschichte hereinzukommen. Man ist sofort mittendrin, auch wenn man die vorherigen Bände nicht kennt. Und mir gefällt die Figur des Kommissars de Bodt sehr gut. Er ist gebildet und nervt seine Umgebung mit Zitaten von Philosophen. Mich hat beeindruckt, wie selbstsicher und gelassen er auftritt, auch wenn er mit ranghohen politischen Vertretern zu tun hat. Das hat bei mir auch für einiges Schmunzeln gesorgt. Wer einen politischen, temporeichen Thriller sucht, der wird bei diesem Buch fündig.

4 Sterne-p1

„Offene See“

offene See verkleinert

Roman von Benjamin Myers, erschienen im DuMont Buchverlag, aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann

Inhalt:

Robert weiß früh, dass er, der Familientradition folgend, sein Dasein als Bergarbeiter fristen wird. Dabei ist ihm Enge ein Graus. Er liebt die Natur und Bewegung, sehnt sich nach der Weite des Meeres. Daher beschließt er, im Alter von sechzehn, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, sich zum Ort seiner Sehnsucht aufzumachen. Fast am Ziel angekommen, lernt er eine ältere Frau kennen, die ihn auf eine Tasse Tee in ihr leicht heruntergekommenes Cottage einlädt. Eine Frau wie Dulcie hat er noch nie getroffen: unverheiratet, unkonventionell, mit sehr klaren und für ihn unerhörten Ansichten zu Ehe, Familie und Religion. Durch sie lernt Robert eine ihm vollkommen unbekannte Welt kennen: Musik, Malerei, Literatur, all das zählt in seinem Elternhaus nicht, doch Robert erkennt sofort seine Liebe hierzu. Als Dank für ihre Großzügigkeit bietet er Dulcie seine Hilfe rund um das Cottage an. Doch als er eine wild wuchernde Hecke stutzen will, um den Blick auf die offene See freizulegen, verbietet sie das barsch. Ebenso ablehnend reagiert sie auf ein Manuskript mit Gedichten, das Robert findet. Gedichte, die Dulcie gewidmet sind, die sie aber auf keinen Fall lesen will.

Eigene Meinung:

Der Autor schreibt in seiner Danksagung am Ende des Buches, das Buch ist allen Bibliothekaren, Buchhändlerin und Lehrern auf der ganzen Welt gewidmet, die sich darum bemühen, anderen ihre Leidenschaft für die Kraft des geschriebenen Wortes zu vermitteln. Und genau das erreicht das Buch auch. Zu Beginn hatte ich Probleme beim Lesen, weil mir die Sprache etwas holperig vorkam. Aber die Geschichte ist aus der Sicht eines sechzehn Jahre alten Ich-Erzählers erzählt, der gerade seinen Schulabschluss gemacht hat, aber nicht mit Literatur aufgewachsen ist. Dafür ist er aber ein guter Beobachter, besonders auch, was die Natur betrifft. Und als er Zugang zu Literatur bekommt, verändert sich seine Sprache. Und spätestens zu diesem Zeitpunkt war ich von dem Buch restlos begeistert. Es hat mich sehr beeindruckt, hier mitzuerleben, wie der Zugang zu Literatur einen Menschen verändern kann. Die Gespräche von Dulcie und Robert haben mich so gefangen genommen, das ich nur ungerne die Welt der beiden wieder verlassen habe. Das Cottage und die wunderbare Natur darum sind so schön beschrieben, man mag es nicht verlassen, sondern möchte dort auch auf die offene See schauen.  Eine klare Leseempfehlung.

5 Sterne-p1

„Leben“

Leben verkleinert

Thriller von Uwe Laub, erschienen im Heyne Verlag

Inhalt:

Fledermauskolonien auf der Schwäbischen Alb und Antilopenherden in Südafrika: Weltweit verenden innerhalb kürzester Zeit große Tierpopulationen, ganze Arten sterben in erschreckendem Tempo aus. Experten schlagen Alarm, denn das mysteriöse Massensterben scheint vor keiner Spezies Halt zu machen. Der junge Pharmareferent Fabian Nowack stößt auf Hinweise, dass selbst der Fortbestand der Menschheit unmittelbar bedroht ist. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, an dessen Ende unsere Erde nie wieder so sein wird wie zuvor.

Eigene Meinung:

Genauso wie mit dem 1. Buch „Sturm“ ist Uwe Laub hier wieder ein großartiger Thriller gelungen. Er versteht es wunderbar, wissenschaftliche Fragen mit einer spannenden Handlung zu verbinden. Das Buch liest sich sehr flüssig, trotz vieler Schauplätze und Personen. Man kann sehr gut folgen, weil die einzelnen Kapitel entsprechend gekennzeichnet sind. Und so beginnt ein rasanter Wettlauf gegen die Zeit. Als Leser wird man sehr nachdenklich, was den Umgang der Menschen mit der Erde angeht, aber auch, wie hinter bestimmten Handlungen knallharte wirtschaftliche Überlegungen stehen. Diese Ansätze sind natürlich auch gerade topaktuell, wo die Menschen sich mit der Bewältigung der Corona-Krise beschäftigen. Da wirft ein Blick hinter die Kulissen eines Pharmakonzerns noch ganz neue Fragen auf. Mich hat dieses Buch absolut gefesselt, ich konnte es nicht aus der Hand legen und die Lektüre wird lange nachwirken. Eine absolute Leseempfehlung.

5 Sterne-p1

„Dünen-Traumsommer“

Dünentraumsommer verkleinert

Roman von Tanja Janz, erschienen bei Harper Collins

Inhalt:

Marieke zieht mit ihrem Sohn Emil von der Großstadt im Ruhrgebiet nach St. Peter-Ording an die Nordsee. Für beide ist es eine Wohltat, einmal tief durchzuatmen und die gemütliche Einliegerwohnung im Reetdachhaus von Berta Tetens wird ihnen ein neues Zuhause.  Als Marieke die kleine Friesenküche ihrer Vermieterin betritt, kommt ihr eine Idee: Um die Senioren in St. Peter-Ording zusammenzubringen, gründet Marieke einen Kuchen-Club. Bald werden die „Oma-Kuchen“ zum Kassenschlager, aber Marc Velthuisen, dem die hiesige Cafebar gehört, stört sich daran…

Eigene Meinung:

Das Buch ist eine entspannt zu lesende Lektüre, die die Leserin gedanklich direkt an die Nordsee bringt. Man taucht ein in das Leben der Einwohner in dem Nordseebad St. Peter-Ording und möchte eigentlich gar nicht wieder weg. Dabei greift das Buch neben angenehmer Leichtigkeit auch ernste Themen auf. Mariekes Mann ist gestorben, der Sohn hat seinen Vater gar nicht kennengelernt. Dabei ist der Sohn krank, was auch der Grund für die Luftveränderung ist. In ihrem Beruf in der Altenpflege erfährt Marieke viel über die Einsamkeit im Alter und es macht Spaß zu erleben, wie hier Abhilfe geschaffen wird und die Senioren wieder aufblühen. Also eine wunderbare Lektüre, nicht nur zur Sommerzeit und für jung und alt. Wer einen Frauenroman sucht, in dem auch ernste Themen eine Rolle spielen, und bestens unterhalten werden möchte, der ist hier genau richtig.

5 Sterne-p1

„Eisiger Nebel“

Eisiger nebel verkleinert

Ein Nordsee-Krimi von Hendrik Berg, erschienen im Wilhelm Goldmann Verlag

Klappentext:

Über die Küste Nordfrieslands bricht eine Kältewelle herein – und sie bringt Schlimmeres als Schnee und Eis. Im Husumer Hafen wird die übel zugerichtete Leiche eines Unbekannten aus dem Wasser gefischt. Kommissar Theo Krumme nimmt mit seiner Kollegin Pat die Ermittlungen auf. Die spur führt sie in einen kleinen Ort auf der Halbinsel Eiderstedt, dessen Einwohner eng zusammenhalten. Als ein Eisnebel über dem Deich heraufzieht, müssen krumme und Pat die Dorfgemeinschaft vor einem skrupellosen Mörder schützen..

Eigene Meinung:

„Eisiger Nebel“ ist schon der sechste Band um den Kriminalkommissar Theo Krumme. Und es ist wieder ein perfekter Regionalkrimi. Wunderbar zu lesen, mit ganz viel Atmosphäre von Nordfriesland im Winter und einer überzeugenden Krimi-Handlung. Außerdem wurde es inbesondere in der zweiten Hälfte so spannend, dass ich das Buch dann auch schnell zu Ende lesen musste. Außerdem mag ich das Ermittlerteam Krumme und Pat sehr gerne. Hartnäckig bei den Ermittlungen, aber auch Menschen mit Ecken und Kanten. Zusammengefasst hat dieses Buch alles, was ein guter Regionalkrimi braucht, eine klare Leseempfehlung für alle Liebhaber von norddeutschen Krimis.

5 Sterne-p1

 

„Zu wahr, um schön zu sein“

Zu wahr, um schön zu sein verkleinert

Roman von Gabriella Engelmann, erschienen bei Droemer Knaur

Klappentext:

„Wenn etwas kaputt ist, muss man es reparieren!“ 45 Jahre lang hat Caro nach diesem Motto gelebt – bis sie ausgerechnet am Tag ihrer Silberhochzeit vor den Scherben ihrer Ehe steht. Als wäre das nicht genug, verliert Caro nach dem Mann auch noch den Job, ihr Sohn Felix baut ordentlich Mist, und Caros esoterisch angehauchte Hippie-Mutter Flora kommentiert all das mit nervigen Kalendersprüchen. Zum Glück sind Caros beste Freundin Sylvia und die Lotsenwitwe Hedwig zur Stelle, um mit Humor und guten Ratschlägen Caros Kampfgeist zu wecken. Denn wenn etwas unwiderruflich kaputt ist, muss frau es schließlich irgendwann ersetzen, oder nicht?

Eigene Meinung:

Ich liebe die Bücher von Gabriella Engelmann sehr und so ist die Freude groß, wenn es „Nachschub“ gibt. Und so ist auch dieses Buch wieder ein flott zu lesender Roman mit liebevoll gestalteten Personen. Und besonders die Hippie-Mutter Flora sorgt auch dafür, dass man beim Lesen einiges zu lachen hat. Das Einzige, was mich so ein bisschen enttäuscht hat, ist ein wenig der Plot selbst. Frau trennt sich von Mann, Sohn macht Stress, beste Freundin hilft beim Neuanfang, das ist nicht so besonders überraschend und neu. Aber die liebevoll gestalteten Personen und Hamburg als perfekte Kulisse gleichen das wieder aus.

4 Sterne-p1

 

 

„Der Tote im Camper“

Der Tote im Camper verkleinert

Kriminalroman von Britta Bendixen erschienen bei CW Niemeyer Buchverlage GmbH

Inhalt:

Die Flensburger Kommissare Andresen und Weichert haben einen neuen Fall. Auf dem Campingplatz in Holnis wurde der Wiener Junggeselle Marlon Schubert tot und beraubt aufgefunden. Hat einer seiner Pokerfreunde die Tat begangen? Oder war es der eifersüchtige Steffen Hornhuber, dem es missfiel, wie gut sich der charmante Wiener mit seiner Frau Juliane verstand? Ausgerechnet Kommissar Weichert wird dazu verdonnert, undercover auf dem Campingplatz Nachforschungen anzustellen. Gemeinsam mit seiner Lebesngefährtin,d er Krimi-Autorin Verena, zieht der Schöngeist mit der empfindlichen Haut in einen der Mietwohnwagen. Dort macht ihm nicht nur die Hitze des Rekordsommers zu schaffen. Und dann ist plötzlich Alexandra, die älteste Tochter der Hornhubers, spurlos verschwunden…

Eigene Meinung:

Insgesamt ein sehr gelungener Reginalkrimi. Ich mag dieses Ermittlerteam sehr gerne und habe die Zeit in Holnis sehr genossen. Sehr gut zu lesen, spannend und unterhaltsam, dazu jede Menge Flensburger Luft, so hat dieses Buch alles, was man für den Lesespaß benötigt. Man muss auch kein ausgewiesener Campingliebhaber sein, um an diesem Buch Spaß zu haben. Außerdem werden alle Handlungsstränge gut aufgelöst, wobei mich die Lösung des Hauptfalls doch überrascht hat. Auf jeden Fall freue ich mich auf den nächsten Fall für dieses Ermittlerteam.

4 Sterne-p1

„Friedhof der Krustentiere“

Friedhof der Krustentiere verkleinert

Ein Küsten-Krimi von Krischan Koch, erschienen bei dtv

Inhalt:

Ein Herbststurm fegt durch Fredenbüll und weht nichts Gutes in den nordfriesischen Küstenort: Schimmelreiter Hauke Schröder findet Tante Tele tot im Ford Mustang, eine Einbruchserie verunsichert die Dorfbewohner, und auf der gegenüber liegenden Hallig Westeroog gehen unheimliche Dinge vor sich. Dort versetzt eine gruselige Gestalt die wenigen Gäste des Hallig-Hotels, in dem Polizistentochter Tadje gerade ihr Praktikum absolviert, in Angst und Schrecken. Als aus der Hotelküche das größte Messer verschwindet und die Telefonleitung abreißt, wird die Lage mehr als brenzlig. Dorfpolizist Thies Detlefsen und ganz Fredenbüll durchleben eine wahre Horrornacht.

Eigene Meinung:

Ein Buch von Krischan Koch zu lesen ist ein bisschen, wie nach Hause kommen. Man trifft auf die bekannten und vertrauten Personen aus dem Stammimbiss „De Hidde Kist“ und hat gleich Spaß. Diese Gäste sind einfach genial. Dazu gibt es hier noch sehr gruselige Momente auf der Hallig Westeroog, wunderbar geschrieben und spannend erzählt. Ich fand das dort schon ziemlich schaurig. Außerdem gibt es noch einen Mordfall mit einer überraschenden Auflösung. Mir hat dieser Besuch in Fredenbüll wieder sehr gut gefallen und ich freue mich auf Nachschub, denn leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei.

5 Sterne-p1

„Sterbekammer“

Sterbekammer verkleinert_

Ein Kriminalroman von Romy Fölck, erschienen bei Bastei Lübbe

Inhalt:

In einer abgelegenen Deichmühle wird die Leiche eines alten Mannes gefunden, der als starrköpfiger Eigenbrötler bekannt war. Als Polizistin Frida Paulsen in der Mühle auf eine verdeckte Bodenklappe stößt, ist sie zutiefst erschüttert, denn die Tür führt zu einer Kammer, die wie ein Gefängnis anmutet. Ihr Kollege Bjarne Haverkorn erinnert sich an eine junge Frau, die vor Jahren spurlos in der Marsch verschwand. Alles deutet darauf hin, dass die Entführte in der Kammer gefangen gehalten wurde.

Eigene Meinung:

Das Buch ist der 3. Fall für die Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn und ich finde, die Bücher werden immer besser. So schnell, wie ich die über 400 Seiten lesen musste…. Ein sympathisches Ermittlerteam ist hier tätig, dazu spielt die Handlung in Hamburg und Schleswig-Holstein, gerade die Beschreibungen des südwestlichen Schleswig-Holsteins und der Menschen dort fand ich sehr gelungen. So entsteht ganz viel Atmosphäre, während eine spannende Geschichte erzählt wird. Die Handlung konnte mich fesseln und gleichzeitig gruseln, so gut waren die Mühle und die Kammer beschrieben. Eine absolute Leseempfehlung für Leser, die norddeutsche Krimis mögen.

5 Sterne-p1

„Das Grand Hotel – Die nach den Sternen greifen“

Das Grandhotel verkleinert

Roman von Caren Benedikt, erschienen bei Blanvalet

Inhalt:

Ein elegantes Hotel an der Ostsee, ein verruchtes Variete in Berlin, eine starke Frau, die ihren Weg geht, und ein Geheimnis, das alles in Gefahr bringt.

Rügen, 1924. Weiß und prächtig steht es an der Uferpromenade von Binz: das imposante Grand Hotel der Familie von Plesow. Vieles hat sich hier abgespielt, und es war nicht immer einfach, trotzdem blickt Bernadette voller Stolz auf ihr erstes Haus am Platz. Hier hat sie ihre Kinder großgezogen: den ruhigen Alexander, der einmal der Erbe des Grand Hotels sein wird; Josephine, die rebellische Künstlerin, die ihren Weg noch sucht und den umtriebigen Constantin, der bereits ein eigenes Hotel, das Astor, in Berlin führt. Alles scheint in bester Ordnung. Natürlich gibt es hier und da Streitigkeiten mit ihrer Tochter und irgendwas stimmt auch nicht mit dem sonst so fröhlichen Zimmermädchen Marie – aber all das ist nichts gegen das, was der unangekündigte Besuch eines Mannes auslösen könnte, der Bernadette damit droht, ihr dunkelstes Geheimnis aufzudecken…

Eigene Meinung:

Der erste Band dieser opulenten Familiensaga hat mir gut gefallen. Das Buch ist gut und flüssig zu lesen und so erlebt man intensiv die magische Welt eines großen Hotels. Dazu gibt es mit Bernadette von Plesow eine ganz starke Figur, die sich nach dem Tode ihres Mannes in der Geschäftswelt und als Familienoberhaupt behaupten muss. Dabei ist Buch nicht nur Familiengeschichte, denn gerade bei Sohn Constantin in Berlin geht es auch ziemlich hart zur Sache. Die Bandenkriege, die dort geführt werden, haben das Zeug zum Krimi. Gefallen hat mir, dass es mit der Geschichte von Marie, dem Zimmermädchen, auch noch eine zweite starke Frau gibt, die aber einer anderen Schicht angehört.  Außerdem hat es mir Spaß gemacht, dass man durch die bildhaften Beschreibungen ganz tief abtauchen kann in die Welt von 1924 und nebenbei dann auch noch so einiges lernt. Ich freue mich auf jeden Fall auf den 2. Band.

5 Sterne-p1

Caren Benedikt ist das Pseudonym der deutschen Autorin Petra Mattfeldt. Für mich ist die Information interessant, denn wir durften die Autorin im Herbst letzten Jahres bei einer Buchvorstellung auf einer Barkasse im Hamburger Hafen live erleben. Unter dem Pseudonym Ellin Carsta hat die Autorin einen neuen Band ihrer Hansen-Saga vorgestellt. Dabei geht es rund um eine Hamburger Familie, die im Kakao-Handel tätig ist. Stilecht ging es mit der Barkasse durch den Hamburger Hafen, während man der Lesung lauschen und leckeren Kakao probieren konnte. Eine gelungene Veranstaltung, die im Gedächtnis geblieben ist.

Petra Mattfeld